Basteltipp Drei Flieger der ganz anderen Art

Bumerang, Drachen, Rakete? Klingt eher nach Flugobjekten für draußen. Es sei denn, sie sind ganz klein und aus Papier oder Karton. Denn für diese Modelle bietet jede Wohnung ausreichend Luftraum
In diesem Artikel
Die Luftdruck-Rakete: Bauanleitung

Der Minidrachen: Bauanleitung

Man hat ja nicht ständig Zeit, Drachen steigen zu lassen. Stellt euch nur vor: Es weht ganz toll - aber ihr seid leider auf dem Weg zur Schule. Deshalb stellen wir euch ein Minimodell vor, sozusagen den Drachen für zwischendurch. Den könnt ihr an den Fahrradlenker binden, oder einfach hinter euch herziehen.

Ihr braucht:

- ein DIN-A4-Blatt Luftpost-Papier

- einige Meter festes Garn und eine Nähnadel

- Schere, Lineal und Bleistift

- Papierkleber

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1. Als Erstes zeichnet ihr auf das Papier ein Rechteck, 12 mal 16 Zentimeter groß, dorthinein den Umriss des Drachens. Den trennt ihr dann mit der Schere heraus. Schneidet zwei jeweils ein Zentimeter breite Streifen zurecht, einer 12 Zentimeter lang, der andere 16.

2. Beide Streifen falzt und knickt ihr der Länge nach. Dann klebt ihr den längeren auf die Längsachse des Drachens. Bevor ihr auch den zweiten Streifen aufklebt, müsst ihr beide Papierstreben so einschneiden, dass ihr sie ineinander stecken könnt. Die überstehenden Enden beider Streben schneidet ihr ab.

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3. Fädelt mit der Nadel ein etwa 80 Zentimeter langes Stück Garn durch das Hinterteil des Drachens. Und knotet es fest - aber passt auf, dass der Knoten nicht das Papier zerreißt. Schneidet dann aus dem restlichen Papier noch fünf bis sechs Rechtecke, jeweils zwei mal fünf Zentimeter groß. Die knotet ihr in gleichmäßigem Abstand an den Drachenschwanz.

4. Die Drachenschnur bindet ihr sechs Zentimeter von der Spitze um die Längsstrebe. Dieses Garn sollte mindestens einen Meter lang sein, nach oben gibt es dagegen keine Begrenzung. Nun braucht ihr nur noch ein wenig Wind - etwa den Fahrtwind beim Radfahren oder beim Dauerlauf.

Die Luftdruck-Rakete: Bauanleitung

Drei, zwei, eins... Zündung! Diese Rakete funktioniert ganz ohne Schall und Rauch. Sie fliegt mit Luft. Genau das Richtige also für den Hausgebrauch. Allerdings: Die folgende Bauanleitung ist nicht ganz einfach. Verzweifelt aber nicht! Wenn ihr den Bogen einmal raus habt, wird für euch Raketenbau zum Kinderspiel.

Ihr braucht zum Basteln:

- zwei DIN-A4-Bogen festes Papier (etwa 120 g/qm)

- Schere, Lineal und Bleistift

- Papierkleber

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So wird gebastelt:

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1. Schneidet für den Raketenrumpf ein sechs mal acht Zentimeter großes Rechteck aus. Zeichnet darauf Striche wie auf dem Bild, falzt entlang dieser Linien - und faltet das Ganze entsprechend: Im Querschnitt ist die Rakete quadratisch, die fünfte Seite des gefalteten Rechtecks dient als Klebelasche.

An den kurzen Falzen knickt ihr den Körper so zusammen, dass er an diesem Ende geschlossen ist und in einem Kreuz mündet. Dann klebt ihr das Kreuz von innen zusammen - und die Klebelasche fest.

2. Aus einem zweiten Rechteck entsteht das Leitwerk. Markiert, falzt und faltet das 3 mal 14,4 Zentimeter große Stück so, wie ihr es in der Zeichnung sehen könnt. Klebt es dann an das offene Ende des Rumpfes. Um der Rakete den letzten Schliff zu geben, schneidet ihr von den vier Flügelflächen und der Raketenspitze die oberen Ecken ab.

3. Jetzt kommt der Blasebalg an die Reihe, der eurer Rakete den Schub gibt. Schneidet aus dem zweiten Papierbogen eine Form, wie auf dem Bild zu sehen. Entlang der gestrichelten Linien falzt ihr. Und zwar so, dass sich die langen Falzkanten (rot) in beide Richtungen knicken lassen, die kurzen schrägen (gelb) aber so, dass die Kanten hoch stehen, wenn ihr darauf seht.

Die gepunkteten Linien helfen dabei, die schrägen Striche anzuzeichnen. Sonst braucht ihr sie nicht. Den Balg müsst ihr nun zieharmonikaartig zusammenfalten.

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4. Bevor ihr die Abschussrampe zusammenklebt, müsst ihr die Raketenhalterung einbauen. Dazu braucht ihr noch ein fünf mal fünf Zentimeter großes Stück Papier. Markiert, schneidet und falzt es wie auf dem Bild. Klebt es zusammen, schiebt es von unten durch das quadratische Loch im Balg und befestigt die Halterung mit ihren Klebelaschen.

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5. Jetzt könnt ihr die Rampe zusammenkleben und die vorderen Ecken umklappen. Macht ein paar Tests: Pustet in die Halterung und schaut, ob alle Nähte dicht sind. Wenn nicht: zukleben! Denn jedes Loch, durch das Luft entweicht, mindert den Raketenschub.

Dann müsst ihr nur noch die Rakete auf die Halterung setzen und kraftvoll auf den Balg hauen, so dass der Luftstoß die Rakete emporschleudert. Bis zum Mond fliegt sie dann wahrscheinlich nicht - aber mindestens an die Zimmerdecke.

Basteln: Der Finger-Bumerang

Bumerangs! Sind das nicht die Wurfgeräte, mit denen Australier einst Kängurus jagten? Mit unserer Pappversion könnte man nicht mal eine Stubenfliege erlegen. Doch der Fingerbumerang hat einen Vorteil: Der fliegt drinnen herum, ohne dabei die halbe Wohnung zu zerlegen...

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Ihr braucht für den Bumerang:

- ein Stück festen Karton (7 mal 7 cm)

- Schere, Lineal und Bleistift

- Buch mit festem Einband

So wird der Bumerang gebastelt:

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1. Zeichnet auf dem Pappquadrat alle Linien so an, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Entlang der durchgezogenen Striche schneidet ihr aus, die gestrichelten Linien werden gefalzt. Aber Vorsicht: Schneidet und falzt nur bis an das kleine Quadrat in der Mitte (in der Zeichnung dunkler gefärbt).

2. Trennt nun mit der Schere die Flügelspitzen ab und knickt die vier Arme des Bumerangs entlang der Falze leicht nach unten, so dass sie wie lange Giebeldächer aussehen. Die Flügelenden biegt ihr dagegen leicht nach oben - fertig!

3. Jetzt könnt ihr den Abflug machen: Nehmt das Buch als Startrampe. Legt den Bumerang an eine Kante des Deckels und schießt ihn mit einem kräftigen Fingerschnippen weg.

Euer Bumerang wird einen kleinen Bogen fliegen, sich dabei schnell um die eigene Achse drehen und - mit etwas Schnippgeschick - wieder so bei euch ankommen, dass ihr ihn sogar auffangen könnt.

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