Ostern einmal ohne Eier?

Puh, immer dasselbe an Ostern: Schokoladen-Eier bis zum Abwinken! Wir denken, das kann nicht alles sein - und haben Kinder aus verschiedenen Ländern gefragt, welche Leckereien bei ihnen zu diesem Fest auf den Tisch kommen
In diesem Artikel
In der GEOlino-Versuchsküche
Brigadeiros aus Brasilien
Brigadeiros aus Brasilien
Osternester aus den USA
Osternester aus den USA

In der GEOlino-Versuchsküche

Anna greift tief in die Butter. Mit den bloßen Händen. Nicht, weil sie schlecht erzogen wäre - sondern weil sonst die brasilianischen Karamell-Kugeln einfach an den Fingern kleben blieben, wenn die 12-Jährige sie in den bunten Zuckerstreuseln wälzt. Erst mit denen sind die süßen Bällchen so, wie sie in Brasilien jedes Kind kennt.

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Bunte Osternester aus den USA

Wir befinden uns in der GEOlino-Versuchsküche. Das heißt, genau genommen sind wir in der Schulküche der Internationalen Schule in Hamburg zu Besuch. Der Unterricht ist längst vorüber, und nur noch Anna und einige ihrer Mitschüler sind hier. Sie haben nämlich eine Mission: GEOlino ihre besten Osterrezepte zu verraten. Oder andere Frühlingsrezepte, denn nicht überall auf der Welt wird Ostern gefeiert. Das ist schließlich ein christliches Fest. Anna hat zum Beispiel ein Rezept von ihrem Opa mitgebracht. Und der kommt aus Afghanistan, wo die meisten Menschen Muslime sind.

Zum Glück ist die Küche groß genug. Denn während Anna in der Butter herumfingert, sind auch die anderen nicht faul: A.J. aus den USA - der eigentlich Andrew James heißt - schaut, ob seine Schokokekse schon abgekühlt sind. Denn da müssen noch die Kokosflocken drauf, die Sabrina so herrlich grün gefärbt hat. Auch für die 13-Jährige fällt Ostern übrigens flach: Sie kommt aus einer jüdischen Familie aus Israel. Den halben Tag verbringen unsere Osterköche mit Teig rühren, Kugeln formen, Nüsse schälen. Dann ist es endlich soweit, es darf probiert werden von Karamell-Bällen, Pfannkuchen oder Fruchtkompott. Das Ergebnis ist eindeutig: Es geht auch ohne Eier! Zwei Rezepte möchten wir euch nun vorstellen: Brigadeiros aus Brasilien und die Osternester aus den USA.

Brigadeiros aus Brasilien

Brigadeiros aus Brasilien

Luca sagt: In seiner Heimat gibt es an Ostern Brigadeiros. Und zu Weihnachten, zum Geburtstag, zum Karneval... Wer die süßen Kügelchen probiert hat, ahnt warum das so ist: Die sind verdammt lecker! Was die allerdings mit dem Militär zu tun haben, wissen wir nicht: Brigadeiros ist Portugiesisch und bedeutet Generalmajor.

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Mit den Fingern in die Butter? Das hat nichts mit schlechter Erziehung zutun. So fetten unsere Köche ihre Finger

Ihr braucht:

  • 1 Dose gesüßte Kondensmilch
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Kakao
  • bunte Streusel
  • etwa 25 Pralinenkapseln aus Alu oder Papier

Schritt 1:

In einer Pfanne kocht ihr bei kleiner Hitze Kondensmilch, Butter und Kakao etwa eine Stunde lang. Dabei müsst ihr ständig umrühren, die zähe Masse ist sonst in Nullkommanichts angebrannt.

Schritt 2:

Dieses Gemisch gießt ihr nun auf einen Teller und lasst es abkühlen. Fettet eure Hände ein und rollt aus der abgekühlten Masse haselnussgroße Kugeln.

Schritt 3:

Diese klebrigen Bällchen wälzt ihr anschließend in den Streuseln und steckt dann ein jedes in eine Pralinenkapsel - oder direkt in den Mund!

Osternester aus den USA

Osternester aus den USA

A.J. kennt viel von der Welt: Der 11-Jährige wurde im US-Bundesstaat Louisiana geboren und hat seitdem schon in Texas gelebt, in Malaysia und jetzt in Deutschland. Ein Rezept hat ihn dabei immer begeleitet: jenes für die bunten Osternester seiner Mutter.

Ihr braucht:

  • 250g Butter
  • 150g Zucker
  • 250g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 50g Kakao
  • 150g kleingehackte Zartbitterschokolade
  • 250g Sahne
  • 200g Kokosflocken
  • grüne Lebensmittefarbe
  • Ostereier mit Zuckerglasur als Füllung für die Nester

Schritt 1:

Verrührt Butter und Zucker in der Küchenmaschine oder mit einem Rührgerät. In einer großen Schüssel vermengt ihr Mehl, Salz und Kakaopulver. Beide Mischungen kippt ihr nun zusammen und rührt solange, bis daraus ein fester Teig entstanden ist. Den wickelt ihr in Klarsichtfolie und legt ihn für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Dort wird er fest.

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Die Osternester aus den USA haben Andrew James, genannt A.J., durch die ganze Welt begleitet. Mmmh, lecker...

Schritt 2:

Die Schokolade und die Sahne erhitzt ihr derweil in einem Wasserbad, bis sich die Schokobrocken vollständig aufgelöst haben. Dann lasst ihr die braune Matsche abkühlen - aber rührt sie gelegentlich um.

Schritt 3:

Auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche rollt ihr den gekühlten Teig etwa einen halben Zentimeter dick aus. Dann stecht ihr vorsichtig mithilfe eines Glases Kreisformen von etwa sechs Zentimetern Durchmesser aus. Wer eine entsprechende Ausstechform hat, kann die natürlich auch benutzen! Die Teigkreise verteilt ihr auf zwei mit Backpapier belegte Bleche und kühlt sie abermals für etwa 20 Minuten. Dann kommen die Bleche endlich in den Ofen, etwa für 15 Minuten bei 180 Grad.

Schritt 4:

Während die gebackenen Kekse abkühlen, färbt ihr die Kokosflocken: Vermengt einige Tropfen Lebensmittelfarbe mit etwa drei Esslöffeln Wasser und verteilt dieses giftgrüne Gebräu in den Flocken, bis diese gleichmäßig durchgefärbt sind. Dann trocknet ihr sie im Ofen, was nur ein paar Minuten dauert - denn die grünen Fasern sollen dabei nicht braun werden!

Schritt 5:

Zum Schluss bestreicht ihr die Kekse mit der Schokomatsche und bestreut sie dann großzügig mit Kokosflocken. In die Mitte der Nester legt ihr ein paar Eier - fertig. Das hätte kein Osterhase besser gekonnt!

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