Experimente Tricks mit der Sonne

Manchmal bringt sie uns ganz schön ins Schwitzen. Aber schiene die Sonne nicht, so wäre die Erde eine Eiswüste ohne jedes Leben. Mehr über den leuchtenden Stern am Himmel erfahrt ihr in unseren GEOlino-Experimenten. Auch, wie man die Sonnenstrahlen sichtbar macht...
In diesem Artikel
Wie die Sonne wärmt? Ein Unterschied wie Tag und Nacht
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Überlebenswichtig für uns Menschen auf der Erde: die Sonne

Lasst die Sonne tief ins Glas schauen

Nicht nur sichtbares Licht sendet die Sonne aus, sondern auch unsichtbare Strahlung - etwa die ultraviolette, die den Sonnenbrand verursacht. Aber auch das sichtbare Licht besteht nicht nur aus einer Farbe, was man auch sichtbar machen kann:

Leg ein Stück weißes Papier auf die Fensterbank und stelle ein glattes, randvoll mit Wasser gefülltes Glas darauf. An dem Glas befestige dann eine Postkarte, in die ein zehn mal ein Zentimeter großer Schlitz geschnitten worden ist.

Wenn nun durch den Schlitz ein Strahl auf die Wasseroberfläche fällt, dann schillert's auf dem Papier ganz prächtig in allen Farben des Sonnenlichtes - dem so genannten Spektrum - mit Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Zu beobachten ist das auch bei Regenbögen.

Das Farbspiel aber erklärt sich so: Das Licht der Sonne bricht sich sowohl an der Wasseroberfläche wie an der Wand des Glases und wird dadurch in seine Farb-Anteile zerlegt.

Die Sonne unter die Lupe nehmen? Ein Fernglas genügt!

Wissenschaftler benutzen Teleskope, um die Sonne zu beobachten. Aber ihr könnt das auch - mit einem Fernglas, das ihr aus dem Fenster raus auf die Sonne ausrichten müsst. Und dann braucht ihr nur noch einen Spiegel. Den müsst ihr so hinter ein Okular des Fernglases aufstellen, dass er das Abbild von der Sonne an eine Wand lenkt.

Schaut auf keinen Fall direkt durch, denn das wäre wegen der großen Blendkraft des leuchtenden Sterns höchst ungesund. Habt ihr ein richtig gutes Fernglas, dann könnt ihr der Sonne wie echte Astronomen erstaunlich nahe rücken. Sogar die Sonnenflecken sind an der Wand zu sehen, dunkle Stellen, die mit rund 3000 Grad etwas "kühler" sind als die 5500 Grad heiße Oberfläche unseres Zentralgestirns.

Forscher haben herausgefunden, dass sich diese Flecken etwa alle elf Jahre häufen und dass sich das auf unser Klima auswirkt. Es ist dann zum Beispiel mit höheren Temperaturen zu rechnen.

Wie die Sonne wärmt? Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Die Sonne ist quasi die Heizung der Erde. Im Durchschnitt heizt sie deren Oberfläche auf 14 Grad auf - Wasser und Land allerdings unterschiedlich.

Nehmt einmal zwei Becher und füllt den einen mit Erde, den anderen mit Wasser. Stellt dann beide Becher in die Sonne. Wenn ihr nach einigen Stunden die Temperaturen messt, werdet ihr feststellen, dass sich die Erde viel stärker erhitzt hat als das Wasser. Das liegt daran, dass der dunkle Boden 80 bis 90 Prozent der Sonnenstrahlen absorbiert, also schluckt.

Weltweit führt das zu einem spannenden Phänomen: Da die Kontinente sich schneller erwärmen als Ozeane, herrschen jeweils Zonen unterschiedlichen Luftdrucks. Um die Druckunterschiede wieder auszugleichen, bilden sich Winde. Also auch die macht letzten Endes die Sonne.

Übrigens: Wenn ihr nachts die Temperaturen in Euren Bechern nachmesst, so wird das Wasser wärmer sein als der Boden. Es speichert nämlich die Wärme besser.

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