Experiment Mausefallen-Auto

Autos belasten die Umwelt mit hohem Energieverbrauch und Abgasen. Damit sich das ändert, wird von klugen Köpfen überall an sauberen Motoren geforscht: Brennstoffzelle, Batteriebetrieb, Wasserstoffmotor. GEOlino stellt euch schon jetzt den absolut abgasfreien Antrieb vor: die Mausefallen-Maschine! Alle Bauteile dafür bekommt ihr im Baumarkt

Ihr braucht für die Mausefalle:

- eine Mausefalle

- zwei Kanthölzer (30 cm lang, 2 mal 1 cm dick)

- zwei Rundhölzer (10 cm lang, 0,8 cm Durchmesser)

- drei runde Bierdeckel, sechs Unterlegscheiben (möglichst breit bei 8,4 mm Innendurchmesser)

- vier Ösenschrauben (25 mm lang, 12 mm Ösendurchmesser)

- einen kleinen Stahlnagel

- acht Quetschdichtungen aus Gummi (8 mm Durchmesser)

- 20 cm starker Draht (etwa von einem Kleiderbügel oder einer großen Büroklammer)

- dünne, reißfeste Schnur

- Holzleim, Bastelzange, Schere und einen Bleistift

- zwei Schraubzwingen und einen Hammer

1.

Als Erstes nehmt ihr euch die beiden Kanthölzer vor. In jedes Ende dreht ihr eine Ösenschraube - vorsichtig, damit sich das Holz nicht spaltet! Das geht einfacher, wenn ihr die Löcher mit dem Nagel vorbohrt". Legt die beiden Hölzer nebeneinander: Sind die jeweils gegenüberliegenden Ösen gleich weit reingeschraubt? Stehen sie auf gleicher Höhe? Das ist wichtig, denn in den Ösen laufen später die Achsen.

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2.

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Bevor ihr die Falle einbaut, müsst ihr den Draht entfernen, der normalerweise den Bügel gespannt hält. Dann leimt ihr sie in die Mitte zwischen die beiden Kanthölzer.

3.

Während der Leim trocknet, baut ihr Achsen und Räder zusammen. Bohrt mithilfe von Nagel und Bleistift ein Loch in jeden Bierdeckel, ganz genau durch die Mitte und so groß, dass sich die Rundhölzer gerade eben hindurchschieben lassen. Eventuell müsst ihr die Grate wegschneiden, die dabei entstehen.

4.

Markiert auf beiden Rundhölzern - euren Achsen - die Mitte. Auf das eine schiebt ihr dorthin einen Bierdeckel - als Vorderrad. Von beiden Seiten wird noch je eine Unterlegscheibe dagegengeklebt und eine Quetschdichtung draufgeschoben. Wichtig: Das Rad muss ganz gerade auf der Achse sitzen, ohne zu eiern! Schiebt die Achse durch die Ösen an dem Ende des Wagens, auf das der Bügel der Falle zeigt. Zwei weitere Dichtungen verhindern, dass die Achse wieder herausrutschen kann.

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5.

In die Mitte der anderen Achse schlagt ihr mit dem Hammer den kleinen Nagel und trennt dann mithilfe der Zange dessen Kopf ab. Stehen bleiben sollen nur etwa zwei Millimeter. Dann schiebt ihr die Achse durch die beiden übrigen Ösen und setzt - nun aber von außen - noch zwei Räder darauf, wie in Punkt 4 beschrieben.

6.

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Um die Fahrleistung eures Wagens zu steigern, verlängert ihr den Hebel des Fallenbügels. Nehmt den Draht und biegt mit der Zange in dessen eines Ende eine geschlossene Schlaufe, in das andere eine offene. Mit letzterer hakt ihr dieses "Verlängerungskabel" neben die Feder der Falle - und biegt auch diese Schlaufe zu. Damit das nicht verrutscht, knotet ihr den Draht am Ende des Bügels mit einem kurzen Schnurstück fest.

7.

Nehmt euch ein weiteres Schnurstück, fädelt es durch die geschlossene Schlaufe des Drahtes und knotet es zu einer Schlinge. Eine zweite Schlinge kommt auch an das andere Ende des Fadens, und zwar so, dass der gerade eben bis zum Nagel an der Hinterachse reicht.

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8.

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Jetzt seid ihr startklar! Sucht euch eine ebene Rennstrecke. Setzt den Wagen auf den Boden, hakt die Schnur unter den Stift an der Hinterachse und zieht das Fahrzeug am Boden nach hinten. Dabei wickelt sich die Schnur um die Achse, der Hebel wird gespannt.

Ist er voll aufgezogen, lasst los - und staunt, wie euer Auto umweltfreundlich nur mit Mausefallenkraft davonfährt. Jetzt seid ihr startklar! Sucht euch eine ebene Rennstrecke.

Setzt den Wagen auf den Boden, hakt die Schnur unter den Stift an der Hinterachse und zieht das Fahrzeug am Boden nach hinten. Dabei wickelt sich die Schnur um die Achse, der Hebel wird gespannt. Ist er voll aufgezogen, lasst los - und staunt, wie euer Auto umweltfreundlich nur mit Mausefallenkraft davonfährt.

Tipps für alle, die ihren Wagen noch etwas aufmotzen wollen

Wie weit die Fallenfeder das Fahrzeug bewegt, hängt unter anderem von der Größe der Hinterräder und der Dicke der Hinterachse ab:

Je größer die Räder, desto weiter bringen sie den Wagen bei gleicher Anzahl Umdrehungen. Je dünner die Achse, desto häufiger lässt sich die Schnur herumwickeln. Ein prima Trick ist es auch, die Schnur durch ein Gummiband zu ersetzen: Dann wird nicht nur die Energie der Mausefalle auf die Räder übertragen, sondern auch die des aufgezogenen Gummis.

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