Camargue, zwischen Himmel und Meer

Die Camargue ist berühmt für ihre Tellmuscheln, „Telline“ genannt. Doch der kleine Schatz des Mittelmeeres ist vom Aussterben bedroht. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 29. August um 19.30 Uhr

Ein Film von Vincent Froehly

Saintes Maries de la Mer – ein kleiner französischer Küstenort an der Mittelmeerküste der Camargue. Er ist berühmt für die kleinen Tellmuscheln, die, tief in den Schlick des Mittelmeeres gegraben, eine große Herausforderung für die professionellen Muschelfischer sind. Wie lange wird die Delikatesse noch auf den Speisekarten stehen? Der größte Feind der Meeresfrucht ist der Mensch und seine Gier.

Philippe Rollin arbeitet seit Jahrzehnten als Muschelfischer in Saintes Maries de la Mer. Die Camargue, die endlos weißen Strände am Mittelmeer und die kleinen bunten Tellmuscheln sind sein Leben. Dieser Meeresschatz steht theoretisch unter strengem Schutz: Streng regulierte Fangzeiten, Fangquoten und eindeutige Vorschriften für die Größe der zu fangenden Muscheln – doch nicht alle halten sich daran. Viele Fischer holen so viele Kilos wie möglich aus dem Meer und machen damit nicht nur die Arbeit der Telliniers zunichte, sondern bedrohen den gesamten Bestand der Tellmuscheln 360°-GEO Reportage hat die Schönheit der Camargue und seiner Schätze der Natur eingefangen.

Camargue, zwischen Himmel und Meer

Im Süden Frankreichs, in der Nähe der Küstenstadt Saintes Marie de la Mer, liegt die

Camargue. Eine wilde und ursprüngliche Natur, Herden weißer Pferde prägen das Bild der Landschaft

Camargue, zwischen Himmel und Meer

Philippe Rollin re. und Bruno Beusse sind professionelle Tellmuschelfischer. Sie trotzen mit ihren Keschern und auf dem Rücken mit Blei beschwert dem hinterlistigen Mittelmeer an den Küsten der Camargue.

Der Beruf des Tellmuschelfischers ist ein Knochenjob: stundenlang stehen sie bis zum Bauch im eiskalten und oft sturmgepeitschten Mittelmeer, mit bis zu 40 Kilogramm Blei auf dem Rücken beschwert, um dem Meeresboden mit einem speziellen Kescher die Muscheln abzutrotzen. Die Kunst und Profession dieser Fischer liegt nicht nur darin, den Kescher fachgerecht zu bewegen, sondern auch den Beifang fachgerecht zu entsorgen: Neben Steinen und Sand müssen vor allem die noch zu kleinen Muscheln zurück ins Meer geworfen werden, damit sie wachsen und den Bestand sichern können. Doch skrupellose Fischer machen sich das Leben leicht und fangen genau diesen aussortierten Beifang - ohne Rücksicht auf die ehrlichen Kollegen und ohne jede Spur von Verantwortung gegenüber der Natur und ihren Ressourcen. Philippe Rollin und seine Kollegen kämpfen einen erbitterten Kampf für das Überleben der Tellmuscheln.

Wiederholungen:

Sonntag, den 30. August um 10.30 Uhr

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