Myanmar, ein Dorf braucht Strom

Myanmar/Burma: Mit der Demokratisierung kommen endlich auch Fortschritt und Licht ins Dorf Pompein: Der Mönch U Pandita baut mit Hilfe der Bewohner ein Wasserkraftwerk samt Stromnetz.

Ein Film von Dorothe Dörholt

Myanmar, ein Land im Aufbruch. Nach Jahrzehnte langem Dornröschenschlaf können den Burmesen Demokratie und Fortschritt nicht schnell genug kommen. Auch in dem kleinen Dorf Pompein warten die Einwohner ungeduldig auf die Zukunft. Doch mit dem Warten soll es jetzt ein Ende haben. Sie nehmen ihr Schicksal in die eigenen Hände. Angeleitet durch ihren Mönch U Pandita baut das Dorf sich sein eigenes Wasserkraftwerk und will Strom in alle Häuser bringen.

Kerzen und Öllampen sollen der Vergangenheit angehören. In Myanmar werden auch ungewöhnliche Lösungen für schwierige Probleme gefunden. Denn viel Geld darf das Kraftwerk und der Strom nicht kosten, ganz nach dem Motto: Not macht erfinderisch. Rund 300 Einwohner und 65 Bambushäuser hat das Dorf Pompein. Die Bewohner sind vor allem Reisbauern oder leben vom Flechten von Aalreusen. Ein Teil des Dorfes ist bereits an das Wasserkraftwerk Marke Eigenbau angeschlossen. Die Armen von Pompein konnten sich die Kabel und Glühbirnen bisher aber noch nicht leisten. Doch auch ihnen will der Mönch U Pandita jetzt Zugang zu der begehrten Energie verschaffen. 360° Geo - Reportage hat den Weg zum elektrischen Strom begleitet.

Der Mönch U Pandita ist einer von 500.000 buddhistischen Mönchen im tief gläubigen Myanmar. Beten und Meditieren aber reichen ihm nicht, er will den armen Bauern in seiner Gegend das Leben erleichtern und ihren Kindern zu einer besseren Zukunft verhelfen. Für den Tagelöhner Tin und seine Frau ist es ein Traum, der endlich in Erfüllung gehen soll. Zwei kleine Kerzen können sie sich pro Abend leisten, für ihre ältere Tochter nicht genug Licht, ihre Hausaufgaben zu machen. Jetzt soll die junge Familie Strom bekommen. Für sie ist es der Startschuss in ein besseres Leben. Mönch U Pandita mobilisiert die Dorfbewohner von Pompein, sich selbst den Weg in die Zukunft zu bahnen.

Myanmar, ein Dorf braucht Strom

Im Dorf Pompein am Inle-See leben 300 Menschen, 150 davon sind Kinder. Alle bekommen nun Strom ins Haus.

Wiederholung:

Am Samstag 10. November um 10.00 Uhr .

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