Die Bärenhunde von Nevada

Hunde vertreiben in Nevada Schwarzbären aus der Zivilisation, damit sie nicht getötet werden müssen. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 30. April um 19.30 Uhr

Ein Film von Heiko De Groot

Ein Bär auf der Veranda. Er sucht Futter bei den Menschen. Das kann gefährlich werden, für Mensch und Tier. Damit solche Bären nicht abgeschossen werden müssen, hat sich Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey etwas Besonderes ausgedacht. Er fängt sie ein und verpasst Ihnen mit seinen Karelischen Bärenhunden einen solchen Heidenschrecken, dass sie lange nicht wiederkommen.

Es ist der Müll, der die Schwarzbären im US-Bundesstaat Nevada in die Siedlungen lockt. Wenn in der Natur das Futter knapp wird, finden sie hier immer etwas. Die Tiere flüchten meist, sobald sie auf Menschen treffen, doch ein Bär kann auch schon mal angreifen. Vielerorts werden Bären einfach abgeschossen, wenn sie den Menschen zu nahe kommen. Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey hat eine friedlichere Lösung gefunden, um die Bären auf Abstand zu halten. Die 360° - GEO Reportage begleitet ihn, wie er sie einfängt und abseits der Siedlungen mit viel Krach wieder frei lässt. Die wichtigsten Helfer dabei: seine Karelischen Bärenhunde. Sie jagen die Bären mit aggressivem Bellen zurück in den Wald.

Die Bärenhunde von Nevada

Eine Lektion für den Schwarzbären – Die Vertreibung aus der Zivilisation

Die Bärenhunde von Nevada

Karelische Bärenhunde – Die Rasse wurde

einst zur Bärenjagd gezüchtet

Das Fenster ist ausgehebelt, der Kühlschrank hat Kratzer, die Bewohnerin ist aufgelöst. Ein Bär ist nachts in ihr Haus eingestiegen und hat Käse und Getränkedosen auf dem Fußboden verteilt. Eine bedrohliche Situation. Deshalb stellen Lackey und seine Mitarbeiterin Heather Reich eine Bärenfalle auf, in der ein Köder den Bären anlockt. Greift er danach, berührt er den Auslöser und die Falle schnappt zu. Ein paar Nächte später sitzt ein 200-Kilo-Koloss in der Falle. Er darf zurück in die Freiheit, aber er soll lernen, die Menschen wieder als Gefahr zu sehen und nicht als Nahrungsquelle. Diese Lektion verpassen ihm Rooster, Dazzle und Orca, die Karelischen Bärenhunde. Ihr Gebell ist furchterregend. Der Bär ist eindeutig in Panik als er aus der Falle springt. Sie hetzen ihn bis zum nächsten Baum. Dort klettert er hinauf. Er wird erst in Stunden wieder herunter kommen, völlig verängstigt, aber am Leben.

Die Bärenhunde von Nevada

Schwarzbären haben Angst vor Menschen – Bei Gefahr flüchten sie auf einen Baum

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