Das Fenster zum Meer

Australien: 650 Tierarten bevölkern das moderne Großaquarium in Sydney. Tierpfleger Adamm Kassie versorgt Ammenhaie, Pinguine und Schnabeltiere

In 50 Großbecken auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden über 650 Tier- und Pflanzenarten gehalten, die allesamt in Australien heimisch sind. Viele dieser Arten kommen nur auf dem fünften Kontinent vor. Adam Kassi ist einer von 60 Tierpflegern, die im Aquarium von Sydney arbeiten. Auf seinen täglichen Rundgängen versorgt er Ammenhaie und Schnabeltiere, Pinguine und Grüne Meeresschildkröten, aber auch angriffslustige Leistenkrokodile und den größten australischen Süßwasserfisch - den sogenannten "Murray Zackenbarsch". Die australischen Aquariumbetreiber wollen diese exotischen Tiere nicht nur zeigen; sie wollen vor allem dafür sorgen, dass die Besucher ein neues Verständnis für die besondere Tierwelt des Meeres bekommen.

Das Motto in Sydney heißt daher "no shows": Statt die Besucher mit spektakulären öffentlichen Fütterungen bei Laune zu halten, sollen die Tiere möglichst ihre natürliche Lebensweise entfalten. Dass viele Tiere des Aquariums, wie z.B. Pinguine, sich in Gefangenschaft vermehren, ist ein Hinweis auf eine artgerechte Haltung. Und auch für den Tierschutz wird etwas getan: die hauseigene Veterinärstation behandelt kranke oder verletzte Tiere, die aus der Bucht von Sydney eingeliefert werden. Zu Forschungszwecken stellt das Haus seine Einrichtungen Meeresbiologen aus aller Welt zur Verfügung.

"360° - Die GEO-Reportage" wirft im Großaquarium von Sydney einen Blick durch das Fenster zum Meer.

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Rochen und Haie im Aquarium von Sydney