#11  
Alt 11.12.2010, 11:23
Armin1 Armin1 ist offline
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Schon etwas älter, aber so wunderbar klappt das im Nachbarland:
Zitat:
Rekord: 5 444 Verkehrstote 2005 in Polen
Donnerstag, 03. August 2006


Fußgänger in Polen leben äußerst gefährlich. Im vergangenen Jahr wurden auf polnischen Straßen 5 444 Menschen getötet, knapp die Hälfte davon waren Fußgänger, Moped- oder Radfahrer.

Grund sind laut einer Auswertung der europäischen Vereinigung zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer (Voice) meistens Geschwindigkeitsübertretungen, die von Autofahrern häufig noch als Kavaliersdelikt aufgefasst werden. Jede dritte Kollision eines Fahrzeugs mit einem Fußgänger geschieht auf Fußgänger-Überwegen.

Auch die Infrastruktur trägt nach Auffassung der Voice-Organisation und des europäischen Verkehrssicherheitsrates zu dem hohen Unfallaufkommen bei. Neue Straßen sind oft geradlinig und breit gebaut und laden zum Rasen ein, in den Städten fehlt es an Bremselementen wie Schikanen und Fahrbahnerhöhungen.

"Polen leidet auch heute noch unter einem am Autofahrer orientierten Ansatz bei der Planung städtischer Infrastruktur", zitiert der Autoclub ARCD die Beobachter von Voice. Zudem gilt nur tagsüber in Ortschaften ein Tempolimit von 50 km/h, nachts darf 60 km/h schnell gefahren werden. Kontrollen haben ergeben, dass drei Viertel aller Autofahrer in Ortschaften zu schnell fahren. Neuere Artikel
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  #12  
Alt 11.12.2010, 11:26
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Das habe ich auch nicht bestritten, Armin1. Das gibt es in fast jedem Land. Trotzdem wird kein zusätzliches Gesetz zu den bestehenden Verkehrsvorschriften erlassen, denn laut diesen besteht ja schon die Anschnallpflicht, die bestraft werden kann und auch wird!!!!

Bei uns ist das Tempolimit für Personenfahrzeuge innerhalb von Ortschaften allgemein 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Übertreten kann man das mit ca. 15 %, ansonsten wird es sauteuer.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010)
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Geändert von cheetah (11.12.2010 um 11:29 Uhr)
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  #13  
Alt 11.12.2010, 11:38
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Auf deine Antwort zu den in D scheinbar nötigen Sanktionen möchte ich nur sagen: ihr scheint diese Gängelei wirklich zu mögen, denn auf die meisten - den Menschen entmündigende, deren eigene Entscheidungen nicht zutrauende Vorschriften - hast du mit "was ist daran falsch?" u.ä. geantwortet. Dann seien euch eben die meisten Entscheidungen abgenommen, wenn euch das gut tut. Ich persönliche möchte selbst entscheiden, ob ich z.B. im warmen und sonnigen November schon Winterreifen brauche oder nicht. Anschnallen ist bei mir übrigens Pflicht für Jeden, ob für mich selbst, Beifahrer oder die Personen auf dem Rücksitz, angeschnallt müssen alle sein, ansonsten fahre ich nicht los!!!
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  #14  
Alt 11.12.2010, 12:37
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Die steigende Unfallgefahr bei spontaner Ausdrucksweise von Kreativität in jeder beliebigen Gefühlslage ist sozusagen eine physikalische Tatsache.

Die Verkehrserziehung leistet bei den Kindern Vorarbeit, was man nicht verstehen kann, muss man eben lernen und die Regeln alle zu verstehen ist wohl gelegentlich überfordernd bei durchschnittlicher Intelligenz, sowohl im Verkehr, als im Nachbarschaftswesen, als im Sozialwesen, als in der Regelung der Tätigkeiten in freier Natur.
Auch dass man nicht überall seinen kot hinmachen kann ist bei einer höheren Bevölkerungsdichte unverzichtbar, was leider das Geschäft mit der Notdurft antreibt und gelegentlich hochgradig entmündigend scheint.

Dass jede Tätlichkeit bei Diskussionen strafbar ist, kann man als Errungenschaft begrüssen, auch wenn es noch heute zu Wirtshausschlägereien kommt, so ist das doch seltener und die Polizei hat einen Grund einzugreifen, vor es schwer Verletzte oder gar Tote gibt.

Ich kann das befürworten, das meiste.
Sogar vieles, bei dem ich früher den Kopf schüttelte, was alles man regulieren kann erkenne ich heute als nicht schikanös sondern berechtigt.

Viele Gebiete sind da sehr anspruchsvoll, z.B. das Handelsrecht ist verständlicherweise zu kompliziert für einen Normalbürger, da muss man schon einige Stunden einen Lehrer gehabt haben der einem erklärt, welche Abgaben warum wo zu entrichten sind....

Nur langsam fällt es mir tatsächlich schwer, irgend was zu unternehmen außer Haus, und sicher zu sein, damit keine Gesetze zu übertreten, ich meine irgend was unternehmen was über das gewöhnliche Konsumverhalten hinaus geht.
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  #15  
Alt 11.12.2010, 13:47
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Zu jeder erlassenen Verordnung gehört auch eine Instanz, die das Einhalten dieser Verordung überwacht.
Wir haben in Deutschland zum Beispiel auf den Autobahnen das Rechtsfahrgebot. Es hält sich nur niemand dran, alle fahren schön auf der Mittelspur (bei 3 Fahrspuren) oder bleiben ganz links. Das hat einen einfachen Grund : niemand kontrolliert, ob denn das Rechtsfahrgebot auch eingehalten wird. Erst wenn ein Autofahrer, weil er an dem Linksschleicher vorbei will, diesen rechts überholt gibt es Ärger. Allerdings nur für den Rechtsüberholer.

Ähnlich ist es mit den Winterreifen : wenn ein Unfall auf falsche Reifen zurückzuführen ist, dann zahlt die Vollkaskoversicherung nicht und der Autofahrer bekommt auch noch eine Strafe aufgebrummt. Jeder Autofahrer in D weiß das. Deshalb halte ich die Winterreifen-Verordnung auch für überflüssig. Es wird nämlich nicht kontrolliert, ob tatsächlich alle Autos die Winterreifen aufgezogen haben. Deshalb wird Armin auch weiterhin - trotz Verordnung - zu Unfällen gerufen werden, bei denen die Autofahrer keine Winterreifen aufgezogen haben.

Ist ja ganz einfach, so eine Verordnung zu erlassen - sie muss auch überprüfbar sein.
Nach jeder Hundeattacke auf Kinder oder alte Menschen werden bei uns in Niedersachsen immer wieder Rufe nach dem Hundeführerschein laut. Aber wer dann kontrolliert, ob der Halter diesen besitzt, das lässt der Gesetzgeber offen...
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  #16  
Alt 11.12.2010, 15:13
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Die Kontrollinstanz in Verordnungen zu nachbarschaftlichen Bestimmungen bezüglich Pflanzabstand von Grenzen, Baumhöhen, Fahrnisbauten sind die Nachbarn selbst.
Wen etwas stört, wird sich darum kümmern ob das auch erlaubt sei.
Wenn man ein gutes Verhältnis hat zu Nachbarn, kann man sich da vieles erlauben und sogar Dinge absprechen welche nicht gesetzlich erlaubt wären.

Ebenso bei sozialen Verordnungen: Meistens werden sie erst wichtig, wenn das Verhältnis bereits gestört ist, dann aber sind sie plötzlich sehr wichtig.
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  #17  
Alt 11.12.2010, 15:33
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Zitat von VonEinem Beitrag anzeigen
Zu jeder erlassenen Verordnung gehört auch eine Instanz, die das Einhalten dieser Verordung überwacht.
Wir haben in Deutschland zum Beispiel auf den Autobahnen das Rechtsfahrgebot. Es hält sich nur niemand dran, alle fahren schön auf der Mittelspur (bei 3 Fahrspuren) oder bleiben ganz links. Das hat einen einfachen Grund : niemand kontrolliert, ob denn das Rechtsfahrgebot auch eingehalten wird. Erst wenn ein Autofahrer, weil er an dem Linksschleicher vorbei will, diesen rechts überholt gibt es Ärger. Allerdings nur für den Rechtsüberholer.

Ähnlich ist es mit den Winterreifen : wenn ein Unfall auf falsche Reifen zurückzuführen ist, dann zahlt die Vollkaskoversicherung nicht und der Autofahrer bekommt auch noch eine Strafe aufgebrummt. Jeder Autofahrer in D weiß das. Deshalb halte ich die Winterreifen-Verordnung auch für überflüssig. Es wird nämlich nicht kontrolliert, ob tatsächlich alle Autos die Winterreifen aufgezogen haben. Deshalb wird Armin auch weiterhin - trotz Verordnung - zu Unfällen gerufen werden, bei denen die Autofahrer keine Winterreifen aufgezogen haben.

Ist ja ganz einfach, so eine Verordnung zu erlassen - sie muss auch überprüfbar sein.
Nach jeder Hundeattacke auf Kinder oder alte Menschen werden bei uns in Niedersachsen immer wieder Rufe nach dem Hundeführerschein laut. Aber wer dann kontrolliert, ob der Halter diesen besitzt, das lässt der Gesetzgeber offen...
Und weshalb geht man davon aus, dass neue unnötige Gesetze, die übertreten werden, kontrolliert werden können? Vielleicht liegt es an den vielen Regelungen - von denen die Mehrzahl sicher gedoppelt ist - siehe Winterreifenpflicht!!! - dass die Leute keinen Deut mehr drauf geben?
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  #18  
Alt 12.12.2010, 07:41
Armin1 Armin1 ist offline
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Zitat von cheetah Beitrag anzeigen
Und weshalb geht man davon aus, dass neue unnötige Gesetze, die übertreten werden, kontrolliert werden können? Vielleicht liegt es an den vielen Regelungen - von denen die Mehrzahl sicher gedoppelt ist - siehe Winterreifenpflicht!!! - dass die Leute keinen Deut mehr drauf geben?
Die Winterreifenpflicht ist nicht gedoppelt, sondern gibt den Ordnungsmöglichkeiten die Chance präventiv einschreiten zu können (Verkehrskontrolle etc.), nicht wenn es zu spät ist.
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  #19  
Alt 12.12.2010, 07:46
Armin1 Armin1 ist offline
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Das habe ich auch nicht bestritten, Armin1. Das gibt es in fast jedem Land. Trotzdem wird kein zusätzliches Gesetz zu den bestehenden Verkehrsvorschriften erlassen, denn laut diesen besteht ja schon die Anschnallpflicht, die bestraft werden kann und auch wird!!!!
Deine Argumentation war doch, dass es in Ungarn weniger Gesetze gibt, deshalb verhalten sich die Bürger verantwortungsvoller und halten die sinnvollen Gesetze besser ein. Warum gibt es dann immer noch Probleme mit der Anschnallpflicht?

Zitat:
Bei uns ist das Tempolimit für Personenfahrzeuge innerhalb von Ortschaften allgemein 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Übertreten kann man das mit ca. 15 %, ansonsten wird es sauteuer.
Wozu denn ein Tempolimit auf den Autobahnen? Schränkt das nicht die Freiheit ein?
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  #20  
Alt 12.12.2010, 08:10
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Wozu ein Gesetz, wenn in den Verkehrsvorschriften klipp und klar steht, dass man das Tempo, die Ausrüstung des Autos den jeweiligen Umwelt-Wetterbedingungen anpassen MUSS!!! Wer sich nicht daran hält, wird bestraft. Punktum!
Aber wie ich schon schrieb, die Bundesbürger können ohne eine solche idiotische Gesetzgebung, wie die Winterreifenpflicht wohl gar nicht mehr leben. Sie brauchen diese Vorschriften, wie Wasser und Brot zum leben.

Übrigens besteht nur in Deutschland kein Tempolimit auf Autobahnen und Autostraßen.
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