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#21
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Hallo Chiron,
bei meiner Fragestellung hatte ich eine ähnliche Antwort erwartet, da ich eigentlich keine Frage stellen wollte, sondern ähnlich auf Deinen Beitrag antworten wollte. Es war von mir provokatorisch. Lach,lach. Wenn man nun weiter die Entwicklung der Forschung betrachtet, kann man doch zu dem Schluß kommen, daß diese daraufhin arbeitet, den Mann zu erhalten, oder die Frau unabhängig vom Mann zu machen. Das wäre Wissenschaft zur Arterhaltung der Spezie Mensch. Nun bin ich wohl ein Katastrophenparanoiker? Aber warum sollte es den Menschen besser gehen als anderen Lebewesen. Hast Du mal den Roman von Merle, "Gechützte Männer" gelesen? Liest sich gut und ist interessant. Aber wie Du bin ich kein Wissenschaftler, aber ein wenig interessiert. |
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#22
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Hallo @chiron, Hallo @alle.
Ich picke mir mal eine Rosine aus Chirons Text, der schon etwas zurückgerutscht ist, aber trotzdem halte ich die Frage, die ich ebenfalls schon gestellt habe, doch interessant diskutieren. Zitat:
Zitat:
Fallen sie eigentlich zurück? Oder standen sie immer schon dort, nur ist es nicht aufgefallen? Aus meiner eigenen und der Schulzeit meiner Söhne weiss ich, dass die Mehrheit der Jungen bis zum Gymnasium fast immer schlechter lernten, als Mädchen. Das hat sich sogar in der Uni/Hochschule fortgesetzt. Ich möchte anmerken, bevor sich jemand beleidigt fühlt, dass ich von der Allgemeinheit spreche. Noch vor einigen Jahren waren z.B. männliche Studenten in der Überzahl und es gab keinen Konkurrenzkampf mit den weiblichen Studenten um einen Arbeitsplatz. Trotzdem: auf dem Arbeitsmarkt haben die Männer die größeren Chancen!!! Sind sich die männlichen Schüler deshalb so sicher und müssen sich deshalb nicht um bessere Leistungen bemühen? Ich bin mir allerdings sicher, dass sich dieses Blatt einmal wenden wird. Schaut euch Deutschland doch mal an!!! Deutschland ist bildungsmäßig zurückgeblieben, sogar hinter ehemaligen Ostblockstaaten. Aber immer noch haben die Männer - ob sie nun mehr können, als Frauen, oder nicht - die besten Aussichten. Frauen werden meist nicht einmal zu Gesprächen eingeladen, sondern von vornherein ausgeklammert. Ich bin schon der Meinung, dass gerade das den Jungen diese Sicherheit zu Faulheit, Bequemlichkeit usw. gibt. Zitat:
Genau diesen "Tunnelblick" sehe ich auch. Sie nehmen außer sich selbst nicht wahr, sind so sehr von sich selbst überzeugt, dass neben ihnen langsam aber sicher eine weibliche Konkurrenz aufwächst. Ich arbeite in einem Informatikunternehmen und die Mitarbeitersturktur hat sich in den letzten 4-5 Jahren total gewandelt. Wenn früher Informatikerinnen eine zu bestaunende Seltenheit waren, so machen sie inzwischen - zumindest bei uns - die Hälfte der Belegschaft aus. Und.... sie werden sogar schwanger und ... sie bekommen ihr Kind....ihre Kinder..... und sie nehmen ihren Urlaub... und - wenn sie es wollen - können sie von zu Hause aus weiterarbeiten und.... es gibt auch weibliche Abteilungsleiter..... und die Informatikerinnen sind sehr geschätzte Mitarbeiter. Ich denke, DAS wäre doch ein Weg in die Zukunft. Die Damen wollen keinen Kampf, keine Macht, DAS wollen nur die Patriarchen.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010) --- In einer Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell) |
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#23
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Zitat:
Quatsch. Das hättest du wohl gern, den weiblichen Teil Patriarchen zuzuordnen. Du bist nicht der einzige, der einer Frau, die z.B. Karriere macht, beruflich etwas kann, männliche Merkmale eines Patriarchen zugeschreibt. Können können nur Männer, stimmts? Du solltest noch einmal gründlich durchlesen, was weiter oben geschrieben steht, denn diesen Teil hatten wir schon. Aber du scheinst abgelenkt zu sein, verzettelst dich und Umsichtigkeit, mehrheitliches Denken ist nun mal keine Sache der Männer, deshalb solltest du dich auf eine Angelegenheit konzentrieren. P.S. Hierarchie hat nicht das geringste mit Macht, mit dem Herrschen über Andere zu tun. Einigen - ob nun Frau oder Mann - sind Leitungsfähigkeiten gegeben, Anderen nicht. Nur gibt man Frauen - die doch umsichtig ihr Privatunternehmen zu Hause leiten können, ohne dass die Aktenordner in Unordnung kämen - nicht gern zugestanden.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010) --- In einer Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell) Geändert von cheetah (29.11.2006 um 19:08 Uhr) |
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#24
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Hallo liebe Leute, möchte doch nochmal an folgender Stelle anknüpfen:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Worum es mir an dem o.a. Thema im Kontext zu den patriarchalen Strukturen, in denen wir leben, geht, ist primär folgende Frage: Wenn man sich vorstellt, dass die patriarchalen Strukturen schon über zig Generationen den Verhaltenskodex bestimmen, dann muss dies zwangsläufig Auswirkungen auf die Wahrnehmung genommen haben und sei es zunächst in Form von richtungsweisender, selektiver Sensibilisierung und Desensibilisierung. Dies würde bedeuten, dass der o.a. "Tunnelblick" nach wie vor ein männliches Phänomen ist, dieser sich jedoch durch die Jahrtausende währende Dominanz der patriarchalen Strukturen ebenso auf den kollektiven, gesellschaftlich etablierten Verhaltenskodex und somit auf die entsprechend selektive Sensibilisierung/Desensibilisierung der Wahrnehmungsform übertragen hat. Kurz gesagt: der Tunnelblick wäre somit heute ebenso ein männliches wie ein gesellschaftliches Phänomen, das die allgemeinen Paradigmas prägt. Schaut man sich die Politik, die Weltpolitik, der Umgang der Medien mit der Politik und letztlich der Umgang der Menschen mit der Politik etc. an, bestätigt sich tagtäglich die o.a. These auf allerdeutlichste Weise. Und natürlich überträgt sich dies auch auf das Lernverhalten. Zitat:
- sprich: somit letztendlich die menschliche Existenz gefährdet? ![]() Sorry, muss dies noch nachträglich mit ein paar Fragen ergänzen: Wie kann sich der Mann, so singular bis monotheistisch, wie er sich in den etablierten Paradigmas, Religionen etc. darstellt, eigentlich als Mann identifizieren? Wie kann eine Identifikation von Patria ohne Matria überhaupt möglich sein? Dass es heute auch Identitätskonflikte gibt, versucht man mit den veränderten Lebensbedingungen, der Emanzipation der Frau und deren Berufstätigkeit etc. zu erklären - das Familienbild hat sich verändert usw. usw. Ist es nicht viel mehr so, dass Matria so gut wie unbekannt ist, da sie in ihren angestammten Analogien gesellschaftlich so gut wie nicht existiert? Wie ist die Identifikation vom Nordpol möglich, wenn die Existenz des Südpols unterschlagen wird?
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"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard) Geändert von Chiron (30.11.2006 um 02:11 Uhr) |
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#25
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Ausschnitt aus Beo´s Beitrag:
Zitat:
Zitat:
Inhaltlich will ich also die Beschreibung der Philosophie des "Jiddu Krishnamurti" nicht in Frage stellen, da sich diese ohnehin weitestgehend mit meiner eigenen Philosophie deckt. Wenn man eine Botschaft hat, sollte man sie auch zum Ausdruck bringen - darin liegt jedoch diesbezüglich ein Konflikt zwischen eigentlich "Lehre" verkünden und gleichzeitig kein "Lehrer" sein zu wollen - und in weitestem Sinne ist ein "Guru" ein "Lehrer". Aus diesem Grund hat sich beispielsweise konsequenterweise Laotse auf und davon gemacht. Die künstlerische Freiheit des Künstlers, des Dichters bringt hingegen auch die Möglichkeit zur Befreiung von Dogmen mit sich, denn Dogmen sind im weitesten Sinne auch Lehren. Was ich sagen will: vermutlich hättest Du 1975 nie etwas über die Existenz des "Jiddu Krishnamurti" erfahren, wenn ihm nicht in irgendeiner Form ein Ruf voraus geeilt wäre!? In diesem Kontext möchte ich Folgendes wiederholt posten: Zitat:
Wie gesagt, es geht mir an dieser Stelle jetzt nicht um die Inhalte, viel mehr um den automatisierten Mechanismus, der als solcher - ganz unabhängig von den einzelnen Ideologien etc. - insgesamt - zusammen mit vielen anderen Instrumenten - den patriarchalen Mechanismus systematisch und fortlaufend aufrechterhält. Es liegt ja nicht daran, dass Frauen nicht über derartige Fähigkeiten zu Weisheiten, Spiritualität etc. verfügen würden, weshalb es so gut wie keine weiblichen Gurus, Religionsführerinnen etc. gibt, auf die da zurückgegriffen werden könnten - deshalb habe ich das o.a. Beispiel aus einem Buch von Starhawk - einer modernen Hexe - angeführt. In den modernen Hexenzirkeln gibt es keine Hierarchie, keinen Guru, keine Oberhexe oder ähnliches, und die naturverbundene "Philosophie" der modernen Hexen, um mich bequemerweise an dem Wort zu bedienen, deckt sich fast nahtlos mit der des "Jiddu Krishnamurti" - in der Tat auch mit Eigenverantwortung - jedoch in der Definition stets als Teil des Ganzen, wobei etwa der "Zirkel" auch die Verbindlichkeit symbolisiert - kurz gesagt: da ist ein OberMac komplett überflüssig. Deshalb erfährt man auch so gut wie nix über die Modernen Hexen (übrigens nicht nur Frauen) - in der patriarchalen Welt werden ausschließlich Philosophien, Denkkonzepte etc. registriert, die sich entweder durch einen Führer auszeichnen oder sich in einer personifizierten Idee identifizieren lassen. "Tunnelblick"
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"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard) Geändert von Chiron (30.11.2006 um 01:39 Uhr) |
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#26
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Zitat:
Ich denke hier an den Ruf nach einer Gleichberechtigung in ALLEN Disziplinen des Lebens. Und genau das hat zu diesen Konflikten geführt - jedenfalls meiner Meinung nach. Im Matriarchat waren die Rollen normal und den jeweiligen Fähigkeiten, Stärken von Frau und Mann verteilt. Es ist nun mal so, dass Mann und Frau verschieden gebaut sind und das hat auch seinen Grund. Wenn nun die Frau auf Biegen und Brechen das gesamte Gebiet der Männer einnehmen will, so mutet das etwas gewaltsam an und erinnert wirklich an Machtkampf, an Merkmale des Patriarchats. Und da sich auch in diesem Thread herausstellte, dass im Grunde genommen Matria unbekannt ist, man nicht einmal weiß, dass im Matriarchat Männer keine untergeordnete Rolle spielen. oft "politische" Vertretungen übernehmen, so braucht man sich wirkilch nicht zu wundern, dass man meint, eine Väterherrschaft solle einfach von einer Mütterherrschaft abgelöst werden. Aber genau das ist nicht so. Keine Herrschaft, kein Machtkampf im Matriarchat, sondern jeder nach seinen natürlichen Fähigkeiten.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010) --- In einer Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell) |
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#27
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Im Kontext zum Thema liegt es mir wirklich fern, nun "die Frau" so pauschal in den Himmel heben zu wollen - gerade das eben nicht - ich hebe gar nichts in den Himmel, denn darin liegt ja gerade das Problem: das Heil stets bei einer von Außen einströmenden Macht zu suchen - dabei den realen Boden unter den Füßen: "die Erde", ebenso zu vergessen, wie das "Innerste Menschsein" - das Wesentliche! Ebenso ist es im Umkehrschluss ein Irrtum, nun ausschließlich das Heil im "Innen" zu suchen, wie es manche Gurus und auch feministische Esoterikerinnen oft propagieren - sie haben schlicht gesagt die Natur-Gesetzmäßigkeit der Dualität* nicht verstanden. (*womit ich keineswegs Polarität meine) Die Geschichte des Patriarchats mit allen Auswirkungen ist deshalb äußerst wichtig, um überhaupt mal einigermaßen zu verstehen, wo wir eigentlich stehen und welche Dynamik heute noch die Richtung des Mainstreams beHERRSCHT, in dem wir alle mitschwimmen. So bekommen wir vielleicht eine Ahnung davon, dass da etwas ganz Grundsätzliches fehlt. Das Polarisieren - die gegenseitigen SCHULDzuweisungen - das voneinander Trennen statt zusammenzufügen, sind Merkmale eines "Tunnelblicks" - die fixierte Sichtweise ist ein männliches Attribut, das sich auch auf das andere Geschlecht übertragen hat, da sämtliche Regeln, Gesetze, Definitionen, Verhaltensmuster, Denkschemata etc. nichts anderes zuzulassen scheinen. Die Muster sind vorgelegt, und entsprechend bewegen wir uns darin; und da nützt es herzlich wenig, beim Auftauchen einzelner ungesunder Symptome, hier und da kleine "Verbesserungen" vorzunehmen und uns damit "Fortschritt" einzubilden - ja klar, es geht voran, aber wohin? Es wird sich nichts grundlegendes ändern, wenn wir nicht dazu bereit sind, die grundlegenden Muster zu thematisieren, die eben auch im 21. Jhd. noch durch und durch patriarchal geprägt sind. Es geht ebenso nicht darum, eine Jahrtausende vergangene Kultur, von der wir ganz klar nur sehr wenig wissen, nur dazu auszugraben, um diese nun 1:1 auf den heutigen Status Quo zu übertragen. Trotzdem brauchen wir den Bezug zu unseren Ursprüngen, um eine gesunde Orientierung zu ermöglichen, um die grundsätzlichen Irrtümer auf diesem langen Weg der Menschheitsgeschichte zu erkennen, damit wir diese nicht fortlaufend erneuert wiederholen. Dazu gehört vor allem die Erkenntnis, nicht stets die Menschheitsgeschichte als eine einzige Erfolgsstory darzustellen, auf die wir uns heute im Ergebnis etwas einbilden könnten. Selbst das gegebene Modell "Demokratie" bedarf einer grundsätzlichen Runderneuerung und ist schließlich keine Fertigpizza. In Deutschland wird sich beispielsweise eingebildet, über die beste Verfassung der Welt zu verfügen - auf welchen Maßstab setzt diese Annahme auf? Unser patriarchales System ist besser als die anderen? Eine Demokratie, die alle vier Jahre Glauben macht, dass es dabei um Menschen ginge und in Wirklichkeit nicht nur ein ganzer "Flügel" mit einem kalten, abstrakten Werkzeug "Wirtschaft" definiert wird? der Staat als alles mögliche, nur nicht als Menschengemeinschaft definiert wird etc.?? Sorry, worauf können wir uns was einbilden???? Was gedenken wir denn, den anderen Völkern eintrichtern zu wollen??? Ja, wir können uns mit größter Betroffenheit über die grausigen Beschneidungspraktiken in manchen afrikanischen Ländern erregen - dies wäre ja auch sehr wohl angebracht, wenn diese Erregung nicht gleichzeitig unterschwellig unsere eigene selbstgefällige Arroganz festigen würde - denn stets mit dem Zeigefinger auf andere zeigen, ist nichts anderes als "Tunnelblick"! P.S.: Noch `ne nachträgliche Ergänzung: In der Tat ist die Frau die bessere Managerin - nur wem bringt dies einen "gesellschaftlichen" Nutzen, wenn sie in den gegebenen Mustern lediglich das Patriarchat besser managt? ... ist doch Super, dass man"n" nun auch die Effizienz der Frau entdeckt hat.
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"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard) Geändert von Chiron (01.12.2006 um 02:06 Uhr) |
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#28
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Zitat:
Kurzsichtig "nutzt" manN diese Fähigkeiten, aber langfristig???? Wie sieht es denn damit aus? Ich glaube nicht, dass es Ziel der Frau ist, Ministersessel zu besetzen oder Kanzlerin zu werden, denn MACHT ist NICHT das ZIEL.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010) --- In einer Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell) Geändert von cheetah (01.12.2006 um 09:03 Uhr) |
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#29
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Hallo Beo!
Zitat:
Zudem geht es auch nicht um eine aussschließliche Projektion auf einen personifizierten Herrscher - mit der wachsenden Dominanz patriarchaler Systeme wuchs auch die allgemeine Gewaltbereitschaft; im Alltag insbesondere gegenüber Frauen - dies ist ja sogar heute noch sehr häufig der Fall - warum gibt es wohl so viele Frauenhäuser? Zitat:
Und was die Mitbestimmung in den Betrieben angeht, sehe ich eigentlich nur Abbau von Mitbestimmung und Abbau der Arbeitnehmerrechte - siehe auch VW! Oder schau dir doch mal die Urteile im Mannesmann-Prozess an etc. Wenn es in einem Matriachat keine Hierarchie und keine Machtstrukturen gibt, lässt es sich auch nicht EINFÜHREN - da muss wohl auch erst mal ein Papa kommen, der das einführt.Zitat:
.. aber dass Du das Thema Matriarchat/Patriarchat in einen Kontext setzen willst, als ginge es um eine gewünschte Geschlechtsumwandlung, bringt mich bei allem Respekt vor den von Dir so detailliert beschriebenen "Muxe" doch wirklich zum Lachen!Zitat:
Hallo cheetah! Zitat:
Was ich mit der von Dir zitierten Textstelle sagen will: Letztlich profitiert wiederum das partriarchale System von der Um- und Weitsicht der Frau, die sie dazu in die Lage versetzt, auch bessere Managerinnen zu sein. Was ich auch damit andeuten wollte, ist die Tatsache, dass der Markt letztlich alles assimiliert, was sich in irgendeiner Form effizient benutzen lässt; wenn dies dann auch noch als ein von den Frauen errungener Fortschritt daher kommt, um so besser - das sieht dann gleich entsprechend zeitgemäß aus - nach dem Motto: was wollt ihr denn, wir tun doch alles für den Fortschritt. Nur sieht es in der Praxis ohnehin noch ganz anders aus - da werden Frauen noch immer deshalb nicht eingestellt, da sie ja vielleicht schwanger werden könnten etc. - umso mehr legen sich dann manche Frauen ins Zeug, denken gar nicht mehr über Kinder nach - verzichten zugunsten der Karriere schon freiwillig darauf usw. ... da geht doch schon gar keiner davon aus, dass Frau und Mann - wie auch immer - als Elternpaar leben und es eigentlich möglich sein müsste, mit einem Gehalt oder zwei halben eine Familie finanzieren zu können, sich die Arbeitszeiten ein großes Stück an die Lebensbedingungen anpassen sollten und nicht rumgedreht. Dies ist den Frauen ebenso nicht bewusst, wie es der Allgemeinheit nicht bewusst ist, was "Matria" und ein gesundes Sozialsystem bedeutet. Und ich will beim besten Willen nicht Angela Merkel auf alle Frauen projizieren; sie hat sich selbst entsprechend geäußert, dass sie an die Macht strebte und sich dabei insbesondere für die sogenannte "Soziale Marktwirtschaft" stark machen wollte und sich dabei in ihren Vorstellungen ganz und gar dem neoliberalen Konzept verschrieben hat - dies ist ja kein Geheimnis, und sie praktiziert es ja auch entsprechend. Und letztlich macht sich die Union für Kindergärten stark - "Familie" lässt sich immer gut verkaufen - dabei geht es selbst bei den Kindergärten nicht um die Kinder, sondern um die Effizienz der Elternteile und primär die der Frau; es geht darum, dass die Frau arbeiten kann - es geht nicht um einen komplett andere Arbeitszeitregelung, die zudem viele Arbeitsplätze mit sich bringen würde - nur da wäre ja der Profit nicht mehr garantiert.
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"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard) Geändert von Chiron (01.12.2006 um 11:06 Uhr) |
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#30
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Hallo Chiron.
Ich weiss schon, was du sagen wolltest. Nur hat es mich gereizt darauf hinzu weisen, dass zwar kurzfristig das Patriarchat profitieren kann, aber nicht langfristig. Vom letzten Jahrhundert an hat sich nämlich einiges geändert, langsam, aber stetig. Zwar nur für kurze Zeit, aber die Frau, die Mütter haben einige Male ihre matriarchale Rolle übernommen, ohne Macht zu üben, nur unter Anwendung ihrer eigentlichen Fähigkeiten. Und das war ganz sicher so nach den beiden Weltkriegen. Da gab es keine Männer oder nur noch wenige. Und wer musste beim Aufbau der Länder, bei der fast unmöglichen Versorgung der Familien, der Kinder ran? Nein, DAS war nicht der Mann, das waren die Mütter, die Frauen. Und sie haben diese Rolle ohne zu zögern übernommen, leider "siegte" dann - nachdem das Land wieder in den Normalzustand gebracht worden war - das Patriarchat. DAS alles sollte man nicht vergessen und die Frauen, Mütter sind sich in der Mehrzahl schon ihrer Fähigkeiten, ihrer Kraft bewusst und vielleicht ändert sich langfristig doch etwas. Noch eins möchte ich anführen: man sollte nicht in jedem Falle und nicht unbedingt das Wort Regierung mit dem Wort MACHT gleichstellen.
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"Wenn man liest, dass Gott die Welt geschaffen hat, denkt man immer, das sei längst abgeschlossen. Aber hier in Island sieht man, dass die Erde noch lange nicht fertig ist."(Olafur Ragnur Grimsson am 21.4.2010) --- In einer Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell) |
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