#1  
Alt 14.12.2007, 08:33
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Beo Beo ist offline
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ökologische Alternative

Alternative zur Gen-Technologie im Bereiche der Nahrungsmittelherstellung, nicht im Bereich der Vererbungslehre, Evolutionsabklärungen und ähnlicher Anwendungen der Gentechnologie.


zu finden: [url]http://www.urzeit-code.com/[/url]


Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gen-Technologie

Lässt sich das globale Ernährungsproblem endlich lösen – ohne Gen-Technologie? Dieses Buch lüftet das Geheimnis einer sensationellen biologischen Entdeckung beim Pharmariesen Ciba (Novartis): In Laborexperimenten hatten Forscher dort Getreide und Fischeier einem »elektrostatischen Feld« ausgesetzt – also einem simplen Hochspannungsfeld, in dem kein Strom fliesst. Resultat: Wachstum und Ertrag konnten auf diese Weise massiv gesteigert werden! Gleichzeitig wuchsen so völlig überraschend »Urzeitformen« heran, die längst ausgestorben sind.

Der Pharmakonzern patentierte das revolutionäre Verfahren – und unterband die Forschung. Warum? Weil »Urgetreide« aus dem Elektrofeld im Gegensatz zu modernen Saatgut-Züchtungen kaum Pestizide benötigt – also Pflanzenschutzmittel, wie sie Ciba damals vorrangig vertrieb. *Die Elektrofeld-Technologie ist die ökologische Alternative zum umstrittenen Gentech-Saatgut. Im Grossversuch soll sie nun Bauern in Afrika kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Luc Bürgin: »Der Urzeit-Code«
Herbig (München 2007), 240 Seiten, 65 Fotos


Zitate

Prof. Dr. Werner Arber, Nobelpreisträger
»Ich konnte die Versuchsreihen damals in der Ciba persönlich in Augenschein nehmen und war wirklich beeindruckt. Seither lässt mich der Gedanke daran nicht mehr los. Ich bin sicher: Irgendwann wird das jemand neu entdecken...«
Prof. Dr. Werner Arber, Nobelpreisträger


Kurt Felix, Talkmaster
»Eine wissenschaftliche Sensation! Es freut mich, dass diese faszinierende biologische Entdeckung, die ich vor Jahren im Schweizer Fernsehen präsentieren durfte, jetzt endlich auch publizistisch dokumentiert ist. Möge sie von Journalisten und Wissenschaftlern in aller Welt aufgegriffen und weiterverbreitet werden!«
Kurt Felix, Talkmaster


Dr. Franz Alt, Ökologe
»Als mir Guido Ebner und Heinz Schürch von Ciba Geigy ihre Forschungsergebnisse erklärten, war ich zunächst skeptisch, dann überrascht und später nach Rücksprache mit anderen Naturwissenschaftlern überzeugt, dass hier eine Alternative zur Genforschung entdeckt worden war.
Die Reaktion der Zuschauer auf zwei Fernsehsendungen über die neuen wichtigen Erkenntnisse der Schweizer war sehr positiv. Doch die Reaktion von Ciba Geigy war vielsagend: Die sofortige Schliessung der entsprechenden Forschungsabteilung!
Da hatte ein Chemiegigant wohl eher sein Geschäft als das Wohl der Menschheit im Auge. Umso wichtiger, dass Luc Bürgin jetzt die Forschungsergebnisse publiziert und sie in Afrika endlich angewandt werden sollen. Noch heute werde ich von Fernsehzuschauern gefragt, was aus den Entdeckungen von Ebner und Schürch geworden ist: ›Der Urzeit-Code‹ ist die Antwort auf diese viel gestellte Frage!«
Dr. Franz Alt, Ökologe
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  #2  
Alt 14.01.2008, 17:04
gromio gromio ist offline
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Ge(ge)nteil........

Das wäre doch mal zu eruieren...
Zitat:
Save Our Seeds
« Das geistige Ende der Gen-KanoneImker stoppt Monsanto und den Freistaat Bayern - Blühverbot für MON810 »
Geheimverbot für “Mon 810″
Ein Bescheid des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vom 27. April untersagt der Firma Monsanto in Deutschland den weiteren Verkauf der einzigen derzeit zugelassenen und auf dem Markt verfügbaren Gentechnik-Maissorte “Mon 810″ bis zum Vorliegen eines Beobachtungsplanes. Neue wissenschaftliche Informationen, so das BVL, “geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt.” Der Bescheid, der sofort vollziehbar ist, kommt allerdings zu einem Zeitpunkt, zu dem das Saatgut für den diesjähren Anbau längst bei seinen Kunden ist. Folgt daraus auch ein Anbauverbot? Der Verbotsbescheid des Bundesamtes, der in keiner Pressemitteilung oder anderweitigen Form öffentlich gemacht wurde, bezieht sich ausschließlich auf das sogenannte Umwelt-Monitoring, also die Nachbeobachtung des Gentechnikanbaus. Ein Monitoring-Plan ist nach der EU Richtlinie zur Freisetzung von GVO und nach dem deutschen Gentechnikgesetz vorgeschrieben, wurde von Monsanto bisher allerdings faktisch nicht vorgelegt.

Eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten, die schädliche Auswirkungen des in MON 810 enthaltenen Bt-Toxins auf “Nichtziel-Organismen”, also z.B. Schmetterlinge und Insekten, die sich von Maiszünsler-Larven (dem “Zielorganismus” des Giftes) ernähren oder Bodenorganismen, die das Gift der Pflanzen aufnehmen, geben laut BVL zu Sorge Anlaß. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit einer “eingehenderen Überwachung als es bisher der Fall ist”.

Ein bisher von Monsanto an Gentechnik-Bauern verteilter Fragebogen reiche zur Erfassung der Auswirkungen auf die Umwelt nicht aus. Von Monsanto wird u.a. gefordert, den Verbleib von keimfähigem Gentechnik-Saatgut in der Umwelt, die Verbreitung des BT-Toxins in der Umwelt und im Boden, Auswirkungen auf Nichtziel-Organismen und langfristige und großflächigen Auswirkungen auf die Biodiversität zu prüfen. Einen solchen Monitoring-Plan müsse die Firma im Zuge ihres laufenden Antrages zur Neuzulassung des bereits 1998 zugelassenen GVO ohnehin vorlegen.
Das Amt macht bei dem einstweiligen Verbot des Vertriebs von Gentechniksaatgut Gebrauch von einem Artikel in der einschlägigen EU-Richtlinie, die den Mitgliedsstaaten vorläufige Maßnahmen erlaubt, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, die eine Schädlichkeit des zugelassenen Organismus vermuten lassen. Diese Maßnahmen müssen dann von der EU in einem aufwändigen Verfahren geprüft und anschließend bestätigt oder verworfen werden. Bis dahin gilt das Verbot. Nach diesem Muster haben Länder wie Österreich und Ungarn den Anbau von MON 810 in ihren Ländern bereits seit längerem verboten. Aufhebungsvorschläge der EU Kommission für diese Verbote wurden von der Mehrheit der Mitgliedsstaaten verworfen.

Die “Welt” hatte am 26. April, also einen Tag bevor der Bescheid tatsächlich erging
gemeldet, Monsanto werde vom Landwirtschaftsministerium auch die Auflage erteilt, MON 810 nur in Gebieten zu vertreiben, die auch tatsächlich von Maiszünslern befallen sind. Dagegen habe sich das BVL aber zur Wehr gesetzt. Ausserdem wurde ein Gentechniker der Uni Hannover als unabhängiger Experte zitiert, der den Anbau von Mon810 auch “quasi als Barriere” in Gegenden ohne Maiszünsler befürwortete.

Nachtrag: Das Verbot ist mittlerweile nicht mehr ganz so geheim:

Presserklärung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Frankfurter Rundschau 10. Mai
Bauern dürfen ernten aber nicht säen

und auch die taz hat es jetzt mitbekommen: Genmais gerät unter Verdacht

Geschrieben von saveourseeds, am Monday, 07.05.2007 um 18:00 in Allgemein. Kommentar schreiben
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4 Kommentare zu “Geheimverbot für “Mon 810″”
Save Our Seeds » Blog Archive » Rechtsunsicherheit gallopiert - MON 810 lahmt
May 10th, 2007 at 9:33 pm e
[…] Rechtsunsicherheit gallopiert - MON 810 lahmt Was soll man von einem Produkt halten, dessen Verkauf vom Verbraucherschutzamt wegen mangelnder Umweltverträglichkeitsprüfung untersagt und vom Bayrischen Verwaltungsgericht gar zu einem “nicht verkehrs- und verzehrsfähigen” weil gar nicht zugelassenen Lebensmittel erklärt wurde? Monsanto’s gentechnischer Insektenkiller-Mais MON 810, erscheint wie ein vom TÜV verfolgtes Auslaufmodell. Wir empfehlen: Nehmen Sie sich ein Beispiel an Tony Blair.So viel Rechtsunsicherheit in Sachen Gentechnik-Anbau war noch nie: Bauern, die den Monsanto-Mais anbauen, müssen befürchten, daß Imker und Gemüsemaisanbauer massive Schadensersatzforderungen gegen sie geltend machen oder sie per einstweiliger Anordnung gar zur Vernichtung des Maises vor seiner Blüte zwingen. […]
Im Zusammenhang mit Beo's Beitrag über "Ur-Weizen" erscheint der obige Bericht (FR, heute) fast schon grotesk.....interessant ist die Benennung "URZEIT-CODE"....kein Code ohne Codierer.......das dürften sogar die digitalen Wissenschaftsanhänger verstehen....
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Zitat:
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gromio
  #3  
Alt 15.01.2008, 16:36
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Beo Beo ist offline
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Zitat:
Zitat von gromio
Das wäre doch mal zu eruieren...


Im Zusammenhang mit Beo's Beitrag über "Ur-Weizen" erscheint der obige Bericht (FR, heute) fast schon grotesk.....interessant ist die Benennung "URZEIT-CODE"....kein Code ohne Codierer.......das dürften sogar die digitalen Wissenschaftsanhänger verstehen....
Das ist völlig falsch!
Eine Menge Codes entstehen ohne Codierer einfach so.
Die Codes nach denen Kristallatome sich anlagern tragen sie in ihrer Atomstruktur und wie diese zustande kommt ist bei den Physikern zu fragen, weiß ich gerade nicht auswendig.

Viele Codes die unser Leben bestimmen sind einfach da, Symbole in der Nonverbalen Verständigung welche kulturelle Verschiedenheiten zeigen und auch oft Probleme im Zusammenleben verursachen.

Genetische Codes sind auch entstanden aus ersten Proteinen, darüber haben wir schon Diskutiert und ich weiß dass Du da an eine göttliche Fügung denkst.
Wohl bekomms, ich denke nicht dass da ein Gott nötig ist, was nicht bedeutet, dass keiner existierte.
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  #4  
Alt 16.01.2008, 09:45
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VonEinem VonEinem ist offline
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Zitat:
Zitat von Beo
Das ist völlig falsch!
Eine Menge Codes entstehen ohne Codierer einfach so.
Die Codes nach denen Kristallatome sich anlagern tragen sie in ihrer Atomstruktur und wie diese zustande kommt ist bei den Physikern zu fragen, weiß ich gerade nicht auswendig.
Die lagern sich je nach Polarität an. Wasser zum Beispiel bildet einen Winkel von 105°. Das ergibt dann bei der Eisbildung die charakteristische Form. Ausserdem ist das die Grundvoraussetzung für Leben, da das Eis durch diese Form oben schwimmt und das Wasser unten bleibt, wodurch die Fische und andere Tiere den Winter überleben.


Zitat:
Zitat von Beo
Genetische Codes sind auch entstanden aus ersten Proteinen, darüber haben wir schon Diskutiert und ich weiß dass Du da an eine göttliche Fügung denkst.
Wohl bekomms, ich denke nicht dass da ein Gott nötig ist, was nicht bedeutet, dass keiner existierte.
Ich bin auch nach wie vor davon überzeugt, dass Gott für die Schöpfung nicht verantwortlich ist. Vielleicht war er der Initiator, den Rest hat er dann laufen lassen, so in etwa : mal sehen, was draus wird...
  #5  
Alt 16.01.2008, 16:38
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Beo Beo ist offline
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Und überhaupt muss man nicht jedes Thema mit dem Gott verschandeln, man kann ganz gut auch ohne Gott nachdenken.
Hier geht es um Methoden ohne fossile Brennstoffe auszukommen und dennoch ökologisch sinnvoll zu bleiben.
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  #6  
Alt 12.07.2008, 07:53
gromio gromio ist offline
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Zurück um Genfood...

...da kam mir doch ein interessanter Artikel in die Finger.

Es geht um die Nützlichkeit von Regenwürmern, ich bin ganz begeistert…
..nicht nur der Ertrag pro qm Acker ist fast 70 % höher, die Bearbeitung des Bodens ist einfacher und die Qualität der Umwelt ist wesentlich höher….

Mehr INfos für jeden interessierten GEO-Logen (schmunzel)
[url]http://www.fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1365127&sid=77f8bb4bc41c131a155e9f415373fc 99[/url]

Der Weg ist m. E. konsequent zu gehen, damit die Kartierer in der Welt mehr Artenvielfalt beobachten und wir so dazu beitragen, den Verlust von Arten zu bremsen, wenn nicht gar zu verhindern.
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gromio
  #7  
Alt 12.07.2008, 07:55
gromio gromio ist offline
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Tageszeitung......

Zitat:
Zitat von Beo
Das ist völlig falsch!
Eine Menge Codes entstehen ohne Codierer einfach so.
Die Codes nach denen Kristallatome sich anlagern tragen sie in ihrer Atomstruktur und wie diese zustande kommt ist bei den Physikern zu fragen, weiß ich gerade nicht auswendig.

Viele Codes die unser Leben bestimmen sind einfach da, Symbole in der Nonverbalen Verständigung welche kulturelle Verschiedenheiten zeigen und auch oft Probleme im Zusammenleben verursachen.

Genetische Codes sind auch entstanden aus ersten Proteinen, darüber haben wir schon Diskutiert und ich weiß dass Du da an eine göttliche Fügung denkst.
Wohl bekomms, ich denke nicht dass da ein Gott nötig ist, was nicht bedeutet, dass keiner existierte.

Genetische Code - und andere - entstehen genauso wenig zufällig wie die tageszeitung, die Du jeden morgen liest....oder das Brötchen, dass Du ißt.....

...aber ich lasse mich mit Fachinfo gerne vom Gegenteil überzeugen.
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  #8  
Alt 15.08.2008, 08:31
fridolin fridolin ist offline
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Eine Frage bewegt mich seit geraumer Zeit: wenn im Sommer der Anbau von Genpflanzen erlaubt wird und es zum großflächigen Anbau kommt, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Genpollen im Honig gefunden wird. D.h. Biohonig zu erzeugen ist dann in Deutschland per se nicht mehr möglich. Denn vor allem Raps ist ja sehr gut kreuzbar mit Wildpflanzen und diese Transgene werden nach kurzer Zeit auch im Senf und Hederich etc. zu finden sein. Ich weiß nicht (und soweit ich es weiß, gibt es auch keine Studien, die das umfassend untersucht haben) wie lange es dauert, bis sich die Transgene flächendeckend im Land ausgebreitet haben (und vor allem: welche der eingesetzten Transgene, welche Eigenschaften haben sie? Produzieren sie Antibiotika oder Resistenzen gegen Herbizide oder, oder, oder?).

Es sollte sich schon mal jeder Imker darauf einrichten auf die Honig-Etiketten den Satz enthält gentechnisch veränderte Bestandteile o.ä. zu drucken, damit man der Verbraucherinformation nachkommt, die lt. Gesetz gefordert wird. Ansonsten wird es teuer. Billiger wäre es den Honig untersuchen zu lassen, bloss diese Kosten sind auch kein Pappenstiel und vom Kleinimker nicht auch noch aufzubringen.

Kommen also auf den Bioimker noch höhere Kosten (durch Untersuchung auf Transgene) zu und ab wann ist die Gewinnung von Biohonig nicht mehr möglich, weil sich Transgene flächendeckend ausgebreitet haben? Oder ändern die Bio/Ökoverbände ihre Qualitätsstandards? Oder Bio/Ökoproduktion ade in Deutschland? (nicht nur für Honig, auch für Öle, Senf etc.).

Meine Ausführungen mögen für Einige sehr provokativ klingen. Sollen sie aber nicht sein! Ich möchte lediglich Antworten (soweit möglich) auf meine Fragen haben und einen Denkprozess anregen.

Denn im Gegensatz zu klassischen Chemiekalien, die der Bauer auf's Felds bringt, damit die Ernte gesichert ist, vermehren sich die Transgene von selbst, weil sie in lebende Organismen eingebaut sind. Die wird man, wenn sie einmal in der Natur Fuß gefasst haben, nicht mehr los! Nicht, dass es uns dann so geht, wie den Australiern mit den europäischen Karnikeln und mancher Südseeinsel mit den vom Menschen eingeschleppten Ratten...

Fridolin Brandt
  #9  
Alt 15.08.2008, 08:35
fridolin fridolin ist offline
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Neuerdings geraten die Imker auch von einer anderen Seite unter Druck. In Deutschland wird zunehmend die gentechnisch veränderte Maisvarietät MON 810 des US-Agrarkonzerns Monsanto angebaut. Wenn Bienen dessen Pollen sammeln und diese beim Schleudern in den Honig gelangen, darf dieser nicht mehr verkauft werden, denn MON 810 ist als Futter-, nicht jedoch als Lebensmittel zugelassen. Um wirtschaftlichen Schaden abzuwenden, klagte ein Imker aus dem Freistaat gegen den Anbau von MON 810. Er produziert ein natürliches Insektizid, mit dem die Pflanze Schädlinge abtötet.

Jetzt fällte das Verwaltungsgericht Augsburg ein denkwürdiges Urteil: Nicht der Mais, sondern die Bienenvölker müssen weichen. Der krude Richterspruch hat absurde Folgen. Während der Maisblüte müssen die Züchter ihre Stöcke aus dem Umkreis der Genmais-Felder entfernen und in größerer Entfernung wieder aufstellen. Bienen können bei der Futtersuche bis zu zehn Kilometer weit fliegen. Aus Protest gegen das Urteil zogen sechs bayerische Imker mit ihren Völkern in die Landeshauptstadt München, wo sie ihre Stöcke auch einen Tag vor der Staatskanzlei aufstellten. „Trotz des Umzugs haben die Imker hier noch Glück. In Brandenburg gibt es so viele Genmais-Felder, da nützt nicht einmal Umziehen noch etwas“, konstatierte Imkermeister Thomas Radetzki vom bayrischen Verein „Mellifera“ gegenüber der „tageszeitung“. Weitet sich der Genmais-Anbau aus, dürften die Imker in immer größeren Gebieten Probleme bekommen.

Mittlerweile fürchten auch Politiker um die gelb-schwarz gestreiften Honigsammler, darunter der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Bernd Murschel. „Geschwächt von Pestiziden, dezimiert durch die Varroamilbe und gefährdet durch immer weniger und zunehmend frustrierte Imker“, lamentiert er, „müssen wir die Honigbienen wohl bald auf die Rote Liste setzen.“
  #10  
Alt 25.09.2009, 21:58
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Anderseits gibt es auch Positives von der Gentechfront zu berichten:

[url]http://idw-online.de/pages/de/news335518[/url]
Zitat:
Studie: Anbau gentechnisch veränderter Baumwolle reduziert Armut
Dr. Bernd Ebeling, Presse, Kommunikation und Marketing
Georg-August-Universität Göttingen
25.09.2009 09:51

Der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim und sein Forscherteam belegen in einer Studie, dass gentechnisch veränderte Baumwolle zur Armutsminderung beitragen kann. So kann der Anbau von schädlingsresistenter Bt-Baumwolle in Indien die Einkommen ländlicher Armutshaushalte beträchtlich steigern. Bei der Bt-Baumwolle wurde ein Gen des Bakterium Bacillus thuringiensis eingefügt. Es produziert ein Gift gegen Fraßschädlinge, das jedoch als unschädlich für Menschen gilt. Die Ergebnisse der Studie sind in der September-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature Biotechnology" erschienen.
Göttingen, 25. September 2009
Pressemitteilung Nr. 180/2009

Studie: Anbau gentechnisch veränderter Baumwolle reduziert Armut
Göttinger Agrarökonomen untersuchen den Nutzen von schädlingsresistenter Baumwolle in Indien

(pug) Der Nutzen von gentechnisch verändertem Saatgut wird in Deutschland und Europa kontrovers diskutiert. Der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim und sein Forscherteam belegen in einer Studie, dass gentechnisch veränderte Baumwolle zur Armutsminderung beitragen kann. So kann der Anbau von schädlingsresistenter Bt-Baumwolle in Indien die Einkommen ländlicher Armutshaushalte beträchtlich steigern. Bei der Bt-Baumwolle wurde ein Gen des Bakterium Bacillus thuringiensis eingefügt. Es produziert ein Gift gegen Fraßschädlinge, das jedoch als unschädlich für Menschen gilt. Die Ergebnisse der Studie sind in der September-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature Biotechnology" erschienen.

"In den vergangenen Jahren haben zahlreiche unabhängige Studien gezeigt, dass insektenresistente Pflanzen mit eingebauten Bt-Genen den chemischen Pestizid-Einsatz erheblich reduzieren und gleichzeitig die Erntemengen steigern, vor allem auch bei Kleinbauern in einigen Entwicklungsländern", so Prof. Qaim. Wissenschaftliche Publikationen hätten sich bisher vor allem auf die unmittelbaren Auswirkungen auf dem Feld konzentriert. Die nun von dem Forscherteam vorgelegte Studie berücksichtigt auch soziale und wirtschaftliche Aspekte. Bt-Baumwolle wurde 2002 in Indien kommerzialisiert und 2008 von mehr als fünf Millionen Kleinbauern angebaut. Mehrere repräsentative Umfragen ergaben, dass Kleinbauern, die Bt-Baumwolle anbauen, im Schnitt 41 Prozent weniger Pestizide benötigten und 37 Prozent höhere Ernteerträge erzielen. Finanziell bedeutet das einen Mehrgewinn von 135 Dollar pro Hektar.

Für die 7,6 Millionen Hektar Bt-Baumwolle in Indien ergibt es insgesamt zusätzlich 1 Millliarde Dollar direkten Gewinn für die Bauern. Der indirekte Gewinn berücksichtigt darüber hinaus das Mehreinkommen für die von der Baumwollproduktion abhängigen Landarbeiter sowie für die Beschäftigten in anderen Sektoren wie Transport und Handel. Zudem fließt in die Berechnung der mit dem höheren Einkommen zusammenhängende Schub für andere lokale Branchen ein. Direkter und indirekter Gewinn zusammen belaufen sich in Indien auf 1,87 Milliarden Dollar pro Jahr. 60 Prozent dieser Einkommenssteigerung entfällt auf Haushalte unterhalb der Armutsgrenze, für die sich die Lebenssituation entscheidend verbessert. Von den positiven Beschäftigungseffekten, insbesondere für Frauen, profitieren auch Haushalte von Landarbeitern.

Originalveröffentlichung: "Commercialized GM crops and yield", Nature Biotechnology, September 2009, Volume 27, No 9, pp 803-804

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Matin Qaim
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung
Telefon (0551) 39-4806
E-Mail: [email]mqaim@uni-goettingen.de[/email]
Internet: [url]http://www.uni-goettingen.de/de/18500.html[/url]
Weitere Informationen:
[url]http://www.nature.com/nbt/journal/v27/n9/full/nbt0909-803b.html[/url]
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