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  #81  
Alt 13.02.2011, 20:15
MarkusSch MarkusSch ist offline
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Zitat:
Zitat von Armin1 Beitrag anzeigen
Nein, man versucht nicht was man kann. Es handelt sich um eine undurchdachte Aktion ohne Blick auf das afghanische Volk.
Höhr dir mal einen Votrag von Reinhard Erös zu dem Thema an.
Meinst du z.B. hier:

http://www.youtube.com/watch?v=6Q4Pp89HVzs

Siehe Beginn... und Herr Erös ab 2:28


Hm. Die allermeisten Afghanen sind bestimmt friedliebende Menschen. So wie überall sonst auch. Dort vermutlich noch mehr.
Weil es ein hartes Land ist und die Menschen bescheiden werden.


Es geht eher darum das Terroristen sich dieses weite Land
als Basis ausgesucht haben.
Weil sie meinten, hier könnten sie ungestört...


Und es geht darum Leben vor deren Taten zu schützen.

Geändert von MarkusSch (13.02.2011 um 20:31 Uhr)
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  #82  
Alt 13.02.2011, 20:33
MarkusSch MarkusSch ist offline
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Herr Erös widerspricht sich doch auch selbst.

Er sagt dass seit Jahren keine Anschläge von Leuten aus Afghanistan kommen. (Soll heissen Engagement dort unnötig.)
Doch verdanken wir dies nicht eben gerade dem Einsatz dort?


Das El Kaida mit modernen technischen Methoden lahmgelegt wird?
Das El Kaida z.B. nicht ohne Gefahr dort mit dem Handy telefonieren kann?
(So in einer Sendung gehört, würden sofort geortet werden können.)


Und es ist nicht der Krieg des afghanischen Volkes gegen die Taliban. Dieses Volk wird durch diese vielmehr tyrannisiert. Und kann selbst nichts dagegen tun.

Siehe Aussage von Peter Scholl-Latour:
http://www.youtube.com/watch?v=CSxWHpgj2Fo&feature=related

In welchem Teil der Münchner Runde weiss ich nicht mehr.
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  #83  
Alt 15.02.2011, 21:30
Armin1 Armin1 ist offline
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Zitat:
Zitat von MarkusSch Beitrag anzeigen
Herr Erös widerspricht sich doch auch selbst.

Er sagt dass seit Jahren keine Anschläge von Leuten aus Afghanistan kommen. (Soll heissen Engagement dort unnötig.)
Doch verdanken wir dies nicht eben gerade dem Einsatz dort?
Er sagt es wurde noch nie ein deratige Anschlag von Afghanen durchgeführt auch nicht bei 9/11 oder davor.

Zitat:
Das El Kaida mit modernen technischen Methoden lahmgelegt wird?
Das El Kaida z.B. nicht ohne Gefahr dort mit dem Handy telefonieren kann?
(So in einer Sendung gehört, würden sofort geortet werden können.)
Das glaubst du im ernsthaft? Ich kann mich gut an die Luftbilder erinnern, die angeblich Fabriken für Massenvernichtungswaffen im Irak darstellen sollten.

Zitat:
Und es ist nicht der Krieg des afghanischen Volkes gegen die Taliban. Dieses Volk wird durch diese vielmehr tyrannisiert. Und kann selbst nichts dagegen tun.
Die Taliban werden nichtt besiegt, sonst müßte man die Truppenstärke vervielfachen und den Krieg auf die Nachbarländer ausdehnen. So stellt meine eine Situation her, in der sich Drogenbarone u.ä. wunderbar entfalten können.
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  #84  
Alt 16.02.2011, 09:40
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Beo Beo ist offline
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Wa bedeutet dieser Satz?
Zitat:
Zitat von Armin1 Beitrag anzeigen
So stellt meine eine Situation her, in der sich Drogenbarone u.ä. wunderbar entfalten können.
Das ergibt nicht recht Sinn
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  #85  
Alt 15.03.2011, 08:23
liuliuapple liuliuapple ist offline
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wir dies nicht eben gerade dem Einsatz dort?

Geändert von admin (16.03.2011 um 08:19 Uhr)
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  #86  
Alt 16.03.2011, 08:04
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Beo Beo ist offline
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Das ergibt überhaupt keinen Sinn, Barfuss ist in!
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  #87  
Alt 16.09.2011, 19:35
MarkusSch MarkusSch ist offline
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http://www.youtube.com/watch?v=ZZZ-wDgzZZE

(Man achte auf die genannten Temperaturen am Anfang. Näheres im Forum Klimawandel.)

Der Einsatz ist wahrscheinlich hoffnungslos. Unsere Masstäbe können nicht auf Afghanistan übertragen werden. Es sind verschiedene Mentalitäten.

Geändert von MarkusSch (16.09.2011 um 20:48 Uhr)
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  #88  
Alt 21.09.2011, 16:04
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Chiron Chiron ist offline
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Zitat:
Zitat von MarkusSch
Herr Erös widerspricht sich doch auch selbst.

Er sagt dass seit Jahren keine Anschläge von Leuten aus Afghanistan kommen. (Soll heissen Engagement dort unnötig.)
Doch verdanken wir dies nicht eben gerade dem Einsatz dort?
Wenn ich mir die letzten Beiträge zu diesem Thema so durchlese, fällt mir auf, dass nicht wirklich präsent ist, was historisch, kulturell auf die Ethnien bis hin zur Namensgebung und Gründung des Staates "Afghanistan" bezogen eigentlich Sache ist.
Zitat:
Der Name Afghanistan bedeutet wörtlich Land der Afghanen. Das Suffix -stan geht dabei auf den indoiranischen Ausdruck für Platz oder Ort, an dem man steht zurück. Das Wort Afghane ist hierbei nicht im modernen Sinne als Staatsbürger Afghanistans zu verstehen, sondern bezieht sich speziell auf das Volk und auf die Stämme der Paschtunen, die im persischen Sprachraum, länderübergreifend, als Afghanen und im indischen Subkontinent als Pathanen bezeichnet werden.

1801 wurde der Name Afghanistan im anglo-persischen Friedensvertrag im Zusammenhang mit den paschtunischen Siedlungsgebieten zum ersten Mal offiziell erwähnt, nachdem er bereits in den tschagataischsprachigen Memoiren Baburs aus dem 16. Jahrhundert in einem regional begrenztem Sinne und bezogen auf die Paschtunen erwähnt wurde.[5] Erst 1919, mit der vollen Unabhängigkeit Afghanistans vom Britischen Weltreich, wurde der Name offiziell anerkannt und 1936, mit der ersten Konstitution des Landes, etabliert.

Eine sehr alte Bezeichnung für den Großteil des Gebietes ist Kabulistan, die noch im 19. Jahrhundert vom schottischen Geschichtsschreiber Mountstuart Elphinstone als Landesbezeichnung bevorzugt verwendet wurde.[6] Der wohl bekannteste historische Name dieser Region ist Khorasan, der über viele Jahrhunderte hinweg für die islamische und persische Blütezeit stand. Der Norden und Westen des heutigen Afghanistans waren bedeutende Gebiete des historischen Khorasan. (Wikipedia)
Bis 1919 hatte also Großbritannien das Sagen über die gesamte Region, die als solche insgesamt gar nicht als "Afghanistan" bezeichnet werden konnte, da der Begriff "Afghanistan" vom Begriff "Afghane" abgeleitet, sich ausschließlich auf die Stämme der Paschtunen bezieht, die jedoch nur 42% der Bevölkerung ausmachen.

Wenn man sich die Zusammensetzung der Ethnien und Stämme "Afghanistans" anschaut, waren im Grunde bereits 1919 Konflikte vorprogrammiert - wie so oft, wenn die Europäer auf zuvor annektierte Gebiete verbrannte Erde hinterließen und Staatsgrenzen auf der Weltkarte einrichteten. Ohne Frage ist bereits der Name "Afghanistan" eine Bevorzugung der Paschtunen, während 58% der restlichen Ethnien und Stämme mit dieser Namensgebung gar nicht erst repräsentiert werden - auch heute noch nicht. Logischerweise halten sich die Paschtunen für das staatstragende Volk, wobei sich selbst die Paschtunen noch in verschiedene Stämme aufteilen lassen. Die Taliban - mehrheitlich Paschtunen - halten sich in ihrer zusätzlich erzkonservativen religiösen Identität entsprechend für die eigentlich legitimen Machthaber, zumal sie während des damaligen Krieges gegen die Sowjetunion von den USA und dem gesamten Westen nach allen Kräften unterstützt wurden - denn so lange es gegen den "Sozialismus" ging, war nichts zu teuer und jedes Mittel war dazu recht.

Der zerrissene Flickenteppich "Afghanistan" ist also ein Produkt der Kriege, mit denen man die Völker über Jahrhunderte überzog - stets Kriege, die nichts mit den Interessen der einzelnen Ethnien und Stämme und schon gar nichts mit den Menschen an sich zu tun hatten und die Menschen stets von außen - insbesondere aus der christlich geprägten Welt "terrorisiert" wurden. (Da war die Sowjetunion mit ihrer christlich-orthodoxen Prägung keine Ausnahme) .... denn sie alle hatten und haben dort nichts zu suchen!
Zitat:
Ethnien
Die Bevölkerung des Landes fühlt sich einer Vielzahl ethnischer Gruppen und Stämme zugehörig, wobei sich aus historischen Gründen die Paschtunen häufig als staatstragendes Volk ansehen. Oftmals leben mehrere Volksgruppen gemischt innerhalb von Siedlungsgebieten, deren Einwohnerzahlen nur geschätzt werden konnten. Die Kategorisierung in ethnische Gruppen ist zudem nicht eindeutig, da sich Selbstidentifikation und Fremdzuschreibung häufig unterscheiden.

Angaben über Größe und Bevölkerungsanteil der ethnischen Gruppierungen können deswegen nicht als konkrete Werte sondern nur in bestimmten Bereichen gemacht werden. Die folgenden Angaben sind auf die Bevölkerungszahl des Jahres 2009 hochgerechnet.[9]

Paschtunen, historisch „Afghanen“, sind die Begründer und Namensgeber des Landes. Sie machen etwa 42 % der Bevölkerung aus. Ihnen zugeordnet sind unter anderem mehrere Nomadenstämme, allen voran die Kuchi mit rund 5 Millionen Menschen. Diese wurden durch Artikel 14 der afghanischen Verfassung besonders geschützt und mit Mitspracherechten ausgestattet.

Tadschiken sind mit etwa 27 % die zweitgrößte Gruppe Landes. „Tadschik“ ist eine generelle Bezeichnung der persischsprachigen Bevölkerung in Afghanistan, oft werden sie auch als „Parsiwan“ („Persischsprecher“) oder, im Osten und Süden, als „Dihgan“ und „Dihwar“ („Dorfbesitzer“, im Sinne von „sesshaft“) bezeichnet.[10] Die Tadschiken bilden keine ethnische Gruppe im engen Sinn, eine erkennbare kulturelle, soziale oder politische Abgrenzung zu anderen Gruppen besteht nicht. Im Westen sind sie die direkte Fortsetzung der persischsprachigen Bevölkerung Irans, im Norden die der persischsprachigen Bevölkerung Zentralasiens. Sie bilden zudem die Mehrheit in den meisten Städten.[10] Der Begriff „Tadschik“ wird meist von anderen als analytischer Terminus für Bevölkerungsgruppen verwendet, die keiner Stammesgesellschaft angehören, Persischsprecher und zumeist sunnitischen Glaubens sind. Auch andere persischsprachige Gruppen, wie die „Qizilbasch“ oder „Aimaken“, identifizieren sich selbst zunehmend als Tadschiken.[11]

Hazara, ebenfalls persischsprachig, jedoch größtenteils schiitischen Glaubens, stellen etwa 9 % der Bevölkerung.

Usbeken, eines der vielen Turkvölker Zentralasiens, stellen etwa 9 % der Bevölkerung.

Daneben existieren noch mehrere kleinere Gruppen von unter anderem Aimaken (4 %), Turkmenen (3 %), Belutschen (< 2 %), Nuristani und zahlreiche weitere Ethnien.

Nach 1992 prägten ethnische Konflikte die Auseinandersetzungen zwischen den Mudschaheddin. Die traditionellen Herrscher Afghanistans waren die Paschtunen, sie bilden auch die große Mehrheit der Taliban-Bewegung. Der Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001 gab einer Allianz aus Tadschiken, Hazara und Usbeken die Gelegenheit, ein Abkommen über die Aufteilung der Macht durchzusetzen. Die Paschtunen sehen sich seitdem Vergeltungsangriffen ausgesetzt. Unter den Taliban war es darüber hinaus zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten gekommen. (Wikipedia)
Wenn man sich nun vorzustellen versucht, dass die heute lebenden Generationen nichts als Krieg kennen - der Staat eigentlich noch nie die Chance hatte, überhaupt als ein solcher zu wachsen oder sich zu entwickeln, dann sind die Erwartungen an die Menschen in "Afghanistan" all jener, die dort hin Soldaten entsenden und zugleich auch an der Misere beteiligt sind, einfach nur als ignorante Arroganz zu bezeichnen. Noch nie wurde von Europäern und Amerikanern etwas anderes am Hindukusch verteidigt, als die zuvor selbst geförderten Terroristen, die nichts - aber auch rein gar nichts mit den Menschen in Afghanistan zu tun haben.

@MarkusSch: was hat denn überhaupt dieser Militäreinsatz dort bewirkt? Der Einsatz ist lediglich ein weiteres Mittel, die selbstständige Entwicklung in dieser Region zu blockieren - so wie es bereits seit 100 Jahren dort geschieht. Der gesamte Westen sollte lieber mal an der eigenen Glaubwürdigkeit arbeiten, statt Kriege zu exportieren, die dann auch noch als Export für "Demokratie und Freiheit" verkauft werden. Um es in Klartext zu sagen: deutsche Soldaten haben dort nichts zu suchen!
__________________
"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard)

Geändert von Chiron (21.09.2011 um 16:13 Uhr)
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  #89  
Alt 21.09.2011, 19:42
MarkusSch MarkusSch ist offline
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Zitat:
Zitat von Chiron Beitrag anzeigen
was hat denn überhaupt dieser Militäreinsatz dort bewirkt? Der Einsatz ist lediglich ein weiteres Mittel, die selbstständige Entwicklung in dieser Region zu blockieren - so wie es bereits seit 100 Jahren dort geschieht. Der gesamte Westen sollte lieber mal an der eigenen Glaubwürdigkeit arbeiten, statt Kriege zu exportieren, die dann auch noch als Export für "Demokratie und Freiheit" verkauft werden. Um es in Klartext zu sagen: deutsche Soldaten haben dort nichts zu suchen!
Vielleicht das Beenden der Schreckenherrschaft der Taliban in Afghanistan. Weitgehendes Ausschalten der Handlungsmöglichkeiten von Al-Kaida. Um den Terror von Unschuldigen fernzuhalten.

So wie ich es verstanden haben wurde das Land von einem Terrorregime beherrscht.

Siehe z.B.

http://www.youtube.com/watch?v=hdBPoSLQEjY

http://de.wikipedia.org/wiki/Taliban

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Kaida

Geändert von MarkusSch (21.09.2011 um 19:57 Uhr)
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  #90  
Alt 22.09.2011, 12:54
Benutzerbild von Chiron
Chiron Chiron ist offline
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Zitat:
Zitat von MarkusSch
Vielleicht das Beenden der Schreckenherrschaft der Taliban in Afghanistan.
... vielleicht war der o.a. zitierte Wiki-Text etwas lang, aber daraus geht hervor, wie die Machtstellung der Paschtunen in Afghanistan verankert wurde; und die Taliban bestehen nun mal zum größten Teil aus Paschtunen. Das haben die Militärs und die Politiker mittlerweile auch verstanden, dass an den Taliban letztlich kein Weg vorbei führt; es wird bereits nach dem Dialog mit den Taliban gesucht. Der Unterschied zur Al Kaida ist: die Taliban lassen sich aufgrund dessen, dass sie bei den Paschtunen verankert sind, nicht aus Afghanistan vertreiben.
Zitat:
Zitat von MarkusSch
Weitgehendes Ausschalten der Handlungsmöglichkeiten von Al-Kaida. Um den Terror von Unschuldigen fernzuhalten.
... eine verbrecherische Vereinigung in einem Land ist noch lange kein Grund, den gesamten Staat mit einem 10 Jahre fortdauernden Krieg zu überziehen, der jedes Jahr tausende zivile Opfer kostet - allein 2010 waren's ca. 2700 zivile unschuldige Opfer und 711 Nato-Soldaten. Glaubst Du etwa, dass dies noch in irgendeine "gesunde" Relation zu setzen ist?

Den Terror haben sie damit jedenfalls nicht besiegt, und die Ursachen für Terror dieser Art wurden ebenfalls nicht beseitigt, zumal man solche wirklich nicht allein auf Afghanistan fixieren kann und konnte. Auch die kriegsführenden Parteien betreiben auf ihre Art Terror!

Und was glaubst Du, bleibt eines Tages zurück, wenn sich die Nato-Truppen auf den Heimweg machen? .... weiterer Bürgerkrieg um die Machtverhältnisse, die der Westen bereits 1919 dort vorinstalliert hat, als er die Paschtunen an die Macht beförderte? Du verstehst vermutlich die verbrannte Erde nicht, die der Westen vor fast 100 Jahren in dieser Region hinterlassen hat, als er den verschiedenen Ethnien und Stämmen einen gemeinsamen Staat über gestülpt hat, der fortan von den 42% Paschtunen beherrscht wurde - die Taliban sind nicht einfach weg - und die patriarchalischen Strukturen schon gar nicht.
__________________
"Die Schöpfung der Welt geht weiter." (Jules Renard)

Geändert von Chiron (22.09.2011 um 13:14 Uhr)
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