#11  
Alt 08.07.2008, 08:33
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Klar, allerdings kenne ich keine Jäger persönlich außer unserem Nachbarn, dessen Wohnung mit Köpfen von Tieren Tapeziert ist im Eingang und der schieß nichts mehr weil er heute fast blind ist.

Aber der Aberglaube ist sehr schwer zu bekämpfen und die sind ja auch nicht daran interessiert, dieses blühende und sehr lukrative Geschäft zu beenden, genau so wenig wie die Drogenbarone in den Anbauländern und die bieten ihren Arbeitern auch eine Existenz.

Die Wilderer seien zwar nicht alle organisiert.

Die jungen Jäger die Du nennst sind jene, über welche die Behörden auch Beschied wissen. Logisch, dass das insofern kein Problem mehr darstellt.
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  #12  
Alt 08.07.2008, 09:10
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Zitat:
Zitat von Beo
Aber der Aberglaube ist sehr schwer zu bekämpfen und die sind ja auch nicht daran interessiert, dieses blühende und sehr lukrative Geschäft zu beenden, genau so wenig wie die Drogenbarone in den Anbauländern und die bieten ihren Arbeitern auch eine Existenz.
Och.
Das ist aber ein Vergleich....
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  #13  
Alt 08.07.2008, 11:42
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Wieso ein Vergleich? Würdest Du denn sagen, dass geraffelte Nashörner wirklich gut für die Potenz sind?
Oder die Haare von Elefanten als Armband Elefantenstärke verliehen?
Das ist schon Aberglaube in meinen Augen und darauf beruht das Geschäft.
OK. die Abergläubigen sind nicht so abhängig von dem Kram wie die Drogenkonsumenten vom Stoff, aber die HÄNDLER sind dies vom Handel allemal, oder etwa nicht?
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  #14  
Alt 09.07.2008, 09:09
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Sorry, ich hatte Dich falsch verstanden. Ich hatte das blühende Geschäft auf den Tourismus bezogen, weniger auf die Wilderei.

Elfenbein ist ja schon seit der Steinzeit ein ganz normaler Werkstoff für alles mögliche gewesen, genauso wie z.B. Büffelhorn. Und es könnte sein, dass bei steigenden Ölpreisen der Werkstoff wieder an Bedeutung gewinnt... Dann kann man den Kühen die Hörner absägen und hat sogar nachwachsende Rohstoffe. Aber ich schweife ab.

Was den Handel mit "Aberglaubenartikeln" oder Drogen betrifft, so ist der deshalb so lukrativ, weil verboten. Die Leute sind einfach bereit mehr Geld zu investieren...
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  #15  
Alt 09.07.2008, 10:59
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Ich habe ja einige E-Mail Adressen, unfreiwillig, weil es eine Zeit lang automatisch eine Mailaddy gab wenn man sich wo anmeldete.
Darin, wenn ich so alle Schaltjahre rein guck, befinden sich tausende von Spam zum Thema: Vergrößere Deinen Pimmel; Penis enlargement;

Auch in den häufiger von mir besuchten Adressen sind solche Spam drin und nicht viel anderes, das ich nicht ausgeschlossen hätte und die Spam werden natürlich auch gefiltert.

Offenbar ist das das einzige, was Menschen interessiert, denn darauf basiert auch die meiste Werbung, wo sie nicht ausdrücklich sachbezogen ist.
Aber selbst in Werkzeugkatalogen wird der dargebotene Hammer eher von einer zarten Frauenhand präsentiert (sie hält ihn schön lächelnd vor ihr neuestes Makeup), als von einer zerschlagenen Klempnerpfote mit einem zuschlagbereit grimmigen Gesicht dahinter.
Immerhin ist das Zielpublikum noch vorwiegend männlich, wenn auch der Kauf selbst vielleicht von Frauen getätigt wird, führen den Hammer in Person doch eher die Männchen.

Nicht etwa weil die Männchen das besser könnten, aber es ist so Tradition.


Selbst wenn viele Menschen einverstanden sind damit, dass man sich besser nicht weiter vermehrt, als danach gegenseitig abschlachtet, ist die Potenz (=Möglichkeit; Das Können) und die Fruchtbarkeit immer noch heiliger als die heiligsten Werte, jedenfalls daran gemessen, was der/die Einzelne dafür auszugeben bereit ist.

Dass man sich dabei auch auf Wundermittel einlässt und die dazu sogar zufällig wirklich einen medizinischen Effekt habe, wie z.B. Ginseng, ist bloß eine Nebenerscheinung, und auch wenn Freud nicht mehr "in" ist stimmt sein Werk eben doch noch in der Hauptaussage: Am Sex kommt keiner vorbei, denn den trägt man mit sich, ganz ähnlich wie das Böse: So bald man das Gute und das Böse meint auseinander halten zu können, trägt man die Fähigkeit in und mit sich, das eine oder das andere zu tun, bzw. das eine zu tun und das andere (nicht) zu lassen.

Die Erziehung muss aber vereinfachen, höre mal ein Mensch sein Hund zu erziehen:
Das ist Pfui! (Finger hoch, grimmig guck) <--> Ja brav (lächel, nick).
Im falle eines menschlichen zu Erziehenden ist das gar nicht viel anders.

Uniformen sind Signale, sie sollen einen Eindruck machen und es gibt auch eine Kleidersprache, zu Fasching macht man ein Theater draus, doch die Tradition entstammt einer anderen Absicht:
Man wollte die Geister vertreiben des Winters und der Dunkelheit, also des Kalten, Dunklen und damit Bösen.
Die Geister die die Fantasien der Menschen an langen Winterabenden in schlimme Gedanken geführt haben, z.B. was sie mit dem Nachbarn anstellen wollten, der ihnen ein Schnippchen geschlagen hat.

Da merkte man dass die Tage wieder länger wurden und so siegesgewiss konnte man die Dunkelheit verscheuchen. Die Dunkelheit mit allem was dazu gehört.

Der Jäger ist in der europäischen Kultur sehr oft der Kundige im Wald (einem Symbol für das Unterbewusstsein), denn es war sehr lange ein Bereich, welcher kaum bewirtschaftete Wildnis darstellte, belebt von Wolf und Bär und bösen Wildsauen, und vom Jäger, der sich mit diesem Viehzeug auskannte und auch Mittel hatte, gegen es an zu treten, sowie vom Jagdwild, das man sich gern vom Jäger zu Tisch legen ließ, nach einer Performance durch einen Koch.

Aber dadurch ist der Jäger auch in Verbindung mit all dem Unheimlichen, Bösen, Unbekannten, welches da in nächster Nähe hinter den Zäunen grunzt und rotzt, ja er beherrscht diese Wesen sogar: Er ist der Oberste von ihnen.
So kommt der Jäger zur Darstellung als Teufel, z.B. in "die Schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf (alias Albert Bizius). Auch eine schöne Geschichte, aber zurück zum Thema.

Mensch hat immer wieder das Bedürfnis, sich gegen das Unheil ab zu sichern:
Das Wild ins Gehege und das Nutzvieh in den Stall und möglichst alles von weit her kenntlich gezeichnet als gefährlich oder nützlich oder uninteressant.

Nicht jedes Mensch hat die Möglichkeit zu lernen, wie man einem Bären begegnet, und wenn Bären mit Menschen zusammen kommen, sind Menschen für die Bären nicht respektable Mitwesen ihres Ökosystems, sondern möglicherweise was, das man fressen kann, andernfalls könnte es auch gefährlich sein. Sofern er noch nichts gelernt hat oder sie, wenn´s eine Bärin ist.

Bären sind bestimmt nicht dümmer als andere Säuger, aber ihr sympathisches Aussehen verleitet das Mensch dazu, sie falsch einzuschätzen.

Angenommen man stellt unsere Wahl mal anders dar:
Entweder der Bär wird definitiv in Zoos verbannt, oder jedes Mensch wird damit ausgerüstet, was hinlänglich ist, einen Bär zu vertreiben, der die klare Absicht äußert, einen zu verspeisen.

Solche Hinweise gibt es schon, doch fallen sie unter das Waffengesetz und sind somit nicht jedermann zugänglich, und schon gar nicht jedem Kind.
Dabei spielen die Kinder so gern am Waldrand, in der Natur, frische Luft...

Also machen wir Reservate? Menschfreie Zonen mit hohen Mauern drum?
Nicht mal das Klima darf da rein?
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  #16  
Alt 09.07.2008, 21:49
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Jaja, diese Spams bekomme ich auch - ich weiss auch nicht, wieso...

Das Problem mit den Jägern würde ich in die Zeit setzen, als die Menschen sesshaft wurden. Vorher sind immer noch alle mit auf die Jagd gegangen und wussten um die Gefährlichkeit der Jagd. Denn selbst bei der Jagd auf Pflanzenfresser sind Menschen schwer verletzt oder getötet worden.
Als aber die Menschen sich in Jäger und Bauern teilten, wurden die Jäger zu einer besonderen Gruppe. Sie hatten eigene Rituale und grenzten sich von den Bauern ab. Die Frauen gingen nicht mehr mit auf die Jagd. Sie hatten es leichter, wenn sie die Kinder in der Nähe behalten konnten. Die Gefahr der Jagd wurde übertrieben, um mehr Profit aus der Jagd zu schlagen. Das Jägerlatein entstand...

Die Männerrunden formierten sich. In der Beziehung ist der Mensch ein Tier geblieben : das stärkste Männchen pflanzt sich fort.
Obwohl Gentests bei Schimpansen gezeigt haben, dass die Damen dort durchaus in fremden Rudeln "gewildert" haben....
Ich schweife schon wieder ab.

Andererseits konnte so ein Bäuerlein, der 10 Stunden auf seinem Feld geackert hatte, nicht verstehen, was denn daran so schwierig war, den ganzen Tag am Waldrand zu liegen und auf die Beute zu warten. Und je kapitaler dann diese Beute ausfiel umso wichtiger tat sich der Jäger. Daher rührt heutzutage noch der Wahn nach dem immer größeren Geweih oder Stoßzahn oder Bären.

Bären sind aber nicht knuffig und niedlich. Bären haben so gut wie gar keine Mimik. Da ist jeder Wolf ein "Redner" wie ein Politiker.

Insofern ist die Hunde- bzw. Menschen-Eerziehung auch nicht unterschiedlich, weil die Spezies sich ziemlich ähnlich sind. Sowohl bei Kindern als auch bei Hunden ist das beste Erziehungsrezept liebevolle Konsequenz. Liebevoll ist gar nicht so schwer, wohl aber Konsequenz.......
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