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54 internationale Forscher um die Fahrtleiterin Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut erforschen an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern im August und September, was unter dem nicht mehr ewigen Eis der Arktis lebt, treibt und fließt. Biologie, Chemie und Physik des Arktischen Ozeans verändern sich im Zuge im des Klimawandels drastisch. Aber wie wirken diese Faktoren zusammen und welche Prozesse stecken dahinter? Dazu steuern Forscher ein- und mehrjährige Eisschollen sowie offenes Wasser an. Sie wollen diese drei Ökosysteme vergleichen und die Auswirkungen des Meereisrückgangs auf das ganze Ozeansystem bis in die Tiefsee verfolgen.
Im Kalten fliegt's sich besser (Von Stefan Hendricks, Arbeitsgruppe Meereisphysik, AWI)
Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms der Meereisphysiker hier an Bord ist die großflächige Vermessung der Dicke des Meereises. Mit diesen Daten wollen wir untersuchen, wie dünn das verbleibende Meereis diesen Sommer gewesen ist und wo man noch älteres und dickeres Meereis finden kann. weiterlesen
26. September 2012
Was lebt im Meereis? (Von Anique Stecher, Doktorandin der Universität Konstanz in Kooperation mit dem AWI)
Wenn man an Lebewesen in der Arktis denkt, fallen jedem sofort Eisbären, Robben, Vögel und Wale ein. Aber was ist mit dem Meereis, gibt es auch im Eis Lebewesen? Auf den ersten Blick wirkt das endlos weiße, kalte Meereis leblos, gar lebensfeindlich. Doch wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass direkt im Meereis kleinste Algen leben. Aber wie kann das sein? weiterlesen
24. September 2012
Meereis von unten (Von Marcel Nicolaus und Christian Katlein)
Wir sind auf unserer nördlichsten Eisstation angekommen - bei fast 89°Nord und 60°Ost. Weiter kommen wir aus zeitlichen Gründen nicht mehr, zudem hat der arktische Herbst begonnen - die Sonne sinkt hinter den Horizont, die Lufttemperaturen sind schon unter -12°C gerutscht und die Schmelztümpel gefrieren. Etwas geschützt von ihrem Zelt auf dem Eis mit dem Steuerstand unterhalten sich Marcel Nicolaus und Christian Katlein über die Arbeit mit RONIA, dem Untereis-ROV.
Foto: M. Schiller, AWI Abendstimmung bei den ROV Messungen. Bei den Messungen nahe des Nordpols erhebt sich die Sonne nur knapp über den Horizont, so dass auch für die Messungen nur ein kleines Zeitfenster bleibt
Foto: A. Stecher, AWIDie Meereisphysiker Marcel Nicolaus (l) und Christian Katlein (r) mit dem ROV Ronia bei einer Eisstation
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21. September 2012
Foto: M. Schiller, AWI Abendstimmung bei den ROV Messungen. Bei den Messungen nahe des Nordpols erhebt sich die Sonne nur knapp über den Horizont, so dass auch für die Messungen nur ein kleines Zeitfenster bleibt
Foto: A. Stecher, AWIDie Meereisphysiker Marcel Nicolaus (l) und Christian Katlein (r) mit dem ROV Ronia bei einer EisstationTausend Meter unter dem Eis (Von Raquel Somavilla, Ozeanographin am AWI)
Mein Name ist Raquel Somavilla, ich komme aus Spanien und bin Ozeanografin. Ich arbeite seit einigen Jahren am Alfred-Wegener-Institut (AWI) und lebe in Bremerhaven. Ich untersuche die tiefen Wassermassen des Nordpolarmeers und der Grönlandsee.
Foto: Raquel Somavilla, AWI Raquel Somavilla an Bord der FS Polarstern
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19. September 2012
Foto: Raquel Somavilla, AWI Raquel Somavilla an Bord der FS Polarsternweiterlesen
Interview: Ausbildung auf hoher See (Von Christina Bienhold)
Wir sind nun bei 88°N und 60°O angelangt und haben die Forschungsarbeiten an unserer siebten Eisstation wieder aufgenommen - in fast völlig geschlossener Eisdecke. Die Luft ist schon kalt genug, dass die Schmelztümpel auch tagsüber zufrieren. Nur unter dem Eis ist das Wasser noch etwas über dem Gefrierpunkt von Meereis - das heißt, der arktische Sommer ist noch nicht ganz zu Ende. weiterlesen
17. September 2012
Forschen in 4000 Meter Tiefe (Von Janine Felden und Frank Wenzhöfer)
Wir sind auf der Rückreise nach Norden und ab heute auch wieder umgeben von Eis. Es geht weiter nach 88°N, dann nähern wir uns der letzten großen Lander-Station am Nordpol und hoffen, dass die Zeit noch reicht ... für den Einsatz unserer Tiefseelander, die wir heute vorstellen möchten. weiterlesen
14. September 2012
Wie fischt man unter dem Eis? (Von Michiel van Dorssen, Techniker)
Vor wenigen Stunden haben wir unseren durch den Unfall verletzten Kollegen (siehe BLOG vom 10. September) in Kirkenes per Helikopter abgegeben, das Wetter hat gut mitgespielt und so hat er als kleinen Trost noch eine schöne Sicht auf die Nordnorwegische Küste bekommen. Er ist nun zurück nach Deutschland unterwegs, um seinen Armbruch operieren lassen zu können, und wir fahren schnurstracks nach Norden zurück, um auf 88°N und 60°Ost wieder die Stationsarbeiten aufzunehmen. Für den BLOG berichtet heute Michiel van Dorssen aus der Arbeitsgruppe Iceflux, der das einzigartige Untereis-Trawl SUIT entwickelt hat. weiterlesen
12. September 2012
Einblick in die Echolotzentrale (Von Sebastian Albrecht)
Während sich alle anderen Wissenschaftler zu Beginn der Reise mit Containern, Kisten und Laboraufbauten rumschlagen, habe ich es etwas einfacher. Die Echolote, die ich während dieser Fahrt nutze, sind bereits fest im Schiffsrumpf verschraubt. Und das dazugehörige Büro ist schon fertig aufgebaut: Zehn Computer und 19 Bildschirme leisten mir hier Gesellschaft. weiterlesen
10. September 2012
Sicherheitsmanöver mit Folgen (Von Antje Boetius)
Leider gibt es heute etwas Unerfreuliches zu berichten - wir hatten einen Unfall an Bord. In Anschluss an ein Routine-Sicherheitsmanöver, zu dem die Rettungsboote ins offene Wasser gesetzt und eine Weile um das Schiff gefahren werden, gab es mehrere Verletzte. Neben Patienten mit leichteren Blessuren gab es für einen unserer Wissenschaftler die erste Diagnose des Bordarztes: komplizierten Armbruch. Nach Beratung mit den zuständigen Stellen an Land und einer weiteren Röntgen-Diagnose steht fest: Unser Wissenschaftler soll zuhause optimal versorgt werden. weiterlesen
7. September 2012
Das biologische Meereis-Team (Von Ilka Peeken, Wissenschaftlerin AWI/MARUM)
Nachdem es bereits einen Blog über den Eisgarten und die Spurenmetall Biogeochemie gab, möchte ich heute das biologische Meereis-Team im Detail vorstellen. Wir - das sind Mar Fernandez, Anique Stecher, Christiane Uhlig vom AWI, Ilka Peeken vom AWI und MARUM sowie Marie Le Guitton vom NIOZ beschäftigen uns mit den Algen im und unter dem Eis.
Foto: Anique Stecher Biologisches Meereisteam (Ilka Peeken, Mar Fernandez, Marie Le Guitton, Christiane Uhlig und Anique Stecher, liegend Ben Lange)
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