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Ökoströmung
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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.

27. Juli 2012

Naturschutz und Journalismus – ein Interview


Aus dem Band „Umwelt Europa“, den ich für die Friedrich-Ebert-Stiftung konzipiert habe, möchte ich ein Interview weitergeben, dass ich mit meinem Chefredakteur Martin Meister zur Frage geführt habe, in welchem Spannungsfeld Naturschutz und Journalismus stehen.

„Es gibt eine gewisse Borniertheit“

Martin Meister, Chefredakteur von GEO International, saß in der Jury des Deutschen Preises für Naturjournalismus, der 2012 nicht mehr vergeben wird. Er erklärt die Gründe dafür – und warum er glaubt, dass Natur- und Artenschutz von Redaktionen massiv unterschätzt wird.

Wer hat den Deutschen Preis für Naturjournalismus zuletzt erhalten?

Das war Florian Festl, ein 33-jähriger Kollege von Focus Online, der dort im Newsroom arbeitet und am Wochenende die Leidenschaft hat, Reportagen zu schreiben. Uns in der Jury hat es gefallen, dass er neben seinem Nachrichten- deutsch noch einen ganz anderen, eigenen Tonfall hat – was er mit einer schönen, ausgeruhten Reportage über Libellen unter Beweis gestellt hat, die im Magazin Natur + Kosmos erschienen ist. Er hat es verstanden, dem Leser die Leidenschaft des Protagonisten, eines Libellenforschers, näher zu bringen. Aber zugleich auch seriös und interessant über die Arten zu informieren.

Wie hat er erklärt? Was war das Besondere an dem Text?

Jeder Wissenschafts- und Naturautor muss die Balance zwischen Personendarstellung und Themenerklärung finden. Das hat Festl sehr gut geschafft. Es gibt ja einen leisen Trend dahin, die Forscher mit ihrem Leben in den Vordergrund zu stellen – und die komplexen Sachzusammenhänge dabei auszulassen. Gerade bei Magazinjournalisten und Autoren, die auf Preise zuschreiben, gilt es als Tugend, stark zu personalisieren. Das ist für mich aber nur die zweitbeste Lösung, mein Ideal bleibt es, dass man auch über die Sache selbst bestens informiert wird. Das heißt tiefgehend und wissenschaftsjournalistisch.

Personalisierung verkommt zur Schwäche?

Ja, ich sehe das im Wissenschaftsjournalismus mittlerweile als Schwäche. Zwar ist es schwierig, eine Person feinfühlig und gut zu schildern. Aber man findet mehr Autoren, die das können als Autoren, die das noch Schwierigere beherrschen: komplizierte Stoffe aufzuwickeln, systematisch sowie gut nach- vollziehbar, mit tollen Bildern und Gleichnissen. Gerade bei Biologen und Feldforschern erliegen viele Autoren der Versuchung, diese als Käuze und Sonderlinge zu beschreiben und zu belächeln.

Was noch macht eine gute Berichterstattung über Arten aus?

Man muss die richtige Mischung finden, ernst und gleichzeitig leicht berichten. Gerade bei Naturthemen und vor allem bei Tieren gibt es den Reflex, putzig zu berichten und die Tiere spaßig zu sehen. Das wird aber der Haltung, mit der viele Leser und Leserinnen Tieren draußen begegnen, überhaupt nicht gerecht. Das hat oft mit der Ferne zu tun, die speziell Journalisten zur belebten Natur haben. Sie können sich oftmals gut mit Kultur- und Stadtthemen anfreunden, sind selten Wald- und Wiesenläufer. Es gibt aber sehr viele Menschen, die Printmedien lesen und die sich ernsthaft und empathisch für Tiere interessieren. Vielen meiner Kollegen ist das unheimlich: Darum wenden sie sich, wenn es schon Natur sein muss, lieber abstrakteren Begriffswelten zu, schreiben von „Biodiversität“ und Zahlen und ökologischen Theorien. Da kommen sie dann natürlich ohne den putzigen Tonfall aus.

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17. Juli 2012

Ein Gefühl als Ziel...


Letztlich muss irgendwann ein Gefühl entstehen, das ein ganz neues Herangehen schafft, das uns etwa Bäume zur Begrüßung streicheln lässt – so, wie es unsere kleine Tochter gerade macht. Ein Gefühl, das uns manchmal, selbst vor einer kleinen Linde auf der Verkehrsinsel, den Kopf leicht zur Seite neigen und daran denken lässt, das sie Teil von uns und wir Teil von ihr sind. Aus diesem Gefühl entspringt der Gedanke, dass wir immer noch so wenig wissen von der Komplexität der Natur, den Wechselwirkungen zwischen ihren Wesen. Und daraus entsteht der Wille, vorsichtig sein zu wollen mit ihnen allen und deshalb auch mit uns allen.

 

11. Juli 2012

In eigener Sache: Landschaftsgedichte


Es gibt innere und äußere Landschaften. Letzte führen zu ersten und umgekehrt. In dieser Wechselbeziehung sind in den letzten Jahren einige Verse entstanden, die ich in einem kleinen Verlag als Band veröffentlicht habe (Schmallert. Innere und äußere Landschaftslyrik. Verlag Heinevetter & Co, Bad Schwartau 2012). Die Zeilen gibt es hier zum Download in der Hoffnung, sie schaffen neue Eindrücke und Bilder, die normalsprachlich abwesend bleiben
1. Juli 2012

Urspüngliche Natur – was soll das eigentlich sein?


Es ist in der Umweldebatte eine, wenn auch schwer bestimmbare, Schlüsselfrage: Was meinen wir eigentlich, wenn wir von „ursprünglicher Natur“ oder Wildnis reden? Welche Bilder haben wir da im Kopf? Und aus welcher Zeit stammt das Bild – aus der Prähistorie oder doch erst dem 18. Jahrhundert?

Die Antworten darauf bestimmen untergründig auch die Ziele unserer Naturschutzpolitik mit, vor allem aber die öffentlichen Debatten. Gemeinhin denkt man an Wald. Die einen geben sich mit Fichtenforst zufrieden, wenn sie von wilder, unberührter Natur sprechen; wobei hierzulande fast nichts mehr unberührt ist. Viele Deutsche dürften auch an Buchenwald denken – der aber nicht flächendeckend bestimmend war. Eichenwald ist auch ursprünglich, sagen andere Fachleute. Und immer noch ist der Zeitrahmen offen!. Oft wird der Bezug auf die Steinzeit genommen, habe ich den Eindruck. Dass da keineswegs Wald, sondern vielmehr eine offene Weidelanschaft im Sinne einer europäischen Steppe, durchsetzt von etwa Eichenwald, bestimmend war, sagen wieder andere Forscher und Gruppen wie „Wild Europe“, die deshalb auch für eine Rückkehr der Steppe und der großen Graser nach Europa kämpfen.

Die nächsten Fachleute sagen, dass das gar nicht bewiesen sei – womit die Debatte wieder offener wird. Und was ist mit Mooren, Streuobstwiesen, Wiesen an sich – alles menschengemachte Kulturlandschaften, die wir im spontanen Gespräch aber auch mit urtümlich, unberüht usw. belegen. Es entsteht schnell eine Unordnung, wenn man über die Landschaft nachdenkt, die in unseren Gedanken mitschwingt. Eigentlich müsste darübe mehr geredet werden. Einige Forscher machen das auf www.naturphilosophie.org – immerhin, ein Anfang!

26. Juni 2012

Juni ist Orchideenmonat – Einblicke in die schöne Pflanzenwelt


Mir ist gerade ein Buch in die Hände gefallen über die Orchideen Nordrhein-Westfalens. Da steht auch drin, dass der Juni für viele Arten die Blütezeit bedeutet – wodurch mir noch mal klar wurde, wie krass es eigentlich ist, dass wir hier solche exotischen und teils höchst bizarren, aber auch wunderschönen Pflanzen haben. Welche gibt es? Was ist wissenswert? Ich habe noch mal in meinen Unterlagen gewühlt und einiges aus früheren Recherchen gefunden.

In Deutschland sind es rund 60 heimische Orchideenarten. Im Mai und Juni blühen die meisten, die allesamt unter Naturschutz stehen. Ihre Namen sind ebenso exotisch wie ihr Aussehen: Rot-violett leuchtet das Rote Waldvögelein, der Hängende Mensch hat kleine, an gelbe Männchen erinnernde Blüten, und dunkelrot blüht das Mannsknabenkraut. Etwas unauffälliger als ihre Schwestern ist zum Beispiel die Grüne Hohlzunge. Orchideen sind übrigens ein besonders guter Indikator für ein intaktes Biotop. Wo sie wachsen, sind der Naturhaushalt und die Artenvielfalt meist noch relativ in Ordnung.

Es gibt auch Arbeitskreise nur für Orchideenschutz. Auf der Suche nach neuen Populationen spüren die Orchideenschützer ihren Lieblingen in den heimischen Wäldern und Wiesen nach. Ihr Ziel ist es oft, die Bestände der einzelnen Arten zu erfassen, um Erkenntnisse über ihre Verbreitung zu gewinnen - und sie dann umso besser zu hegen und zu pflegen. Jeder neue Orchideenfund wird in eine Kartei aufgenommen. Ist eine neue Population entdeckt, muss der Standort beobachtet und gepflegt werden. Denn wilde Orchideen sind besonders empfindliche Gewächse und „konkurrenzschwach“. Wenn der Boden mit anderen Pflanzenarten verkrautet oder zuwächst, kommen sie nicht mehr hoch.

Drohen daher Gräser, Büsche und Hecken eine Population zu überwuchern, rücken die Orchideenschützer den Gewächsen mit Hacken, Sensen und Sägen zu Leibe und befreien ihre Schützlinge vom tödlichen Dickicht. Den Großteil der Pflegearbeit verrichten aber auch Bauern, die in manchen Bundesländern dafür bezahlt werden, dass sie Wiesen und Felder mähen und so vor dem Zuwachsen schützen.

Den genauen Standort einer Art verraten die Orchideenfreunde übrigens nie. Sie wissen, was passieren kann, wenn solch ein Platz bekannt wird: Unvorsichtige Pflanzenfreunde pilgern zu dem neuen Fundort und trampeln die Orchideen nieder, andere plündern gleich den ganzen Bestand. Insofern ist ihre Arbeit, die leuchtenden Schätze unserer Wälder zu schützen, nicht hoch genug zu bewerten.
6. Juni 2012

Woher kommt eigentlich unser Hausgarten? Von Karl dem Großen…



Wir gärtnern ja jetzt vor Hamburg im Projekt Erntezeit, und da ist mir eingefallen, dass ich einmal einen Artikel über die Ursprünge unsere Hausgartens gemacht habe, der u.a. im Kölner Stadtanzeiger lief:

Pflanzenfreunde arbeiten nach einem 1200 Jahre alten Regelwerk:Karl der Große war ein Ökobauer. Er hat die Wurzeln für den heutigenHausgarten gelegt.

Sein Ruf als erster europäischer Staatsmann ist unbestritten. Doch dass der Frankenherrscher Karl der Große (768-814) den modernen Gartenbau begründet hat, wissen die wenigsten. Karl ließ ein botanisches Register erstellen, aus dem sich der Hausgarten von heute entwickelte. „Jeder Gärtner habe auf dem Dach den Hauswurz stehen“, heißt es Karls Hofgüterordnung. „Als magische Pflanze sollte der Hauswurz vor Blitzen schützen. Deshalb wächst er noch heute auf Bauernhöfen“, sagt Biologe Karl Josef Strank.

Strank ist Geschäftsführer des Freundeskreises Botanischer Garten Aachen. Auf einem Hofgut vor der Stadt hat der Freundeskreis auf 1000 Quadratmetern den „Karlsgarten“ anhand historischer Quellen nachgebaut. „Wir wollen zeigen, wo unser Hausgarten seinen Ursprung hat“, sagt der Biologe. Von niedrigen Hecken eingefasst, schlängeln sich enge Pfade vorbei an geometrisch angeordneten Beeten. Buchen rahmen das Grün ein. Überall im Frankenreich wurden Gärten nach Karls Gebrauchsanweisung geschaffen… 

Strank ist Geschäftsführer des Freundeskreises Botanischer Garten Aachen. Auf einem Hofgut vor der Stadt hat der Freundeskreis auf 1000 Quadratmetern den „Karlsgarten“ anhand historischer Quellen nachgebaut. „Wir wollen zeigen, wo unser Hausgarten seinen Ursprung hat“, sagt der Biologe. Von niedrigen Hecken eingefasst, schlängeln sich enge Pfade vorbei an geometrisch angeordneten Beeten. Buchen rahmen das Grün ein. Überall im Frankenreich wurden Gärten nach Karls Gebrauchsanweisung geschaffen… Weiter geht es beim KStA.

31. Mai 2012

Urbanes Gärtnern – unser Auftakt mit der neuen Ackerparzelle


Gestern Abend bin ich nach der Arbeit zum ersten Mal zur Ernte losgefahren – ein tolles Gefühl. Auf der A 7 nach Norden war zwar Stau, und die Arbeit saß noch tief im Kopf. Aber als wir dann am Schäferhof bei Appen ankamen, in dieser grünen Idylle inmitten von Feldern und kleinen Wäldchen, war alles wie weggeblasen.

Denn die „Jungpflanzen-Ausgabe“ stand auf dem Plan: Gießkannen und Harken aus dem Bauwagen besorgen, Setzlinge in eine Kiste, die am Tor zu den Äckern steht, dann rüber zu unserer neuen Ackerparzelle, die wir nach langem Warten endlich bekommen haben. Nachschauen im Beete-Plan, wo noch Platz ist. Und dann Wässern und Mulden graben für Kohlrabi, Salat, Grünkohl und Sellerie. 10 Minuten warten, Pflanzen einsetzen.

Dazwischen: den ganzen anderen Städtern zuschauen, die sich aufgemacht haben, um ihren eigenen kleinen Acker zu bestellen. Den Vögeln zuhören, die an diesem Abend alles gaben – vom Kanadagänse-Konzert am nahen See bis zum Krähengekrächze vom Waldrand. Ein Storch flog über uns hinweg. Und der Abend verflog unbemerkt. Zum Schluss hatten ich und Adrian, unser Nachbar, der mit seiner Freundin eine 1,5 x 25 Meter-Acker gleich neben unserem hat, dreckige Hände und ein breites Lächeln im Gesicht sitzen. Denn unverhofft waren da erste dicke Radieschen zum Mitnehmen - und glänzende, seltsam feste Salatblätter unserer eigenen Salatköpfe. Ein gutes Gefühl kam auf.

Mit dabei im Projekt "Erntezeit"

Möglich macht das das Projekt „Erntezeit" von Jule und Henry Vickery. Sie vermieten für ein Jahr die Ackerparzellen für 160 Euro an pflanzwütige Freizeitgärtner wie wir, die das Feld nur bestellen müssen. Gesät wird vorher – mit Ausnahme der Wunschreihen, die man hat.

Letztlich wachsen da jetzt so viele Gemüsesorten, dass ich mir nicht mehr viele andere vorstellen kann. Alles Bio und mit einem durchdachten und charmant erklärten Konzept dahinter – zu lesen gibt es mehr auf der Erntezeit-Website – und in diesem Blog immer dann, wenn wir auf dem Acker waren. Da wird es dann darum gehen, wie toll ein solcher Acker auch für Kinder ist. Denn wir waren mit unserer 16 Monate alten Tochter schon am vergangenen Wochenende kurz da – und  sie hatte sofort zwei Gießkannen in der Hand und wollte loslegen.

Und ich werde auch einmal die Mitgärtner in den Blick nehmen, die teils schon recht viel Erfahrung haben. Oder gar keine. So, wie wir. Es hilft nur bedingt, wenn die Eltern zu Hause schon immer viel gegärtnert haben, und man das selbst in jungen Jahren irgendwie mitmachen musste/wollte. Vieles ist verflogen. Oder man denkt, wie ich, aus der Theorie heraus, es doch noch zu können. Von wegen! Erst wässern? Was ist nun Grünkohl? Wie war noch mal der Abstand für die Setzlinge?

30 Zentimeter für den Salat, stand in der Anleitungs-Mail, die wir urbanen Grünland-Fans vorher bekommen haben. Zur Sicherheit. Und in der Tat, es war eine gute Hilfe für den Start der Erntezeit, die schon jetzt ein bisschen glücklich macht.  
22. Mai 2012

Wunder am Himmel: Greifvögel beobachten – ein paar Tipps


Es ist einfach immer wieder ein besonderes Schauspiel, wenn ein Mäusebussard an einem warmen Tag die Thermik nutzt und sich langsam in die Höhe hinauftragen lässt. Das können wir jetzt in diesen schönen Tagen bei klarem Wetter oft beobachten. Und nicht nur der Bussard, einer der häufigsten Greifvögel, zeigt sich über Feldern, Wäldern und oft auch am Rand von Autobahnen. Auch Turmfalken kann man erspähen, an größeren Gewässern auch mit etwas Glück den schwarz-weißlichen Fischadler oder sogar, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, den wieder erstarkten Seeadler mit seinem mächtigen Schwingen.

Ich bin am Wochenende durch Nordwestmecklenburg gefahren, und dort, in der teils noch recht gut erhaltenen, von Bäumen und Büschen durchzogenen Feldflur, war einiges zu sehen: Bussarde, Falken, ein Fischadler. Und es gab einen Rotmilan, der wegen seiner v-förmigen Kerbe im Schwanz auch Gabelweihe heißt. Er kommt nur in Europa vor, und rund die Hälfte seines Bestandes lebt in Deutschland. Für diesen Vogel haben wir also eine besondere Verantwortung. Der dunklere Schwarzmilan ist kleiner und hat einen schwächer gekerbten Schwanz. Er kommt oft an Gewässern und Augebieten vor wie etwa dem südhessischen Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue – eine amazonashafte Wasserlandschaft mit dichten Wäldern und wunderbaren Streuobstwiesen. Der Schwarzmilan ist hier das Wappentier.

Gut sind frisch gemähte Wiesen

Am besten begibt man sich zur Greifvogelsuche mit Fernglas und Bestimmungsbuch auf Anhöhen nahe großer Felder oder Wiesen. Gute Orte sind auch frisch gemähte Wiesen und abgeerntete Felder, weil Beutetiere hier leicht zu sehen sind. Turmfalken zum Beispiel sind typische Feldjäger. Meist stehen sie flatternd über einer Stelle und schauen nach Beute.


Greifvögel können zu jeder Jahreszeit beobachtet werden. Im Herbst ziehen manche Arten in Schwärmen gen Süden. Und zur Balzzeit im Frühjahr führen Bussarde und Milane ihre Kunststücke am Himmel vor: Saltos und scharfe Kurven. Manche Tiere übergeben sich im Flug sogar Beute.


Gut zu beobachten sind die Herren der Lüfte ebenso an Walrändern, in Heckenlandschaften und auf Streuobstwiesen. Es lohnt sich auch, nach Sitzstangen zu schauen, die Vogelschützer aufgestellt haben. Für manche Arten braucht man mehr Geduld, Habicht und Sperber etwa jagen als Überfalljäger unauffälliger. Von einem Ansitz aus schießen sie in flachem Flug auf Vögel oder Mäuse herab, die sie in Gärten, Parks und auf Waldlichtungen jagen. In Berlin mussten Habichte schon aus Wohnungen befreit werden, in die sie versehentlich bei der Taubenjagd geflogen waren.

 

Schnell wie ein Wanderfalke


Der schnellste Jäger ist der Wanderfalke, der im Sturzflug auf bis zu 300 Stundenkilometer kommt. In den siebziger Jahren war er in Deutschland schon fast ausgestorben. Pestizide waren in seine Nahrungskette gelangt und hatten die Eierschalen brüchig werden lassen - der Nachwuchs ausblieb. Durch Schutzprojekte hat sich der Bestand erholt. Wie der Turmfalke nistet der Wanderfalke mitten in Städten, selbst am Kölner Dom geht der Federblitz auf Jagd. Raritäten wie den Schreiadler oder den majestätischen Steinadler, von dem es in den deutschen Alpen 48 Brutpaare gibt, bekommt man aber kaum zu Gesicht.


Die Lebensräume von Wiesen- und Kornweihe sind durch Flurbereinigungen und intensive Landwirtschaft so weit zerstört worden, dass sich diese bedrohten Arten eher selten beobachten lassen. Gleiches gilt für die Rohrweihe, die Gewässern mit dichten Schilfgürteln liebt.


Schwieriger zu beobachten sind die nachtaktiven Eulen. Hier muss man auf die Rufe achten: Von September bis November und zu Beginn des Frühlings ist zum Beispiel der Waldkauz öfter zu hören. Man kann den Ruf mit dunklem Pfeifen in die hohle Hand nachmachen – und manchmal antworten die Käuze auch. Dann entstehen kurze Gespräche, die dennoch lange in Erinnerung bleiben. Was er wohl gesagt hat? Diese Frage hatte ich immer wieder im Kopf, auch wenn sie schlichtweg nicht zu beantworten ist.

 

 

11. Mai 2012

Die grüne Apotheke - eine Ode auf den Holunder


Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, was mit dem los ist. Hebt an zu einer Ode auf eine Pflanze, die in jedem Park, am Rand vieler Wiesen, massenhaft wächst. Und deren Beeren irgendwie seltsam, zu intensiv, schmecken? Gewiss, der Holunder – oder auch Hollerbusch genannt dort, wo ich ihn kennenlernte – ist kein exotischer und seltener Vertreter mit herausragenden geschmacklichen Talenten. Dennoch will ich kurz eine Lanze brechen  (woher kommt dieser Ausdruck eigentlich?) für die schwarze Beere, ihre Blätter, den Stamm, die Blüten. Denn man kann alles verwerten. Und sich damit auch vom Fieber befreien.
 
Das war mein Schlüsselerlebnis: Pflanzensammelnd versuchte ich so ungefähr zu Abiturszeiten oder kurz davor, mich hie und da mit selbstgetrockneten Tees zu kurieren, wenn ein Leiden aufkam. Da gab es fürchterliche Geschmäcker – etwa den von Eichenrinde, die gegen Was-weiß-ich helfen sollte. Aber einmal hatte ich 39 Fieber und wolle es darauf ankommen lassen: Kein Griff in den Apothekeschrank meiner Mutter, dafür drei Tassen Holundertee. Nach zwei Stunden und extremen Schwitzen, denn das Schweißtreiben ist sein Haupttalent, stand ich bei 37 Grad. Und war hocherfreut.
 
Dann ist die Pflanze noch sehr stark im Erkältungskampf wegen ihrer Vitamin-C-Zufuhr. Genauer gesagt, die Beeren. Ich habe über Jahre für meine Oma eimerweise die Beeren gesammelt, damit sie Saft und Marmelade daraus machen kann. Ein Fläschchen mit dem Saft war dann zur Schnupfenvorbeugung in jedem Winterurlaub dabei. Einmal habe ich meiner Mutter auch einen Spazierstock aus einem Holunder-Stamm geschnitzt, rund herum wie eine Schleife prangte drauf: „Herzlichen Glückwunsch zum 39.“ Der Haken an der Sache: Schnitzen gehört eher in den äußeren Bereich meines Talentspektrums. Und für einen Wanderstab ist das Holunter-Holz einfach zu schwer.
 
Dafür kann man es wunderbar aushöhlen und als Stopfen für selbstgebaute Pfeile nehmen, die etwa aus getrockneter Goldrute bestehen. Einfach vorne drauf stecken, und der Pfeil fliegt besser, weil er schwerer vorne ist. Und er ist auch noch ungefährlicher. Und zu guter Letzt ist die Holunderblüte nicht nut Grundlage für den Tee, sondern auch gute Grundlage für eine mächtig frische Bowle.
7. Mai 2012

Was wächst da? Der Beginn unserer Kräuterausbildung


Im Mai sprießen am Wegesrand und im Garten eine Vielzahl von Kräutern, die das Essen bereichern und Krankheiten heilen können. Oft sind es vermeintliche Unkräuter, deren Wirkungen und Geschmack in Vergessenheit geraten sind.

Wir kennen sie alle vom Sehen her, weil sie am Wegesrand stehen und in Massen vorkommen. Sie sind meistens unscheinbar, in der Wirkung aber mitunter deutlich zu spüren. Und vom Geschmack her auch. Die Rede ist von vermeintlichen Unkräutern, die sich sofort und überall sammeln lassen und den Speiseplan bereichern – sei es Giersch, der als Unkraut per se gilt und oft von Gärtnern bekämpft wird. Der Gundermann mit seinen kleinen violetten Blüten, der sehr gut gegen Nebenhöhlenerkrankungen hilft, weil er den „Gund“, ein altes Wort für schlechten Saft, austreibt. Das Wiesenschaumkraut, das leicht nach Senf schmeckt. Oder Löwenzahn, Brennessel und Gänseblümchen. Überall schießen die Kräuter jetzt aus dem Boden und geben uns damit eine Fülle von Möglichkeiten in die Hand, sie zu nutzen. Und beim Sammeln der Natur nahe zu sein, den Blick für den Boden und seine Arten zu schärfen.

Einige dieser Pflanzen habe ich am vergangenen Wochenende zum Start der Kräuterausbildung kennengelernt, die ich zusammen mit meiner Freundin bei Daniela Wolff im Hamburger Westen angefangen habe. Der Kurs dauert ein Jahr und führt jeden Monat einmal neu in die heimische Pflanzenwelt ein. Es ist eine Rückkehr zu altem, verschütteten Wissen. Und ganz persönlich in eine Zeit, in der ich mit 17 schon einmal auf Kräuterjagd gegangen bin – meistens für Tees, mit denen ich dann die Familie behandeln wolle. Holunderblüten gegen Fieber, Huflattich gegen Husten – daran kann ich mich noch erinnern.

Vieles hat der Kurs, den ich als Teil des großen grünen Trends betrachte, wieder hervorgebracht. Und noch mehr Neues angerissen, von dem wir in diesem Blog von nun an berichten wollen. Besonders gut schmeckt übrigens ein frisches Lindenblatt, leicht nach Nuss. Also einfach mal Ausschau halten nach der nächsten Linde, abzupfen, zubeißen. Allerdings nicht direkt an großen Straßen, der Schadstoffe wegen. Was man noch schnell und überall versuchen kann: die Blüte des Löwenzahns, die etwas bitter aber sehr spannend schmeckt.

Und wer noch keine Gänseblümchen gesehen hat, kann einem alten Brauch folgen. Die ersten drei entdeckten Blumen des Jahres werden mit dem Mund von der Wiese gezupft, was im Kurs zu einer lustigen Szene führte: Wir saßen zu Zwanzigst auf der Wiese, umstanden von alten erhabenen Eichen, und ästen wie eine Herd Schafe die Gänseblümchen ab. Ein seltsamer Anblick war das sicher. Aber auch ein gutes Gruppengefühl von allernächster Naturnähe.

Das wären neben dem schon Gesagten noch weitere Anfangsideen für Selbstbehandlung und Essensmehrwert:

# Gut gegen Husten: Spitzwegerich und Huflattich

# Zur Kräftigung, Blutreinigung, harntreibend: Brennessel

# Entgiftung, Entschlackung: Löwenzahn und auch Giersch, beides gerne als Salat

# Generell ein bunter Salat aus allem (vielleicht am Anfang vermischt mit einer Hälfte grünem Salat), mit viel Giersch und Knoblauchsrauke, die in der Tat leicht nach Koblauch schmeckt.

Zur Zubereitung und weiteren Pflanzen schreibe ich demnächst mehr. Das frische Überbrühen der selbst gesammelten Kräuter hat besonders viel Spaß gemacht – und einen Geschmack hervorgeholt, der sich von den getrockneten Teilen doch sehr unterscheidet.
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