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Ist die Klimakonferenz in Durban der Scheidepunkt? Ein hoffnungsvolles Pro und Contra
Vielleicht aber gibt es auch den großen Knall wie in Kopenhagen und alles geht viel schneller: China und die USA blockieren, die Stimmung kippt und weitere Vertrauensverluste sind die Folge. Schon jetzt hat man als gelegentlicher Beobachter dieses Klimageschehens den Eindruck, spürt es irgendwie beim Lesen und nach Gesprächen mit Kollegen, dass die Luft raus ist und das große Ganze gerade schon dem Klein-Klein weicht. weiterlesen
Fundgrube für Klima-Ideen: die Spiekerooger Klimagespräche
Immer neue Krisen-Meldungen und eine mediale Informationsüberflutung fördern in der Bevölkerung das Gefühl einer Hilflosigkeit gegenüber Bedrohungen der eigenen Zukunft. Gleichzeitig bleibt die vielfach angekündigte Klimakatastrophe scheinbar aus, weil uns der Klimawandel nur in einem schleichenden Prozess unserer Lebensgrundlagen beraubt. Als Konsequenz konzentrieren sich immer mehr Menschen auf ihr individuelles Lebensglück und wenden sich von Gemeinschaftsaufgaben wie dem Klimaschutz ab. Als Gegenmittel müssen abstrakte Begriffe wie „Klima“ mit Leben gefüllt werden. Wer begreift, wie tief persönliches „Glück “ vom Klima geprägt ist, gibt dem Wort Klimaschutz einen viel höheren Stellenwert. Der Anstoß zum Umdenken richtet sich vor allem an junge Menschen. Sie sind offener für Neues als „Alte“, werden nicht durch vorgeprägte Verhaltensmuster im Handeln eingeschränkt und können als Botschafter Einfluss auf Ältere nehmen. Im Vordergrund muss auch für sie das positive Beispiel stehen. Deswegen brauchen wir – als Kontrapunkt zu der zögerlich wirkenden politischen Ebene – eine bessere Sichtbarkeit von Akteuren, die in Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich nachhaltiges Handeln vorleben und ein neues Verständnis von Verantwortung vermitteln.
Optimale Vorbereitung auf Durban: das Retter-Dossier
Vor vier Jahren wurde die Idee für REDD - eine internationale Initiative zum Schutz der globalen Wälder - geboren. Aus REDD wurde inzwischen REDD+, ansonsten aber schrumpft der Waldbestand Jahr für Jahr dramatisch weiter. Gegenüber anderen Klimaschutzmaßnahmen ist Waldschutz zwar günstig. Darauf, wie er international finanziert und organisiert werden soll, kann sich die Staatengemeinschaft aber dennoch nicht einigen. ...
Klimawandel in der Schule? Wenn es der Zufall so will!
In den vergangenen zehn Jahren sind viele neue Umweltstudiengänge entstanden, die oft Klima- und Energiethemen behandeln. "Allerdings handelt es sich hierbei fast immer um naturwissenschaftliche Studiengänge oder Umwelt-Management-Programme. Angebote mit gesellschaftlichen Inhalten gibt es zu wenige." Studiengänge wie "Umwelt und Bildung" an der Universität Rostock oder "Zukunftsforschung" an der FU Berlin stellen Ausnahmen dar.
Defizite gibt es auch an den Schulen, wie Gerhard de Haan erklärt: Klimabildung spiele vor allem im Fach Geografie eine Rolle, "das aber zunehmend an den Rand gedrängt wird". In anderen Fächern wie etwa Biologie, Politik oder Gemeinschaftskunde ist der Klimawandel keineswegs ein Pflichtinhalt. Dies liegt einerseits am deutschen Föderalismus, in dem die 16 Bundesländer die Unterrichtsinhalte festlegen. Ein anderer Grund sind die Inhalte der Lehrerausbildung an den Universitäten: Auch hier bleibt es den Berichten der Fachleute zufolge dem Zufall überlassen, ob sich ein angehender Lehrer mit Klimathemen beschäftigt.
Mancherorts gibt es regionale Initiativen, die Klimabildung an den Schulen fördern. In Kooperation mit der Bundesregierung bietet etwa ein Verbund von Stiftungen das Weiterbildungsprogramm "Mut zur Nachhaltigkeit" für Lehrer aus Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz. Diese Angebote, die oft von der Unesco gefördert werden, gibt es aber nur vereinzelt: "Sie erreichen maximal fünf Prozent der Schulen", sagt Kuckartz.
Etwas gegen die Überfischung tun – mit der Kampagne „Hughs Fish Fight"
Es macht Sinn, sich an dem Aufruf des des britischen Autoren Hugh Fearnley-Whittingstall zu beteiligen, denn selten sind so viele Fehler gemacht worden wie in der europäischen Fischereipolitik. Hughs Fish Fight schreibt:
Im Januar 2011 wurde das Fernsehprogramm Hughs Fish Fight von Hugh Fearnley-Whittingstall auf dem britischen Channel 4 ausgestrahlt. Hugh ist ein beliebter britischer Autor, Rundfunksprecher und Lebensmittelrechtler. Er ist bekannt für sein kompromissloses Engagement im Bereich saisonaler, ethisch produzierter Lebensmittel und konnte sich in Großbritannien durch seine River Cottage Fernsehserien und Bücher eine große Fangemeinde aufbauen.
Hughs Fish Fight konzentriert sich auf die Problematik von Rückwürfen. Aufgrund von verrückten Gesetzen der EU wird die Hälfte aller Fische, die in der Nordsee gefangen wird, tot wieder über Bord geworfen. Die Hughs Fish Fight Filme wurden im Rahmen der Big Fish Fight Staffel ausgestrahlt, die Programme von anderen populären britischen Köchen, wie beispielsweise Jamie Oliver, Gordon Ramsay und Heston Blumenthal enthielten und das Ziel verfolgten, nachhaltigen Fischfang und weniger bekannte Sorten von köstlichem Fisch hervorzuheben.
Erleben wir den Beginn einer grünen Ära? Ein neues Buch versucht die Antwort zu finden
Wutbürger, Fukushima, Energiewende, Höhenflug der Grünen – Umweltthemen haben wieder Konjunktur. Aber welche Perspektiven ergeben sich aus diesen Ereignisse auf längere Sicht? Am Ende eines ökologischen bewegten Jahres diskutiert diese Veranstaltung, wie sich Umweltbewegung und Umweltdebatte in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Waren die Ereignisse der vergangenen Monate nur eine kurzfristige Aufwallung, oder deutet sich hier eine längerfristige Belebung an? Wo zeigen sich derzeit neue Initiativen und Entwicklungen, die Politik und Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen könnten? Und wie verhalten sich bundesdeutsche und internationale Entwicklungen zueinander?

Dr. Torsten Schäfer ist Redakteur bei GEO Inter-