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Wo sind die grünen Vorbilder? Hier! Der Beginn einer Übersicht.
Vorbilder, immer wieder Vorbilder. Um die geht es in den Medien selbst und auch in der Forschung, die Medien sagen will, wie man besser, effektiver oder auch motivierender kommuniziert – wenn man das denn will. Ich habe kürzlich auf das Buch „Wir steigern das Bruttosozialglück“ verwiesen, das ökologische Vorbilder vorstellt. Das Werk hat mich zum Nachdenken gebracht und nach weiteren Netzorten suchen lassen, wo Menschen vorgestellt werden, die sich grün engagieren und damit andere inspirieren. Womöglich gar mitreißen. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, solche Zeitgenossen vorzustellen.
Wie wichtig Vorbilder für die Entwicklung der Ökobewegung waren, von Rachel Carson bis Wangari Maathai, stellt auch Joachim Radkau in seiner grünen Weltgeschichte Ära der Ökologie vor, durch die mich immer noch kämpfe. Aber genug der Innensicht. Draußen gibt es einige Fundorte: die Reihe Naturtalente auf GEO.de, die Serie „Green Minds“ in der Financial Times Deutschland, die Interviews unter „Grüner Leben“ in der ZEIT oder gar die Geschichten auf den Seiten des Bio-Anbieters Alnatura. Es gibt sicher noch viel mehr, deshalb bitte und gerne Tipps und Sites senden, die ich dann wieder neu posten kann! An Büchern gibt es übrigens noch "Vorbilder: "Menschen und Projekte, die hoffen lassen. Der alternative Nobelpreis" von Jürgen Streich.
24. Oktober 2011
Wie wichtig Vorbilder für die Entwicklung der Ökobewegung waren, von Rachel Carson bis Wangari Maathai, stellt auch Joachim Radkau in seiner grünen Weltgeschichte Ära der Ökologie vor, durch die mich immer noch kämpfe. Aber genug der Innensicht. Draußen gibt es einige Fundorte: die Reihe Naturtalente auf GEO.de, die Serie „Green Minds“ in der Financial Times Deutschland, die Interviews unter „Grüner Leben“ in der ZEIT oder gar die Geschichten auf den Seiten des Bio-Anbieters Alnatura. Es gibt sicher noch viel mehr, deshalb bitte und gerne Tipps und Sites senden, die ich dann wieder neu posten kann! An Büchern gibt es übrigens noch "Vorbilder: "Menschen und Projekte, die hoffen lassen. Der alternative Nobelpreis" von Jürgen Streich.
Empfehlenswert: Dokumentation zur Überfischung der Weltmeere auf ARTE
Am Freitag lief auf ARTE eine sehr zu empfehlende Dokumentation zur Überfischung der Meere. Den Film kann man sich in der Mediathek noch anschauen. Der Sender schreibt über "Der letzte Fisch":
Noch immer werden rund 90 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr aus den Weltmeeren gezogen. Doch die scheinbar unerschöpfliche Nahrungsquelle erweist sich als endlich. Immer mehr Fischarten verschwinden. Kein Wunder, denn bis zu 90 Prozent eines jeden Fischzugs wird als sogenannter wertloser Beifang wieder über Bord geworfen. Fischproduzenten täuschen die Verbraucher, indem sie zunehmend auf Aquakulturen von Meeresfischen setzen, um so die Ozeane angeblich vor der Überfischung zu retten. Doch Meeresökologen weisen nach, dass diese Aquakulturen den Fischereidruck noch verschärfen. Denn um ein Kilo Fischfleisch in einer Aquakultur heranzuziehen, braucht man bis zu fünf Kilo Wildfisch, der in Form von Fischmehl verfüttert wird. Somit wird eine negative Bilanz geschaffen. Namhafte Experten sind der Auffassung, dass es für das Problem der weltweiten Überfischung eine Lösung gibt. Sie sind davon überzeugt, dass eine nachhaltige Fischerei möglich ist. Doch der Weg dorthin verlangt radikale Schritte. Und die entsprechenden Maßnahmen müssen jetzt eingeleitet werden. Am Ende aber wird das Meer den umsichtigen Umgang mit seinen Schätzen belohnen, so die Wissenschaftler.
21. Oktober 2011
Noch immer werden rund 90 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr aus den Weltmeeren gezogen. Doch die scheinbar unerschöpfliche Nahrungsquelle erweist sich als endlich. Immer mehr Fischarten verschwinden. Kein Wunder, denn bis zu 90 Prozent eines jeden Fischzugs wird als sogenannter wertloser Beifang wieder über Bord geworfen. Fischproduzenten täuschen die Verbraucher, indem sie zunehmend auf Aquakulturen von Meeresfischen setzen, um so die Ozeane angeblich vor der Überfischung zu retten. Doch Meeresökologen weisen nach, dass diese Aquakulturen den Fischereidruck noch verschärfen. Denn um ein Kilo Fischfleisch in einer Aquakultur heranzuziehen, braucht man bis zu fünf Kilo Wildfisch, der in Form von Fischmehl verfüttert wird. Somit wird eine negative Bilanz geschaffen. Namhafte Experten sind der Auffassung, dass es für das Problem der weltweiten Überfischung eine Lösung gibt. Sie sind davon überzeugt, dass eine nachhaltige Fischerei möglich ist. Doch der Weg dorthin verlangt radikale Schritte. Und die entsprechenden Maßnahmen müssen jetzt eingeleitet werden. Am Ende aber wird das Meer den umsichtigen Umgang mit seinen Schätzen belohnen, so die Wissenschaftler.
Kleine Tiergeschichten: Fürsorgliche Orcas auf den Lofoten
Im September bin ich auf die norwegische Inselgruppe der Vesterålen gereist, um an der nördlichsten Spitze, im Fischerdorf Andenes, Pottwale zu beobachten. Die 18 Meter langen Meeressäuger waren tatsächlich zu sehen: gleich fünf von ihnen, vielleicht nur 50 Meter vom Boot entfernt und viel näher an der Küste als sonst, wie die Guides an Bord berichteten. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, das ich einmal an anderer Stelle vorstellen will. Mindestens genauso berührend war das, was einer der Walforscher nach der Tour erzählte. weiterlesen
17. Oktober 2011
Buchtipp: Vorbilder für unser Bruttosozialglück
Wissenschaftler empfehlen öfter, Vorbilder vorzustellen, um ökologisches Engagement zu entfachen. Mir ist ein Buch untergekommen, das diese Strategie verfolgt: Wir steigern das Bruttosozialglück von Annette Jensen. Es geht um „Menschen, die anders wirtschaften und besser leben.“ Der Verlag schreibt:
Immer mehr Menschen teilen das Gefühl, dass eine auf Wachstum und Größe, auf Beschleunigung und auf Konsumorientierung gegründete Gesellschaft nicht zukunftsfähig ist; dass nicht nur das Bruttosozialprodukt zählen soll, sondern auch das Bruttosozialglück: Wir sind auf der Suche nach Alternativen, nach Vorbildern. Annette Jensen hat sich auf die Suche gemacht und hat viele beeindruckende Menschen getroffen und erstaunliche Entdeckungen gemacht: die Wir-Bank in Basel, bei der auf Schulden keine Zinsen fällig werden und Guthaben Gebühren kosten, die burgenländische Kleinstadt Güssing, die Strom und Wärme klimaneutral erzeugt und seitdem einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung nimmt, oder der brandenburgische Karlshof, der seine tonnenschwere Kartoffelernte einfach verschenkt, und viele andere mehr. Annette Jensen zeigt auf, wie wir von »unten« als Bürger, Verbraucher, Produzenten Veränderungen anstoßen können, die wir von »oben« vielleicht auch gar nicht erwarten sollten.
11. Oktober 2011
Immer mehr Menschen teilen das Gefühl, dass eine auf Wachstum und Größe, auf Beschleunigung und auf Konsumorientierung gegründete Gesellschaft nicht zukunftsfähig ist; dass nicht nur das Bruttosozialprodukt zählen soll, sondern auch das Bruttosozialglück: Wir sind auf der Suche nach Alternativen, nach Vorbildern. Annette Jensen hat sich auf die Suche gemacht und hat viele beeindruckende Menschen getroffen und erstaunliche Entdeckungen gemacht: die Wir-Bank in Basel, bei der auf Schulden keine Zinsen fällig werden und Guthaben Gebühren kosten, die burgenländische Kleinstadt Güssing, die Strom und Wärme klimaneutral erzeugt und seitdem einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung nimmt, oder der brandenburgische Karlshof, der seine tonnenschwere Kartoffelernte einfach verschenkt, und viele andere mehr. Annette Jensen zeigt auf, wie wir von »unten« als Bürger, Verbraucher, Produzenten Veränderungen anstoßen können, die wir von »oben« vielleicht auch gar nicht erwarten sollten.
Unverständliche Klimaforschung - und wie es besser geht
Eine spannende Meldung vom Climate Service Centre, die einmal mehr zeigt, wie unverständlich Klimawandel vermittelt wird und wie wichtig es ist, auch Sozialwissenschaftlicher mit dem Thema zu befassen:
Das Wissen über Klima und Klimawandel wächst stetig. Klimaforscher sind sich einig darüber, dass der Mensch Einfluss auf das Klima nimmt. Dennoch steigt gerade in den USA – einem der größten Verursacher von Treibhausgasen – die Zahl der so genannten Klimaskeptiker, sowohl in der Bevölkerung wie in der Politik. John Sterman vom MIT hat sich vor diesem Hintergrund nun mit der Kommunikation des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) auseinander gesetzt und untersucht, wie dessen Auftrag, die Erkenntnisse der Klimaforschung an politische Entscheidungsträger zu kommunizieren, besser umgesetzt werden kann. Denn selbst der so genannte „Summary for Policymakers“ sei für Menschen ohne ein naturwissenschaftliches, mathematisches oder technisches Studium nicht zu verstehen und fördere Unverständnis und Negierung. Um die Kommunikation des IPCC zu verbessern, schlägt Sterman deshalb vor, bei der Erstellung von Berichten schon frühzeitig Sozialwissenschaftler, Experten der Risikokommunikation und Kommunikationsprofis einzubeziehen. Sie sollten in die Arbeitsgruppen integriert werden, damit beide Seiten ihr Wissen über die Arbeit des jeweils anderen verbessern können und wissenschaftliche Informationen den Zielgruppen entsprechend aufbereitet werden. Die Wissenschaft zu nehmen und Kommunikationsexperten „über eine Mauer zuzuwerfen“, werde scheitern, so Sterman.
6. Oktober 2011
Das Wissen über Klima und Klimawandel wächst stetig. Klimaforscher sind sich einig darüber, dass der Mensch Einfluss auf das Klima nimmt. Dennoch steigt gerade in den USA – einem der größten Verursacher von Treibhausgasen – die Zahl der so genannten Klimaskeptiker, sowohl in der Bevölkerung wie in der Politik. John Sterman vom MIT hat sich vor diesem Hintergrund nun mit der Kommunikation des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) auseinander gesetzt und untersucht, wie dessen Auftrag, die Erkenntnisse der Klimaforschung an politische Entscheidungsträger zu kommunizieren, besser umgesetzt werden kann. Denn selbst der so genannte „Summary for Policymakers“ sei für Menschen ohne ein naturwissenschaftliches, mathematisches oder technisches Studium nicht zu verstehen und fördere Unverständnis und Negierung. Um die Kommunikation des IPCC zu verbessern, schlägt Sterman deshalb vor, bei der Erstellung von Berichten schon frühzeitig Sozialwissenschaftler, Experten der Risikokommunikation und Kommunikationsprofis einzubeziehen. Sie sollten in die Arbeitsgruppen integriert werden, damit beide Seiten ihr Wissen über die Arbeit des jeweils anderen verbessern können und wissenschaftliche Informationen den Zielgruppen entsprechend aufbereitet werden. Die Wissenschaft zu nehmen und Kommunikationsexperten „über eine Mauer zuzuwerfen“, werde scheitern, so Sterman.
Neue Programmtipps für Umwelt- und Natursendungen
Der Umwelt-Wiki hat eine aktuelle Liste mit Fernseh- und Radiosendungen, die Umweltthemen behandeln und die ältere Liste auf der Agenda 21-Seite ergänzt. Und es gibt eine kurze Übersicht mit Zeitschriften aus dem ökologischen Spektrum. Beide Seiten werden in das eigene Recherchedossier Umwelt aufgenommen. Viel Spaß beim Listenschauen und Lesen!
4. Oktober 2011
Wissen erweitern: Nützliche Websites über den Klimawandel
Das Hamburger Climate Service Centre (CSC) hat seine Angebote ausgeweitet und bietet nun einen Newsletter an, der die neuesten Ergebnisse aus verschiedenen Bereichen der Klimaforschung kurz zusammenfasst. Eine gute Hilfe für jeden, der sich mit dem Klimawandel beruflich beschäftigt oder das Thema aus purem Interesse einfach so verfolgt und einmal tiefer einsteigen will. Das CSC, das 2009 neu gegründet wurde und inbesondere die Öffentlichkeit verständlich über Klimathemen informieren soll, hat noch eine weitere gute Webseite aufgebaut: Der Klimanavigator erklärt den Klimawandel aus verschiedensten Blickwinkeln und gibt eine Übersicht über alle Forschungsstellen, die sich in Deutschland mit dem Thema befassen.

Dr. Torsten Schäfer ist Redakteur bei GEO Inter-