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Die soziale Klimadimension
Das war zum Beispiel bei der Pisa-Debatte der Fall, die dem Bildungsthema in der deutschen Öffentlichkeit einen neuen, alten Platz verliehen hat. Es folgten: Ein plötzliches Interesse an Wissensthemen allgemein, dann speziell an Universitätsthemen. Und: Bildungs- und Wissenschaftsseiten in Zeitungen und Magazinen, Radio-Sendungen und TV-Programmen. Zuletzt: DeutschlandRadio Wissen, Hörzu Wissen. weiterlesen
Wald-Websites zum Jahr des Waldes
2011 ist das Jahr des Waldes. Und da können gute Sites helfen: Ein umfassendes und engagiertes Projekt rund um das Thema Wald ist das Waldportal des Umweltschützers Keno Tönjes. Es hat eine große Linksammlung. Außerdem werden aktuelle TV-Sendungen rund um das Thema Wald angekündigt und verschiedene Waldformen beschrieben. Ähnlich gut und noch internationaler ausgerichtet ist die Seite Mongabay, die Rhett A. Butler eingerichtet hat. Der Wald-Fan ist kein Wissenschaftler, dennoch aber anerkannt. Und er schreibt selbst darüber, wie glaubwürdig die Informationen auf seiner Seite sind.
Jonathan Franzen über Umweltschutz und Literatur
"Die rhetorischen Herausforderungen im Umgang mit der Umweltproblematik sind mir deshalb besonders gegenwärtig. Auch diese Texte müssen auf mehreren Ebenen gleichzeitig funktionieren und müssen als Lektüre ein Genuss sein. Es geht im Kern um einen Vertrag mit dem Leser, um das Signal: Wir treffen uns hier auf moralischer Augenhöhe. Ich bin nicht besser als du und auch nicht schlechter. Es geht weder um ein kriecherisches Bekenntnis meiner eigenen Verdorbenheit noch um eine schreiende Anklage anderer. Lass uns zusammensitzen und über das Netz der Widersprüche reden, in das jeder von uns verstrickt ist."
Messe für das grüne Leben
Die grüne Gesellschaft hat nun auch ihre Leitmesse. Zumindest soll die Good Goods, die 2010 startete und von Freitag bis Sonntag in Hamburg wieder öffnet, ein solch zentraler Vorzeige-Treffpunkt für die nachhaltige Gesellschaft sein. Es gibt viel zu sehen: Vorträge, Podien, Projektvorstellungen - und vor allem Stände von Unternehmen, die nachhaltig unterwegs sind, ob im Bereich „Design“ oder „Accessoires“. Wenn man sich das Programm durchliest, wird klar, wie breit die ökologische Gesellschaft sich derzeit aufstellt. Und dass es bei aller Unübersichtlichkeit doch den Willen gibt, der grünen Strömung und ihren Ablegern gemeinsame Orte zu geben.
Brüsseler Lobby-Kunststück
Wie konnte das passieren? Es gab keine große Debatte darüber, nur dünne Meldungen wie diese hier. Wenn ich viel Zeit hätte, würde ich jetzt nach Brüssel fahren und als Journalist diese Story recherchieren. Denn es ist klar, dass da sehr gewiefte Strippenzieher am Werk waren und der Atomwirtschaft ein echtes Lobby-Kunststück gelungen ist.
Die EU hat schon viel zur Entwicklung einer grünen Gesellschaft beigetragen, sie ist ein - oft unsichtbarer weil unbekannter - Teil der Ökoströmung. Sie verwässert sie aber auch, staut sie auf. Oft, weil es harsche Defizite an Demokratie und Öffentlichkeit gibt. Und weil die EU-Staaten immer noch vieles unter sich aus machen, ohne Beteiligung des Parlamentes und Beobachtung der Bürger.
Sozial-Forscher analysierten Energie-Proteste
Wenn man in den letzten Wochen so die Medien verfolgt, könnte man fast meinen, dass nun überall Naturschützer und Windkraft-Demonstranten lauern, die die Energiewende sofort blockieren werden. Sicher: Da kommt ein gesellschaftlicher Großkonflikt auf uns zu, hat schon begonnen. Aber wie viel ist denn tatsächlich dran an diesem medialen Bild der grünen anti-grünen Protestrepublik? Der Nachhaltigkeitsrat, der übrigens ein klasse Webangebot besitzt, hat etwas Sinnvolles gemacht: bekannte Protestforscher gefragt, wie sie die Energierevolten einschätzen, also der wieder so technischen Debatte eine wichtige soziale Dimension hinzugefügt. Hier ein paar Auszüge: weiterlesen
Die Suche nach den grünen Spuren

Dr. Torsten Schäfer ist Redakteur bei GEO Inter-