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Ökoströmung
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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

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» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

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27. Juli 2012

Naturschutz und Journalismus – ein Interview


Aus dem Band „Umwelt Europa“, den ich für die Friedrich-Ebert-Stiftung konzipiert habe, möchte ich ein Interview weitergeben, dass ich mit meinem Chefredakteur Martin Meister zur Frage geführt habe, in welchem Spannungsfeld Naturschutz und Journalismus stehen.

„Es gibt eine gewisse Borniertheit“

Martin Meister, Chefredakteur von GEO International, saß in der Jury des Deutschen Preises für Naturjournalismus, der 2012 nicht mehr vergeben wird. Er erklärt die Gründe dafür – und warum er glaubt, dass Natur- und Artenschutz von Redaktionen massiv unterschätzt wird.

Wer hat den Deutschen Preis für Naturjournalismus zuletzt erhalten?

Das war Florian Festl, ein 33-jähriger Kollege von Focus Online, der dort im Newsroom arbeitet und am Wochenende die Leidenschaft hat, Reportagen zu schreiben. Uns in der Jury hat es gefallen, dass er neben seinem Nachrichten- deutsch noch einen ganz anderen, eigenen Tonfall hat – was er mit einer schönen, ausgeruhten Reportage über Libellen unter Beweis gestellt hat, die im Magazin Natur + Kosmos erschienen ist. Er hat es verstanden, dem Leser die Leidenschaft des Protagonisten, eines Libellenforschers, näher zu bringen. Aber zugleich auch seriös und interessant über die Arten zu informieren.

Wie hat er erklärt? Was war das Besondere an dem Text?

Jeder Wissenschafts- und Naturautor muss die Balance zwischen Personendarstellung und Themenerklärung finden. Das hat Festl sehr gut geschafft. Es gibt ja einen leisen Trend dahin, die Forscher mit ihrem Leben in den Vordergrund zu stellen – und die komplexen Sachzusammenhänge dabei auszulassen. Gerade bei Magazinjournalisten und Autoren, die auf Preise zuschreiben, gilt es als Tugend, stark zu personalisieren. Das ist für mich aber nur die zweitbeste Lösung, mein Ideal bleibt es, dass man auch über die Sache selbst bestens informiert wird. Das heißt tiefgehend und wissenschaftsjournalistisch.

Personalisierung verkommt zur Schwäche?

Ja, ich sehe das im Wissenschaftsjournalismus mittlerweile als Schwäche. Zwar ist es schwierig, eine Person feinfühlig und gut zu schildern. Aber man findet mehr Autoren, die das können als Autoren, die das noch Schwierigere beherrschen: komplizierte Stoffe aufzuwickeln, systematisch sowie gut nach- vollziehbar, mit tollen Bildern und Gleichnissen. Gerade bei Biologen und Feldforschern erliegen viele Autoren der Versuchung, diese als Käuze und Sonderlinge zu beschreiben und zu belächeln.

Was noch macht eine gute Berichterstattung über Arten aus?

Man muss die richtige Mischung finden, ernst und gleichzeitig leicht berichten. Gerade bei Naturthemen und vor allem bei Tieren gibt es den Reflex, putzig zu berichten und die Tiere spaßig zu sehen. Das wird aber der Haltung, mit der viele Leser und Leserinnen Tieren draußen begegnen, überhaupt nicht gerecht. Das hat oft mit der Ferne zu tun, die speziell Journalisten zur belebten Natur haben. Sie können sich oftmals gut mit Kultur- und Stadtthemen anfreunden, sind selten Wald- und Wiesenläufer. Es gibt aber sehr viele Menschen, die Printmedien lesen und die sich ernsthaft und empathisch für Tiere interessieren. Vielen meiner Kollegen ist das unheimlich: Darum wenden sie sich, wenn es schon Natur sein muss, lieber abstrakteren Begriffswelten zu, schreiben von „Biodiversität“ und Zahlen und ökologischen Theorien. Da kommen sie dann natürlich ohne den putzigen Tonfall aus.


Wo findet man anspruchsvollen Naturjournalismus?

Ich kenne wenige Redaktionen, die sich das noch ernsthaft vornehmen. GEO bildet da eine seltene Ausnahme. Auch Natur + Kosmos (das jetzt nur noch Natur heißt, d. A.) bleibt am Thema. Bei den anderen Überregionalen hängt es oft an einzelnen Personen. Bei der Zeit etwa ist es Hans Schuh, der die Themen im Wissensressort regelmäßig ein- bringt. Selbst bei Programmzeitschriften wie der Hörzu gibt es Personen, die das immer wieder machen. Mir fällt noch die Frankfurter Rundschau als löbliche Ausnahme ein und ihr Wissensressort. Auch bei der Süddeutschen Zeitung wird in der Wissenschaft zu Tieren und Pflanzen berichtet, aber eher abstrakt und wenig publikumsnah. Dann gibt es noch die FAS, die gelegentlich etwas bringt. Der Spiegel dagegen reduziert Naturjournalismus auf ein Mindestmaß.

Und im Ausland?

In England gibt es eine große Tradition des nature writing. Führend seit Jahr- zehnten ist das Magazin BBC Wildlife, das zur Natural History Unit der BBC gehört. Sie macht etwas, das in Deutschland nicht existiert: ein Monatsblatt, das sich in Großbritannien draußen umschaut – und die Leute, die oft draußen sind, dabei in ihrer Stimmung unterstützt. Es geht aber auch um inter- nationale Entwicklungen rund um Tiere, Pflanzen und Ökosysteme. Das finde ich eine sehr gute Sache. Als deutsche Lizenzausgabe ist BBC Wildlife leider gescheitert, Lizenznehmer war damals der Gong-Verlag, der auf TV- Zeitschriften spezialisiert ist.

Warum ist es hier gescheitert, wenn es dort offenbar ein Erfolg ist? Viele Naturinteressierte gibt es doch auch in Deutschland.

Die BBC ist auch ein schwieriger Lizenzgeber, vielleicht hing es damit zusammen. Die genauen Gründe kenne ich nicht. Aus den USA kommen noch Natural History, National Wildlife und International Wildlife hinzu. In Deutsch- land gab es früher Das Tier, gegründet von Bernhard Grzimek. Es existieren nach wie vor Magazine wie Ein Herz für Tiere, wo aber Haustiere im Vordergrund stehen. Und Spartenblätter wie Wild und Hund, deren Autoren auch Texte für den Deutschen Preis für Naturjournalismus eingereicht haben, nicht immer die schlechtesten. Einen ganz wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Tiere, Pflanzen und Lebensgemeinschaften liefern die Regionalzeitungen. Oft geht es um Arten, denen der Leser vor seiner Haustür begegnen könnte: um den Goldregenpfeifer, Moorfrösche oder Bienen. Zu unserem Preis gab es da schon viele Einsendungen.

Welche Aspekte des Themas sind denn unterthematisiert, werden vergessen?

Ein Thema bleibt im Vergleich zu seiner Bedeutung völlig unterbelichtet: der Flächenverbrauch in Deutschland, der viele Arten in Mitleidenschaft zieht. Niemand setzt sich da ran und verfolgt das Thema. Verloren gegangen ist auch die Biodiversitäts-Strategie der Bundesregierung mit hunderten von einzelnen Maßnahmen. Alle Ministerien standen dahinter; es ging um Landwirtschaft, Flächen, alles was die Natur berührt. Was ist daraus geworden? Da hakt niemand nach.

Wo stehen Naturthemen heute auf der journalistischen Agenda?

Es gab in den 70er Jahren eine große Konjunktur für Waldthemen. Dann kamen Robbensterben und die Nordsee. Heute hat beides nicht mehr den Stellenwert. Das Thema Biodiversität bzw. Artenvielfalt wird von einigen Autoren immer wieder eingebracht. Die Blattmacher wissen oft nicht genau, worum es geht und lassen es zu, weil es wichtig klingt. Dann gibt es Unterthemen wie den ökonomischen Wert der Natur, die sich vorübergehend durchsetzen. Aber insgesamt haben Artikel aus diesem Themenspektrum in den Leitmedien eher abgenommen. Es gibt eine Ausnahme: Bei den neuen Land-Magazinen nimmt das Interesse zu. Die richten ihr Themenspektrum dezidiert auf alles aus, was wächst, kreucht und fleucht. Und haben damit große Erfolge! Sie haben etwas aufgegriffen, was die Leitmedien vergessen haben.

 Also eine verpasste Chance?

Die Leitmedien sind mit Blindheit geschlagen, dass sie sich solcher Themen nicht annehmen. Aber das ist kein Zufall. Blattmacher von Leitmedien haben für solche Themen einfach nicht die Antennen, die Mentalität.

Aber warum?

Es gibt auch eine fehlende Kundenorientierung. Und eine gewisse Borniertheit gegenüber der Natur in unserem Berufsstand. Auch die Ausbildung spielt mit hinein: Bei den Fragen des Aufnahmetests der Hamburger Journalisten- schule spielen die Themen Natur und Wissenschaft meiner Beobachtung nach neben all den Fragen zu Politik, Kultur, Film eine nachgeordnete Rolle. Das könnte man ändern.

Warum ist Ihnen das Thema als Journalist so wichtig?

Ich bin persönlich motiviert: als Biologe ausgebildet, schon seit der Jugend interessiert an der Natur und besorgt darum, was mit ihr geschieht. Es geht mir auch um die nachfolgenden Generationen: Das Erlebnis einer funktionierenden Natur sollte für Kinder zum grundlegenden und regelmäßigen Bestandteil ihrer Erfahrungswelt gehören. Es gibt einen gesellschaftlichen Auf- trag, diese Erlebnisdimension für die Kinder zu erhalten. Ihnen die Konfrontation mit Lebewesen zu ermöglichen, die ganz anders funktionieren als wir Menschen. Viele Kinder sind von Amphibien besonders fasziniert. In Deutschland stehen sie heute alle auf der Roten Liste. Was gesetzlich sogar bedeutet, dass kein Kind mehr einen Frosch fangen oder eine Kaulquappe aus dem Teich fischen darf. Dabei ist es so wichtig, diese ganz andere Form von Leben zu erfahren: hüpfendes Leben, glitschendes Leben. Davon zu berichten und Wissen darüber zu vermitteln gehört meiner Überzeugung nach zu den journalistischen Aufgaben.

Das ist ja auch die Haltung von GEO, die das Heft mit dem Tag der Artenvielfalt nach außen trägt. Sie haben ihn lange begleitet und 2010 auch in die Auslandsredaktionen getragen. Was bringt das?

Der GEO-Tag der Artenvielfalt will darauf aufmerksam machen, dass es im- mer noch eine große Vielfalt in der Natur gibt. Auch in Städten gibt es mehr als Straßenbegleit-Grün. Beim GEO-Tag kann jeder, von der Schulklasse bis zum Wanderverein, die Vielfalt erfahren, Häkchen in Artenlisten machen, wenn man eine Art entdeckt hat. Es ist mittlerweile die größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa, 35.000 Menschen waren 2010 dabei. Natürlich ist der Tag auch ein Marketing-Instrument für GEO, das ist klar. Aber Marketing mit einer guten Sache ist mir immer noch lieber als hohle Eigenwerbung. Ein anderes Beispiel ist der Preis für Naturjournalismus – der aber seit 2012 nicht mehr ausgeschrieben wird. Der bisherige Preisgeber, die Deutsche Wildtier Stiftung, will sich in der Medienarbeit anders ausrichten. Es hat auch damit zu tun, dass von Jahr zu Jahr immer weniger und auch immer weniger gute Texte eingereicht worden sind.

Das ist kein Einzelfall. Mit der gleichen Begründung wird der Umweltjournalismus-Preis der Gregor Louisoder Umweltstiftung nicht mehr vergeben. Was heißt das für die Praxis?

Wir haben, wie schon gesagt, eine eher abnehmende Konjunktur für das Thema. Beim technischen Umweltschutz etwa wurde und wird viel erreicht; entsprechend viel wird berichtet. Über Naturschutz und Arten wir viel weniger geschrieben und gesendet.

Man solle sich nie mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten – das Zitat von Hanns Joachim Friedrichs steht für den Willen zur Objektivität. Darf man sich da als Journalist für Naturschutz aussprechen, einen GEO-Tag begleiten?

Hanns Joachim Friedrichs hat das als Nachrichtenjournalist und Moderator der Tagesthemen gesagt. Als jemand, der Nachrichten präsentiert und sie nicht kommentieren sollte. Zeitschriften haben eine andere Funktion. Sie sollen ihre Leser emotional erreichen, sie begeistern – und das kann man nur, wenn man sich selbst für die Sache begeistert als Journalist. Man muss ja nicht überschwänglich sein und jede Distanz verlieren. Aber ich halte es doch mehr für eine Tugend als für einen Mangel, wenn man für die Stoffe, die man erklären will, auch glüht und sie schätzt.

Darf ein Journalist Mitglied eines Umweltverbandes sein?

Ich bin Journalist, und ich bin in einem Verband – dem NABU Hamburg. Ich hänge das nicht an meine Tür, aber es ist bekannt. Es darf für meine täglichen Entscheidungen keine Rolle spielen, darauf kommt es an. Ich habe es auch den Kollegen dort gesagt, dass ich weder die Kampagnen des NABU ins Blatt hebe noch besonders freundlich darüber berichte. Aber von denen kommt auch überhaupt kein Wunsch in dieser Richtung auf. Ich bin noch nie etwas zu Mediendingen gefragt worden.

Wären Sie auch Mitglied, wenn Sie kommunalpolitisch berichten würden, etwa für eine Tageszeitung?

Bei GEO kann ich mir die Mitgliedschaft leisten, weil es ganz wenige Schnitt- punkte mit Hamburger Themen gibt. Kommunal ist es etwas anderes, da ist die Abgrenzung weitaus schwieriger. Darf man Mitglied einer Partei sein? Einer Gewerkschaft? Das steckt da ja auch dahinter. Also, ich würde es nicht als Verbot aussprechen wollen. Es wäre wohl besser, wenn man in so einem Fall nicht Mitglied ist. Zum Ausgleich kann man ja Mitglied in einem in- ternationalen Naturschutzverband werden. Es gibt genügend Wege, sein Interesse zu leben, lokal zu schreiben und etwa bei Euronatur oder beim WWF zu sein, die sich eher international engagieren.

Ich schreibe über Fischerei, und da ist der WWF eine wichtige Quelle. Das war bei mir der Grund dafür, nach einigem Überlegen beim WWF auszutreten. Dennoch denke ich über Überfischung immer noch gleich. Es ist keine leichte Frage.

Gerade zum Thema Natur gibt es unzählige Verbände mit verschiedenen Zuschnitten. Die hohe Zahl ist übrigens ein weiterer Grund für mich zu behaupten, dass Journalisten blind auf dem grünen Auge sind. Sie würden immer sagen, dass Autos ein Thema sind, weil Millionen Menschen im ADAC sind. Aber es sind zusammengenommen auch mehr als eine Million Menschen im BUND und NABU. Damit wird seltener argumentiert.

Was war die ethisch oder moralisch schwierigste Situation für Sie als Umweltjournalist? Emotional schwierig war eine Recherche in Australien und Indonesien: Ich habe über Meeresschildkröten geschrieben und habe in Australien einen Ort besucht, wo man sie erforscht und mit aller Mühe aufpäppelt. Und dann habe ich den Weg der Tiere dorthin verfolgt, wo die gleichen Tiere nach ihrer Meereswanderung gefangen werden: auf Bali, wo ich undercover in ein Schlachthaus gelangt bin und sah, wie diese Tiere, die ich vorher so bewundert habe, die ich magisch finde, wenn sie nachts an den Strand gekrochen kommen, einfach umgedreht und lebendig aufgeschlitzt werden wie eine Konservenbüchse, ausgenommen werden und dabei zappeln. Das war schwer.

Nicht einzugreifen?

Das im ersten Moment weniger. Sondern einfach nur, nicht davonzulaufen und die Augen davor zu verschließen. Eine Journalistenschülerin hat mir mal ein ähnliches Erlebnis geschildert und hatte eine ganz andere Haltung dazu – die des „Profis“, der sagt, dass so ein Erlebnis eine „starke Geschichte“ liefert, einen Aufreger. Ich habe sie gefragt, wie sie es schafft, das Geschehen so von sich abzuspalten. Ich habe das so schon öfter gehört und meine, da eine Entwicklung zu erkennen: sich zunehmend zu professionalisieren und zu distanzieren. Zu meinen, dass die Haltung, die vielleicht ein Spiegel- Reporter hat, jeder Journalist haben sollte. Es gibt aber ganz verschiedene Arten von Journalismus. Und verschiedene Medien, für die man arbeitet. Ich glaube nicht, dass es der einzig richtige Weg für Journalisten ist, immer und überall totale Distanz zu wahren.

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» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

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Kommentare zu "Naturschutz und Journalismus – ein Interview"

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von fake breitling watches am 04.08.2012 um 09:56 Uhr

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