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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook
Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.
Woran erkenne ich diese Plugins?
Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.
Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?
Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben
Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)
Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert
Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt
Was macht Facebook mit meinen Daten?
Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php
Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.
Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.
Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?
Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de
Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier
Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:
http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)
Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz
So funktioniert der +1-Button von Google
Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)
Woran erkenne ich den +1-Button?
Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.
Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622
Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?
Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").
GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.
Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.
Was macht Google mit meinen Daten?
Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397
Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.
Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.
Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:
http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)
Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
22. Mai 2012
Es ist einfach immer wieder ein besonderes Schauspiel, wenn ein Mäusebussard an einem warmen Tag die Thermik nutzt und sich langsam in die Höhe hinauftragen lässt. Das können wir jetzt in diesen schönen Tagen bei klarem Wetter oft beobachten. Und nicht nur der Bussard, einer der häufigsten Greifvögel, zeigt sich über Feldern, Wäldern und oft auch am Rand von Autobahnen. Auch Turmfalken kann man erspähen, an größeren Gewässern auch mit etwas Glück den schwarz-weißlichen Fischadler oder sogar, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, den wieder erstarkten Seeadler mit seinem mächtigen Schwingen.
Ich bin am Wochenende durch Nordwestmecklenburg gefahren, und dort, in der teils noch recht gut erhaltenen, von Bäumen und Büschen durchzogenen Feldflur, war einiges zu sehen: Bussarde, Falken, ein Fischadler. Und es gab einen Rotmilan, der wegen seiner v-förmigen Kerbe im Schwanz auch Gabelweihe heißt. Er kommt nur in Europa vor, und rund die Hälfte seines Bestandes lebt in Deutschland. Für diesen Vogel haben wir also eine besondere Verantwortung. Der dunklere Schwarzmilan ist kleiner und hat einen schwächer gekerbten Schwanz. Er kommt oft an Gewässern und Augebieten vor wie etwa dem südhessischen Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue – eine amazonashafte Wasserlandschaft mit dichten Wäldern und wunderbaren Streuobstwiesen. Der Schwarzmilan ist hier das Wappentier.
Gut sind frisch gemähte Wiesen
Am besten begibt man sich zur Greifvogelsuche mit Fernglas und Bestimmungsbuch auf Anhöhen nahe großer Felder oder Wiesen. Gute Orte sind auch frisch gemähte Wiesen und abgeerntete Felder, weil Beutetiere hier leicht zu sehen sind. Turmfalken zum Beispiel sind typische Feldjäger. Meist stehen sie flatternd über einer Stelle und schauen nach Beute.
Greifvögel können zu jeder Jahreszeit beobachtet werden. Im Herbst ziehen manche Arten in Schwärmen gen Süden. Und zur Balzzeit im Frühjahr führen Bussarde und Milane ihre Kunststücke am Himmel vor: Saltos und scharfe Kurven. Manche Tiere übergeben sich im Flug sogar Beute.
Gut zu beobachten sind die Herren der Lüfte ebenso an Walrändern, in Heckenlandschaften und auf Streuobstwiesen. Es lohnt sich auch, nach Sitzstangen zu schauen, die Vogelschützer aufgestellt haben. Für manche Arten braucht man mehr Geduld, Habicht und Sperber etwa jagen als Überfalljäger unauffälliger. Von einem Ansitz aus schießen sie in flachem Flug auf Vögel oder Mäuse herab, die sie in Gärten, Parks und auf Waldlichtungen jagen. In Berlin mussten Habichte schon aus Wohnungen befreit werden, in die sie versehentlich bei der Taubenjagd geflogen waren.
Schnell wie ein Wanderfalke
Der schnellste Jäger ist der Wanderfalke, der im Sturzflug auf bis zu 300 Stundenkilometer kommt. In den siebziger Jahren war er in Deutschland schon fast ausgestorben. Pestizide waren in seine Nahrungskette gelangt und hatten die Eierschalen brüchig werden lassen - der Nachwuchs ausblieb. Durch Schutzprojekte hat sich der Bestand erholt. Wie der Turmfalke nistet der Wanderfalke mitten in Städten, selbst am Kölner Dom geht der Federblitz auf Jagd. Raritäten wie den Schreiadler oder den majestätischen Steinadler, von dem es in den deutschen Alpen 48 Brutpaare gibt, bekommt man aber kaum zu Gesicht.
Die Lebensräume von Wiesen- und Kornweihe sind durch Flurbereinigungen und intensive Landwirtschaft so weit zerstört worden, dass sich diese bedrohten Arten eher selten beobachten lassen. Gleiches gilt für die Rohrweihe, die Gewässern mit dichten Schilfgürteln liebt.
Schwieriger zu beobachten sind die nachtaktiven Eulen. Hier muss man auf die Rufe achten: Von September bis November und zu Beginn des Frühlings ist zum Beispiel der Waldkauz öfter zu hören. Man kann den Ruf mit dunklem Pfeifen in die hohle Hand nachmachen – und manchmal antworten die Käuze auch. Dann entstehen kurze Gespräche, die dennoch lange in Erinnerung bleiben. Was er wohl gesagt hat? Diese Frage hatte ich immer wieder im Kopf, auch wenn sie schlichtweg nicht zu beantworten ist.
11. Mai 2012
Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, was mit dem los ist. Hebt an zu einer Ode auf eine Pflanze, die in jedem Park, am Rand vieler Wiesen, massenhaft wächst. Und deren Beeren irgendwie seltsam, zu intensiv, schmecken? Gewiss, der Holunder – oder auch Hollerbusch genannt dort, wo ich ihn kennenlernte – ist kein exotischer und seltener Vertreter mit herausragenden geschmacklichen Talenten. Dennoch will ich kurz eine Lanze brechen (woher kommt dieser Ausdruck eigentlich?) für die schwarze Beere, ihre Blätter, den Stamm, die Blüten. Denn man kann alles verwerten. Und sich damit auch vom Fieber befreien.
Das war mein Schlüsselerlebnis: Pflanzensammelnd versuchte ich so ungefähr zu Abiturszeiten oder kurz davor, mich hie und da mit selbstgetrockneten Tees zu kurieren, wenn ein Leiden aufkam. Da gab es fürchterliche Geschmäcker – etwa den von Eichenrinde, die gegen Was-weiß-ich helfen sollte. Aber einmal hatte ich 39 Fieber und wolle es darauf ankommen lassen: Kein Griff in den Apothekeschrank meiner Mutter, dafür drei Tassen Holundertee. Nach zwei Stunden und extremen Schwitzen, denn das Schweißtreiben ist sein Haupttalent, stand ich bei 37 Grad. Und war hocherfreut.
Dann ist die Pflanze noch sehr stark im Erkältungskampf wegen ihrer Vitamin-C-Zufuhr. Genauer gesagt, die Beeren. Ich habe über Jahre für meine Oma eimerweise die Beeren gesammelt, damit sie Saft und Marmelade daraus machen kann. Ein Fläschchen mit dem Saft war dann zur Schnupfenvorbeugung in jedem Winterurlaub dabei. Einmal habe ich meiner Mutter auch einen Spazierstock aus einem Holunder-Stamm geschnitzt, rund herum wie eine Schleife prangte drauf: „Herzlichen Glückwunsch zum 39.“ Der Haken an der Sache: Schnitzen gehört eher in den äußeren Bereich meines Talentspektrums. Und für einen Wanderstab ist das Holunter-Holz einfach zu schwer.
Dafür kann man es wunderbar aushöhlen und als Stopfen für selbstgebaute Pfeile nehmen, die etwa aus getrockneter Goldrute bestehen. Einfach vorne drauf stecken, und der Pfeil fliegt besser, weil er schwerer vorne ist. Und er ist auch noch ungefährlicher. Und zu guter Letzt ist die Holunderblüte nicht nut Grundlage für den Tee, sondern auch gute Grundlage für eine mächtig frische Bowle.
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7. Mai 2012
Im Mai sprießen am Wegesrand und im Garten eine Vielzahl von Kräutern, die das Essen bereichern und Krankheiten heilen können. Oft sind es vermeintliche Unkräuter, deren Wirkungen und Geschmack in Vergessenheit geraten sind.
Wir kennen sie alle vom Sehen her, weil sie am Wegesrand stehen und in Massen vorkommen. Sie sind meistens unscheinbar, in der Wirkung aber mitunter deutlich zu spüren. Und vom Geschmack her auch. Die Rede ist von vermeintlichen Unkräutern, die sich sofort und überall sammeln lassen und den Speiseplan bereichern – sei es Giersch, der als Unkraut per se gilt und oft von Gärtnern bekämpft wird. Der Gundermann mit seinen kleinen violetten Blüten, der sehr gut gegen Nebenhöhlenerkrankungen hilft, weil er den „Gund“, ein altes Wort für schlechten Saft, austreibt. Das Wiesenschaumkraut, das leicht nach Senf schmeckt. Oder Löwenzahn, Brennessel und Gänseblümchen. Überall schießen die Kräuter jetzt aus dem Boden und geben uns damit eine Fülle von Möglichkeiten in die Hand, sie zu nutzen. Und beim Sammeln der Natur nahe zu sein, den Blick für den Boden und seine Arten zu schärfen.
Einige dieser Pflanzen habe ich am vergangenen Wochenende zum Start der Kräuterausbildung kennengelernt, die ich zusammen mit meiner Freundin bei
Daniela Wolff im Hamburger Westen angefangen habe. Der Kurs dauert ein Jahr und führt jeden Monat einmal neu in die heimische Pflanzenwelt ein. Es ist eine Rückkehr zu altem, verschütteten Wissen. Und ganz persönlich in eine Zeit, in der ich mit 17 schon einmal auf Kräuterjagd gegangen bin – meistens für Tees, mit denen ich dann die Familie behandeln wolle. Holunderblüten gegen Fieber, Huflattich gegen Husten – daran kann ich mich noch erinnern.
Vieles hat der Kurs, den ich als Teil des großen grünen Trends betrachte, wieder hervorgebracht. Und noch mehr Neues angerissen, von dem wir in diesem Blog von nun an berichten wollen. Besonders gut schmeckt übrigens ein frisches Lindenblatt, leicht nach Nuss. Also einfach mal Ausschau halten nach der nächsten Linde, abzupfen, zubeißen. Allerdings nicht direkt an großen Straßen, der Schadstoffe wegen. Was man noch schnell und überall versuchen kann: die Blüte des Löwenzahns, die etwas bitter aber sehr spannend schmeckt.
Und wer noch keine
Gänseblümchen gesehen hat, kann einem alten Brauch folgen. Die ersten drei entdeckten Blumen des Jahres werden mit dem Mund von der Wiese gezupft, was im Kurs zu einer lustigen Szene führte: Wir saßen zu Zwanzigst auf der Wiese, umstanden von alten erhabenen Eichen, und ästen wie eine Herd Schafe die Gänseblümchen ab. Ein seltsamer Anblick war das sicher.
Aber auch ein gutes Gruppengefühl von allernächster Naturnähe.
Das wären neben dem schon Gesagten noch weitere Anfangsideen für Selbstbehandlung und Essensmehrwert:
# Gut gegen Husten: Spitzwegerich und Huflattich
# Zur Kräftigung, Blutreinigung, harntreibend: Brennessel
# Entgiftung, Entschlackung: Löwenzahn und auch Giersch, beides gerne als Salat
# Generell ein bunter Salat aus allem (vielleicht am Anfang vermischt mit einer Hälfte grünem Salat), mit viel Giersch und Knoblauchsrauke, die in der Tat leicht nach Koblauch schmeckt.
Zur Zubereitung und weiteren Pflanzen schreibe ich demnächst mehr. Das frische Überbrühen der selbst gesammelten Kräuter hat besonders viel Spaß gemacht – und einen Geschmack hervorgeholt, der sich von den getrockneten Teilen doch sehr unterscheidet.
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26. April 2012
Wolf, Biber, Luchs, Otter, Adler, Lachs - es kehren zwar wieder viele größere Wildtierarten nach Deutschland zurück, worüber sich medial gerne gefreut wird. Da bin ich auch mit von der Partie. Aber gleichzeitig bleibt die Angst bestehen vor den wilden Tieren. Und die Konkurrenzangst der Jäger.
Jetzt ist ein Wolf im Westerwald erschossen worden. Und in Lübeck lagen
zwei Seeadler vergiftet unter ihrem Nest. Geht’s noch?, kann man da nur fragen. Was treibt die Täter an? Was ist ihr Ziel? Als ich in der Eifel als Reporter arbeitete und der Luchs gerade zurück kam, das war so 2005/06, sprach ich mal mit einem Jäger, der mir auf die Frage nach einer möglichen Bedrohung allen Ernstes sagte, dass der Luchs eben eine natürlich Konkurrenz des jagenden Menschen sei und deshalb kritisch betrachtet werde. Es wurden damals auch zwei Luchskinder geboren. Irgendwann waren sie dann weg, samt Mutter. Es kann gut sein, dass irgendwer in Dunkelgrün abgedrückt hatte. Von solchen "Versehen" erzählten auch die Wildkatzen-Forscher, wenn es darum ging, wodurch die Tiere bedroht sind.
16. April 2012
Aus dem Tal von Lom im norwegischen Gebirge hinausgefahren...
Nach Lom
Was alles, nicht viel
Vorbeigefahren und nicht ausgestiegen
Gezogen mit den Herden
Verbrannt am Heißstrich
links von mir
Und vor uns
Inmitten der Waldtäler-Züge
Am Hochfluss des Morgens
Nur nie
Dort gewesen
Gesummt die Landschaft
Gedacht ihre Luft
Benommen aus
Solchem wankend
Zurück in Stadt und Kleben
Fuß vor Fuß
Tasten wieder
Diese Kleinschrittlängen
Und doch Fließen
Entdeckung auch hier
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12. April 2012
Der wirklich gute und einzigartige Online-Fachdienst Klimaretter.info steht vor dem Aus. Die Kollegen brauchen Hilfe - und schreiben:
Notbetrieb! Notbetrieb! Notbetrieb!
Liebe Leserinnen und Leser,
klimaretter.info ist in Not geraten, seit 1. April bekommen die Redakteure unseres Magazins kein Geld mehr. Daher können wir den Umfang unserer Berichterstattung nicht mehr in der gewohnten Breite aufrecht erhalten, sondern nur ein schmales Notprogramm anbieten. Ob es weiter mit dem Magazin zur Klima- und Energiewende geht, hängt nicht zuletzt von Ihnen ab.
Ausführlicher gibt es Informationen auf der
Notbetrieb-Seite.
10. April 2012
Ich nehme Landschaft und Natur manchmal in Versform später nochmal neu wahr. Hier geht es um den Wald, der am Zugfenster vorbei zieht:
Lastlaube
Es ist die grüne Wand
Randwald am Gleis
In der Mattsonne des Landes
Nichts schluckt
mehr Worte
Wie Orte ohne Kratzen und Schwert
Liegen nebenan
Strecken sich
Nicht brechend im Schleiersein
Entachten
Sind eben dies
Kein Zumal
Zuvorderst nicht
Randwälder der Gleise
4. April 2012
Die Nachricht, die Anfang der Woche die Runde machte, verdient eine kurze Nachlese. Denn sie kann nicht hoch genug bewertet werden: Trotz Wirtschaftswachstum und Atomausstieg ist geschehen, was Ökonomen und fossile Kritiker für unmöglich gehalten haben: Die deutsche Industrie hat 2011 weniger C02 ausgestoßen als im 2010. Weil die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut wurden in den vergangenen Jahren. Und weil Energieeffizienz verstärkt Einzug in die industrielle Produktion hält.
Das ist kein Grund zum Ausruhen sondern zum Weitermachen. Und ein Grund dafür, die harsche Beschneidung der Solar-Subventionen, die jetzt ein Unternehmen nach dem anderen in den Konkurs treibt, schleunigst zu überdenken. Vor allem aber ist die Statistik, die da Umweltbundesamt (UBA) präsentierte, ein Beweis dafür, dass man aus der Kenkraft aussteigen kann ohne dem Klima zusätzlich zu schaden. Und das bei florierender Wirtschaft!
Anders gesagt: CO2-Ausstoß und Wachstum lassen sich - zumindest auf nationaler Ebene - entkoppeln bei entsprechender Politik – die noch entschiedener hätte seine müssen und nun sein muss. Damit ist das neue Hauptargument der Kernkraft-Fans, nur mit Atomstrom könne klimafreundlich gewirtschaftet werden, vom Tisch. Und die Warnungen vor der deutschen Energiewende widerlegt – die allerdings den Fehler hat, dass zu viele Kohlekraftwerke die Atommeiler ersetzten. Das müsste korrigiert werden, etwa über neue Gaskraftwerke und noch mehr Energieeffizienz. Dennoch stimmt der Kurs, wie die UBA-Analyse aktuell zeigt.Teilerfolg aus dem Labor
Das ihre Ergebnisse internationale die Runde machen, kann fast als sicher gelten. Denn nicht immer haben die Deutschen bemerkt, wie heftig die Energiewende im Ausland diskutiert wurde. Bei der Energiepolitik gilt die Bundesrepublik als Labor. Jetzt hat das erste große Experiment einen Teilerfolg erzielt.
Nur eine Sache muss zurechtgerückt werden: Die mögliche Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und dem Ausstoß von Treibhausgasen ist begrüßenswert, greift aber zu kurz. Denn international dürfte es schwierig werden, den deutschen Teilerfolg in dieser Frage zu wiederholen.
Langfristig bedarf es deshalb eines neuen globalen Wachstumsindikators, der auch den Zustand von Umwelt und Gesellschaft Rechnung trägt und sich am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung orientiert. In hochrangig besetzen Gremien suchen Experten derzeit danach auf UN-Ebene sowie im Auftrag der deutschen und französischen Regierung.
Dass das Thema aktueller wird, zeigt die UN-Konferenz, zu der Anfang der Woche 600 Teilnehmer nach New York kamen. Es ging um nichts Anderes als die Reform des gängigen Wirtschaftssystems durch neue Wachstumsindikatoren. Eingeladen hatte der kleine Himalaya-Staat Bhutan, der das „Bruttosozialglück“ misst und als Ziel in der Verfassung stehen hat.
Wichtige Vorreiter
Ein Staat geht voran, andere ziehen mit. Daraus wird eine Fortschritts-Phalance, die global neue Standards durchsetzt. Ein frommer Wunsch? Keineswegs. Denn eines der wichtigsten Ergebnisse der internationalen Umweltpolitikforschung zeigt genau das: die wichtige Rolle, die Vorreiter und ihre Experimente spielen.
Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde weltweit inzwischen 70mal kopiert. Und die große Chemikalienreform der EU, die anfangs auf so viel Widerstand der Industrie stießt, ist nun der Standard, an dem sich die USA und China in ihrer Chemie-Gesetzgebung orientieren. Beide Beispiele zeigen, welche internationale Strahlkraft politische Experimente haben können. Warum sollte ein solcher Versuch nicht auch beim Wachstum Erfolg haben können?
28. März 2012
Die Idee, aus dem Impuls für (Um)welt-Veränderung im Kleinen einfach mal ein virtuelles Spiel zu machen, ist genial, scheint aber bisher recht selten umgesetzt zu werden. Mich hat Sebastian Krug vom Kieler Geomar-Institut, der selbst mit „Wähl-Dein-Klima“ ein spannendes Projekt vor hat, auf das Spiel „2° für den Klimaschutz - Modellstadt Berlin“ aufmerksam gemacht, dessen Ansatz erst einmal überzeugt – weil es eine direkte Verbindung zu realen Welt hat und dort Umweltprojekte anschieben will. Noch steht das Spiel ganz am Anfang. Darum geht es:
Spielend können User ihre Vision von einer nachhaltigen und „grünen“ Stadt/Region ausleben und ihre Modellstadt oder -region kreieren: Jeder Spieler startet mit einem Betrag an grüner Währung / virtueller Spielwährung, mit dem er Items kaufen kann (umweltfreundliche, klimaschonende und energiesparende Technologien und Geräte wie z.B. klimaschonende Fortbewegungsmittel, Fahrradwege, Null-Energiehäuser, Grünflächen, Solarmodule usw.)
Der Gamer erspielt sich im Laufe des Spiels grüne Währung und spart virtuelles CO2 ein. Die Spieler entscheiden dann, für welche Spendenaktion oder welches Umweltschutzprojekt eines Unternehmens sie ihre Währung einsetzen wollen. Die dann in der Realität umgesetzten Aktionen werden allen Usern präsentiert. Die eingesetzte grüne Währung ist verbraucht und der Spieler kann weiter spielen, wenn er weitere Spendenaktionen unterstützen möchte. Es werden mehrere reale Projekte mit diesem Spiel verknüpft.
24. März 2012
Ich bin heute auf den Slogan eines Unternehmens gestoßen, dass sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt - wie es so viele Firmen mittlerweile machen. Wie genau das Konzept realisiert wird, müsste man analysieren. Aber schlicht die Aussage hat es mir angetan. Fehlt es nicht manchmal an solchen griffigen Kurzformeln?
Reduzieren, was man kauft.
Reparieren, was man kann.
Weiterverwenden, was man nicht mehr braucht.
Recyceln, was übrig bleibt.