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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

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Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
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Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


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9. Februar 2012

Die Ha Long Bucht


Die Ha Long Bucht ist ein Naturwunder und eine der beliebtesten Touristenattraktionen Vietnams. Wir erlebten sie im denkbar schlechtesten Wetter und zu Tet, dem Neujahrsfest. Doch mit etwas Vorstellungsvermögen kann man sich denken, wie schön sie bei Sonne sein muss und was die umliegenden Orte zu bieten haben, wenn nicht alles geschlossen hat.

Am zweiten Tag des Tet-Festes kamen wir in Bai Chay in der Ha Long Bucht an. Es war fürchterliches Wetter: kalt, regnerisch und nebelig. Obwohl wir alles an Klamotten anhatten, was wir dabei hatten, waren wir nach vier Stunden Fahrt nass bis auf die Haut und völlig durchgefroren.
Bai Chai Nacht1.JPG© Jochen Müller Downtown Bai Chay zu Tet. Tote Hose.
Doch immerhin hatte die Fahrt hierher einen Vorteil gehabt. Die Straßen waren leer. Das ganze Land wirkte wie ausgestorben. Das ist Tet in Vietnam. Doch was während der Fahrt angenehm war, machte die Suche nach etwas zu Essen nicht gerade leichter. Wir trafen unsere spanischen Freunde wieder und zogen gemeinsam durch das kleine Örtchen auf der Suche nach Speis und Trank. Nach einer knappen Stunde hatten wir etwas gefunden, immerhin. Doch was dann kam, war eine Enttäuschung. Dass es nur Nudelsuppe und gebratenen Reis gab, war völlig in Ordnung, doch der angebotene Reis mit Meeresfrüchten entpuppte sich als eine mikroskopisch kleine Ansammlung einzelner Reiskörner mit Spurenelementen von miniaturisierten Krabben. Möglicherweise, denn ohne Vergrößerungsglas ließ sich das nicht genau sagen. Aber da Tet war, zahlten wir natürlich gerne den doppelten Preis für dieses üppige Mahl und strichen uns hernach über die zum bersten gefüllten Bäuche.


Bai Chai Nacht2.JPG© Jochen Müller Guten Appetit. Wann anders.
Auf dem Heimweg kamen wir an einem Imbiss vorbei, der gerade in diesem Moment öffnete und den Ana und Dani bereits tags zuvor besucht hatten. Nach einer weiteren Portion gebratenem Reis war dann auch wirklich der Hunger gestillt und wir waren bereit für unsere eigene kleine Tet-Feier, die wir uns spontan selbst organisierten: Wir setzten uns auf die Veranda unseres Hotels, zogen uns alles an, was wir dabei hatten, spielten Karten und genossen den getrübten Ausblick über die Bucht. Und wir freuten uns auf den nächsten Tag, denn da wollten wir eine Bootsfahrt durch die Bucht machen, eines der Highlights eines jeden Vietnambesuchs.

Happy Tet.JPG© Jochen Müller Was braucht man zu einer richtigen Tet-Feier? Freunde. Na denn: Chuc Mung Nam Moi!

Eine Bootstour durch die Bucht

Wir hatten uns für die nur vierstündige Variante entschieden, die wir kurzerhand in unserem Hotel buchten, denn alles andere war zu teuer. Statt den sonstigen 60 Euro für ein Paket mit zwei Übernachtungen an Bord, zahlten wir 40 Euro für eine vierstündige Tour. Ein Trip mit einer Übernachtung war nicht für unter 100 Euro zu haben. Nach zwei Übernachtungen fragten wir gar nicht erst. Aber da das Wetter konstant schlecht bleiben sollte, hatten wir ohnehin keine gesteigerte Lust auf Kajakausflüge und auch die Fotomotive versprachen bei der eingeschränkten Sicht nicht allzu berauschend zu werden. Wir buchten die Tour für 12 Uhr und mussten am Vorabend mit knirschenden Zähen akzeptieren, dass diese ausfiel. Der Grund? Tet. Klar. Also gaben wir den Widerstand auf und fügten uns in unser Schicksal, akzeptierten den Vorschlag unserer Hotelchefin alles auf morgens um halb acht zu verschieben und als Entschädigung ein kostenloses Frühstück zu bekommen.

Am nächsten Morgen saßen wir dann im Frühstücksraum und stärkten uns ausgiebig mit einer halben Tasse Kaffee, sowie einem kleinen Küchlein, dessen Durchmesser immerhin stolze vier Zentimeter betrug. Doch auch diese morgendliche Völlerei sollte uns nicht die Vorfreude verderben, denn immerhin regnete es nicht mehr. Der Tag fing dann auch gleich mit einer Überraschung an. Der Bootsanleger, der tags zuvor noch wie ausgestorben gewirkt hatte, war kaum wieder zu erkennen. Dutzende Boote lagen hier dicht an dicht, Menschen überall, sogar Vietnamesen, und alle liefen wild durcheinander. Doch wir hatten Glück, wurden von einem Hotelangestellten hierher gebracht und zu unserem Kahn geführt. Ohne ihn hätten wir das niemals geschafft, denn diese Dinger sehen alle völlig identisch aus.

Boot.JPG© Jochen Müller Das typische Touristenschiffchen Marke Ha Long Bucht gibt es in zwei Ausführungen. In diesem Fall mit Schlafkabinen und Klimaanlagen.

Die Tour selber hielt leider nicht ganz, was wir uns davon versprochen hatten. Das lag zum einen daran, dass wir durch das schlechte Wetter wenig sahen, zum anderen daran, dass sich die Holzschiffchen in Haufenformation dicht an dicht durch die Bucht quälten.

Bucht mit Booten.JPG© Jochen Müller Hier die andere Variante der Kähne. Ein Stockwerk weniger, keine Kabinen, keine Klimaanlage. Dafür umso öfter anzutreffen.

Eines nach dem anderen legte zu Beginn an einer kleinen Floßkonstruktion an, wo jeder Passagier die Gelegenheit hatte, etwas zu essen zu kaufen. Während die wenige Zeit, die wir hatten, unaufhaltsam verstrich. Von der schwimmenden Plattform aus ging es einmal im Kreis um eine der Inseln, in eine kleine Bucht und wieder zurück an Land.

Frau mit Obst.JPG© Jochen Müller An der Floßkonstruktion legten kleine Boote an, von denen aus Obst und allerlei andere Dinge verkauft wurden.

Trotz der Kürze sahen wir, was bei anderem Wetter bestimmt atemberaubend sein muss. Diese Felsen wirkten wie von Riesenhand ins Wasser gesetzt. Der Legende nach entstanden sie durch einen Drachen, der in den nahen Bergen lebte und jedes Mal, wenn er ins Meer ging, mit seinem Schwanz große Furchen hinter sich in das Gelände zog. Was zurück blieb waren die Steinkegel, die ansatzlos aus dem Wasser aufsteigen und dem Betrachter in jede Richtung dasselbe herrliche Schauspiel bieten. Ob kleine Findlinge, große Brocken oder gar richtige Inseln, ob bewachsen oder kahl - über 1500 dieser Karstfelsen lassen sich hier zählen. Wir standen auf dem Boot und sogen die Eindrücke in uns auf, genossen den ausbleibenden Regen und wurden durch diesen Anblick für einige andere Dinge entschädigt.

Felsen weit.JPG© Jochen Müller Die Karstfelsen ziehen sich scheinbar endlos in alle Richtungen.

Felsen gross.JPG© Jochen Müller Es gibt sie in allen Größen und Formen.

Felsen klein.JPG© Jochen Müller Hin und wieder auch in ganz klein, wie diese Exemplare, die stilisiert auf den Booten aufgemalt eine Art Warzeichen zu sein scheinen.

Im Gänsemarsch durch die Höhle

Schließlich kamen wir in eine kleine Bucht.
Hoehle Beton.JPG© Jochen Müller Ein Naturwunder.
Dort bahnte sich unser Boot seinen Weg durch eine wahnwitzige Ansammlung von anderen Kähnen, schob sich hindurch, bis es sich Platz genug geschaffen hatte, um anzulegen. Es galt auszusteigen, um eine weitere Attraktion zu besuchen. Die Hang Sung Sot Tropfsteinhöhle wurde uns von der Hotelchefin als besonderes Kleinod angepriesen. Als wir vom Anleger bis zum Eingang der Höhle etwa 20 Minuten lang in einer Menschenschlange anstanden, ahnten wir jedoch nichts Gutes. Und tatsächlich, es ging so weiter. Dicht an dicht drängten sich Massen an Urlaubern durch diese Höhle, die von innen in den herrlichsten Farben beleuchtet wurde. So dass man schon genau hinsehen musste um zu entdecken, wo die Tropfsteine aufhörten und der Beton anfing, mit dem die Höhle großzügig ausgebessert worden war.

Hoehle.JPG© Jochen Müller Die Hang Sung Sot Höhle in ihrer ganzen Pracht. Man achte oben rechts auf den kunstvoll wellenförmig verarbeiteten Beton in der Höhlendecke.

Auf der anderen Seite der Höhle ging das Spiel des Morgens in die zweite Runde. Wie finde ich mein Boot? Unsere vermeintlich clevere Idee, die Registrierungsnummer unseres Bootes abzufotografieren, stellte sich im Nachhinein jedoch als unnötig heraus, denn über den Anleger flitzten ständig Vietnamesen, welche sich als Besatzung der Boote herausstellten. Mit traumwandlerischer Sicherheit fanden sie ihre Passagiere und wiesen ihnen ihnen den richtigen Weg. Sie ließen uns mit der Frage zurück, wie sie sich in so kurzer Zeit jedes einzelne Gesicht hatten merken können. Eine Meisterleistung.

Kleine Bucht.JPG© Jochen Müller Der Anblick wenn man auf der anderen Seite der Insel aus der Höhle tritt. Und welches dieser Boote war nun meins?

Zurück auf dem Boot nutzten wir die Zeit, um noch das ein oder andere Foto zu schießen und waren uns alle über eine Sache einig. Dass wir eine Tour durch die Ha Long Bucht bei anderem Wetter und zu einer anderen Jahreszeit unbedingt noch einmal tun müssen. Gerne auch mehrtägig. Denn mit Sonne und vernünftigen Preisen waren wir uns alle sicher, dass es atemberaubend schön sein muss.

 

 

Jochen Müller

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