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15. Mai 2012

Thailand in vollen Zügen


Mit dem Bus durch Südost-Asien fahren kann jeder. Mit den Mopeds fühlten wir uns schon etwas cooler. Aber die Zugfahrt von Bangkok nach Surat Thani, zwölf Stunden in der Holzklasse, war ein echtes Abenteuer. Für die Körperfunktionen und die Nackenmuskeln.

Wer will es schon einfach haben, wenn es auch umständlich geht? Wir nicht. Als wir in Bangkok saßen und die Verbindungen nach Krabi überprüften war schnell klar, dass es am Einfachsten und Günstigsten mit dem Nachtbus gehen würde. In Bangkok einsteigen, mehr oder minder durchschlafen, in Krabi aussteigen. Langweilig. Seit China hatten wir keinen Zug mehr von innen gesehen, Grund genug es mal wieder zu probieren. Also kauften wir uns im Hua Lamphong Bahnhof ein Ticket und freuten uns auf die Fahrt. Mit dem Zug bis nach Surat Thani und von da aus mit dem Bus bis nach Krabi, das hörte sich machbar an. War es letztlich auch. Irgendwie.

Verspätung ist relativ

Was mir zuerst auffiel, waren die Anzeigetafeln im Bahnhof. Da hatte jemand mitgedacht. Neben der geplanten Abfahrtszeit war gleich eine Spalte für die Verspätung reserviert, sowie eine für die wahre Abfahrtszeit. Ehrlich währt am Längsten, dachte ich mir, als mir auffiel, dass auch dies relativ war. Denn ein Zug nach Chiang Mai, der vor eineinhalb Stunden hätte abfahren sollen, stand hier immer noch mit Null Minuten Verspätung angeschlagen und einer wahren Abfahrtszeit, die laut Bahnhofsuhr nicht wirklich wahr gewesen sein konnte. Uns schwante Übles. Doch letzten Endes fuhr unser Zug mit nur einer viertel Stunde Verspätung ein, die restlichen Waggons wurden nach nur einer weiteren halben Stunde nachgeschoben, natürlich während überall schon Menschen einstiegen. Die Abfahrt war mit einer dreiviertel Stunde Verspätung letztendlich nicht nennenswert verzögert.

BKK Bahnhof1.JPG© Jochen Müller Der Hua Lamhong Bahnhof in Bangkok.

Holzklasse. Sprichwörtlich.

In unserem Abteil angekommen mussten wir kichern. Das würde ein großer Spaß werden. Im Großraumabteil reihten sich die Viererbänke aneinander, wie man es daheim von den Nahverkehrszügen kennt. Aber bitte verabschieden Sie sich gleich wieder vom Bild luxuriöser Sitzbänke mit gemütlicher Polsterung und komfortablen Kopfstützen. Die Polsterung bestand aus einer infinitesimalen Schicht Schaumstoff, die mit proseptischem Kunstleder-Imitat bezogen war. Die Kopfstützen? Wachen Sie auf, das haben Sie nicht ernsthaft geglaubt, oder? Des Weiteren darf erwähnt sein, dass der Designer des Abteils wohl der Meinung war, es für Erstklässler zu entwerfen. Man musste ein zweites Kniegelenk haben, um seine Beine unterzukriegen, wenn einem ein weiterer Fahrgast gegenüber saß. Und natürlich saß da immer jemand, und natürlich hatte keiner hier zwei Kniegelenke pro Bein. Zu guter Letzt war die Bank in etwa so breit, dass ein gut genährter Westeuropäer ungefähr gemütlich in der Mitte sitzen konnte, ohne links und rechts an den Armlehnen anzuecken. Unsere Stoßgebete, dass wir zu zweit auf der Vierersitzgruppe bleiben würden, blieben unerhört. Lächerlich. Also schichteten wir uns stilvoll in einer Art Körperinstallation um-, über- und durcheinander, bis wir zu viert mit vier kleinen Rucksäcken und einer akustischen Gitarre alle untergekommen waren.

BKK Bahnhof2.JPG© Jochen Müller Verspätung ist relativ.

Personen-Origami

In diesem Moment machte Peer einen folgeschweren Fehler. Er bewegte sich. Es tat ein ungutes Geräusch und die Sitzbank legte sich ein Stock tiefer. Zu unserem Glück passierte ungefähr zeitgleich eine Reihe hinter uns einem Thai dasselbe. Geteiltes Leid ist halbes Leid, wir freuten uns darüber, dass es nicht an uns lag und hatten durch das gemeinsame Missgeschick auch noch Freunde gefunden. Was wir einige Stunden später noch bereuen sollten, als uns dieser Thai, Freunde, die wir nun waren, für eine halbe Stunde sein Kind zur Aufbewahrung gab. Sprich, es uns in den Fußraum legte, damit der kleine Wurm mal etwas Ruhe bekam. Wie er da lag, ach, wie ein kleiner Engel. Wer kann so einem süßen kleinen Kind schon böse sein, oder den Platz neiden? Ich lasse die Frage an dieser Stelle unbeantwortet. Peer bekam zum Tausch für seinen Platz (eine Mutter will natürlich nah beim Kinde sein) eine Zeitung in die Hand gedrückt. Dass sie auf Thai war, war unerheblich, denn sie war nicht zum Lesen bestimmt. Da der Boden nicht der Sauberste war, hatten viele Leute Zeitungen ausgebreitet um sich darauf zu legen. Wo auch immer sie gerade waren. Viel Spaß Peer, als Held hat man es nun mal nicht leicht. Die Sitzbank jedenfalls ließ sich einfach wieder richten. Wenn alle aufstanden und man den Dreh raus hatte, mit dem sie sich wieder in die Haltekonstruktion einführen ließ. Die weder hielt, noch eine Konstruktion war, aber wer will denn kleinlich sein. Unsere Tagesrucksäcke beinhalteten jeweils einen Laptop und eine Spiegelreflexkamera. Und lagen bis dato unter der Bank. Keine gute Idee. Was wir in dieser Nacht lernten, war unter anderem eine spannende neue Art der Schlafposition. Die Beine so aufgestellt, dass sie auch im Schlaf nicht wegsacken (ja, das geht), den Rucksack auf dem Schoß, die Arme darauf gelegt und das Ganze mit einem Handtuch kuschelig gepolstert, worauf sich das müde Haupt betten ließ. So kann man zwar nicht schlafen, aber wenigstens den Anschein erwecken. Wenn man nach einer Weile in dieser Position aufstehen will, braucht es allerdings einen habilitierten Chiropraktiker mit Hang zu Gewaltausbrüchen, um einen wieder aufzurichten. Aber irgendwas ist ja immer.

Es kann losgehen

So bestens für die Fahrt gewappnet, freuten wir uns, als wir nach nur zwei Stunden Bangkok bereits fast verlassen hatten. Gut, dass wir einen Schnellzug gebucht hatten. Nicht auszumalen, was gewesen wäre, wenn der Zug gebummelt hätte. Die Hitze quoll durch die Fenster hinein, die allesamt komplett geöffnet waren, jedoch keinerlei Fahrtwind hereinließen. Das mag entweder daran gelegen haben, dass sie gerne von Kindern versperrt waren, die, auf den Sitzbänken stehend, sich mit dem gesamten Oberkörper hinauslehnten, während ihre Eltern sie nicht weiter beachteten und sich weiter fröhlich unterhielten. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass die ganze Batterie Deckenventilatoren so perfekt justiert waren, dass sie dem Luftstrom genau ausglichen. Wie die Hitze trotzdem hineinkam, konnten wir uns allerdings auch nicht erklären. Zum Thema Deckenventilatoren darf noch erwähnt sein, dass sie sich alle gerechterweise drehten, damit jeder mal einen Lufthauch abbekam. Sie ahnen schon was kommt, nicht war? Natürlich. Unserer war der einzige, der sich nicht drehte. Sehr zur Freude der Familie neben uns, die genau im steten Luftzug saßen. Hin und wieder streckte einer von uns mal sehnsüchtig eine Hand zu ihnen herüber, mehr war für uns leider nicht drin. Dann nahm der Zug Fahrt auf, und kurze Zeit später brauchte man auch keinen Ventilator mehr. Im Gegenteil, da ich am Fenster saß, war ich sehr froh ein Handtuch parat zu haben, dass ich mir um den Hals legen konnte. Ohne dies wäre mein Hals am nächsten Tag komplett steif gewesen.

Sanft in den Schlaf geschaukelt?

Wir überlegten, wie wir hier Ruhe finden sollten. Gerade als ich bei mir dachte, dass ein rhythmisches Überfahren von Bodenwellen (wie auch immer die auf Gleisen aus Stahl zustande kommen können) einen sanft in den Schlaf wiegen kann, wechselte das Wellenmuster von einer sanften Sinuskurve zu einem Sammelsurium diversester Hyperbeln, unterbrochen nur von der einen oder anderen, enthusiastischen Seitenneigung. Ich war von Bewunderung ergriffen, als auf einmal ein alter Mann vor mir stand, mit einem Bastkorb voller ordentlich arrangierter Getränkedosen. Sein Kollege mit den Curryschälchen war wohl ein Großmeister seines Gewerbes. Wäre ich an der Stelle des Getränkebringers gewesen, die Dosen hätten als Geschosse pro Meter Fußweg je einem Fahrgasten klaffende Fleischwunden zugefügt. Ich fragte mich, wie sich der arme Kerl auf festem Boden fortbewegte und war vor lauter ungläubigem Staunen nicht in der Lage, auf sein Angebot einzugehen. Als Peer seine Fassung wieder erlangte und ihm ein Bier abkaufte. „Hast Du die Klos gesehen?" fragte ich ihn und schob ein „Du bist wohl nicht bei Sinnen" hinterher. Doch seine Handlung folgte einer gewissen Logik. Schaut man sich die Yoga-Positionen an, in der so mancher Obdachloser zu Schlafen in der Lage ist, lag der Schluss nahe, dass es einen Zusammenhang gab zwischen Alkoholgenuss und dem Verlust von Körperreflexen. Dies wollten wir geschickt ausnutzen, wohl wissend, dass uns die Sauberkeit der Zugtoiletten dann auch nicht mehr stören würde. Es war den anderen Fahrgästen geschuldet, dass dieser Plan nicht aufging. Spätestens gegen Mitternacht lagen sie kreuz und quer. Und ja, ich meine das wörtlich. Selbst Yoda, der Jedi-Meister, wäre hier nicht mehr durchgekommen, ohne auf das eine oder andere empfindliche Körperteil oder gar ein im Gang schlafendes Kind zu treten, die besonders im Eingansbereich des Waggons auf Zeitungspapier oder Sandalen gebettet in Haufenformation gemeinsam mit ihren Müttern kreuz und quer lagen. Gerne auch unter den Waschbecken, so dass diese leider nicht mehr zugänglich waren. Wer nicht mehr dort hin passte, legte sich kurzerhand unter die Sitzbank, wie auch immer dort ein ausgewachsener Mensch drunter passen kann, mitten in den Gang oder, wie im Falle eines einzelnen volltrunkenen Mannes, gleich direkt vor die Toilette. Das kennen wir ja noch aus Moskau. Diesen Mann störten weder die toxischen Gase aus dem Klo, noch die Raucher, die sich dort pausenlos einfanden. Er bestätigte jedoch auf eindrucksvolle Weise die Logik von Peers Plan.
Das Problem war nur, dass die Getränkelieferungen irgendwann abebbten und dann ganz aus blieben. Derweil das Neonlicht die ganze Nacht an blieb.
Was nun?

Rauchen macht glücklich

Uns blieb nichts anderes übrig als uns abzulenken. Ich las ein Buch, doch auch das war irgendwann zu Ende, die Nacht noch nicht um, die Fahrt sowieso noch nicht und das nächste Buch in unerreichbarer Ferne (in der Gepäckablage über mir). Also was tun? Ich schälte mich aus dem Sitz, nutzte meine Kletterkenntnisse, um an das Ende des Wagens zu gelangen, ohne meine oder fremde Knochen zu brechen, und wollte eine Zigarette rauchen. Als mir Hören und Sehen verging. Wie in Russland und China wurde im Bereich der Wagenkupplungen geraucht. Eine Lüftung gab es hier nicht, also hatten die Fahrgäste das Naheliegendste und zugleich das Verrückteste gemacht. Sie hatten die Türen geöffnet. Links stand ein Mann auf der untersten Treppenstufe, mit einer Hand hielt er sich am Haltegriff außen am Zug fest und mit der anderen schmauchte er gemütlich vor sich hin. Rechts saß ein anderer Mann auf der Treppe, schlief mit dem Kopf an der offenen Tür gelehnt, während einer seiner beiden Füße stets kurz davor war weg zu rutschen und aus dem Zug hinaus zu fallen. Als ich hinausblickte, schoss ein Strommast nah am Zug vorbei und mir blieb kurz das Herz stehen. Frischer Wind gut und schön, ich zog es vor, mich eher mittig zu positionieren. Dass ich die Asche problemlos, ohne mich zu bücken, durch den Spalt im Boden fallen lassen konnte, sagt weniger etwas über meine Treffsicherheit, als mehr etwas über die Größe des Spalts zwischen den Wagen aus. Jauser. Ansatzlos kam ein Mann auf mich zu, als ich dort stand und sprach mich an. „Smoking make you happy, like eating, but also like sex". Rauchen macht glücklich, wie Essen, aber auch wie Sex. Gut, dass wir das geklärt hatten. Wer in diesem Zug rauchen war, kam immer mit einer Geschichte zurück. Vor allem, wenn die Getränke- oder Speiselieferung in diesem Moment vorbeikam. Und einen mit elegantem Hüftschwung um ein Haar aus der offenen Zugtür hinauskatapultiert hätte. Es galt stets wachsam zu sein.

Ankunft am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen?

Nach nur zwölf Stunden Fahrt erreichten wir gegen etwa acht Uhr Surat Thani. Wir schlurften aus dem Bahnhof, hatten keine Probleme die diversen Bus-, Taxi- und Tuk-Tuk-Angebote zu ignorieren, bekamen die meisten davon ohnehin nur halb mit, fanden unseren Bus und ließen uns fallen. Bzw. wir hätten uns fallen lassen, wenn Platz dafür gewesen wäre. Der Bus war freilich leer, wir waren die ersten Fahrgäste, aber offenbar hatte der kleinwüchsige Bruder des Bahnwaggon-Designers diesen Bus konstruiert, was uns einigermaßen in Staunen versetzte. Ich saß quer auf der Bank und meine Hüfte berührte allen Ernstes sowohl meine Rückbank als auch die Lehne der Bank vor mir. Selbst Kinder hätten hier keine Beinfreiheit gehabt. Als mir dann aufging, dass ich nicht auf einer Zweier- sondern auf einer Dreier-Sitzgruppe saß, die freilich schmaler war als ein durchschnittlicher Doppelsitz, entlockte mir das nicht mal mehr ein überraschtes Schnauben. An den Rest der Fahrt bis Krabi habe ich nur noch bruchstückhafte Erinnerungen. Doch ich kann mich entsinnen, dass wir wenig später vor einer Art Reisebüro in Surat Thani ausgeladen und nach kurzer Pause auf die Ladefläche eines Pick Ups umgeschichtet wurden. So ging es an den Stadtrand, wo wir nach einer weiteren Pause auf einer Art privaten Bushaltestelle Klebchen auf die Brust bekamen, die uns den weiteren Bussen zuordneten. Als dieser kam, standen uns die Freudentränen in den Augen. Es war Mittag, keiner von uns hatte mehr als gefühlte fünf Minuten Schlaf hinter sich und vor uns stand dieser herrliche Reisebus mit ausreichend großen und gemütlichen Sitzen. Ich war eingeschlafen, bevor alle Leute im Bus waren und wachte erst wieder auf, als wir nach nur vier statt zwei Stunden in Krabi ankamen. Dort machten wir uns erfrischt auf, ein Gasthaus zu finden, taten dies schnell, duschten, aßen und wollten uns ausschlafen. Natürlich kam es anders. Doch das ist eine andere Geschichte.


Jochen Müller
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Kommentare zu "Thailand in vollen Zügen"

Volle Züge [antworten]

von gisilamprecht am 16.05.2012 um 11:54 Uhr

Unvergleichlich und das herrlichste Zwerchfelltraining ist diese Ausmalung widrigster Um- und Zustände. Jochen, mal wieder einfach herrlich. Danke für diesen prämienverdächtigen Bericht. gisi


Re: Volle Züge [antworten]

von Jochen Müller am 16.05.2012 um 15:27 Uhr

jmueller

Dankeschön, das höre ich natürlich gerne. In Gedanken an diesem Text zu basteln hat mich durch die Nacht gebracht. Wie sagte der brave Soldat Schwejk so schön? Es hat alles seinen tiefen Sinn...


[antworten]

von Romy am 18.05.2012 um 19:48 Uhr

Absolut herrlich und das schönste Erlebnis seit Tagen. Danke, habe gelacht, mich gefreut und mich hineinfuehlen können . Bitte nicht aufhören damit, bittebitte.
Ganz liebe Grüße, Romy


Re: [antworten]

von Jochen Müller am 20.05.2012 um 15:31 Uhr

jmueller

Wir werden natürlich gerne weitere Nächte durchwachen um davon berichten zu können, es scheint sich ja zu lohnen. ;)
Im Ernst, vielen Dank für das Lob. Wir schreiben natürlich gerne weiter. Wenn auch von uns bevorzugt über nette Menschen und kulinarische Erlebnisse auf Märkten. Reiner Eigennutz...



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