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3. Mai 2012
Die Wiege Thailands
Sie liegt in Sukhothai, der alten Herrscherstadt des gleichnamigen ehemaligen Königreiches. Etwa 12 Kilometer entfernt von der modernen Stadt Sukhothai, die zugleich Provinzhauptstadt ist, befindet sich der historische Park mit den Überresten der „Alten Stadt" (Mueang Kao), wie sie von den Einheimischen genannt wird.
Die erste Hauptstadt
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die „Alte Stadt" von König Ramkhamhaeng gegründet und diente als Hauptstadt des ersten thailändischen Königreiches. In den folgenden 120 Jahren regierten mehrere Könige von Sukhothai aus, doch der Stadtgründer ist wohl der berühmteste unter ihnen. Ihm verdanken die Thai nicht nur die größte Ausdehnung des damaligen Reiches, sondern auch das thailändische Alphabet.
© Bergholter Die Statue König Ramkhamhaengs.
Weltkulturerbe - wir sind dabei!
© Bergholter Darunter machen wir es nicht...
Heute sind die Überreste der damaligen Hauptstadt lediglich Ruinen, doch lassen selbst diese erahnen, welche Pracht die ehemalige Kapitale einst versprühte. Aufwändig restauriert und von der Regierung als Geschichtspark deklariert, ist die „Alte Stadt" seit 20 Jahren auch Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Grund genug für uns, ihr einen Besuch abzustatten.
Von Chiang Mai aus fuhren wir direkt in die Altstadt Sukhothais und ließen die neue Stadt links liegen, um am Folgetag die Ruinen der alten Königsstadt zu erkunden. Unser Gasthaus lag in unmittelbarer Nähe des Geschichtsparks, direkt in der historischen Stadt, die von Erdwällen und Wassergräben umgeben war, von denen noch heute Überreste zu sehen sind. Die Wälle, die an jeder Seite von einem Tor durchbrochen sind, umfassen ein Areal von 2 x 1,6 Kilometern, in dessen Mitte der historische Park liegt.
© Bergholter Auch wenn sonst alles in Trümmern liegt, Buddha blieb unbeschädigt.
Radtour durch die Ruinen
Als versierte Sightseeing-Profis dehnten wir unser Frühstück am nächsten Morgen bis zum Mittag aus und die Sonne stand bereits im Zenit, als wir Fahrräder mieteten, um die Ruinen zu besuchen. Bei geschätzten 40° in der prallen Sonne war bereits die Anfahrt von vielleicht 200 Metern eine Tortur und erster Unmut machte sich breit.
© Bergholter Verschnaufpause. Die Mittagshitze setzt einem zu.
© Bergholter Trotz der Temperaturen waren wir nicht die einzigen Besucher der historischen Stätte.
Doch als wir den Einlass passierten und das Gelände befuhren, bekamen wir dieses Leuchten im Blick. Manche mögen sagen, es sei lediglich die Mischung aus Schweiß und Sonnenmilch, die einem in die Augen rann, doch ich sage, es war die Begeisterung, einmal wieder in alten Trümmern herum zu klettern. Im Vergleich zu Angkor Wat ist der historische Park von Sukhothai zwar weit unspektakulärer und nimmt sich auch in seinen Dimensionen wesentlich bescheidener aus, doch taugte er dazu, uns zu beeindrucken. Eine schöne Erkenntnis, glaubten wir doch bis dato, wir seien inzwischen ziemlich verwöhnt und nur noch schwer zu begeistern. So verbrachten wir trotz schweißnasser Kleidung und weichen Knien, einen herrlichen Nachmittag in den Ruinen des alten Sukhothais. Wir radelten über das weitläufige Areal, kletterten in den Trümmern herum und pflückten uns zur Stärkung Mini-Mangos direkt vom Baum.
© Bergholter Wat Mahathat, das Zentrum des historischen Parks von Sukhothai.
© Bergholter Die Frontansicht des Wat Mahathat lässt den einstigen Glanz der Stätte erahnen.
© Bergholter Ein alter Bekannter...
© Bergholter ... den man wirklich an jeder Ecke antrifft.
Sehenswertes innerhalb und außerhalb der Wälle
Unter den zahlreichen Tempeln und Stupas innerhalb des Parks, stechen mit Sicherheit die Ruinen des alten Palastes und des Wat Mahathat heraus. Diese bilden den Mittelpunkt der gesamten Anlage. Sehenswert ist auch Wat Si Sawai (auch Wat Sri Svaya), eine etwas abgelegene Tempelanlage im Khmer-Stil errichtet. Ihre drei markanten und gut erhaltenen Prang, große zapfenartige Tempeltürme, bilden einen schönen Kontrast zu der üblichen Bauweise der Thai-Tempel.
© Bergholter Abwechslung: Wat Si Sawai von vorne...
© Bergholter ... und von hinten mit den markanten Prang.
Doch auch außerhalb der Erdwälle und Wassergräben, und damit auch außerhalb des historischen Parks, befinden sich noch weitere Überreste von Tempelanlagen und Stupas, die sich mit dem Rad hervorragend erkunden lassen.
© Bergholter Allgegenwärtig - Buddha in den Ruinen eines Tempels.
© Bergholter Diese Bäume findet man zwischen den Ruinen, natürlich geschmückt mit Buddha-Statuen.
Mehr davon!
© Bergholter Noch nicht genug!
Als wir am frühen Abend sonnenverbrannt und völlig fertig unsere Radtour beendeten, hatten wir ein seliges Lächeln auf den Lippen. Es war ein schöner Tag und auch wenn wir schon Spektakuläreres gesehen haben, so genossen wir den Trip durch die Trümmer der alten Herrscherstadt doch in vollen Zügen. Wir waren uns einig, dass sich der Besuch dieses Kleinodes auf etwa halber Strecke zwischen Chiang Mai und Bangkok mehr als gelohnt hat. Und wir wollten mehr davon. Der Schweiß auf der Stirn war noch nicht getrocknet, da nahmen wir bereits unseren Reiseführer zur Hand, um zu schauen, ob wir nicht noch etwas Vergleichbares finden, bevor wir uns in den Trubel der Metropole Bangkok stürzen. Und bereits nach kurzer Recherche wurden wir fündig...
von Peer Bergholter
Die erste Hauptstadt
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die „Alte Stadt" von König Ramkhamhaeng gegründet und diente als Hauptstadt des ersten thailändischen Königreiches. In den folgenden 120 Jahren regierten mehrere Könige von Sukhothai aus, doch der Stadtgründer ist wohl der berühmteste unter ihnen. Ihm verdanken die Thai nicht nur die größte Ausdehnung des damaligen Reiches, sondern auch das thailändische Alphabet.
© Bergholter Die Statue König Ramkhamhaengs.Weltkulturerbe - wir sind dabei!
© Bergholter Darunter machen wir es nicht...Von Chiang Mai aus fuhren wir direkt in die Altstadt Sukhothais und ließen die neue Stadt links liegen, um am Folgetag die Ruinen der alten Königsstadt zu erkunden. Unser Gasthaus lag in unmittelbarer Nähe des Geschichtsparks, direkt in der historischen Stadt, die von Erdwällen und Wassergräben umgeben war, von denen noch heute Überreste zu sehen sind. Die Wälle, die an jeder Seite von einem Tor durchbrochen sind, umfassen ein Areal von 2 x 1,6 Kilometern, in dessen Mitte der historische Park liegt.
© Bergholter Auch wenn sonst alles in Trümmern liegt, Buddha blieb unbeschädigt.Radtour durch die Ruinen
Als versierte Sightseeing-Profis dehnten wir unser Frühstück am nächsten Morgen bis zum Mittag aus und die Sonne stand bereits im Zenit, als wir Fahrräder mieteten, um die Ruinen zu besuchen. Bei geschätzten 40° in der prallen Sonne war bereits die Anfahrt von vielleicht 200 Metern eine Tortur und erster Unmut machte sich breit.
© Bergholter Verschnaufpause. Die Mittagshitze setzt einem zu.Doch als wir den Einlass passierten und das Gelände befuhren, bekamen wir dieses Leuchten im Blick. Manche mögen sagen, es sei lediglich die Mischung aus Schweiß und Sonnenmilch, die einem in die Augen rann, doch ich sage, es war die Begeisterung, einmal wieder in alten Trümmern herum zu klettern. Im Vergleich zu Angkor Wat ist der historische Park von Sukhothai zwar weit unspektakulärer und nimmt sich auch in seinen Dimensionen wesentlich bescheidener aus, doch taugte er dazu, uns zu beeindrucken. Eine schöne Erkenntnis, glaubten wir doch bis dato, wir seien inzwischen ziemlich verwöhnt und nur noch schwer zu begeistern. So verbrachten wir trotz schweißnasser Kleidung und weichen Knien, einen herrlichen Nachmittag in den Ruinen des alten Sukhothais. Wir radelten über das weitläufige Areal, kletterten in den Trümmern herum und pflückten uns zur Stärkung Mini-Mangos direkt vom Baum.
Sehenswertes innerhalb und außerhalb der Wälle
Unter den zahlreichen Tempeln und Stupas innerhalb des Parks, stechen mit Sicherheit die Ruinen des alten Palastes und des Wat Mahathat heraus. Diese bilden den Mittelpunkt der gesamten Anlage. Sehenswert ist auch Wat Si Sawai (auch Wat Sri Svaya), eine etwas abgelegene Tempelanlage im Khmer-Stil errichtet. Ihre drei markanten und gut erhaltenen Prang, große zapfenartige Tempeltürme, bilden einen schönen Kontrast zu der üblichen Bauweise der Thai-Tempel.
Doch auch außerhalb der Erdwälle und Wassergräben, und damit auch außerhalb des historischen Parks, befinden sich noch weitere Überreste von Tempelanlagen und Stupas, die sich mit dem Rad hervorragend erkunden lassen.
Mehr davon!
von Peer Bergholter
Kommentare zu "Die Wiege Thailands"
von Martin Malirsch
am 05.05.2012 um 13:54 Uhr
....um Buddahs Willen : tolle Bilder, famose Schilderungen, aber die Hitze und per Rad !?
Peer, ich wusste nicht, dass du so ein harter Bursche bist. Weiterhin alles Gute und schöne Erlebnisse bei bester Gesundheit (Kondition)
Herzliche Grüße auch an Jochen
Sigrid und Martin
"Die Wiege Thailands" kommentieren


Hallo Peer ,
wieder mal ein großartiger Bericht.Ich fiebere jedem Eurer Berichte entgegen.