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31. Oktober 2011

Das Wawilow Institut in Pavlovsk


Pavlovsk.JPG© Jochen Müller Pawlowsk, 20km südlich von St. Petersburg
In Russland ist die Zukunft der Welternährung bedroht. Durch Luxuswohnungen.
Die älteste Genbank der Welt hat in ihrer fast hundertjährigen Geschichte bereits Leben gekostet und Leben gerettet. Nun soll sie weg, weil sie ineffizient ist.
Brandschrift eines verzweifelten Biologen.

Weitblick ist eine wichtige Eigenschaft. Er unterscheidet uns von niederen Tieren und große Staatsmänner von raffgierigen Despoten. Der Weitblick ist es, die Erwachsene von Kindern unterscheidet. Er ist es, der Vernunft von Unvernunft trennt. Zwei Merkmale, die gut im Nachhinein zu unterscheiden sind. Wenn alles geschehen ist, wenn der Schaden entstanden ist. Wenn das Kind im Brunnen liegt. Wer weiß dann nicht, was besser gewesen wäre? Doch wer weiß das im Vornherein? Wer hat den Weitblick, das, was kommt, zu antizipieren und dementsprechend zu agieren, wo andere die Nachsicht haben, und nur reagieren?

Ich weiß nicht, ob ich das von mir selber behaupten kann. Ich weiß aber, wer Weitblick hatte, und, wer ihn anscheinend nicht hat. Den, der ihn anscheinend nicht hat, kennen wir alle. Sein Name ist Medwedew, sein Job ist Präsident der Russischen Föderation. Ein Beruf, der eigentlich Weitblick erfordert. Aber er ist nur ein Interimspräsident, vielleicht gilt das nicht. Sein Vorgänger kann den Job bald wieder übernehmen, er musste eine Ruhepause von einer Legislaturperiode einlegen, da die russische Verfassung mehr als zwei aufeinander folgende Regierungszeiten ein und desselben Präsidenten nicht erlaubt. Vom Wiederantritt nach einer Pause steht in der Verfassung nichts.
Die Rolle als Pausenfüller ist undankbar, eventuell trübt das Medwedews Weitblick.
Vielleicht spricht Putin ein Machtwort, wenn er sich erst hat wiederwählen lassen. In diesem Falle entschuldige ich mich hiermit in aller Form. Ich bin weder Präsident noch Regierungschef, bin weder Politiker noch Soldat, und KGB-Agent bin ich auch nicht. Ich bin nur Biologe. Ich interessiere mich für Pflanzen und Tiere. Wie der andere Mann, von dem ich sprach, derjenige, der Weitblick hatte, ja, man kann sagen, der visionär war. Er hieß Nikolai Iwanowitsch Wawilow. Hieß, denn er ist schon ein Weilchen tot. Dieser Mann hatte eine Idee, die dazu führen könnte, dass einmal die Welt nicht verhungern muss. Einzelne Länder hat er bereits gerettet, Russland gehört nicht dazu. Sonst würde man ihm seine Verdienste vielleicht mehr danken.


Pavlovsk-Wawilow.JPG© Jochen Müller Nikolai Iwanowitsch Wawilow
Wawilow war Biologe. Botaniker, um genauer zu sein. Seine Leidenschaft galt den Nutzpflanzen, deren Samen er auf der ganzen Welt sammelte und konservierte. Um die Welt zu retten. Doch wie rettet man mit hunderttausenden Papiertütchen voller Pflanzensamen die Welt?

Ein Beispiel. Wir ernähren uns zum übergroßen Teil von nur einer Hand voll Nutzpflanzen. Vier, um genau zu sein. Reis, Weizen, Soja und Mais ernähren die Welt. Was ist, wenn dem Weizen etwas passiert? Was ist, wenn aus irgendeinem Grund der Weizen wegfällt, der immerhin knapp 20% der weltweit konsumierten Kalorien liefert? Wäre das ein Problem? Wawilow dachte das. Und begann zu sammeln. Nicht nur Weizen. Sämtliche Nutzpflanzen, die er findet konnte. Auf allen fünf Kontinenten. Er war ein Sohn vermögender Eltern und konnte sich seine Reisen vielleicht selber bezahlen. Möglicherweise gab es zu seinen Zeiten auch einen höheren Wissenschaftsetat mit mehr Reisemitteln. Wie er seine Reisen finanzierte, weiß ich nicht. Ich ahne allerdings, dass das heutzutage kaum mehr möglich wäre, wo es nicht mal mehr möglich ist, das dabei gesammelte Material zu bewahren. Wawilow legte den Grundstein für die heute älteste und weltweit drittgrößte Sammlung an Nutzpflanzensamen. Im nach ihm benannten Wawilow Forschungsinstitut für Pflanzenindustrie lagern insgesamt 330.000 Samenproben aus allen Kontinenten. Kartoffeln aus Chile, Bohnen aus Nordamerika, Getreide aus Äthiopien. Die meisten Länder haben heutzutage ähnliche Einrichtungen, doch keine kann es in Art und Geschichte mit dem Wawilow Institut in Pavlovsk aufnehmen.

Pavlovsk-Weg2.JPG© Jochen Müller Der Weg zum Institut ist unspektakulär.
Wenn man vor dem Gelände steht, bemerkt man von all dem nicht viel. Vom Bahnhof fahren Kleinbusse bis ans Institutsgelände. Doch wenn man nicht weiß, wo das Gelände ist oder wie es aussieht, kann man leicht den Impuls verspüren postwendend wieder zurück zum Bahnhof zu fahren, weil man meint, in den falschen Bus gestiegen zu sein. Das Gelände als unscheinbar zu bezeichnen wäre eine Übertreibung. Baufällige, niedrige Plattenbauten stehen an der kleinen Sackgasse, ein ausgestorben wirkender Minimarkt ist beim dritten Blick doch in Betrieb und die Leute, die einem begegnen, blicken einen an, als hätten sie noch nie einen Fremden in ihrer Straße gesehen. Nach etwa hundert Metern ist am Ende des Weges ein altes Gebäude, das einzige in der Straße, das kein Plattenbau ist. Ich hielt es zuerst für eine verlassene Kirche und wollte weitergehen, bis eine ältere Dame, die mit uns im Bus gefahren war und mitgehört hatte, dass wir zum Institut wollen, uns hinterher ruft. Sie gibt uns zu verstehen, dass wir gerade im Begriff sind daran vorbeizugehen. Das da? Ich zeige auf das alte Gebäude. Sie nickt und verschwindet mit ihrem Hund im Unterholz. Und dann fällt es mir auf. Die Verzierungen am Haus stellen Pflanzen dar. Wenn man die Tür öffnet blickt man in ein Treppenhaus das mit Pflanzenmotiven bemalt ist. Weintrauben und Äpfel, Ähren und allerlei andere Früchte führen entlang der Treppe zu einem Porträt eines Mannes, unter dessen Abbild sein Name steht. Das muss es sein.

Pavlovsk-Haus.JPG© Jochen Müller Das Wawilow Institut für Pflanzenindustrie in Pavlovsk

Pavlovsk-Treppe.JPG© Jochen Müller Hier wird es deutlich worum es geht. Pflanzen.
Hier, wenige Kilometer südlich von St Petersburg, liegt das Gelände des Instituts. Hier wird auf einem Gelände von etwa einem Quadratkilometer gepflanzt, geerntet, gelagert und konserviert, was auf den ersten Blick nutzlos erscheinen mag, was aber vielleicht einmal das Schicksal der Menschheit entscheiden könnte. Weizen, der kaum Körner trägt, viel zu kleine Äpfel, oder Hafer, der so hoch wächst, dass er leicht vom Sturm umgeknickt werden kann. Raritären, Exoten aber auch scheinbare Banalitäten wie der gemeine Weizen. Die Mehrheit der 330.000 Samen sind für die industrielle Landwirtschaft nicht von Belang. Aber für Biologen von unschätzbarem Wert. Und hin und wieder dann doch für die Landwirtschaft. Denn unter den Sorten, die in Pavlovsk einlagern, sind auch solche, die nirgendwo sonst auf der Welt gelagert werden. Und auch solche, die in der freien Natur bereits ausgestorben sind. Wie zum Beispiel die Chilenischen Kartoffeln, über die Chile sich sehr freute, als es sie auf Anfrage aus Pavlovsk zugeschickt bekam. Oder die nordamerikanischen Bohnen, die durch industrielle Landwirtschaft ausgerottet wurden und nach Sendung wieder nachgezüchtet werden könnten. Oder das Äthiopische Getreide, das nach den postkolonialen Wirren nur noch in den Regalen in Pavlovsk aufzufinden war und nun wieder in Äthiopien wachsen kann. Es ist nicht nur ein Haus voller Samen in einem Gelände voller Acker und Felder, es ist eine Sicherheit. Es ist manchmal Rettung in der Not.

Im ersten Stock des Gebäudes finden wir eine offene Tür. In dem Büro sitzen vier Leute hinter Computern, doch keiner von ihnen spricht Deutsch oder Englisch. Wir werden an die Hand genommen und zum Ende des Flures geführt. Dort, im letzten Zimmer des Ganges, sitzen drei Damen. Eine von ihnen spricht ein wenig Englisch. Sie erklärt mir ihre Arbeit, wie sie die Samen sichten, sortieren und umpacken. Auf den Tischen liegen Kästen und in ihnen unzählige kleine, braune Papiertütchen. Unscheinbar. Die Schätze des Nikolai Iwanowitsch Wawilow, die so viele Menschen schon gerettet haben und in Moskau nichts wert sind. Die Damen scheinen ein wenig verwundert, dass sich zwei Deutsche für sie interessieren, doch sie freuen sich über Besuch und zeigen gerne ihre Proben, und wenn sie reden, dann muss man kein Russisch sprechen um zu verstehen, dass die Meinung Moskaus nicht teilen. Eine der Damen füllt gerade Samen ab. Daneben liegen aufgeschlagene Hefter mit Seiten voller Listen. Jede Probe ist identifiziert und katalogisiert. Hier geht nichts verloren. Jeder, der nachfragt, bekommt die kleinen braunen Tütchen zugeschickt. Kostenfrei, denn was dereinst von Wawilow und seither von seinen Nachfolgern in der Natur umsonst gefunden wurde, kann doch nun kein Geld kosten, das entspräche nicht dem wissenschaftlichen Ehrbegriff. Lediglich große Saatgut Hersteller oder Gentechnik Konzerne werden gebeten für das Porto aufzukommen.
Viele Biotechnologie Konzerne würden gerne die gesamte Sammlung kaufen. Doch das Institut verkauft nicht. Die Privatisierung würde kleine und arme Züchter davon ausschließen. Also kriegt jeder weiterhin alles umsonst. Auch wenn die Konzerne selber den Forschern ihre neuesten Saatgutkreationen verweigert, werden sie weiter kostenlos bedient. Das gebietet die wissenschaftliche Ehre.

Pavlovsk-Damen.JPG© Jochen Müller Hier werden Pflanzensamen aus aller Herren Länder gesichtet, sortiert, gehegt und gepflegt.

Leider hat der wissenschaftliche Ehrbegriff weder Einzug in die Politik, noch in die Wirtschaft gefunden. Denn, um es deutlich zu sagen: die Tage der Genbank in Pavlovsk sind gezählt. Das Gelände ist attraktiv, die neue reiche Oberschicht hat ein Auge auf das Areal geworfen. Hier ist der ideale Platz für Wochenendhäuschen, umringt von Natur in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schlosspark von Pavlovsk.

Natürlich musste sich der Föderale Immobilien Fond, der hier bauen will, vor den Verantwortlichen rechtfertigen. Das Gelände gehört immerhin dem Staat. Im Bericht des Fonds steht eindeutig, dass das Gelände mit Beerensträuchern bewachsen ist. Immerhin. Leider weiß ich nicht, wer diesen Bericht zu lesen bekamt. Öffentlich hörte sich die Aussage des Fonds etwas anders an. Das Gelände sei „nicht in Nutzung", sondern nur mit „Gräsern und Unkräutern bedeckt". Dem Verkauf stand also nichts mehr im Wege. Natürlich haben die Mitarbeiter des Instituts sich dagegen gewehrt. Man sollte meinen, dass, nachdem der Irrtum bekannt wurde, die Pläne natürlich sofort und endgültig aufgegeben wurden, doch leider ist dem nicht so. Das Institut bekam sogar Unterstützung, Wissenschaftler aus aller Herren Länder schrieben Fürbitten, Brandbriefe, Politiker legten gute Worte ein, sogar die UN schaltete sich ein. Alles, was passierte, war, dass Präsident Medwedew verkünden lies, dass er sich darum kümmern würde. Das war 2010. Seither ist wenig passiert.

Pavlovsk-Arbeit.JPG© Jochen Müller Die Saat wird regelmäßig begutachtet, gekeimt, gepflanzt und neu geerntet. Damit sie keimfähig bleibt und im Notfall einsatzfähig ist. Bei 330.000 Sorten Pflanzensamen eine logistische Meisterleistung.

Noch kein einziges der in Pavlovsk gesammelten Exemplare konnte bisher ein backup erfahren. Die Vereinten Nationen haben extra in den tiefen, massiven Granitstein von Svalbard auf der Norwegischen Insel Spitzbergen einen Saatgut-Tresor bauen lassen, geschützt vor globaler Erwärmung, Anstieg der Meeresspiegel und weit genug entfernt von sämtlichen weltweiten Krisenherden. Viele Nationen der Erde haben begonnen, Kopien ihre Genbanken dorthin zu schicken, damit sie dort sicher sind, falls wir sie einmal brauchen. Russland hat das bisher nicht getan, und wenn es zum Verkauf des Geländes kommen sollte, dann reichen die drei Monte, bis die Planierraupen anrücken, wohl auch nicht mehr aus. Ohnehin könnten nur die Samen nach Norwegen geschickt werden, die das Einfrieren überleben. Die chilenischen Kartoffeln müssten draußen bleiben, sie würden die -25°C nicht überstehen. Und mit ihnen noch einige andere Samen.

Freilich gibt es Pläne das gesamte Gelände umziehen zu lassen. Mittlerweile hat die vierte „Experten"-Kommission das Gelände besichtigt und es für möglich befunden. Nur die Wissenschaftler schütteln den Kopf dazu. Sie waren leider nicht Bestandteil der Expertenkommission. Der Direktor des Instituts im Hauptsitz am St Isaacs Platz in St Peterburg hält den Umzug ohnehin nur für eine theoretische Möglichkeit. Wie soll man mehrere hundert ausgewachsene Obstbäume umziehen? Mitsamt dem Boden? Und wohin? Selbst, wenn diese Probleme gelöst werden könnten, bräuchte der Umzug mindestens zehn, eher 15 Jahre. Zeit, die die Forscher nicht bekommen sollen, wenn es nach den Käufern geht. Die wollen nächstes Jahr anfangen zu bauen.

Pavlovsk-StPetPlatz.JPG© Jochen Müller Der St Isaacs Platz in St Petersburg. Eine der besten und teuersten Adressen in der Stadt. Rechts im Bild das Hauptgebäude des Wawilow Instituts.

Pavlovsk-Adresse.JPG© Jochen Müller Isaakiewskaya Platz 4 in St Petersburg. Wawilow Institut. Noch?
Der Direktor kann von Glück reden, dass er überhaupt noch einen Hauptsitz hat. In den hochherrschaftlichen Gebäude, in direkter Nachbarschaft zur St. Isaacs Kathedrale, muss er bereits Stockwerke vermieten um über die Runden zu kommen. Das Budget des Instituts ist einfach zu klein. Auch hier gäbe es genug Interessenten, die das Geld hätten um zu kaufen, zu renovieren und einzuziehen. Fünf Minuten zu Fuß vom Winterpalast des Zaren entfernt. Standesgemäß. Die Bedrohung für Pavlovsk und den Hauptsitz in St. Peterburg, sie sind dieselben.

Die Damen, die in Pavlovsk die Samen sortieren, durchsehen und ordnen, sie wissen auch nicht, was sie dazu sagen sollen. Jedes Jahr aufs Neue schwankt das Damoklesschwert über ihren Häuptern bedrohlich.
Pavlovsk-StPetTreppe.JPG© Jochen Müller Eingangshalle des Hauptgebäudes. Hochherrschaftlich.
Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Denn mit einem Jahresbudget, mit dem kaum ein Deutscher Biologie-Doktorand auskommen würde, muss hier das gesamte Gelände samt Personal finanziert werden. Die Wissenschaftler arbeiten für knapp 100 Euro im Monat, können sich teilweise nicht mal Käse kaufen, doch arbeiten hier sowieso nicht für Geld. Wer sich 20 Jahre lang nur um Hafer oder Erdnüsse kümmert, der tut es aus Leidenschaft. Und da jeder Angestellte auch etwas Land selber bestellen darf, pflanzen sich die Mitarbeiter hier eigene Kartoffel und Gemüse an und kommen so über die Runden. An die Vorräte des Instituts zu gehen, steht völlig außer Diskussion. Nicht mal in den schwärzesten Stunden in der an Dramatik nicht armen Geschichte des Instituts wäre ein Mitarbeiter auf diesen Gedanken gekommen. Als die Deutschen im zweiten Weltkrieg St. Petersburg 900 Tage lang belagerten, heißt es, dass die Petersburger ihre eigenen Schuhsohlen gegessen hätten. Über eine Millionen Bürger starben in Folge der Belagerung. Die Gebäude des Instituts waren wahrscheinlich die einzigen in der ganzen Stadt, in deren Regale sich essbares befand. Erbsen und Kartoffeln, Nüsse, Bohnen und Getreide. Doch die Mitarbeiter verteidigten ihre Schätze mit allen Mitteln. Zu jeder Zeit waren mindestens zwei Mitarbeiter anwesend, so wird erzählt, um das Institut zu verteidigen. Nicht mal im Winter 1940/41, als die Temperaturen auf -40°C fielen, sind sie auf die Idee gekommen sich selber an den Lagern zu bedienen. Die größte Sorge galt den Kartoffeln. Um die kälteempfindlichen Feldfrüchte vor dem Erfrieren zu schützen wurde verbrannt, was gefunden werden konnte. Die gesamte Sammlung konnte gerettet werden. Währenddessen starben mehrere Mitarbeiter an Hunger und Entkräftung.

Wawilow wäre sehr stolz auf seine Mitarbeiter gewesen. Mir ist nicht bekannt, ob er davon Kunde bekam, welchen Kampf sie kämpften. Der Sohn eines Industriellen wurde 1940 inhaftiert, verraten von einem ehemaligen Schüler, einem linientreuen Bauernsohn namens Lysenko. Wawilows Problem war seine Arbeitsansicht. Die stalinistische Gesellschaft arbeitete an der Abschaffung der Klassenunterschiede, in allen Bereichen, sogar in der Biologie. Da passte die Lehre der genetischen Vererbung von Pflanzeneigenschaften nicht ins Bild. Sie sei eine Erfindung der bourgeoisen Wissenschaftler und somit gegen die Ideale der Sowjetunion. Lysenkos Plan war da populärer. Er meinte, höhere Erträge seien durch richtige Erziehung der Pflanzen und Kontrolle der Umweltbedingungen zu erzielen. Vielleicht hat der Föderale Immobilien Fond diese Idee wieder entdeckt und plant so Russland und die Welt zu retten, wenn die globale Erwärmung Parasiten in Russland gedeihen lässt, gegen die der heimische Weizen nichts auszusetzen hat. Dann stellen sich die Bürokraten selber ans Feld und bekämpfen Insekten und Pilze mit Erziehung und Kontrolle der Umweltbedingen. In insgesamt 400 Verhören weigerte sich Wawilow diesen Aberglauben anzuerkennen. Er wurde zum Tode veruteilt, die Strafe dann in 20 Jahre Haft umgewandelt. Er verhungerte 1943 im Gefängnis. Hundert Jahre später verhungert vielleicht ganz Russland. Aber wenigstens in hübschen Wochenendhäusern.

Pavlovsk-StPetNacht.JPG© Jochen Müller Der Hauptsitz des Wawilow Instituts bei Nacht. Wer will hier nicht wohnen?

Später, zu Zeiten des kalten Krieges, wurde Pavlovsk dann wieder zu einem Symbol grenz- und systemübergreifender Hilfe. Als in den achtziger Jahren ein Wurm über die Sojafelder der USA herfiel, konnte kein Wissenschaftler in den amerikanischen Saatarchiven eine Sorte finden, die resistent gegen die Parasiten war. Einzig in den Archiven von Pavlovsk fand sich eine Sorte die über das Resistenzgen verfügte.

Die Damen sitzen in Pavlovsk teilweise in Jacken, denn die Heizung funktioniert nicht richtig, um noch einmal auf die Kontrolle der Umweltbedingen zurückzukommen. Sie können gar nicht wissen, ob die Pflanzensamen, die sie eintüten, vielleicht einmal irgendwo auf der Welt Leben retten. An ihre eigene Rettung scheinen sie nicht zu glauben. Auf meine Frage hin, wie es denn mit dem Gelände weitergehen soll, zucken sie nur mit den Schultern. Der Prozess ist momentan in der Schwebe. Gestoppt ist er nicht. Kein Mensch weiß wie es weiter geht, der Direktor kämpft mit seinem Institut um das Überleben. Dass der Fall nun öffentlich ist, hat sie erst einmal gerettet. Die Fürbitte der UN kann nicht einfach ausgeschlagen werden, doch zu viel Druck von außen kann in Russland immer noch ein „jetzt erst recht" auslösen. Und dann? Die mediale Aufmerksamkeit bietet nur einen gewissen Schutz. Aber jeder weiß, wie das mit den Medien ist, sie wenden sich irgendwann wieder ab. Und dann? Präsident Medwedew hat doch versprochen sich der Sache anzunehmen, sage ich. Als ich den Namen Medwedews ausspreche, da lachen sie alle drei laut los und winken nur ab. „Jaja, Medwedew" sagen sie. Und schütteln die Köpfe.

Das Wawilow Forschungsinstitut für Pflanzenindustrie hat in seiner hundertjährigen Geschichte zwei Weltkriege überstanden, Hungersnöte und zwei Diktaturen. Um durch lupenreine Demokraten verkauft zu werden.

Es hat bereits ausgestorbene Nutzpflanzen wieder auferstehen lassen und sowohl afrikanische Kleinbauern, wie auch die Ernten des größten Agrarproduzenten der Erde gerettet. Es birgt in seinen Archiven vielleicht Schätze von denen wie noch gar nichts wissen, gegen Parasiten, die uns noch gar nicht bekannt sind. Doch das Bundesgesetzt 161 besagt, dass Land in Staatsbesitz „effizient" genutzt werden muss. Nach Ansicht der Bürokraten in Moskau scheint das in Pavlovsk nicht der Fall zu sein. Immerhin wachsen dort nur Gräser und Unkraut.


Jochen Müller
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Kommentare zu "Das Wawilow Institut in Pavlovsk"

Der Hammer! [antworten]

von Edda am 31.10.2011 um 11:20 Uhr

Auch wenn ich eure lustigen Reiseanekdoten liebe und mich jedes Mal riesig darauf freue, toppt diese Geschichte alles. Ich bin völlig aufgewühlt. Toll geschrieben, Jochen!! Aber was können wir tun? Es an die große öffentliche Glocke hängen? Die Sammlung an einen anderen Ort retten? ... Isch könnt misch uffreesche!


Wawilow [antworten]

von Hans Joachim am 31.10.2011 um 13:52 Uhr

Bin natürlich der gleichen Meinung wie Edda und glaube ,daß GEO allein ein viel zu kleines Medium um diese hochexplosive Geschichte bekannt zu machen.Im Gegensatz zu Edda rege ich mich nicht nur auf ,sondern habe Angst. Du kénnst mich ja, den alten Pessimisten.



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