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22. August 2012
Eine Lanze für Ost-Timor
Als wir unseren Eltern sagten, unsere nächste Station sei Ost-Timor, waren sie besorgt. Gefährlich sei es, sagten sie, wir seien dort nicht sicher, hätten sie gehört. Doch wir konnten sie beruhigen. Zwar blickt das Land auf eine blutige Geschichte zurück, doch heute ist die Lage stabil.
Hört man in Deutschland von Ost-Timor, geschieht dies meistens im Zusammenhang mit schlechten Nachrichten. Wenn überhaupt. Unruhen, Gewalt, Armut, zu viel Unsicherheit herrscht hier, so scheint es, um es als Reiseland in Erwägung zu ziehen. Doch je näher man dem Land kommt, umso mehr wandelt sich das Bild. In Kupang, im indonesischen Westteil der Insel, sprachen die Menschen mit Anerkennung und voller Respekt von Ost-Timor. Dort würde momentan eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben, das Land auf einem guten Weg und auf keinen Fall gefährlich. Bereits nach wenigen Tagen konnten wir diese Einschätzung bestätigen. Entgegen aller Dinge, die man vielleicht aus der Ferne hören mag, ist Ost-Timor sicher. Von mehreren Seiten wurde uns es ganz einleuchtend versichert, dass jeder Bürger im Lande eines weiß. Das Land ist dringend auf Besucher angewiesen. Wenn die UNO ihre Mitarbeiter bis Ende des Jahres vollständig abgezogen hat, wird eine wichtige Einnahmequelle weg brechen. Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen. Jeder einzelne Reisende ist wichtig. Man kann es sich einfach nicht leisten auch nur einen Urlauber mit schlechten Erfahrungen wieder heim zu schicken. „Als Urlauber seid ihr hier so sicher wie in Abrahams Schoß", „Urlauber sind die heiligen Kühe Ost-Timors" oder „Als Fremde seid ihr hier sicher. Es mag den Einheimischen etwas passieren, aber keiner wird sich an Fremde wagen". Solche und andere Auskünfte bekamen wir, und wir fanden sie absolut bestätigt. Selbst als wir in der Nacht von der Christusstatue zurück in die Stadt liefen, in der Dunkelheit der unbeleuchteten Uferstraße, war unsere einzige Sorge, dass uns ein Auto oder Motorrad nicht sehen würde. Angst vor Raub, oder Attacken hatten wir keine. Die Spannungen im Land spielen sich zwischen den Einheimischen ab. Besonders die Unterschiede zwischen Dili und dem Rest des Landes bereiten Probleme. Denn der Stadt und Region Dili geht es, wegen der hier ansässigen ausländischen Angestellten und dem Geld, das diese mit sich bringen, im Vergleich zu anderen Regionen deutlich besser. Doch besser heißt nicht gut.
© Jochen Müller Die Strände Dilis locken immer mehr Urlauber, die Hoffnung auf Arbeit immer mehr Einheimische.
Trotzdem zieht es viele, vor allem junge, Männer nach Dili. In manchen Regionen Ost-Timors ist es fast alternativlos dies zu tun, es gibt keinerlei Perspektiven. Ost-Timor ist immer noch ein Entwicklungsland, und bitterarm. Die Bambushütten, in denen viele Menschen wohnen, zeigen es deutlich. Fließend Wasser wird man außerhalb Dilis oft vergeblich suchen, ebenso wie Stromanschlüsse oder geteerte Straßen. Von Telekommunikation ganz zu schweigen. Doch in Dili werden die Ankommenden selten mit offenen Armen empfangen, denn auch hier gibt es Arbeitslosigkeit und Armut. Und sowieso zu viele Männer, die in der Stadt bereits deutlich in der Mehrheit sind. Zu viele junge Männer auf engem Raum, die zu wenig zu tun haben, das geht selten gut. Doch alle, die in Dili Geborenen und die Zugezogenen sind gleichermaßen auf die Besucher aus dem Ausland angewiesen. Sie mögen sich die Einkünfte aus dem Tourismus neiden, doch werden sie alles dafür tun, diesen nicht zu gefährden.
© Jochen Müller Dili, die "Stadt des Friedens" arbeitet an ihrem Ruf und hofft auf Besucher.
Sie haben wenig Chancen, doch die wollen sie nutzen
Dass das Land auf den Tourismus angewiesen ist, weiß auch die Regierung, denn natürliche Ressourcen gibt es kaum. Zwar wurde vor der Küste Öl entdeckt, doch um dem Land bei der Ausbeutung zu helfen, verlangte Australien einen Anteil von 80% des Gewinns. Die Verhandlungen waren schwierig, Ost-Timor hatte kaum Optionen. Ohne Hilfe bestand keine Möglichkeit an das vor der Küste gelegene Öl zu gelangen. Letztlich einigten sich die Parteien auf einen Anteil von 50%. Bis Öl und Geld fließen wird es noch etwas dauern, und selbst dann wird kein übermäßiger Reichtum ins Land gespült werden. Was sonst? Die Landwirtschaft kann kaum die eigene Bevölkerung versorgen. Industrie gibt es nicht. Doch Ost-Timor hat Natur. Unberührte Strände en masse, Korallenriffe, hohe Berge, Wälder, Steppen. Nichts davon ist bis dato dem Massentourismus bekannt. Das junge Land hat einiges zu bieten, und die Landesväter setzen alles daran, es richtig zu machen. Ökotourismus soll das neue Aushängeschild werden, Sport- und Naturerlebnisse sollen Reisende nach Ost-Timor locken. Der Dili-Marathon, das Darwin-Dili-Yacht-Race, die Tour de Timor, ein Fahrradrennen durch das ganze Land, aber auch Kulturveranstaltungen, wie das neue Filmfest, sollen die Attraktivität des Landes steigern. Wer wie wir durch das Land gefahren ist und die Freude der Menschen erlebt hat, wenn sie Fremden begegnen, der wird spüren, dass in diesem Punkt die Bevölkerung und die Regierung dieselbe Sprache sprechen. Wie aus einem Mund scheinen sie auszurufen: „Bitte kommt nach Ost-Timor". Dieselben Rufe, wie vor 37 Jahren. Damals jedoch erschallten sie aus anderen Gründen.
Blutige Geschichte
Als die Indonesier 1975 in Balibo an der Grenze zu Indonesien mit einer Flotte an Kriegsschiffen landeten, war es klar, dass sie nicht kamen, um Hallo zu sagen. Die Portugiesen waren nach der Nelkenrevolution abgezogen, sie entließen Ost-Timor in die Unabhängigkeit.
© Jochen Müller "Wozu soll Krieg gut sein?" Diese Frage stellen sich viele
Menschen, nicht nur in Timor-Leste.
Schutzlos, das junge Land hatte keinerlei Möglichkeit sich zu wehren. Die Bevölkerung wollte das Land aufbauen, doch sie interessierte sich in zu großem Maße für die Unabhängigkeitspartei „Fretilin", die von außen betrachtet wie Kommunisten aussahen. Und das mitten im kalten Krieg. Von Australien sah es aus, als entstünde hier ein neues Kuba, direkt vor der Nase. Doch selber aktiv zu werden war problematisch, in Australien herrschte ohnehin Furcht vor Indonesien, man wollte keine Provokation. Also baten Großbritannien und Australien Indonesien darum, für Ordnung zu sorgen. Was Indonesien tat. Kaum an Land zogen die Soldaten ihre Uniformen aus, in Zivil schlichen sie sich durch das Land, so waren sie weniger auffällig. In kurzer Zeit hatten sie das Land unter ihre Kontrolle gebracht. Ost-Timor rief um internationale Hilfe, besonders Portugal und auch Australien, die doch bei der japanischen Besatzung im zweiten Weltkrieg geholfen hatte, doch die Rufe verhallten ungehört. Es dauerte bis 1999, bis die Indonesier das Land verließen. Bis dahin starben nach Schätzungen etwa 200.000 Einwohner Ost-Timors unter der indonesischen Gewaltherrschaft. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung.
Dann erfolgte der Wiederaufbau, der ins Exil geflohene Außenminister und spätere Sprecher der Exilregierung José Ramos-Horta, der zusammen mit dem im Lande gebliebenen Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo 1996 den Friedensnobelpreis für die Verdienste um die Selbstbestimmung Ost-Timor erhielt, kehrte zurück ins Land und wurde 2007 Präsident des Landes.
Zwischen den Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten
Seit 2002 ist die demokratische Republik Ost-Timor unabhängig. Der erste im neuen Jahrtausend gegründete Staat und eines der jüngsten Länder der Erde. Nach anfänglichen Spannungen mit Pro-Indonesischen Milizen kam es unter Hilfe der Blauhelmtruppen zum Frieden im Land. Es dauerte eine Weile, zu viel Mistrauen herrschte, zu viele Stimmen aus zu vielen Richtungen flüsterten durcheinander. Doch die vor wenigen Wochen abgehaltenen Parlamentsahlen liefen, nach Auskunft internationaler Beobachter, zum wiederholten Male frei und fair. Nun ist der Abzug der restlichen UNO-Mitarbeiter bis Ende 2012 beschlossene Sache. Es ist soweit.
Nun blicken viele Einheimische mit einer Mischung aus Hoffnung und Sorge auf die Zukunft. Zum ersten Mal seitdem die Portugiesen im 16. Jahrhundert hier landeten, wird Ost-Timor ganz auf sich alleine gestellt sein. Die UNO-Mitarbeiter sorgten mit ihren hohen Gehältern für ein regelmäßiges Einkommen vieler Menschen. Nebenbei verdarben sie mit ihren hohen Gehältern auch die Preise, das Leben ist mittlerweile um einiges teurer als Indonesien. Wird dies den Tourismus bremsen? Werden trotzdem genug Urlauber kommen? Was können wir sonst tun? Die Fragen, die sich die Menschen im Land stellen, sind überall dieselben. Die Zukunft wird es zeigen, wie es mit Ost-Timor weiter geht. Doch eines zeigt sich deutlich. Die Einwohner begreifen die Situation als Chance. Endlich können sie frei und selbst bestimmt leben, endlich können sie das aus ihrem Land machen, was sie wollen. Und so, wie es aussieht, haben sie sich für einen friedlichen Weg der Zusammenarbeit entschieden. Und der Gastfreundschaft, was wir aus eigener Erfahrung nur bestätigen können. „Sagt Euren Freunden und Familien zu hause in Deutschland, dass sie nach Ost-Timor kommen sollen", baten uns die Betreiber unserer Unterkunft in Viqueque. „Sagt ihnen, wie schön es hier ist und, dass wir sie mit offenen Armen empfangen". Was wir hiermit gerne tun. Das Land hat genug Ungerechtigkeiten erfahren, die Menschen genug gelitten. Wir finden, es ist an der Zeit die Wahrheit und die Schönheit mit eigenen Augen zu sehen. Kommen sie nach Ost-Timor!
Jochen Müller
Hört man in Deutschland von Ost-Timor, geschieht dies meistens im Zusammenhang mit schlechten Nachrichten. Wenn überhaupt. Unruhen, Gewalt, Armut, zu viel Unsicherheit herrscht hier, so scheint es, um es als Reiseland in Erwägung zu ziehen. Doch je näher man dem Land kommt, umso mehr wandelt sich das Bild. In Kupang, im indonesischen Westteil der Insel, sprachen die Menschen mit Anerkennung und voller Respekt von Ost-Timor. Dort würde momentan eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben, das Land auf einem guten Weg und auf keinen Fall gefährlich. Bereits nach wenigen Tagen konnten wir diese Einschätzung bestätigen. Entgegen aller Dinge, die man vielleicht aus der Ferne hören mag, ist Ost-Timor sicher. Von mehreren Seiten wurde uns es ganz einleuchtend versichert, dass jeder Bürger im Lande eines weiß. Das Land ist dringend auf Besucher angewiesen. Wenn die UNO ihre Mitarbeiter bis Ende des Jahres vollständig abgezogen hat, wird eine wichtige Einnahmequelle weg brechen. Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen. Jeder einzelne Reisende ist wichtig. Man kann es sich einfach nicht leisten auch nur einen Urlauber mit schlechten Erfahrungen wieder heim zu schicken. „Als Urlauber seid ihr hier so sicher wie in Abrahams Schoß", „Urlauber sind die heiligen Kühe Ost-Timors" oder „Als Fremde seid ihr hier sicher. Es mag den Einheimischen etwas passieren, aber keiner wird sich an Fremde wagen". Solche und andere Auskünfte bekamen wir, und wir fanden sie absolut bestätigt. Selbst als wir in der Nacht von der Christusstatue zurück in die Stadt liefen, in der Dunkelheit der unbeleuchteten Uferstraße, war unsere einzige Sorge, dass uns ein Auto oder Motorrad nicht sehen würde. Angst vor Raub, oder Attacken hatten wir keine. Die Spannungen im Land spielen sich zwischen den Einheimischen ab. Besonders die Unterschiede zwischen Dili und dem Rest des Landes bereiten Probleme. Denn der Stadt und Region Dili geht es, wegen der hier ansässigen ausländischen Angestellten und dem Geld, das diese mit sich bringen, im Vergleich zu anderen Regionen deutlich besser. Doch besser heißt nicht gut.
© Jochen Müller Die Strände Dilis locken immer mehr Urlauber, die Hoffnung auf Arbeit immer mehr Einheimische.Trotzdem zieht es viele, vor allem junge, Männer nach Dili. In manchen Regionen Ost-Timors ist es fast alternativlos dies zu tun, es gibt keinerlei Perspektiven. Ost-Timor ist immer noch ein Entwicklungsland, und bitterarm. Die Bambushütten, in denen viele Menschen wohnen, zeigen es deutlich. Fließend Wasser wird man außerhalb Dilis oft vergeblich suchen, ebenso wie Stromanschlüsse oder geteerte Straßen. Von Telekommunikation ganz zu schweigen. Doch in Dili werden die Ankommenden selten mit offenen Armen empfangen, denn auch hier gibt es Arbeitslosigkeit und Armut. Und sowieso zu viele Männer, die in der Stadt bereits deutlich in der Mehrheit sind. Zu viele junge Männer auf engem Raum, die zu wenig zu tun haben, das geht selten gut. Doch alle, die in Dili Geborenen und die Zugezogenen sind gleichermaßen auf die Besucher aus dem Ausland angewiesen. Sie mögen sich die Einkünfte aus dem Tourismus neiden, doch werden sie alles dafür tun, diesen nicht zu gefährden.
Sie haben wenig Chancen, doch die wollen sie nutzen
Dass das Land auf den Tourismus angewiesen ist, weiß auch die Regierung, denn natürliche Ressourcen gibt es kaum. Zwar wurde vor der Küste Öl entdeckt, doch um dem Land bei der Ausbeutung zu helfen, verlangte Australien einen Anteil von 80% des Gewinns. Die Verhandlungen waren schwierig, Ost-Timor hatte kaum Optionen. Ohne Hilfe bestand keine Möglichkeit an das vor der Küste gelegene Öl zu gelangen. Letztlich einigten sich die Parteien auf einen Anteil von 50%. Bis Öl und Geld fließen wird es noch etwas dauern, und selbst dann wird kein übermäßiger Reichtum ins Land gespült werden. Was sonst? Die Landwirtschaft kann kaum die eigene Bevölkerung versorgen. Industrie gibt es nicht. Doch Ost-Timor hat Natur. Unberührte Strände en masse, Korallenriffe, hohe Berge, Wälder, Steppen. Nichts davon ist bis dato dem Massentourismus bekannt. Das junge Land hat einiges zu bieten, und die Landesväter setzen alles daran, es richtig zu machen. Ökotourismus soll das neue Aushängeschild werden, Sport- und Naturerlebnisse sollen Reisende nach Ost-Timor locken. Der Dili-Marathon, das Darwin-Dili-Yacht-Race, die Tour de Timor, ein Fahrradrennen durch das ganze Land, aber auch Kulturveranstaltungen, wie das neue Filmfest, sollen die Attraktivität des Landes steigern. Wer wie wir durch das Land gefahren ist und die Freude der Menschen erlebt hat, wenn sie Fremden begegnen, der wird spüren, dass in diesem Punkt die Bevölkerung und die Regierung dieselbe Sprache sprechen. Wie aus einem Mund scheinen sie auszurufen: „Bitte kommt nach Ost-Timor". Dieselben Rufe, wie vor 37 Jahren. Damals jedoch erschallten sie aus anderen Gründen.
Blutige Geschichte
Als die Indonesier 1975 in Balibo an der Grenze zu Indonesien mit einer Flotte an Kriegsschiffen landeten, war es klar, dass sie nicht kamen, um Hallo zu sagen. Die Portugiesen waren nach der Nelkenrevolution abgezogen, sie entließen Ost-Timor in die Unabhängigkeit.
Menschen, nicht nur in Timor-Leste.
Dann erfolgte der Wiederaufbau, der ins Exil geflohene Außenminister und spätere Sprecher der Exilregierung José Ramos-Horta, der zusammen mit dem im Lande gebliebenen Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo 1996 den Friedensnobelpreis für die Verdienste um die Selbstbestimmung Ost-Timor erhielt, kehrte zurück ins Land und wurde 2007 Präsident des Landes.
Zwischen den Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten
Seit 2002 ist die demokratische Republik Ost-Timor unabhängig. Der erste im neuen Jahrtausend gegründete Staat und eines der jüngsten Länder der Erde. Nach anfänglichen Spannungen mit Pro-Indonesischen Milizen kam es unter Hilfe der Blauhelmtruppen zum Frieden im Land. Es dauerte eine Weile, zu viel Mistrauen herrschte, zu viele Stimmen aus zu vielen Richtungen flüsterten durcheinander. Doch die vor wenigen Wochen abgehaltenen Parlamentsahlen liefen, nach Auskunft internationaler Beobachter, zum wiederholten Male frei und fair. Nun ist der Abzug der restlichen UNO-Mitarbeiter bis Ende 2012 beschlossene Sache. Es ist soweit.
Nun blicken viele Einheimische mit einer Mischung aus Hoffnung und Sorge auf die Zukunft. Zum ersten Mal seitdem die Portugiesen im 16. Jahrhundert hier landeten, wird Ost-Timor ganz auf sich alleine gestellt sein. Die UNO-Mitarbeiter sorgten mit ihren hohen Gehältern für ein regelmäßiges Einkommen vieler Menschen. Nebenbei verdarben sie mit ihren hohen Gehältern auch die Preise, das Leben ist mittlerweile um einiges teurer als Indonesien. Wird dies den Tourismus bremsen? Werden trotzdem genug Urlauber kommen? Was können wir sonst tun? Die Fragen, die sich die Menschen im Land stellen, sind überall dieselben. Die Zukunft wird es zeigen, wie es mit Ost-Timor weiter geht. Doch eines zeigt sich deutlich. Die Einwohner begreifen die Situation als Chance. Endlich können sie frei und selbst bestimmt leben, endlich können sie das aus ihrem Land machen, was sie wollen. Und so, wie es aussieht, haben sie sich für einen friedlichen Weg der Zusammenarbeit entschieden. Und der Gastfreundschaft, was wir aus eigener Erfahrung nur bestätigen können. „Sagt Euren Freunden und Familien zu hause in Deutschland, dass sie nach Ost-Timor kommen sollen", baten uns die Betreiber unserer Unterkunft in Viqueque. „Sagt ihnen, wie schön es hier ist und, dass wir sie mit offenen Armen empfangen". Was wir hiermit gerne tun. Das Land hat genug Ungerechtigkeiten erfahren, die Menschen genug gelitten. Wir finden, es ist an der Zeit die Wahrheit und die Schönheit mit eigenen Augen zu sehen. Kommen sie nach Ost-Timor!
Jochen Müller
Kommentare zu "Eine Lanze für Ost-Timor"
Ost Timor
von Hans-Joachim
am 22.08.2012 um 13:32 Uhr
Hallo Jochen,
auch mich hat dieser blog sehr beeindruckt.Leider gibt unser "Auswärtiges Amt" immer noch Warnungen für Reisen in dieses Land .Wenn diese Deinen Bericht mit Verstand lesen würden ,müßte man Dich eigentlich zum deutschen Konsul für Ost-Timor machen.
WEiter so Hans -Joachim
"Eine Lanze für Ost-Timor" kommentieren


Deine Begeisterung und Dein Verständnis für die ses offenbar völlig vergessene Stück Erde spricht mich an, so kann man eben Menschen und Land nur erleben und kennenlernen, wenn man auf eine Weise reist, wie Ihr es tut. Bleibt nur zu hoffen, daß Deine Werbung Früchte trägt. Dem Land ist es zu wünschen. Weiter so LG Gisi