Hauptinhalt
19. April 2012
Ein Monat in Laos. Das Fazit.
Nach einem Monat ist es schon wieder so weit. Laos liegt hinter uns, es ist Zeit für ein Zwischenfazit. In 205 Tagen besuchten wir 58 Städte in zehn Ländern. Von Berlin nach Chiang Mai reisten wir über 25000 km in Zügen, Bussen und Autos, auf Schiffen, Mopeds und Tuk Tuks.
Die gute Nachricht der vergangenen Fazits wird immer besser. Unser Budget erholt sich unaufhaltsam. Unsere tatsächlichen Ausgaben von 14.483 Euro nähern sich immer mehr dem Soll von 13.530 Euro an. Wir sind also bei stolzen 107%, bzw. nur noch 953 Euro über Soll. Dazu haben vor allem zwei Dinge beigetragen. Erstens konnte ich mein Moped in Vang Vieng gut verkaufen, die 300 Dollar, die ich bekam, glichen zusammen mit den 100 Dollar für Peers Moped die 440 Dollar für die Gibbon Experience fast völlig aus. Zum anderen verbrachten wir den Monat zur Hälfte getrennt, da Peer nach Thailand vorreiste um sich dort mit seiner Freundin zu treffen. Zwar rechnete ich alle meine Ausgaben in der Zeit doppelt in die Statistik ein, in der Annahme, dass wir ohnehin alles zusammen gemacht hätten, dennoch gab ich in der Zeit weniger aus, als wir das zusammen getan hätten. In Vientiane tat ich eine Woche lang sehr wenig und in Kneipen gehe ich auch nicht alleine. Das war Balsam für die Kasse.
Doch natürlich geht es nicht nur ums Geld. Laos hat unzählige Gründe bei seinen Besuchern Begeisterung auszulösen. Auch wenn wir natürlich nicht alle davon gesehen haben. Hier sind sie, unsere Höhepunkte von Laos.
Mit dem Moped durch (Süd-)Laos
Es war teilweise abenteuerlich alleine drei Tage durch Laos zu fahren, wo die Erinnerungen an Peers Unfall noch so frisch waren. Trotzdem war es ein Höhepunkt. Die Straßen waren in einem guten bis sehr guten Zustand, das Wetter herrlich, die Natur atemberaubend. Die Laoten sind sehr entspannte Verkehrsteilnehmer, dementsprechend angenehm war die Fahrt. Mit einem guten Motorrad und einem Begleiter bin ich jederzeit zu einer Wiederholung bereit, denn im Süden gibt es einiges zu sehen, was wir aus Zeitgründen auslassen mussten.
Höhepunkt Don Det
Ganz im Süden des Landes, an der Grenze zu Kambodscha liegen sie. Die 4000 Inseln im Mekong. Don Det ist eine der größeren und touristisch erschlossen, doch immer noch mit dem Flair von glücklicher Abgeschiedenheit. Man kann es sich gut gehen lassen, zurück lehnen und genießen. Von hier aus eine Bootstour zu den anderen Inseln zu machen und den Sonnenuntergang über dem Mekong zu beobachten, war wunderschön.
© Jochen Müller Sonnenuntergang über den 4000 Inseln im Mekong.
Höhepunkt Luang Prabang
© Jochen MüllerIn der Mitte kann man baden.
Ein kuscheliges Städtchen in Nordlaos. In Gänze UNESCO Weltkulturerbe mit herrlicher kolonialer Architektur. Umgeben von atemberaubender Natur und den unvergesslichen Wasserfällen von Kuang Xi. In einem natürlichen Pool zwischen zwei Wasserfällen auf etwa 30 Meter Höhe in einer steilen Felswand zu baden war der Wahnsinn.
Höhepunkt Gibbon Experience
Ein Wirklichkeit gewordener Traum. Gänsehaut, jedes Mal, wenn ich daran denke. Der Gesang der Gibbons klingt in meinen Ohren nach, die Eindrücke des Urwalds sind noch präsent. Das war nicht nur ein Höhepunkt von Laos, sondern mein persönlicher Höhepunkt der gesamten bisherigen Reise. Ich komme wieder.
© Jochen Müller Gibbons in freier Wildbahn in Nordlaos.
Höhepunkt Höhlen
Die Vielfalt hat mich völlig überrascht. Wer hätte gedacht, dass Höhlen so unterschiedlich sein können? Ich besuchte acht Höhlen, jede war anders, aber alle waren eindrücklich. Die heilige Höhle Tham Phu Kham war riesig und imposant, das Bad in der blauen Lagune zu ihren Füßen herrlich. Die Wasserhöhle Tham Nam war gedrungen, sich auf einem LKW Schlauch auf dem Wasser liegend an Leinen in der kaum einen Meter hohen Höhle immer tiefer zu den Stromschnellen im Berg zu hangeln ein großer Spaß und ein Abenteuer. Und nicht zuletzt die Entdeckung von Tieren in Tham Hoi war für mich persönlich eine große Freude.
© Jochen Müller Tham Phu Kham, die heilige Höhle bei Vang Vieng.
Höhepunkt Menschen
Wie willst Du mal werden, wenn Du groß bist? So in sich ruhend, friedlich und freundlich wie ein Laote.
Höhepunkt Pbeemai
Ich kann nicht aufhören zu grinsen, wenn ich daran denke. Ein ganzes Land, das drei Tage lang gemeinsam singt, lacht und tanzt. Und sich eine Wasserschlacht liefert, die jedem Kind die Freudentränen in die Augen treiben würde. Auch dies war für mich ein Höhepunkt der gesamten Reise, nicht nur von Laos. Sabaidee Pbeemai!
© Jochen Müller Pbeemai, das laotische Neujahrsfest wird mit viel Wasser gefeiert. Absolut herrlich.
Jochen Müller
Zahlen und Fakten:
Zurückgelegte Wegstrecke (ab Berlin): ca. 25000 km
Transportmittel: Bus, Zug, Auto, Schiff, Moped, Tuk Tuk.
Highlights: Laos in Gänze. Diese tiefenentspannten Menschen und ihr Land kennen lernen zu dürfen war ein Privileg. Man lässt sich von der Friedfertigkeit, der Ausgeglichenheit und der Ruhe anstecken und kommt zu sich. Ohne viel Zutun, eine einnehmende Erfahrung. Vor Sonnenaufgang im Dschungel zu wandern und Gibbons singen zu höhren war ein unvergessliches Erlebnis. In Baumhäusern zu wohnen und unter Wasserfällen tief im Wald zu baden die Erfüllung eines Kindheitstraumes. Die Höhlen um Vang Vieng, besonders Tham Phu Kham und Tham Nam waren ebenso unvergesslich. Und nicht zuletzt die drei Tage Pbeemai, das laotische Neujahrsfest, in zwei Städten des Landes miterleben zu dürfen, war die Krönung. Ein ganzes Land feiert eine drei tage dauernde Wasserschlacht. Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen, es war herrlich, unbeschreiblich. Wie so vieles in Laos. Ich habe ein Stück meines Herzens an dieses Land und seine Menschen verloren.
Ausgaben seit Berlin: 14483 € (Soll: 13530 €. Gut und immer besser.)
Kulturelle Aktivitäten: Einige Wats, die Altstadt von Luang Prabang und Vientiane, Pbeemai, das laotische Neujahrsfest.
Probleme: Abreisen zu müssen. Nicht zu wissen, wann man wieder kommen kann. Geld (ich frage mich, wie lange dieser Punkt hier noch auftaucht).
Verluste: Ein super-duper Funktions-Handtuch (sehr ärgerlich) und ein Motorrad (sehr glücklich).
Die gute Nachricht der vergangenen Fazits wird immer besser. Unser Budget erholt sich unaufhaltsam. Unsere tatsächlichen Ausgaben von 14.483 Euro nähern sich immer mehr dem Soll von 13.530 Euro an. Wir sind also bei stolzen 107%, bzw. nur noch 953 Euro über Soll. Dazu haben vor allem zwei Dinge beigetragen. Erstens konnte ich mein Moped in Vang Vieng gut verkaufen, die 300 Dollar, die ich bekam, glichen zusammen mit den 100 Dollar für Peers Moped die 440 Dollar für die Gibbon Experience fast völlig aus. Zum anderen verbrachten wir den Monat zur Hälfte getrennt, da Peer nach Thailand vorreiste um sich dort mit seiner Freundin zu treffen. Zwar rechnete ich alle meine Ausgaben in der Zeit doppelt in die Statistik ein, in der Annahme, dass wir ohnehin alles zusammen gemacht hätten, dennoch gab ich in der Zeit weniger aus, als wir das zusammen getan hätten. In Vientiane tat ich eine Woche lang sehr wenig und in Kneipen gehe ich auch nicht alleine. Das war Balsam für die Kasse.
Doch natürlich geht es nicht nur ums Geld. Laos hat unzählige Gründe bei seinen Besuchern Begeisterung auszulösen. Auch wenn wir natürlich nicht alle davon gesehen haben. Hier sind sie, unsere Höhepunkte von Laos.
Mit dem Moped durch (Süd-)Laos
Es war teilweise abenteuerlich alleine drei Tage durch Laos zu fahren, wo die Erinnerungen an Peers Unfall noch so frisch waren. Trotzdem war es ein Höhepunkt. Die Straßen waren in einem guten bis sehr guten Zustand, das Wetter herrlich, die Natur atemberaubend. Die Laoten sind sehr entspannte Verkehrsteilnehmer, dementsprechend angenehm war die Fahrt. Mit einem guten Motorrad und einem Begleiter bin ich jederzeit zu einer Wiederholung bereit, denn im Süden gibt es einiges zu sehen, was wir aus Zeitgründen auslassen mussten.
Höhepunkt Don Det
Ganz im Süden des Landes, an der Grenze zu Kambodscha liegen sie. Die 4000 Inseln im Mekong. Don Det ist eine der größeren und touristisch erschlossen, doch immer noch mit dem Flair von glücklicher Abgeschiedenheit. Man kann es sich gut gehen lassen, zurück lehnen und genießen. Von hier aus eine Bootstour zu den anderen Inseln zu machen und den Sonnenuntergang über dem Mekong zu beobachten, war wunderschön.
Höhepunkt Luang Prabang
Höhepunkt Gibbon Experience
Ein Wirklichkeit gewordener Traum. Gänsehaut, jedes Mal, wenn ich daran denke. Der Gesang der Gibbons klingt in meinen Ohren nach, die Eindrücke des Urwalds sind noch präsent. Das war nicht nur ein Höhepunkt von Laos, sondern mein persönlicher Höhepunkt der gesamten bisherigen Reise. Ich komme wieder.
© Jochen Müller Gibbons in freier Wildbahn in Nordlaos.Höhepunkt Höhlen
Die Vielfalt hat mich völlig überrascht. Wer hätte gedacht, dass Höhlen so unterschiedlich sein können? Ich besuchte acht Höhlen, jede war anders, aber alle waren eindrücklich. Die heilige Höhle Tham Phu Kham war riesig und imposant, das Bad in der blauen Lagune zu ihren Füßen herrlich. Die Wasserhöhle Tham Nam war gedrungen, sich auf einem LKW Schlauch auf dem Wasser liegend an Leinen in der kaum einen Meter hohen Höhle immer tiefer zu den Stromschnellen im Berg zu hangeln ein großer Spaß und ein Abenteuer. Und nicht zuletzt die Entdeckung von Tieren in Tham Hoi war für mich persönlich eine große Freude.
Höhepunkt Menschen
Wie willst Du mal werden, wenn Du groß bist? So in sich ruhend, friedlich und freundlich wie ein Laote.
Höhepunkt Pbeemai
Ich kann nicht aufhören zu grinsen, wenn ich daran denke. Ein ganzes Land, das drei Tage lang gemeinsam singt, lacht und tanzt. Und sich eine Wasserschlacht liefert, die jedem Kind die Freudentränen in die Augen treiben würde. Auch dies war für mich ein Höhepunkt der gesamten Reise, nicht nur von Laos. Sabaidee Pbeemai!
Jochen Müller
Zahlen und Fakten:
Zurückgelegte Wegstrecke (ab Berlin): ca. 25000 km
Transportmittel: Bus, Zug, Auto, Schiff, Moped, Tuk Tuk.
Highlights: Laos in Gänze. Diese tiefenentspannten Menschen und ihr Land kennen lernen zu dürfen war ein Privileg. Man lässt sich von der Friedfertigkeit, der Ausgeglichenheit und der Ruhe anstecken und kommt zu sich. Ohne viel Zutun, eine einnehmende Erfahrung. Vor Sonnenaufgang im Dschungel zu wandern und Gibbons singen zu höhren war ein unvergessliches Erlebnis. In Baumhäusern zu wohnen und unter Wasserfällen tief im Wald zu baden die Erfüllung eines Kindheitstraumes. Die Höhlen um Vang Vieng, besonders Tham Phu Kham und Tham Nam waren ebenso unvergesslich. Und nicht zuletzt die drei Tage Pbeemai, das laotische Neujahrsfest, in zwei Städten des Landes miterleben zu dürfen, war die Krönung. Ein ganzes Land feiert eine drei tage dauernde Wasserschlacht. Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen, es war herrlich, unbeschreiblich. Wie so vieles in Laos. Ich habe ein Stück meines Herzens an dieses Land und seine Menschen verloren.
Ausgaben seit Berlin: 14483 € (Soll: 13530 €. Gut und immer besser.)
Kulturelle Aktivitäten: Einige Wats, die Altstadt von Luang Prabang und Vientiane, Pbeemai, das laotische Neujahrsfest.
Probleme: Abreisen zu müssen. Nicht zu wissen, wann man wieder kommen kann. Geld (ich frage mich, wie lange dieser Punkt hier noch auftaucht).
Verluste: Ein super-duper Funktions-Handtuch (sehr ärgerlich) und ein Motorrad (sehr glücklich).
"Ein Monat in Laos. Das Fazit." kommentieren

