Hauptinhalt
8. April 2012
Der Stand der Dinge
Mitte August wollen wir von Neuseeland aus über den Pazifik nach Mittel- oder Süd-Amerika. Im Januar starteten wir die Suche nach einem Schiff. Bis heute blieb sie ergebnislos. Wie schaffen wir es, den größten Ozean der Erde zu überqueren, ohne zu fliegen?
Die Antwort auf diese für uns und unser Projekt nicht unwichtige Frage lautet momentan: wir haben nicht die geringste Ahnung. Doch auch, wenn dies an sich keine Änderung zum Beginn unserer Reise darstellt, hat sich seither einiges verändert. Wir sind ein halbes Jahr unterwegs. Die Hälfte der ursprünglich geplanten Zeit. Seit drei Monaten strecken wir nun unsere Fühler über das Internet aus. Und nichts haben wir gefunden. Nicht nur keine kostenlose Überfahrt, denn das war nicht weiter verwunderlich. Sondern nicht mal eine bezahlbare Möglichkeit haben wir gefunden. Es hat sich also insofern etwas verändert, als wir beginnen einen gewissen Druck zu verspüren. Und, ob wir das wollen oder nicht, darüber nachdenken müssen, was passiert, wenn wir in Neuseeland stehen und immer noch keine Überfahrt haben.
Die Frage
Ein paar Dinge haben sich in den letzten Wochen und Monaten heraus kristallisiert. Einige sind naheliegend, andere überraschend. Dass es heutzutage nicht mehr so einfach ist wie vor 20 Jahren für „Hand gegen Koje" für eine Überfahrt anzuheuern, war kein Schock. Dass es jedoch auch für Geld kaum eine Möglichkeit gibt, zu dieser Jahreszeit mit dem Schiff von Neuseeland nach Südamerika zu kommen, hatten wir uns nicht ausgemalt. Vielleicht für viel Geld, doch 10.000 Dollar Fahrtkosten stehen für uns leider nicht zur Diskussion. Zwei Wochen auf einem Passagierschiff Cocktails zu schlürfen, würde auch nicht übergangslos in unsere bisherige Reise passen. Von über 50 angeschriebenen Reedereien und Frachtschiff-Reiseveranstaltern hatten nur eine Hand voll Schiffe im Angebot, die für uns in Frage kamen. Alle davon waren ausgebucht, teilweise bis Ende 2013.
Auch sämtlichen anderen Wege hatten uns nicht ans Ziel geführt. Unser Aufruf an die Leser des Blogs, unser Facebook Auftritt, der Twitter Account, der Youtube Kanal, selbst anfangs vielversprechende Optionen im Familien- und Freundeskreis, alle hatten sich nach spätestens ein oder zwei Hoffnungsschimmern in Luft aufgelöst. Was also nun?
Was tun wir?
Die Antwort
Die Antwort ist so simpel wie ernüchternd. Wir können nichts anderes tun, als es weiter zu probieren. Weiter im Internet suchen, derweil wir uns immer mehr dem Hafen von Auckland nähern. Spätestens wenn wir da sind, werden wir wissen, ob das Ansprechen eines Kapitäns in einer verrauchten Hafenspelunke als letzte Möglichkeit taugt oder nicht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Immerhin haben wir mittlerweile einige Neuseeländer kennen gelernt und Adressen ausgetauscht. Es ist immer gut Kontakte vor Ort zu haben, denn es sieht so aus, als könnten wir dort etwas länger bleiben...
Jochen Müller
Die Antwort auf diese für uns und unser Projekt nicht unwichtige Frage lautet momentan: wir haben nicht die geringste Ahnung. Doch auch, wenn dies an sich keine Änderung zum Beginn unserer Reise darstellt, hat sich seither einiges verändert. Wir sind ein halbes Jahr unterwegs. Die Hälfte der ursprünglich geplanten Zeit. Seit drei Monaten strecken wir nun unsere Fühler über das Internet aus. Und nichts haben wir gefunden. Nicht nur keine kostenlose Überfahrt, denn das war nicht weiter verwunderlich. Sondern nicht mal eine bezahlbare Möglichkeit haben wir gefunden. Es hat sich also insofern etwas verändert, als wir beginnen einen gewissen Druck zu verspüren. Und, ob wir das wollen oder nicht, darüber nachdenken müssen, was passiert, wenn wir in Neuseeland stehen und immer noch keine Überfahrt haben.
Die Frage
Ein paar Dinge haben sich in den letzten Wochen und Monaten heraus kristallisiert. Einige sind naheliegend, andere überraschend. Dass es heutzutage nicht mehr so einfach ist wie vor 20 Jahren für „Hand gegen Koje" für eine Überfahrt anzuheuern, war kein Schock. Dass es jedoch auch für Geld kaum eine Möglichkeit gibt, zu dieser Jahreszeit mit dem Schiff von Neuseeland nach Südamerika zu kommen, hatten wir uns nicht ausgemalt. Vielleicht für viel Geld, doch 10.000 Dollar Fahrtkosten stehen für uns leider nicht zur Diskussion. Zwei Wochen auf einem Passagierschiff Cocktails zu schlürfen, würde auch nicht übergangslos in unsere bisherige Reise passen. Von über 50 angeschriebenen Reedereien und Frachtschiff-Reiseveranstaltern hatten nur eine Hand voll Schiffe im Angebot, die für uns in Frage kamen. Alle davon waren ausgebucht, teilweise bis Ende 2013.
Auch sämtlichen anderen Wege hatten uns nicht ans Ziel geführt. Unser Aufruf an die Leser des Blogs, unser Facebook Auftritt, der Twitter Account, der Youtube Kanal, selbst anfangs vielversprechende Optionen im Familien- und Freundeskreis, alle hatten sich nach spätestens ein oder zwei Hoffnungsschimmern in Luft aufgelöst. Was also nun?
Was tun wir?
Die Antwort
Die Antwort ist so simpel wie ernüchternd. Wir können nichts anderes tun, als es weiter zu probieren. Weiter im Internet suchen, derweil wir uns immer mehr dem Hafen von Auckland nähern. Spätestens wenn wir da sind, werden wir wissen, ob das Ansprechen eines Kapitäns in einer verrauchten Hafenspelunke als letzte Möglichkeit taugt oder nicht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Immerhin haben wir mittlerweile einige Neuseeländer kennen gelernt und Adressen ausgetauscht. Es ist immer gut Kontakte vor Ort zu haben, denn es sieht so aus, als könnten wir dort etwas länger bleiben...
Jochen Müller
"Der Stand der Dinge" kommentieren

