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28. Juli 2012
Sackgasse Timor?
Alle Hoffnung Boote nach Australien zu finden, ruhten auf Timor. Ob von Kupang im indonesischen Westteil oder von Dili in Ost-Timor. Von hier aus, so hieß es oft, würden wir sicher Boote finden. Doch dann kamen wir hier an. Und es scheint, als seien wir in einer Sackgasse gelandet.
Wie stehen unsere Möglichkeiten mit einem Schiff von Süd-Ostasien nach Australien zu kommen? Nicht gut. In Bali schien es noch, als hätten wir sieben Möglichkeiten. Doch die lösten sich alle nacheinander in Wohlgefallen auf. Alle, bis auf Timor. Doch dazu später.
Die Mitsegelzentralen haben allesamt keine Ergebnisse geliefert. Zwar kamen wir in Kontakt mit einem knappen Dutzend Seglern, doch alle lehnten ab. Wie bereits erwähnt weht der Wind momentan in die falsche Richtung. Die Lösung dieses Problems ist so einfach wie undurchführbar. Wir müssten zwei, eher drei Monate warten, dann sei es einfach, heißt es. Doch die Zeit haben wir nicht.
Alle Personen, die ich ansprach, ob ein australischer Kapitän auf Bali, ein Reisebürobesitzer aus Lombok, der uns das Blaue vom Himmel versprach, oder so manch andere, hatten eins gemeinsam. Niemand meldete sich je wieder.
Auf die Annoncen im „Bali Advertiser" hat sich ebenfalls niemand gemeldet.
Von drei Logistik-Unternehmen, auf deren Annoncen im „Bali Advertiser" ich schrieb, meldete sich eine zurück. Es hieß, wir können vielleicht von Surabaya aus nach Australien fahren. Doch das liegt auf Java, wir müssten den weiten Weg zurück fahren. Abgesehen davon haben wir von Surabaya schon des Öfteren gehört. Viel widersprüchliches, doch nie etwas Konkretes. Das Risiko wollen wir nicht eingehen.
© Jochen Müller Die Lavalon Bar in Kupang auf West-Timor. Ein legendärer Ort, zumindest im Internet.
Als wir nun also in Kupang ankamen, ruhten all unsere Hoffnungen auf Edwin und seiner „Lavalon Bar". Dieser Mann und seine Bar tauchen in einigen Foren und Blogs im Internet auf, es heißt, er sei der Mann, der Menschen wie uns hilfreich zur Seite steht, er kenne Timor in- und auswendig. Doch er war nicht da. Wir fanden allerdings in seiner Bar einen Aushang eines polnischen Paares, die ebenso wie wir ein Boot suchten. Ich schrieb ihnen noch in der ersten Nacht in Kupang eine Mail. Man könne sich entweder zusammen tun und die Preise für ein Charterboot teilen, oder aber, wenn ihr Aushang älter sein sollte und sie es geschafft haben sollten, könnten sie uns vielleicht Tips geben. So die Hoffnung, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.
Derweil stellten wir uns darauf ein, West-Timor nach Seglern und ihren Booten, nach Fischer- und Fracht-Schiffen gründlichst abzusuchen. Wir wollten nichts unversucht lassen. Die nächsten Tage werden zeigen, was diese Versuche erbringen.
Jochen Müller
Wie stehen unsere Möglichkeiten mit einem Schiff von Süd-Ostasien nach Australien zu kommen? Nicht gut. In Bali schien es noch, als hätten wir sieben Möglichkeiten. Doch die lösten sich alle nacheinander in Wohlgefallen auf. Alle, bis auf Timor. Doch dazu später.
Die Mitsegelzentralen haben allesamt keine Ergebnisse geliefert. Zwar kamen wir in Kontakt mit einem knappen Dutzend Seglern, doch alle lehnten ab. Wie bereits erwähnt weht der Wind momentan in die falsche Richtung. Die Lösung dieses Problems ist so einfach wie undurchführbar. Wir müssten zwei, eher drei Monate warten, dann sei es einfach, heißt es. Doch die Zeit haben wir nicht.
Alle Personen, die ich ansprach, ob ein australischer Kapitän auf Bali, ein Reisebürobesitzer aus Lombok, der uns das Blaue vom Himmel versprach, oder so manch andere, hatten eins gemeinsam. Niemand meldete sich je wieder.
Auf die Annoncen im „Bali Advertiser" hat sich ebenfalls niemand gemeldet.
Von drei Logistik-Unternehmen, auf deren Annoncen im „Bali Advertiser" ich schrieb, meldete sich eine zurück. Es hieß, wir können vielleicht von Surabaya aus nach Australien fahren. Doch das liegt auf Java, wir müssten den weiten Weg zurück fahren. Abgesehen davon haben wir von Surabaya schon des Öfteren gehört. Viel widersprüchliches, doch nie etwas Konkretes. Das Risiko wollen wir nicht eingehen.
Als wir nun also in Kupang ankamen, ruhten all unsere Hoffnungen auf Edwin und seiner „Lavalon Bar". Dieser Mann und seine Bar tauchen in einigen Foren und Blogs im Internet auf, es heißt, er sei der Mann, der Menschen wie uns hilfreich zur Seite steht, er kenne Timor in- und auswendig. Doch er war nicht da. Wir fanden allerdings in seiner Bar einen Aushang eines polnischen Paares, die ebenso wie wir ein Boot suchten. Ich schrieb ihnen noch in der ersten Nacht in Kupang eine Mail. Man könne sich entweder zusammen tun und die Preise für ein Charterboot teilen, oder aber, wenn ihr Aushang älter sein sollte und sie es geschafft haben sollten, könnten sie uns vielleicht Tips geben. So die Hoffnung, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.
Derweil stellten wir uns darauf ein, West-Timor nach Seglern und ihren Booten, nach Fischer- und Fracht-Schiffen gründlichst abzusuchen. Wir wollten nichts unversucht lassen. Die nächsten Tage werden zeigen, was diese Versuche erbringen.
Jochen Müller
Kommentare zu "Sackgasse Timor?"
Re: Seeweg nach Australien
von Jochen Müller
am 28.07.2012 um 18:04 Uhr

Recht hast Du. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können ;)
"Sackgasse Timor?" kommentieren

Scheiße,scheiße, scheiße...aber wie ich eure Unerbittlichkeit kenne, findet ihr einen Weg aus derselben!
Viel Erfolg wünscht
Brigitte