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31. Juli 2012
Hin und her. Und weg?
Wir sind immer noch in Kupang, baumeln zwischen Enttäuschung und Hoffnung hin und her wie die Pendel. Wieder gibt es Neuigkeiten. Wieder sowohl gute, wie schlechte. Natürlich, sonst könnte es ja langweilig werden.
Nachdem wir unsere Autorisierungen für Ost-Timor beantragt hatten, fuhren wir mit unserem Miet-Roller zu den zwei Bars, die wir von unserem „Kontaktmann" Dan aus Ost-Timor genannt bekommen hatten. Hier sollten sich die Segler nur so tummeln, schrieb er. Während des letzten Yacht-Rennens sei das so weit gegangen, dass die indonesische Einwanderungsbehörde gar einen Stand direkt in der Bar hatte, wo sich die Segler gleich an Ort und Stelle ihren Pass stempeln lassen konnten.
© Jochen Müller Teddys Bar
Ich weiß nicht, wie ich mir eine Segler-Bar vorstellte, doch zumindest hatte ich einige Segler vor meinem geistigen Auge. Zwei verwaiste Bars, in denen die Angestellten sich gelangweilt Seifenopern im Fernseher anschauen, hatte ich nicht erwartet. In „Teddys Bar" trafen wir zwar einen australischen Auswanderer, doch der lebte eigentlich auf den Philippinen und konnte uns wenig helfen. Abgesehen davon, dass er kaum zu verstehen war, weil er eine Mischung aus breitem australischen und noch breiterem alkoholisierten Slang sprach. Gegenüber lag die „Pantai Laut Bar". Wir aßen gebratenen Reis und genossen den Blick über das Meer zur Insel Kera. Sonst gab es hier nichts für uns zu wollen. Später kamen auch hier einige Australier an, drei an der Zahl. Allesamt Typ grauhaarige Seebären, die sich jedoch als Surfer entpuppten und mit dem Flieger unterwegs waren.
© Jochen Müller So hatte ich mir eine Seglerkneipe nicht vorgestellt. Wo sind denn die Segler?
Es hieß lediglich, wir sollten täglich hier vorbeisehen, denn Segler ankerten direkt vor den Bars.
© Jochen Müller Pantai Laut
Sobald wir ein Boot mit ausländischer Flagge sähen, könnten wir Hoffnung schöpfen, denn diese Segler würden früher oder später in den Bars auftauchen. Wir trafen auch Mickey wieder, den Einheimischen, der uns Hilfe versprochen hatte. Dies war also der Hafen, von dem er gesprochen hatte, an dem er täglich sei und für uns nach Booten Ausschau halten wollte. Sein Name wurde uns von einem der Australier bestätigt. Wenn er uns nicht helfen könne, sagte er, könne das niemand. Er oder Edwin, der Besitzer der „Lavalon Bar". Stimmt, den gab es ja auch noch. Und er sollte auch wieder aus Ost-Timor zurück sein. Also fuhren wir in seine Bar. Doch Edwin war nicht da. Dafür trafen wir ein Deutsches Pärchen aus Berlin, immerhin. Als es sich herausstellte, dass die Frau, genau wie ich, in der Charité gearbeitet hatte, sogar in einem verwandten Fachgebiet, freuten wir uns zwar alle wie klein die Welt war, nur konnte mir momentan auch keine Magnetresonanztomografie-Spezialistin weiter helfen.
So ist das mit der Hoffnung. Sie kommt und geht.
Jochen Müller
Nachdem wir unsere Autorisierungen für Ost-Timor beantragt hatten, fuhren wir mit unserem Miet-Roller zu den zwei Bars, die wir von unserem „Kontaktmann" Dan aus Ost-Timor genannt bekommen hatten. Hier sollten sich die Segler nur so tummeln, schrieb er. Während des letzten Yacht-Rennens sei das so weit gegangen, dass die indonesische Einwanderungsbehörde gar einen Stand direkt in der Bar hatte, wo sich die Segler gleich an Ort und Stelle ihren Pass stempeln lassen konnten.
Es hieß lediglich, wir sollten täglich hier vorbeisehen, denn Segler ankerten direkt vor den Bars.
So ist das mit der Hoffnung. Sie kommt und geht.
Jochen Müller
Kommentare zu "Hin und her. Und weg?"
hin und her und vor und zurück
von gisilamprecht
am 31.07.2012 um 15:35 Uhr
Ach, manno, Ihr rennt ja noch immer am Strand rum und sucht ein Bootchen , das ist ja zum Mäusemelken, verflixt nochmal , Sch....., stimmt, kann mal wohl sagen, da wird man ja ganz rappelig, ich drück Euch ganz doll, vielleicht hilfts ja und außerdem sowas von die Daumen.... mannomann Gisi
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Haltet durch, ihr werde sicherlich eine Lösung finden, wie auch immer die aussehen mag. Verfolge euren Blog schon seit Russland und ihr habt bisher aus allen Schwierigkeiten rausgefunden. Ich drück euch die Daumen!!!