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18. Juli 2012

Die Verbrennung einer Hohepriesterin


Ida Pedanda Istri Mas war die älteste Balinesin und höchste Hohepriesterin der Insel, als sie kürzlich im Alter von 111 Jahren verstarb. Der Zufall wollte es, dass wir zu ihrer Verbrennung eingeladen wurden, einer feierlicher Zeremonie, wie sie nur einmal alle hundert Jahre vorkommt.

Für manche Dinge muss man zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Man kann sie nicht planen, sie tauchen nicht in Veranstaltungskalendern auf, und auf die Idee sie zu googeln kommt man nicht, wenn man sie denn überhaupt dort finden würde. Wir wären weder auf die Idee gekommen nach der Vrebrennungszeremonie einer balinesishen Hohepriesterin zu suchen, noch, dass wir dort gern gesehene Gäste gewesen wären. Doch unser Interesse an der balinesischen Kultur (siehe vorangegangener Text) führte dazu, dass wir von einem Tempelwächter eingeladen wurden "das wahre Bali" zu erleben.

Balinesische Totenzeremonien

Das Leben auf Bali ist von unzähligen Zeremonien und religiösen Feierlichkeiten geprägt, die von Dorf zu Dorf sehr unterschiedlich sein können. Da jeder Gläubige dazu verpflichtet ist, an allen wichtigen Zeremonien teilzunehmen, führt dies dazu, dass in manchen größeren Betrieben bis zu einem Viertel der Angestellten ständig im Urlaub ist. Von den Geburtstagen der Tempel einmal abgesehen sind die Leichenverbrennungen mit Sicherheit die wichtigsten Zeremonien überhaupt auf Bali.
Ida-11.JPG© Jochen MüllerZwei kostümierte Männer necken und
provozieren die Geister. Als Ablenkung
und Aufforderung die Verstorbene ins
Reich der Götter ziehen zu lassen.
 Es ist durchaus üblich für eine Kremation weit mehr Geld auszugeben als für Hochzeiten oder andere Feste. Der Hinduismus ist geprägt von der Vorstellung, dass die Seele des Menschen im Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt gefangen ist. Stirbt ein Mensch, trauert zwar auch ein Hinduist, doch im Prinzip ist es ein Grund zur Freude, denn die Seele des Verstorbenen ist von der Last des irdischen Körpers befreit und kann eine neuere, vielleicht bessere Inkarnation eingehen. Um dies zu erreichen ist unter anderem das Datum der Verbrennung wichtig. So kommt es, dass die Körper vom Zeitpunkt des Todes bis zur Verbrennung Tage bis Monate aufbewahrt werden. Wie, richtet sich nach dem Wohlstand der Familie und der Kaste, zu der diese gehört. Arme Leute begraben ihre Toten und warten auf die Verbrennungen höhergestellter und reicherer Mitglieder des Ortes. Stirbt dann jemand, für den eine feierliche Verbrennung arrangiert wird, wird die Leiche ausgegraben und gemeinsam mit der des höhergestellten verbrannt. Anders wären die teilweise in die tausende Euro gehenden Zeremonien niemals zu bezahlen und eine Reinkarnation des Verwandten würde erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Im Falle von Ida Pedanda Istri Mas lag die Sache jedoch anders. Sie war eine Pedanda, eine Hohepriesterin und gehörte der Kaste der Brahmanen an. Dieser höchsten Kaste ist der Priesterberuf vorbehalten, sie stehen sogar noch über dem Adel. Da ihre Familie wohlhabend ist, konnten sie sich die unglaubliche Summe von 100.000 US Dollar leisten, die die Verbrennungszeremonie und die dreitägigen Feierlichkeiten kosteten.

Ida-0.JPG© Jochen Müller Zu jeder wichtigen Zeremonie gehört das passende Outfit. Wir kauften uns Sarongs und ließen uns die Wickeltechnik erklären. Die Männer brauchten noch eine Kopfbedeckung. Ich hatte einen Schal, es tut aber auch ein Handtuch, wie in Dominiks Fall.

Als die Hohepriesterin im Februar im Alter von 111 Jahren starb, starb nicht nur die älteste Balinesin und höchste Hohepriesterin Balis, sondern auch eine Legende. Es hieß, keiner verstehe die göttlichen und weltlichen Sphären so gut wie Ida Pedanda Istri Mas. Doch einige glaubten, sie hätte auch magische Kräfte. Als der Vulkan Gunung Agung 1963 ausbrach, war der am Vulkan-Hang gelegene Tempel "Besakih", der heiligste und Mutter-Tempel Balis, in großer Gefahr. Sie war die einzige Hohepriesterin, die während des Ausbruchs dort blieb. Viele Dörfer wurden vernichtet, hunderte Menschen starben. Doch während die Lava teilweise bis in tiefer gelegene Regionen floss und dort verheerende Schäden anrichtete, hielt sie kurz vor Besakih an. Der Tempel war gerettet und der legendäre Ruf der Hohepriestering begründet.
Nach ihrem Tod wurde sie einbalsamiert und bis zum günstigsten Datum für eine Verbrennung, dem ersten Juli, im Tempel auf dem Anwesen der Familie aufbewahrt. Viele Familien haben auf Bali kleine eigene Tempel auf ihrem Grundstück, die alle einem regelmäßigen Aufbau folgen. Den Tempel dieser Hohepriesterin durften wir nicht besuchen, da solange sie dort aufgebart war, uns Ungläubigen der Zutritt verboten blieb. Jedoch waren wir am ganzen Tage zu beinahe allen Teilen der Zeremonie gerne gesehene Gäste. Alleine den Gebeten durften wir nicht beiwohnen, was natürlich nachvollziehbar war. Unsere Verwunderung, dass zu einem solch persönlichen Moment wie der Verbrennung überhaupt Touristen eingeladen werden, beantwortete Ida, der Tempelwächter der uns einlud und uns während des Tages immer wieder Dinge erklärte, ganz einfach. „Die Anzahl der Gäste bei einer Verbrennung ist wichtig für die Familie des Verstorbenen. Je zahlreicher die Gäste, um so größer die Ehre". Natürlich sollten sich solche Besucher im Hintergrund halten und besonders die verschiedenen religiösen Zeremonien nicht stören. Wir hielten uns daran und machten offensichtlich alles richtig. Tatsächlich kam es öfters vor, dass besonders ältere Anwesende auf uns zukamen, uns begrüßten und uns dafür dankten, dass wir gekommen waren.

Ida-2.JPG© Jochen Müller Der Tag begann mit dem Einfinden der Gäste. Die anwesenden Hohepriester saßen erhöht.

Ida-1.JPG© Jochen Müller Zur Begrüßung wurden Kaffee und balinesisches Gebäck gereicht, dann ging es zum Mittagessen.

Ida-3.JPG© Jochen Müller Die letzten Opfergaben treffen ein.

Warten auf gute Geister

Wir bekamen morgens um neun zuerst Kaffee und Gebäck gereicht. Die Zeit vom Beginn der Veranstaltung bis zur Mittagstunde dient der Ankunft aller Gäste und deren Verköstigung. Denn bis um zwölf Uhr überwiegen die bösen Geister. Keine gute Zeit um die Seele des Toten auf die Reise zu schicken. Nach dem Kaffee, den wir neben einem älteren Ehepaar einnahmen, welche uns noch letzte Fragen beantworteten, wurden wir von ihnen gebeten doch über die Straße zu gehen um dort unser Mittagessen einzunehmen. Diesem Beispiel folgten auch andere, denen wir begegneten.
Ida-6.JPG© Jochen Müller
Die Verköstigung der Gäste ist ein wichtiger Bestandteil der Zeremonie, kein Gast soll Hunger oder Durst leiden, niemand darf dafür etwas zahlen. Bei geschätzten weit über tausend Gästen an diesem Tage war allein dies nicht einfach zu bewerkstelligen. Viele Frauen waren ständig damit beschäftigt Getränke und Speisen zuzubereiten oder neue zu bringen. Beim Mittagessen lernten wir eine Gruppe junger Leute kennen, die versprachen uns rechtzeitig mit zum nächsten wichtigen Moment mitzunehmen. Wir trafen auch Ida, der uns eingeladen hatte und sich sehr freute uns zu sehen. „Ich war mir nicht sicher, ob ihr kommen würdet, immerhin dauert die Fahrt von Ubud hierher zwei Stunden. Umso größer ist die Freude Euch zu sehen" Dann hieß es wieder zurück zu gehen. Der große Moment stand kurz bevor. Vor dem Grundstück der Familie kamen die Gäste zusammen, Frauen trugen die letzten Opfergaben in hohen Türmen, die sie auf dem Kopf trugen, damit sie möglichst weit entfernt vom Boden bleiben, der Sphäre der bösen Geister, in den Haustempel. Musiker spielten unaufhörlich, der Eingansbereich wurde erneut gesegnet und ein Priester vollführte einen Sitztanz, eingehüllt in den Dunst aus Räucherstäbchen und Weihrauch. Dann war die Aufregung groß, wir blickten in die Straße und sahen den Tross auf uns zukommen. Den Umzug vom Heim zur Verbrennungsstätte außerhalb des Dorfes ist ein großes Spektakel. Der Sarg hat, im Falle der Brahmanen, die Form einer riesigen weißen Kuh, die noch leer bleibt. Der Leichnam wird auf einem Bade transportiert, einem Verbrennungsturm, der mehrere Meter hoch war. Der Sarg, der Bade, sowie andere, kleinere Schreine, sind auf Bambuskonstruktionen angebracht, die von Gruppen von Männern bis zur Verbrennungsstätte getragen werden.

Ida-4.JPG© Jochen Müller Eine letzte Zeremonie reinigt den Weg aus dem Heim der Familie.

Ida-5.JPG© Jochen Müller Unaufhörlich spielen Musiker. Wie uns gesagt wurde, die besten ganz Balis.

Ida-8.JPG© Jochen Müller Den Eingang des Anwesens der Familie schmücken Drachenfiguren, der Weg wurde mit einem weißen Tuch ausgelegt.

Ida-7.JPG© Jochen Müller Einzug des Bade genannten Opferturms.

Ida-9.JPG© Jochen Müller Es ist soweit, die Opfergaben werden hinaus gebracht, gefolgt vom Leichentuch der Verstorbenen.

Ida-12.JPG© Jochen Müller Der Leichnahm wird auf den Bade gebracht.

Weiße Tücher wurden ausgelegt, dann wurden die
Ida-10.JPG© Jochen Müller
 Opfergaben nacheinander aus dem Tempel getragen, ganz zum Schluss kam der Leichnam. Er wurde auf den Bade gebracht, ein Priester blieb auf der Spitze des Turms bei ihm, der Tross setzte sich in Bewegung. Von Musik begleitet und unter dem Geschrei der Männer, die die tonnenschweren Konstruktionen trugen, ging es los. Dabei wurde an jeder Wegkreuzung innegehalten und sich wild im Kreise gedreht, um die Dämonen zu verwirren und ihnen die Verfolgung des Leichnams zu erschweren. Aber auch die Seele der Toten soll den Weg zurück zum Haus der Familie nicht wiederfinden, sonst würde sie das Heim unsicher machen. Nach einiger Zeit, die dieses spektakuläre Schauspiel dauerte, kamen wir am Kremationsplatz an.

Ida-13.JPG© Jochen Müller Der Tross setzt sich in Bewegung. Kleine Schreine werden von Männern auf Bambuskonstruktionen getragen.

Ida-14.JPG© Jochen Müller Der Sarg, in Form einer weißen Kuh, wird an Wegkreuzungen wild hin und hergedreht. Um Geister zu verwirren und dem Geist der Verstorbenen den Heimweg zu erschweren.

Ida-15.JPG© Jochen Müller Das Leichentuch wird, flankiert von Tänzern, zum Verbrennungsplatz getragen.

Ein letzter Umzug

Ida-16.JPG© Jochen Müller Der Leichnahm auf dem Bade, begleitet von
einem Hohepriester.
Am Kremationsplatz umrundet der Leichnam den Ort der Verbrennung dreimal, dann wird der Bade abgestellt. Der Sarkophag wird auf einem kleinen Hügel positioniert und die Körper tritt seine letzte irdische Reise an. Er wird vom Bade hinuntergeholt und auf Händen zum und in den Sarkophag getragen, welcher zuvor von jungen Mädchen mit ihren Haaren ausgefegt worden war. Auf den Leichnam, der von einem Hohepriester mit Weihwasser besprengt wird, kommen nun die Opfergaben. Jeder gibt seine Beigaben selber hinein, immer wieder wird Weihwasser beigegeben, die der Sarkophag völlig angefüllt ist. Letzte Gebete werden gesprochen, das Dach über dem Sarkophag wird entfernt und alles wird in Brand gesteckt. Das, was in Monaten kunstvoll erbaut wurde und ein Vermögen gekostet hat, verbrennt in wenigen Minuten. Die Essenz des Glaubens der Balinesen wird hierdurch vielleicht am besten demonstiert. Nur die Seele hat ewigen Bestand, doch alle Materie ist vergänglich.

Ida-18.JPG© Jochen Müller Junge Mädchen fegen den Innenraum des noch leeren Sarges mit ihren Haaren aus.

Ida-20.JPG© Jochen Müller Der Leichnahm tritt seine letzte irdische Reise an. Vom Bade in den Sarg.

Ida-21.JPG© Jochen Müller Der Leichnahm wird in den Sarg verbracht.

Ida-22.JPG© Jochen Müller Die Zeremonie wird begleitet von Musik und Tänzen.

Ida-23.JPG© Jochen Müller Die Gäste bringen nacheinander ihre Opfergaben in den Sarg.

Ida-24.JPG© Jochen Müller Hohepriester begießen die Opfergaben und den Leichnahm mit heiligem Wasser.

Ida-25.JPG© Jochen Müller Der große Moment steht unmittelbar bevor, der Sarg ist bereits verschlossen, das Dach wird entfernt.

Ida-26.JPG© Jochen Müller Die Urenkeling der Verstorbenen entzündete gemeinsam mit einem Hohepriester den Sarg.

Ida-27.JPG© Jochen Müller Das Werk monatelanger Vorbereitung geht innerhalb weniger Minuten in Flammen auf und verbrennt. Ida Pedanda Istri Mas' letzte Reise ist angetreten. Möge sie den Weg in die göttliche Sphäre finden.

Am kommenden Tag wird die Asche dann in einer weiteren Prozession der See übergeben. Die Feierlichkeiten dauern noch einen letzten Tag an, dann ist die Seele aus der irdischen Welt vollends in die göttliche Sphäre übergegangen.

So lange blieben wir freilich nicht. Die Zeremonie dieses Tages endete mit der Verbrennung am späten Nachmittag, so dass wir noch rechtzeitig den Weg heim antreten konnten um zum Einbruch der Dunkelheit in Ubud anzukommen. Wir waren so angefüllt mit Eindrücken und Informationen, dass wir den Rest des Tages über nichts anderes sprachen. Bis auf eine Familie, die wir gesehen hatten, waren wir die einzigen Touristen gewesen, die die Ehre und Freude hatten, die Kremation der Ida Pedanda Istri Mas erleben zu dürfen. Wir hatten das wahre Bali erlebt und Dinge gesehen, wie sie nur wenige Touristen sehen. So kam es, dass wir abends Ida anriefen und sein Angebot annahmen, uns am folgenden Tag noch weitere Orte der Insel zu zeigen. Die Vorstellung nun eine der oft angebotenen Touren zu buchen, wollte uns nicht mehr gefallen. Doch unsere Begeisterung für Bali war geweckt. Wir wollten noch mehr von dieser Insel und ihrer Kultur sehen. Und Ida zeigte sich begeistert uns diesen Wunsch zu erfüllen. Diesmal zwar gegen Bezahlung, doch das war völlig in Ordnung, hatte er uns doch bereits zwei Tage lang reich mit Eindrücken beschenkt.


Jochen Müller
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Kommentare zu "Die Verbrennung einer Hohepriesterin"

[antworten]

von Stan am 18.07.2012 um 10:54 Uhr

Wow! Sowas sieht man sonst nur im Fernsehen oder liest es in der Geo!
Ihr Glückstierchen!
Vielen Dank für den balinesischen Tiefgang.

Stan. Your biggest fan.


Verbrennung [antworten]

von gisilamprecht am 18.07.2012 um 11:30 Uhr

Ich bin beeindruckt, ein wirklich tolles und einmaliges Erlebnis der dortigen Kultur und Ihr ward dabei, wunderschön beschrieben, Jochen LG gisi


wahre Bali [antworten]

von Anna-Maria Ciupe am 18.07.2012 um 16:15 Uhr

Vielen Dank fuer diesen wunderbaren Artikel und ich wuensche euch weiterhin solche einmalige Erlebnisse und freue mich immer wieder daran teilnehmen zu koennen.Viele Gruesse von Anna-Maria.


wahre Bali [antworten]

von Anna-Maria Ciupe am 18.07.2012 um 16:36 Uhr

Danke fuer dieses einmalige Erlebnis! Ich wuensche euch weiterhin besondere Momente und freue mich dran teilnehmen zu koennen.


[antworten]

von Ulrich Berthold am 18.07.2012 um 19:34 Uhr

Ich habe als langjähriger Asienreisender den Blog mit wachsendem Interesse verfolgt.Meine Favoriten für Urlaubsreisen ( allerdings als Vielflieger beruflich bedingt, immer per Flug ) waren Thailand und Bali.
Was ich aber hier gelesen habe, toppt Alles bisher selbst Erlebte.
Viel Glück weiterhin auf der Suche nach einem Schiffstrip nach AUS.


Schauer [antworten]

von Fabian am 19.07.2012 um 07:28 Uhr

Hallo Jungs,
noch immer laufen mir Schauer über den Rücken nach dem Lesen des Berichtes. Vielen Dank für euren Schreibstil und eure offenen Augen! Viel Glück euch!


[antworten]

von Jasmin am 22.07.2012 um 15:28 Uhr

Ich freue mich für Euch, dass Ihr die Gelegenheit hattet, an einer solch außergewöhnlichen Zeremonie teilzunehmen. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll.
Weiterhin viel Glück!
Liebe Grüße



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