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22. Juli 2012
Der Stand der Dinge
Als wir vor etwa sechs Monaten mit der Suche nach Schiffen begannen, waren wir naiv zu glauben dies würde bald Ergebnisse liefern. Seither ist einige Zeit vergangen und wir haben viel dazu gelernt. Nicht immer mit positivem Ergebnis. So gibt es gute und schlechte Neuigkeiten.
Als Peer und ich das erste Mal über unsere Reise sprachen, saßen wir zusammen vor einer Weltkarte.
© Google.com Was auf der Karte nur ein Finger breit ist, ist in Wirklichkeit
ein großes Problem.
Jeder machte seine Kreuze an Orte, die er gerne besuchen wollte. Danach verbanden wir die Kreuze mit einer Linie und steckten unsere Route grob ab. Dabei stellten wir zwei Dinge fest. Erstens würde Afrika außen vor bleiben müssen, es wollte sich einfach nicht leicht in den Rest der Route integrieren lassen. Zweitens gab es nur zwei Stellen, an denen sich nach Blick auf die Karte ein Flug lohnen würde, namentlich der Atlantik und der Pazifik. So kamen wir überhaupt auf die Idee auch noch auf diese Flüge zu verzichten und es ganz ohne Flugzeuge probieren zu wollen.
Im Nachhinein liegt die Ironie dieser Geschichte daran, dass die ehemals als größtes Problem angesehen Strecke als erstes gelöst wurde. Und andere bis heute auf eine Lösung warten.
Auf allen Kanälen
Wir schrieben etwa fünfzig große Frachtschiff-Reedereien und internationale Speditionen sowie Anbieter von Frachtschiff-Reisen an. Und fanden als erstes heraus, dass das Prinzip „Hand gegen Koje" der Vergangenheit angehört. Heutige Sicherheitsstandards, Versicherungen und nicht zuletzt die Gewerkschaften der Seeleute haben der Möglichkeit für Teilstrecken auf Frachtschiffen anzuheuern einen Riegel vorgeschoben.
© Facebook.com Auch unsere Facebook-Seite "Around The World Without Jetlag"
hat uns keine Überfahrt über die Ozeane eingebracht.
Uns wurde gesagt, dies sei heute in etwa so unwahrscheinlich wie für einen Lufthansa-Flug von Frankfurt nach New York spontan als Kabinenpersonal anzuheuern. Also hatte sich dies erledigt. Auch der Aufruf an die Leser, den wir über unser blog starteten, erbrachte nichts, gleichermaßen unsere Facebook-Seite, sowie Twitter-Account. Das Internet 2.0 konnte uns in diesem Falle nicht helfen. Wir fragten jeden Reisenden, den wir trafen und erzählten unsere Geschichte, bis uns die Zungen taub wurden. In Laos lernten wir während der Gibbon-Experience Neuseeländer kennen, die unser Gesuch in der Heimat verbreiteten, doch die Segler dort konnten uns auch nicht helfen. Denn der Wind weht gegen uns. Wie bereits in einem der letzten Texte beschrieben weht der Wind je nach Jahreszeit auf den Ozeanen in verschiedene Richtungen. Was das angeht haben wir mit unserer Reise ein schlechtes Timing bewiesen. Zur Zeit wäre es leicht von Australien nach Indonesien zu kommen, nicht zuletzt weil momentan auch noch die Sommerferien dort beginnen und viele Urlaub haben. Ende September, wenn wir von Neuseeland nach Panama wollen, weht der Wind auch gegen uns. Angebote dann von Panama nach Neuseeland zu kommen hatten wir einige. In unserer Richtung ist dies nahezu unmöglich. Also was tun?
Die Antwort liegt in Wuppertal
Wir verabschiedeten uns vom Segeln und bissen in den sauren Apfel doch eine Reise auf einem Container-Frachter zu buchen. Anbieter gibt es zahlreiche, Kontakt hatten wir bereits zu einigen. Und fanden in „Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer GmbH" aus Wuppertal nicht nur einen Anbieter der uns Angebote für unsere Routen zu den gewünschten Zeiten liefern konnte, sondern auch noch der günstigste unter den Veranstaltern war und bequemer weise auch noch Deutsch sprach. Unsere Ansprechpartnerin Frau Weber ist zu unserem persönlichen guten Engel geworden, die geduldig und zuverlässig jede neue Idee und Möglichkeit ausforschte und in machbare Realität umwandelte. So kam es, dass sich das ehemals größte Problem, die Überquerung des Pazifik, in Luft auflöste. Die Strecke ist bereits gebucht und angezahlt. Der Preis ist zwar auf den ersten Blick gesalzen, denn 2000 Euro tun unserem Geldbeutel sehr weh. Doch bei dieser Art des Reisens muss man folgendes beachten. Man ist für einige Tage unterwegs. Von Auckland in Neuseeland nach Manzanillo in Panama 18 Tage. In dieser Zeit ist man mit drei Mahlzeiten am Tag voll verpflegt und recht luxuriös untergebracht. Ein Flug von Neuseeland nach Panama kostet ebenfalls über tausend Euro und man müsste sich danach über zwei Wochen verpflegen und unterkommen. Der Preisunterschied amortisiert sich so ein wenig.
© Jochen Müller Hier liegt unsere Hoffnung: Frachtschiffe nehmen gegen Bezahlung Reisende mit auf ihren Fahrten über die Weltmeere.
Landratten als Sicherheitsrisiko
Auch die Strecke von Australien nach Neuseeland haben wir mittlerweile aufgegeben segeln zu wollen.
© Jochen Müller In die Marina gehen und Segelboote anhalten?
Nicht so einfach und auch nicht immer angebracht.
Laut Auskunft eines Freundes, der Segellehrer ist, war dies ohnehin sinnlos. Er sprach von Hurrikan Saison und davon, dass zu dem Zeitpunkt die Weltelite in pazifischen Gewässern segelt. „Selbst wenn Euch da einer mitnähme, wärt Ihr als Landratten nur im Wege, mehr noch, ein Sicherheitsrisiko. Vergesst es und bucht eine Kabine auf einem richtig dicken Schiff". Wir brauchten ein paar Monate, doch nun glauben wir ihm. Leider sind die dicken Dinger im Verhältnis umso teurer, je kürzer sie fahren. Bei kurzen Strecken, wie von Brisbane in Australien nach Auckland in Neuseeland, wofür das Frachtschiff vier Tage braucht, fällt der eigentliche Preis für die Überfahrt im Vergleich zu Dingen wie Deviationsvesicherung, Buchungspauschalen und vor allem Hafengebühren weit weniger ins Gewicht. Die Reisen werden nach Länge berechnet, die Tagessätze liegen im Schnitt um die hundert Dollar bis Euro. Doch zusammen mit allen Gebühren und Pauschalen summiert sich auch diese Reise auf stolze 800 Euro. Da kann man den Vergleich zum Flug mit unter 200 Euro schon wagen. Oder aber scheuen, je nach Gusto.
© Jochen Müller Segler und Segelhäfen gibt es viele. Nur wie den Kontakt herstellen?
Sieben Möglichkeiten
Der Punkt bei all dem ist, dass nun eigentlich fast alles im Kasten ist.
© Jochen Müller Das schwarze Brett im Hafen von Benoa auf Bali.
Leider schon ganz schön voll.
Oder? Nein, und das ist recht bitter, denn das nächste Ziel, Australien, versucht alles daran zu setzen uns doch noch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die dortigen Immigrationsbehörden und Seemanns-Gewerkschaften haben erfolgreich dafür gesorgt, dass jegliche regelmäßige Schiffsverbindung zwischen Süd-Ostasien und Australien zum erliegen kam. Die Furcht vor einem Ansturm illegaler Immigranten legt Reisen wie uns beinahe unüberwindliche Hindernisse in den Weg. Doch wir sind glücklicherweise von Hause aus mit einem guten Maß an Sturheit gesegnet und geben so leicht nicht auf.
Wir haben stolze sieben Möglichkeiten, von denen eine gefälligst zu funktionieren hat. Hier sind sie:
1. und am realistischsten: Ost-Timor. Nur 500 Kilometer trennen die Südspitze des Landes von der Nordspitze Australiens. Viele australische Fischer fahren nach Norden, kaufen die dort günstigen Meerestiere und verschiffen sie auf ihren Kuttern in den Süden.
Im indonesischen Westteil Timors gibt es einen Hostel- und Barbesitzer, der dort bereits lange lebt, die Insel gut kennt und bereits anderen Suchenden wie uns hat helfen können. Hin und wieder kann er Kontakte zu australischen Krabben-Fischern vermitteln, die gegen Bezahlung Reisende auf der Rückfahrt mitnehmen. Da wollen wir hin, denn er ist nur persönlich anzusprechen. Einen Versuch ist es wert.
2. Wie bereits erwähnt gibt es allerlei Portale im Internet, die Mitnahmen auf privaten Segelbooten vermitteln. Auf find-a-crew.com hat unser Account bisher einige Kontakte erbracht, die sich, bis auf einen, schnell wieder erledigten. Das Problem war, wie gesagt, der Wind. Das einzig konkrete Angebot schlugen wir aus. 2000 Dollar pro Person für die "Bemühungen" des Boots-Besitzers war uns zu viel.
3. Die beiden deutschen Portale hand-gegen-koje.com und handgegenkoje.de liefern zwar wenig Angebote für die Gewässer, in die wir uns verirrt haben. Ein Segler, der momentan vor Malaysia ankert, hätte uns für 6000 Euro pro Person gerne nach Australien mitgenommen. Ich erhole mich gerade vom auf das Nennen des Preises folgenden Herzinfarkt. Doch auch hier geben wir nicht auf.
4. Ein australischer Kapitän zur See, sprach mich im Hafen von Benoa auf Bali an, als ich ein Gesuch auf das dortige scharze Brett hing. Ich habe ihm wie versprochen geschrieben, er meinte er verbreitet unser Gesuch. Auch hier: wir werden sehen.
5. Ein Mitarbeiter der Küstenpolizei in Serangan notierte sich meine Kontaktdaten und versprach sich zu melden, wenn auf dem angeblich wöchentlichen Frachtschiff, das von Malaysia nach Australien fährt und im Hafen von Bali Halt macht, ein Platz frei sein sollte. Wir glauben es, wenn wir es sehen.
6. Im „Bali Advertiser", einer lokalen Anzeigen-Gazette, fanden wir drei Annoncen hiesiger Logistik-Unternehmen, die angeblich alles verschiffen, was verschifft werden kann und laut Werbung „unsere Sprache sprechen". Beides gilt es zu überprüfen. Eine Antwort auf unsere Anfrage ob die auch verzweifelte Reisende verschiffen und Nordhessisch sprechen, steht noch aus.
7. In eben dieser Gazette habe ich es mir erlaubt selber eine Annonce aufzugeben. Vielleicht lesen hilfsbereite Segler auch lokale Blätter. Einen Versuch war es wert.
Wir bleiben dran, wir geben alles und sehen uns sicherheitshalber bereits nach Paddelbooten und Schwimmwesten um. Es sind doch von Ost-Timor nach Australien nur 500 Kilometer, das wird doch wohl zu schaffen sein!
PS: Bitte Daumen drücken!
Jochen Müller
Als Peer und ich das erste Mal über unsere Reise sprachen, saßen wir zusammen vor einer Weltkarte.
© Google.com Was auf der Karte nur ein Finger breit ist, ist in Wirklichkeit ein großes Problem.
Im Nachhinein liegt die Ironie dieser Geschichte daran, dass die ehemals als größtes Problem angesehen Strecke als erstes gelöst wurde. Und andere bis heute auf eine Lösung warten.
Auf allen Kanälen
Wir schrieben etwa fünfzig große Frachtschiff-Reedereien und internationale Speditionen sowie Anbieter von Frachtschiff-Reisen an. Und fanden als erstes heraus, dass das Prinzip „Hand gegen Koje" der Vergangenheit angehört. Heutige Sicherheitsstandards, Versicherungen und nicht zuletzt die Gewerkschaften der Seeleute haben der Möglichkeit für Teilstrecken auf Frachtschiffen anzuheuern einen Riegel vorgeschoben.
© Facebook.com Auch unsere Facebook-Seite "Around The World Without Jetlag" hat uns keine Überfahrt über die Ozeane eingebracht.
Die Antwort liegt in Wuppertal
Wir verabschiedeten uns vom Segeln und bissen in den sauren Apfel doch eine Reise auf einem Container-Frachter zu buchen. Anbieter gibt es zahlreiche, Kontakt hatten wir bereits zu einigen. Und fanden in „Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer GmbH" aus Wuppertal nicht nur einen Anbieter der uns Angebote für unsere Routen zu den gewünschten Zeiten liefern konnte, sondern auch noch der günstigste unter den Veranstaltern war und bequemer weise auch noch Deutsch sprach. Unsere Ansprechpartnerin Frau Weber ist zu unserem persönlichen guten Engel geworden, die geduldig und zuverlässig jede neue Idee und Möglichkeit ausforschte und in machbare Realität umwandelte. So kam es, dass sich das ehemals größte Problem, die Überquerung des Pazifik, in Luft auflöste. Die Strecke ist bereits gebucht und angezahlt. Der Preis ist zwar auf den ersten Blick gesalzen, denn 2000 Euro tun unserem Geldbeutel sehr weh. Doch bei dieser Art des Reisens muss man folgendes beachten. Man ist für einige Tage unterwegs. Von Auckland in Neuseeland nach Manzanillo in Panama 18 Tage. In dieser Zeit ist man mit drei Mahlzeiten am Tag voll verpflegt und recht luxuriös untergebracht. Ein Flug von Neuseeland nach Panama kostet ebenfalls über tausend Euro und man müsste sich danach über zwei Wochen verpflegen und unterkommen. Der Preisunterschied amortisiert sich so ein wenig.
© Jochen Müller Hier liegt unsere Hoffnung: Frachtschiffe nehmen gegen Bezahlung Reisende mit auf ihren Fahrten über die Weltmeere.Landratten als Sicherheitsrisiko
Auch die Strecke von Australien nach Neuseeland haben wir mittlerweile aufgegeben segeln zu wollen.
Nicht so einfach und auch nicht immer angebracht.
Sieben Möglichkeiten
Der Punkt bei all dem ist, dass nun eigentlich fast alles im Kasten ist.
Leider schon ganz schön voll.
Wir haben stolze sieben Möglichkeiten, von denen eine gefälligst zu funktionieren hat. Hier sind sie:
1. und am realistischsten: Ost-Timor. Nur 500 Kilometer trennen die Südspitze des Landes von der Nordspitze Australiens. Viele australische Fischer fahren nach Norden, kaufen die dort günstigen Meerestiere und verschiffen sie auf ihren Kuttern in den Süden.
Im indonesischen Westteil Timors gibt es einen Hostel- und Barbesitzer, der dort bereits lange lebt, die Insel gut kennt und bereits anderen Suchenden wie uns hat helfen können. Hin und wieder kann er Kontakte zu australischen Krabben-Fischern vermitteln, die gegen Bezahlung Reisende auf der Rückfahrt mitnehmen. Da wollen wir hin, denn er ist nur persönlich anzusprechen. Einen Versuch ist es wert.
2. Wie bereits erwähnt gibt es allerlei Portale im Internet, die Mitnahmen auf privaten Segelbooten vermitteln. Auf find-a-crew.com hat unser Account bisher einige Kontakte erbracht, die sich, bis auf einen, schnell wieder erledigten. Das Problem war, wie gesagt, der Wind. Das einzig konkrete Angebot schlugen wir aus. 2000 Dollar pro Person für die "Bemühungen" des Boots-Besitzers war uns zu viel.
3. Die beiden deutschen Portale hand-gegen-koje.com und handgegenkoje.de liefern zwar wenig Angebote für die Gewässer, in die wir uns verirrt haben. Ein Segler, der momentan vor Malaysia ankert, hätte uns für 6000 Euro pro Person gerne nach Australien mitgenommen. Ich erhole mich gerade vom auf das Nennen des Preises folgenden Herzinfarkt. Doch auch hier geben wir nicht auf.
4. Ein australischer Kapitän zur See, sprach mich im Hafen von Benoa auf Bali an, als ich ein Gesuch auf das dortige scharze Brett hing. Ich habe ihm wie versprochen geschrieben, er meinte er verbreitet unser Gesuch. Auch hier: wir werden sehen.
5. Ein Mitarbeiter der Küstenpolizei in Serangan notierte sich meine Kontaktdaten und versprach sich zu melden, wenn auf dem angeblich wöchentlichen Frachtschiff, das von Malaysia nach Australien fährt und im Hafen von Bali Halt macht, ein Platz frei sein sollte. Wir glauben es, wenn wir es sehen.
6. Im „Bali Advertiser", einer lokalen Anzeigen-Gazette, fanden wir drei Annoncen hiesiger Logistik-Unternehmen, die angeblich alles verschiffen, was verschifft werden kann und laut Werbung „unsere Sprache sprechen". Beides gilt es zu überprüfen. Eine Antwort auf unsere Anfrage ob die auch verzweifelte Reisende verschiffen und Nordhessisch sprechen, steht noch aus.
7. In eben dieser Gazette habe ich es mir erlaubt selber eine Annonce aufzugeben. Vielleicht lesen hilfsbereite Segler auch lokale Blätter. Einen Versuch war es wert.
Wir bleiben dran, wir geben alles und sehen uns sicherheitshalber bereits nach Paddelbooten und Schwimmwesten um. Es sind doch von Ost-Timor nach Australien nur 500 Kilometer, das wird doch wohl zu schaffen sein!
PS: Bitte Daumen drücken!
Jochen Müller
Kommentare zu "Der Stand der Dinge"
Gewerkschaften
von Diggler
am 22.07.2012 um 12:59 Uhr
Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!
Tut mir Leid, dass euch die Kolleginnen und Kollegen sicherlich nicht gerade hilfreich erscheinen, aber glaubt mir, die wissen schon was sie tun;-)
Gruß aus der Zentrale am Hackeschen Markt, viel Erfolg und Glück auf!
D.
"Der Stand der Dinge" kommentieren


Nachdem das Mitleidsgefühl langsam gewichen ist, muß ich Euch doch ob Eures Durchhaltevermögens und Eurer "Sturheit" loben, Andere hätten längst das Handtuch geworfen, Donnerwetter, ich nehme an, im Namen der gesamten Leserschaft zu sprechen, wenn ich Euch Glück und Erfolg wünsche und halte aber sowas von die Daumen. LG gisi