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19. Dezember 2011
Was sonst noch war (2)
Chongqing im Vorbeigehen
© Bergholter Chongqing bei Nacht.
Chongqing, die Stadt am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing, sahen wir zunächst vom Bus aus. Die Fahrt vom Bahnhof zu unserem Hostel dauerte knapp eine Stunde und kam einer Stadtrundfahrt gleich. Der erste Eindruck war: geballte Urbanität. Graue Wohnblocks, aneinander gereiht wie Schuhkartons, erstreckten sich entlang der Hügel. Dazwischen vereinzelte kleine Hütten, die das Bild einer reinen Großstadt störten, aber sympathische Abwechslung boten. Am Flussufer dann Bürohochhäuser, nahezu über die gesamte Höhe mit Werbebanden oder Neonreklame verkleidet.
© Bergholter Das Jangtse-Ufer des Nachts.
Als wir in Chongqing ankamen, dämmerte es bereits. Als wir im Hostel die Dachterrasse betraten war es dunkel. Zu unseren Füßen lag der gewaltige Jangtse-Strom und an den Ufern leuchtete die Silhouette der Stadt in reinstem Neon. Über den Hügeln zuckten Laser in den Himmel und unmittelbar zu unserer Rechten wurde die Nachtschicht an einer der neuen Jangtse-Brücken eingeläutet: Baulärm und ein Funkenmeer der Schweißgeräte ergoss sich in die Nacht. Wir staunten nicht schlecht.
© Bergholter Zusammenfluß von Jangtsekiang und Jialing.
Organisatorisches
Doch das sollte es im Großen und Ganzen gewesen sein, was wir von dieser 4,5 Millionen Stadt (Ballungsraum ca. 8 Mio.) zu sehen bekamen. Zwar streiften wir am Folgetag ein wenig durch die Straßen, entdeckten dabei bunte, belebte Gassen und vor Müll starrende Hinterhöfe, aber den Großteil des Tages verwendeten wir darauf, die einzelnen Anbieter von Flusskreuzfahrten abzuklappern. Nachdem wir nirgends einen englischsprachigen Ansprechpartner vorfanden, dem wir unsere individuellen Sightseeing-Pläne hätten verdeutlichen können, gaben wir auf und buchten die Flussfahrt schließlich in unserem Hostel. Die paar Yuan mehr waren es uns wert, eine maßgeschneiderte Route zu erhalten und dadurch wiederum Geld für Sehenswürdigkeiten zu sparen, die wir nicht zwingend sehen wollten.
© Bergholter Stadtimpression bei Tag.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück auch schon los. Mit dem Bus in Richtung Wanzhou, wo wir unser Schiff besteigen sollten. Bereuen wir es, nicht länger in Chongqing geblieben zu sein? Ja, denn sicherlich hätte die Stadt noch einiges für uns bereitgehalten, aber aus den bekannten Gründen mussten wir den Absprung schaffen.
von Peer Bergholter
Organisatorisches
Doch das sollte es im Großen und Ganzen gewesen sein, was wir von dieser 4,5 Millionen Stadt (Ballungsraum ca. 8 Mio.) zu sehen bekamen. Zwar streiften wir am Folgetag ein wenig durch die Straßen, entdeckten dabei bunte, belebte Gassen und vor Müll starrende Hinterhöfe, aber den Großteil des Tages verwendeten wir darauf, die einzelnen Anbieter von Flusskreuzfahrten abzuklappern. Nachdem wir nirgends einen englischsprachigen Ansprechpartner vorfanden, dem wir unsere individuellen Sightseeing-Pläne hätten verdeutlichen können, gaben wir auf und buchten die Flussfahrt schließlich in unserem Hostel. Die paar Yuan mehr waren es uns wert, eine maßgeschneiderte Route zu erhalten und dadurch wiederum Geld für Sehenswürdigkeiten zu sparen, die wir nicht zwingend sehen wollten.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück auch schon los. Mit dem Bus in Richtung Wanzhou, wo wir unser Schiff besteigen sollten. Bereuen wir es, nicht länger in Chongqing geblieben zu sein? Ja, denn sicherlich hätte die Stadt noch einiges für uns bereitgehalten, aber aus den bekannten Gründen mussten wir den Absprung schaffen.
von Peer Bergholter
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