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12. September 2012
Meer in Sicht!
Und wir sollten all dies geboten bekommen. Mit der Ankunft in Townsville, einer 165.000 Einwohner zählenden Stadt an der Ostküste, war unsere Outback-Tour definitiv beendet. Eine richtige Stadt mit Handyempfang, Internet, vernünftigen Unterkünften, einer ausgeprägten Gastronomie- und Kneipenszene und allen Annehmlichkeiten, die die Zivilisation so zu bieten hat. Vor allem Duschen.
Annehmlichkeiten
um den Staub der Straße aus der Kehle zu spülen.
Sonne, Strand und Meer
Ich würde mich selbst nicht als Badenixe bezeichnen, bin nicht der Typ für (ausschließliche) Strandurlaube, da es mir nach einigen Tagen doch meist zu langweilig wird. Aber in Townsville freute ich mich tatsächlich auf den Strand und das Meer. Und von beidem gab es genug hier. Zwar war wegen der Quallen das Baden im Meer auch hier gefährlich, doch es gab, ähnlich wie in Darwin, mit dem „Rockpool" auch hier eine künstlich angelegte Badebucht. Aber allein ein Spaziergang entlang der Promenade, einmal wieder die Füße in den Sand zu setzen und von erfrischend kühlem Meerwasser umspülen zu lassen, war eine Wohltat. Die Sonne brannte, die Temperaturen waren hochsommerlich und wir genossen zwei Tage, in denen wir nichts taten, außer die Seele baumeln und es uns gut gehen zu lassen. Wir erkundeten fußläufig die in der Tat sehr schöne Stadt und genossen diese Streifzüge sehr, aber vielleicht war unsere Wahrnehmung dahingehend auch etwas verzerrt, da wir bis dato ja nicht sonderlich schöne Orte gesehen haben. Wir schlenderten die Küste entlang, planten bei einem Eis oder Kaltgetränk die weitere Route und genossen es auch, den Van einmal für zwei Tage nicht von innen zu sehen. Denn das sollte uns früh genug wieder blühen.
Einstimmung
Vor der Küste von Townsville (aber natürlich nicht nur dort) erstreckt sich das legendäre Great Barrier Reef. Eines der zahlreichen Naturwunder, die Australien zu bieten hat. Wenn auch kein Tauchgang, da wir beide keinerlei Taucherfahrung hatten, so war doch zumindest das Schnorcheln an diesem Riff geplant. Zwar beschlossen wir, es auf einen anderen Tag und einen anderen Ort zu verschieben, doch gab es in Townsville die Möglichkeit, sich schon einmal auf die faszinierende Unterwasserwelt einzustimmen. Hier nämlich ist das Reef Headquarter, das nicht nur ein Aquarium ist, sondrn sich selbst als Bildungseinrichtung versteht. Riesiege Tanks mit nachgebauten Korallenriffen beherbergen unzählige Fische und andere Meerestiere, die ausnahmslos am Great Barrier Reef beheimatet sind. Hier kann man einiges über die Unterwasserwelt am Riff erfahren. Mein persönliches Highlight war jedoch das Raubfischbecken und die Fütterung der Insassen, der wir beiwohnten. Rochen, Haie und Schertfische aus größter Nähe- so nah würde ich ihnen beim geplanten Schnorcheltrip hoffentlich nicht kommen.
Back to the Roots
Nach zwei Nächten in unserer feudalen Absteige beschlossen wir dann, uns wieder auf die wahre Natur unseres Trips zu besinnen. Also zogen wir wieder in den Van um und verbrachten zwei weitere Nächte wild campend an der Strandpromenade. So sehr wir die Annehmlichkeiten der vergangenen Tage auch genossen haben, so schön war es auch, wieder „daheim" zu sein. Insbesondere in diesem Ambiente: Abends saßen wir an der Promenade, grillten unser butterzartes Känguru-Filet an einem der vielen öffentlichen BBQs und betrachteten den Sonnenuntergang über dem Meer, während wir dinierten. Morgens wurde man vom Rauschen der Brandung und dem Geschrei der Möwen geweckt, schlug die Augen auf und blickte auf den Ozean.
Die öffentlichen Sanitäranlagen waren durchaus annehmbar, die Strandduschen waren zwar kalt, was uns bei den sommerlichen Außentemperaturen aber nicht das Geringste ausmachte. Spätestens die kalte Dusche hatte den Schmutz des Outbacks endültig abgespült und die ersten Nächte im Van ließen ein gewisses Kribbeln aufkommen: Es war wieder an der Zeit auf die Straße zu kommen und weiter zu ziehen. Und so sollte es dann auch sein.
von Peer Bergholter
Kommentare zu "Meer in Sicht!"
Lebensfeindliche Umgebung
Das schau ich mir gerne an. Da kommen Erinnerungen hoch! Der Pool ist auf jeden Fall keine Alternative -aber, wenn sich zu früher nichts geändert hat, die vielen Pubs auf der Haupteinkaufsstraße. Es gab da auch so ein nettes Hostel mit Hängematten gleich zu Beginn der Ortschaft!...Naja und so könnte es weitergehen. Ach..ist das schön!
Ganz viel Spaß und Gute Reise!
Meer in Sicht
Wunderbare Photos! Kann verstehen, dass ihr Sehnsucht nach ein bisschen Zivilisation hattet und freue mich auf weitere Eindruecke.
Gute Reise!
Me(h)er
Wir sind dabei und genießen mit, ach, die Welt kann so schön sein. Mehr Meer!!! Viel Glück weiter LG Gisi
Fotos
Das Bild von dem Grillplatz hatten wir schon mal in Darwin. Merkwürdig wie sich die Gegenden ähneln.
Ist sicher nur ein versehen.
Macht weiter so ich lese gerne mit.
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Endlich am Meer, ich fieberte mit. Aber schon mal überlegt wie menschenfeindlich so ein Paradiesstrand ist. Kein Schatten, brennende Sonne und dann nur Salzwasser. Viel mir dieses Jahr am Atlantik auf.
Gute Reise weiterhin.