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21. September 2012
Auf nach Brisbane!
Wir brachen unsere Zelte in Hervey Bay ab und fuhren weiter nach Süden. In Richtung Brisbane. Brisbane ist nach Sydney und Melbourne die drittgrößte Stadt Australiens und wir waren gespannt auf sie, entsprch das, was man uns hier bislang als „Stadt" verkaufen wollte, doch nicht im Geringsten unseren Vorstellungen einer solchen. Doch Brisbane sollte anders sein.
Von Hervey Bay nach Brisbane sind es keine 300 Kilometer, da wir aber etwas mit dem Frühstück trödelten und uns nicht wirklich losreißen konnten von Hervey Bay, beschlossen wir die Strecke in zwei Etappen zu fahren. Denn einen Zwischenstopp hatten wir uns auf dem Weg nach Brisbane noch vorgenommen.
Rainbow Beach
©Bergholter Der reine Kitsch.
Dieser Stopp war für Rainbow Beach geplant, einem weitestgehend einsamen Traumstrand etwa 130 Kilometer von Hervey Bay entfernt. Wir hatten inzwischen nun bereits einige paradiesische Strände gesehen, doch wurde uns Rainbow Beach von allen Seiten wärmstens empfohlen. Die Sanddünen dort sollen in allen Farben des Regenbogens schimmern, so wurde uns gesagt. Der Legende der Kabi, dem hier lebenden Aboriginestamm, zufolge, stürzte der Geist Yiningie nach einer Schlacht hier von den Klippen ins Meer. Die Erscheinung des Geistes glich einem Regenbogen, weshalb seither der Sand in den Farben des Regenbogens leuchtet. Weniger mythisch Veranlagte schreiben das Farbenspiel eher unterschiedlichen Mineralien im Sand zu.
So oder so fuhren wir zu diesem Strand und wir sollten nicht enttäuscht werden. Zwar ist auch hier, wie an so vielen Orten in Australien, ein Allradfahrzeug die Voraussetzung dafür, auch die abgelegeneren Teile der Bucht und des Strandes zu erreichen, doch begnügten wir uns mit dem einzigen für uns zugänglichen Abschnitt und einem ausgedehnten Spaziergang an diesem. Das sollte genügen für eine kurze Stippvisite.
Nachdem wir uns an dem Traumstrand satt gesehen haben (sofern das überhaupt möglich ist), fuhren wir weiter in Richtung Süden und suchten uns einen kostenfreien Rastplatz vor den Toren Brisbanes. Hier verbrachten wir die Nacht, um etwas Geld zu sparen und am folgenden Morgen in die Stadt hinen zu fahren.
©Bergholter Rainbow Beach. Auch sehr nett...
©Bergholter Auch hier frönen die Australier einem ihrer liebsten Hobbies, dem Angeln.
©Bergholter Viel ist hier nicht los. Gut so.
Endlich Großstadt
„Brisbane ist scheiße", so das Urteil vieler Reisender, die wir nach der Stadt fragten. Es gebe nichts zu sehen und noch weniger zu tun, hieß es. Doch lag die Stadt nun einmal auf dem Weg und wir wollten uns ein eigenes Bild machen.
©Bergholter Geht doch: Blick von einem der Anleger der Southbank auf die Skyline.
Nach den ausnahmslos negativen Einsschätzungen waren wir gewarnt, hatten keine große Erwartungshaltung an die mit zwei Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes. Und das Schöne an niedrigen Erwartungen ist, dass sie nur schwer enttäuscht werden können. Und so waren wir dann auch angenehm überrascht von Brisbane, denn so schlimm war es gar nicht. Zwar unternahmen wir nicht wirklich viel, verwendeten aber immerhin zwei Tage darauf, uns die Innenstadt mit ihrer Einkaufsmeile, den Campus der Technischen Universität (nur eine von insgesamt zehn Unis in Brisbane) nahe dem botanischen Garten und die Southbank auf der anderen Seite des Brisbane Rivers anzusehen. Die Orientierung im CBD (dem Cebtral Business District, wie hier die Innenstädte heißen) fällt äußerst leicht. Alle Straßen sind nach Mitgliedern der königlichen Familie benannt, die Straßen mit Männernamen führen in Nord-Süd-Richtung, die mit Frauennamen in Ost-West-Richtung. Über drei Brücken kann man dann über den Fluss nach Southbank gelangen, wo eine nett angelegte Promenade zum Flanieren und zahlreiche Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf die Skyline des CBD.
©Bergholter Blick von der Victoria Bridge auf den CBD.
Vielleicht lag es an der nicht gerade hohen Erwartungshaltung oder auch an der Tatsache, dass ich seit Jakarta in Indonesien keine Großstadt mehr gesehen habe, die diesen Namen auch verdient, aber Brisbane gefiel mir doch recht gut. Ich kann nicht sagen, ob es sich lohnt hier längere Zeit zu verbringen, wie es viele arbeitssuchende Rucksacktouristen tun (dies ist eine anderes Phänomen und eine andere Geschichte), aber unseren kurzer Abstecher wollte ich nicht missen.
Hier einige Impressionen aus Brisbane:
©Bergholter Blick von der Promenade der Southbank auf die Skyline.
©Bergholter Unter der Victoria Bridge.
©Bergholter Wer hier studiert ist selber Schuld: auf dem Campus der Technischen Universität.
©Bergholter Der Botanische Garten, zwischen Campus und CBD.
©Bergholter Im Botanischen Garten.
©Bergholter CBD.
©Bergholter Moderne Architektur.
©Bergholter Kunst im Stadtbild.
©Bergholter Kunst im Stadtbild.
Kunst im Stadtbild.
©Bergholter Entertainment in Southbank.
©Bergholter Erholen in Southbank.
©Bergholter Kirche ins Stadtbild integriert.
©Bergholter Kirche ins Stadtbild integriert.
©Bergholter Vor einem nepalesischen Tempel in Southbank.
©Bergholter CBD.
©Bergholter CBD.
©Bergholter CBD.
©Bergholter Aus dem Botanischen Garten.
©Bergholter Hier entsteht noch was.
©Bergholter Stadtautobahn.
©Bergholter Es geht aber auch umweltfreundlich.
©Bergholter Southbank.
©Bergholter Southbank.
©Bergholter Southbank.
von Peer Bergholter
Von Hervey Bay nach Brisbane sind es keine 300 Kilometer, da wir aber etwas mit dem Frühstück trödelten und uns nicht wirklich losreißen konnten von Hervey Bay, beschlossen wir die Strecke in zwei Etappen zu fahren. Denn einen Zwischenstopp hatten wir uns auf dem Weg nach Brisbane noch vorgenommen.
Rainbow Beach
So oder so fuhren wir zu diesem Strand und wir sollten nicht enttäuscht werden. Zwar ist auch hier, wie an so vielen Orten in Australien, ein Allradfahrzeug die Voraussetzung dafür, auch die abgelegeneren Teile der Bucht und des Strandes zu erreichen, doch begnügten wir uns mit dem einzigen für uns zugänglichen Abschnitt und einem ausgedehnten Spaziergang an diesem. Das sollte genügen für eine kurze Stippvisite.
Nachdem wir uns an dem Traumstrand satt gesehen haben (sofern das überhaupt möglich ist), fuhren wir weiter in Richtung Süden und suchten uns einen kostenfreien Rastplatz vor den Toren Brisbanes. Hier verbrachten wir die Nacht, um etwas Geld zu sparen und am folgenden Morgen in die Stadt hinen zu fahren.
Endlich Großstadt
„Brisbane ist scheiße", so das Urteil vieler Reisender, die wir nach der Stadt fragten. Es gebe nichts zu sehen und noch weniger zu tun, hieß es. Doch lag die Stadt nun einmal auf dem Weg und wir wollten uns ein eigenes Bild machen.
Nach den ausnahmslos negativen Einsschätzungen waren wir gewarnt, hatten keine große Erwartungshaltung an die mit zwei Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes. Und das Schöne an niedrigen Erwartungen ist, dass sie nur schwer enttäuscht werden können. Und so waren wir dann auch angenehm überrascht von Brisbane, denn so schlimm war es gar nicht. Zwar unternahmen wir nicht wirklich viel, verwendeten aber immerhin zwei Tage darauf, uns die Innenstadt mit ihrer Einkaufsmeile, den Campus der Technischen Universität (nur eine von insgesamt zehn Unis in Brisbane) nahe dem botanischen Garten und die Southbank auf der anderen Seite des Brisbane Rivers anzusehen. Die Orientierung im CBD (dem Cebtral Business District, wie hier die Innenstädte heißen) fällt äußerst leicht. Alle Straßen sind nach Mitgliedern der königlichen Familie benannt, die Straßen mit Männernamen führen in Nord-Süd-Richtung, die mit Frauennamen in Ost-West-Richtung. Über drei Brücken kann man dann über den Fluss nach Southbank gelangen, wo eine nett angelegte Promenade zum Flanieren und zahlreiche Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf die Skyline des CBD.
Vielleicht lag es an der nicht gerade hohen Erwartungshaltung oder auch an der Tatsache, dass ich seit Jakarta in Indonesien keine Großstadt mehr gesehen habe, die diesen Namen auch verdient, aber Brisbane gefiel mir doch recht gut. Ich kann nicht sagen, ob es sich lohnt hier längere Zeit zu verbringen, wie es viele arbeitssuchende Rucksacktouristen tun (dies ist eine anderes Phänomen und eine andere Geschichte), aber unseren kurzer Abstecher wollte ich nicht missen.
Hier einige Impressionen aus Brisbane:
von Peer Bergholter
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