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Zwei Jugendfreunde lassen Deutschland für ein Jahr hinter sich und reisen um die Welt. Immer grob in Richtung Osten und ohne ein Flugzeug zu besteigen. In ihrem Blog berichten Jochen Müller und Peer Bergholter wie sie das schaffen und was sie dabei erleben.
Illegal in Russland
Wie ergeht es einem Touristen in Russland ohne Visum? Wir haben es herausgefunden!
Als wir von einer sichtlich nervösen Empfangsdame darauf hingewiesen wurden, dass unser Visum abgelaufen sei, wollten wir ihr zuerst nicht glauben. „Das kann nicht sein!" „Doch", beharrte sie auf ihrer Aussage „Sie können mir glauben, ich reise selber viel und hier kommen viele Reisende vorbei, ich kenne mich mit Visa aus". Wir erklärten ihr, was unsere Visumsagentur uns erklärt hatte. Es sei dasselbe Prinzip wie in allen Ländern, in denen wir bisher ein Visum brauchten um einreisen zu können. Sei es in Nordamerika oder Ägypten, sei es die Mongolei oder China. Man bekommt ein Zeitfenster, innerhalb dessen man einreisen kann. Ab dem Datum der Einreise hat man eine bestimmte erlaubte Aufenthaltsdauer. Doch, so behauptete die Dame an der Rezeption unserer Unterkunft in Nizhny Novgorod, in Russland sei das anders. Wir dürften nicht zwischen dem 23.9. und dem 22.10. einreisen und dann 30 Tage bleiben, sondern zwischen dem 23.9. und dem 22.10. maximal 30 Tage in Russland sein. Erst, als sie uns die Visa in unseren Pässen zeigte, auf denen ganz klein unter den Daten „Einreise frühestens" und „Ausreise am" stand, wurde uns ein wenig bang. Wir gingen in das gegenüberliegende Café, das freies WLAN anbot und hämmerten bei einem Kaffee auf unseren Laptops herum. Wenig später schauten wir uns aschfahl an. Sie hatte Recht. Wir waren illegale Immigranten. In Russland. Ach Du Scheiße. weiterlesen
31. Oktober 2011
Als wir von einer sichtlich nervösen Empfangsdame darauf hingewiesen wurden, dass unser Visum abgelaufen sei, wollten wir ihr zuerst nicht glauben. „Das kann nicht sein!" „Doch", beharrte sie auf ihrer Aussage „Sie können mir glauben, ich reise selber viel und hier kommen viele Reisende vorbei, ich kenne mich mit Visa aus". Wir erklärten ihr, was unsere Visumsagentur uns erklärt hatte. Es sei dasselbe Prinzip wie in allen Ländern, in denen wir bisher ein Visum brauchten um einreisen zu können. Sei es in Nordamerika oder Ägypten, sei es die Mongolei oder China. Man bekommt ein Zeitfenster, innerhalb dessen man einreisen kann. Ab dem Datum der Einreise hat man eine bestimmte erlaubte Aufenthaltsdauer. Doch, so behauptete die Dame an der Rezeption unserer Unterkunft in Nizhny Novgorod, in Russland sei das anders. Wir dürften nicht zwischen dem 23.9. und dem 22.10. einreisen und dann 30 Tage bleiben, sondern zwischen dem 23.9. und dem 22.10. maximal 30 Tage in Russland sein. Erst, als sie uns die Visa in unseren Pässen zeigte, auf denen ganz klein unter den Daten „Einreise frühestens" und „Ausreise am" stand, wurde uns ein wenig bang. Wir gingen in das gegenüberliegende Café, das freies WLAN anbot und hämmerten bei einem Kaffee auf unseren Laptops herum. Wenig später schauten wir uns aschfahl an. Sie hatte Recht. Wir waren illegale Immigranten. In Russland. Ach Du Scheiße. weiterlesen
Teil 5. Abenteuer Straßenverkehr
Bin ich froh, dass ich in Russland nicht Autofahren muss! Das einzige, so scheint es, was den Verkehr etwa in Moskau nicht gänzlich zum Erliegen bringt, ist der Selbsterhaltungstrieb mancher Verkehrsteilnehmer. Ob im Auto, im Bus oder zu Fuß, russischer Straßenverkehr ist nichts für schwache Nerven.
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31. Oktober 2011
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Teil 4. Gute Kinderstube
Der Russe ist ein ungehobelter Klotz ohne Sitte und Anstand im Leib? Weit gefehlt! Es ist erstaunlich zu beobachten, dass besonders die russischen Männer offenbar eine doch sehr gute Kinderstube genossen haben. Zwar zeigt sich dies nicht im Ansatz bei den Tischmanieren, dafür aber auf anderen Gebieten.
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31. Oktober 2011
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Teil 3. Statussymbole
Natürlich gibt es sie auch in Russland. Die Statussymbole. Und wie! Im Großen und Ganzen unterscheiden sie sich nicht sonderlich von den Insignien von Macht, Einfluss und Reichtum an anderen Orten auf der Welt: Luxusautos, Markenklamotten, Schmuck, technischer Firlefanz. Doch es gibt noch weitere.
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31. Oktober 2011
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Teil 2. Vodka - „it's russian tradition!"
Ein weitverbreitetes Vorurteil besagt, Russen tränken gerne und viel Vodka. Das stimmt. „It's russian tradition", wurde uns erklärt, während uns mehrere 100 Gramm Vodka in Wassergläsern (hier bemisst sich der Alkohol nach Gewicht) und selbstredend unverdünnt dargereicht wurde. Abzulehnen wäre mehr als unhöflich. Und außerdem so ziemlich unmöglich.
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31. Oktober 2011
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Die russische Seele, die russische Lebensart und das Drumherum.
Eigentlich verfolgen wir auf unserer Reise das Ziel, das jeweilige Land und die dort lebenden Menschen kennen zu lernen. Natürlich kommt man dabei nicht um die touristischen Highlights herum, doch nachdem diese bereits zu Genüge vorgestellt wurden, möchte ich mich nun einmal den Russen und ihrer Lebensart zuwenden. Natürlich ist es unmöglich, unsere bisherigen Erlebnisse und Eindrücke als allgemeingültigen Maßstab für die Gesamtheit der circa 143 Mio. Einwohner dieses Vielvölkerstaates anzulegen, dennoch machten wir einige Beobachtungen, die wir regelmäßig bestätigt fanden. Wir möchten sie in einer kleinen Serie darstellen.
Teil 1. Mode
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31. Oktober 2011
Teil 1. Mode
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Das Wawilow Institut in Pavlovsk
Die älteste Genbank der Welt hat in ihrer fast hundertjährigen Geschichte bereits Leben gekostet und Leben gerettet. Nun soll sie weg, weil sie ineffizient ist.
Brandschrift eines verzweifelten Biologen. weiterlesen
Exkurs: Fernsehen in Russland
Fernsehen, ein Zeitvertreib, den ich nach über einem Monat auf Tour noch nicht im Geringsten vermisse. Doch bietet sich einem unverhofft die Gelegenheit dazu, wird man schon neugierig, was das russische TV alles im Programm hat. So konnte auch ich dem ersten Fernseher in Russland nicht widerstehen und zappte mich durch die Programme.
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26. Oktober 2011
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Ein kurzer Flirt
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Stipvisite in Vladimir und Suzdal.
„Warum sind wir noch gleich nach Vladimir gefahren?", fragte ich Peer, als wir einen ersten Spaziergang in Richtung Innenstadt machten. Er sah mich verwundert an. „Du meintest doch, dass wir hierher sollen." „Ich?" Auweh, was hatte ich da wieder angestellt. Doch dann rettete mich Peer selber aus dieser Misere. „Wir wollten nur hierher, um von hier als Ausgangsstation nach Suzdal zu kommen" Glück gehabt, denn ich wollte nicht verantwortlich dafür gemacht werden, zwei Tage lang in Vladimir gestrandet zu sein. Was gibt es in Vladimir zu sehen? Nicht viel. Was gibt es über Vladimir zu sagen? Nicht viel. Von hier aus ist man in einer Stunde in Suzdal. Das ist doch schon mal was. weiterlesen

