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Auf keinem Subkontinent leben so viele Menschen wie in Indien: Vom Guru bis zum Bollywood-Liebhaber und vom Greis bis zum Säugling, Indien hat viele Gesichter. Die Journalistin Daniela Singhal zeigt sie uns in Ihrem Fotoblog.
Happy Holi
Manav verkauft Farben am Market No.1 im Stadtteil CR Park im Süden Delhis. Einmal im Jahr boomt sein Geschäft so richtig: Dann, wenn sich die Inder für Holi, das indische Farbenfest, eindecken. Zu Ehren des Frühlings und des Hindugottes Krishna bewirft man sich mit Farbpulver und Wasser. weiterlesen
22. März 2013
Kamala Kamala Kamala
In Berlin wohne ich in einer WG mit zwei alleinerziehenden Müttern und ihren beiden zweijährigen Kindern. Die Jungs haben mir zu Beginn dieser Reise oft gefehlt. Dann sorgte das Universum für Ersatz: Ich traf den kleinen Dinesh im Touriklamottenshop vor meiner Yogaschule in Agonda. weiterlesen
17. März 2013
Der WOW-Effekt
Zum Thema Erleuchtung gibt es viele Theorien und angebliche Wahrheiten: Wann man sie wie erreicht, ob man sie überhaupt als Normalsterblicher erreichen kann, was dann passiert usw. usw. usw. Keshava ist Lehrer für Philosophie in Deepaks Yogaschule. Für ihn ist Erleuchtung einfach nur: WOW! weiterlesen
15. März 2013
Der moderne Yogi
Indische Männer fand ich nie so richtig attraktiv. Zu dunkelhaarig. Zu klein. Zu dünn. Zu oberlippenbärtig. Dann traf ich meinen Yogalehrer in Goa und meine yogische Gleichmütigkeit wurde auf die Probe gestellt. weiterlesen
13. März 2013
Mädchen müssen nix lernen
Mädchen müssen nix lernen, sie werden ja sowieso verheiratet. Statt in die Schule zu gehen, können sie viel besser bei der Arbeit helfen. So denken viele Familien in den Dörfern des nordindischen Bundesstaates Uttar Pradesh. Bildung ein Luxusgut, was wenn überhaupt eher den Jungen zu Gute kommt. Ein in die USA migrierter Inder kehrte in seine Heimat zurück, um dieser Denke etwas entgegen zu setzen. weiterlesen
10. März 2013
Offizier und Tempeldiener
Traditionell leben die Eltern in Indien im Alter zusammen mit ihrem ältesten Sohn und dessen Familie. Heutzutage ist das nicht mehr überall auf dem Subkontinent der Fall. In der Familie meines Gastergebers in Delhi, Indu Prakash Singh, schon. Jedes Wochenende besucht er seine Eltern im Haus seines ältesten Bruders Jai Prakash Singh. weiterlesen
8. März 2013
Junomas Tattoos
Eine spezielle Geschichte zum Weltfrauentag: Einst herrschten in Indien Könige. Sie waren bekannt dafür, sich die schönsten Frauen aus den Dörfern und Stämmen als Kurtisanen zu halten. Um dem zu entgehen, tätowierten sich die Frauen des indigenen Stammes der Adivasi als Jugendliche die Gesichter. Diese Tradition gibt es heute nicht mehr, aber in Orissa trifft man noch einige tätowierte Adivasi-Frauen. weiterlesen
7. März 2013
Schmetterlinge in Delhi
Wer durch Delhi fährt, wird sie früher oder später entdecken: Straßenkinder. Über 50.000 sollen es mittlerweile sein. Viele von ihnen müssen arbeiten, um ein paar Rupien für ihr Überleben zu verdienen: Sie sammeln Müll, kochen Chai, den süßen indischen Tee, putzen Schuhe, verkaufen Luftballons oder betteln. Ich begegne einigender Strassenkinder Delhis bei einer Veranstaltung der Organisation Butterflies. weiterlesen
5. März 2013
Pragya wird geschmückt
Ich nehme mir für diese Reise vor: Ich möchte weniger Zeit in Hotels und mehr Zeit in indischen Familien verbringen. Mit der Umsetzung dieses Vorsatzes beginne ich in Neu Delhi. Dort wohne ich bei der Familie von Indu Prakash Singh, der einer der führenden Köpfe der indischen Bewegung für Obdachlose ist. weiterlesen
3. März 2013
Bügeln auf indisch
Jeden Abend drehe ich in dem Park neben dem Haus meiner Oma ein paar Runden. In Deutschland würde diese kleine Grünfläche den Namen Park gar nicht verdienen. In Indien schon. Morgens um 6 Uhr wird das Grün mit dem bekannten Gayatri-Mantra beschallt, während Frauen in Sari und Turnschuhen und in Schals eingehüllte Männer ihre Runden walken. Auf dem Weg zu meinem Workout treffe ich täglich Jaya, die Büglerin von Sektor 14 A. weiterlesen

Daniela Singhal ist Halbinderin und unterscheidet sich vom normalen Indienreisenden vor allem dadurch, dass sie ein lebenslanges Visum hat. Sie könnte also für immer dort bleiben, wenn sie denn wollte. Einige Heirats- und Jobangebote bekam die Journalistin bereits. Unter anderem eine Stelle als Pressesprecherin in Bangalore für umgerechnet rund 170 Euro. Das Heiratsangebot kam von einem Reisebürobesitzer in Goa: „You are single, madame? No problem! I marry you!“