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Impressionen der Hauptveranstaltung
Einen herzlichen Dank an die Einsender und nochmals eins Dankeschön an alle Teilnehmer dieses erfolgreichen GEO "Tags der Artenvielfalt"!
© Sabine Jelinekweiterlesen
Funde
Resultate Tag der Artenvielfalt
Zwischenstand nach Erhebungstag vom 12.6.2010:
Insgesamt in den drei Erhebungsgebieten Irchel, Altläufe der Glatt, Hörnli
Tiere
8 Amphibien
3 Fledermäuse
8 Säuger, ohne Fledermäuse
11 Wasserschnecken
ca. 50 Landschnecken, noch einige unbestimmt
58 Vögel
15 Wasserinsekten (Eintags-, Köcher-, Steinfliegen)
27 - 40 Bienen und Wespen
16 Ameisen
8 Heuschrecken
19 Käfer, mind.1 unbestimmt
21 Libellen
26 Tagfalter
70 Nachtfalter
7 Fliegen und 40 noch unbestimmt
2 Zikaden
Pflanzen
Gefässpflanzen :
266 Irchel
264 Altläufe der Glatt
344 Hörnli
Total ca. 500
Moose: 73
Gesamtartenzahl: schätzungsweise rund 970 Arten
Spezielle Funde
Purpurwidderchen (Zygaena purpuralis), Hörnli, seit 1976 im Kanton Zürich nicht mehr nachgewiesen
Glockenblumen-Mauerbiene (Osmia mitis), Hörnli, Neufund für den Kanton Zürich
Köcherfliege (Triaenodes bicolor), Altläufe der Glatt, seit 1987 im Kanton Zürich nicht mehr nachgewiesen, in der Schweiz vom Aussterben bedroht
Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana), Altläufe der Glatt, neu für die Altläufe der Glatt
Medienmitteilung
Tag der Artenvielfalt – Forschungs-Ereignis mit viel Publikum und erstaunlichen Funden
Am «Tag der Artenvielfalt» spürten über vierzig Expertinnen und Experten innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Tier- und Pflanzenarten auf. Sie fanden die erstaunliche Zahl von rund 1000 Tier- und Pflanzenarten, darunter eine äusserst seltene Köcherfliege, die bei uns als verschwunden galt. Mit der breit angelegten Untersuchung verschaffte sich die Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich einen noch nie da gewesenen Einblick in die biologische Vielfalt im Kanton. Viele Zürcherinnen und Zürcher nahmen die Gelegenheit wahr, den Reichtum von Flora und Fauna selbst zu entdecken und zu erleben. weiterlesen
Auch der Kanton Zürich aus der Schweiz war am Tag der Artenvielfalt aktiv
Über vierzig Expertinnen und Experten nahmen die Altläufe der Glatt, das Hörnli im Zürcher Oberland und den Irchel im Zürcher Unterland unter die Lupe. In abgegrenzten Gebieten spürten sie innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Tier- und Pflanzenarten auf und erfassten sie.
Kurz zu den drei Gebieten:
Altläufe der Glatt bei Rümlang und Oberglatt:
Die ehemaligen Flussarme der Glatt gehören zu den bedeutendsten Auenlandschaften des Kantons Zürich. Wasser, Wiesen und Wald verweben sich hier zu einer reizvollen Landschaft, die Lebensraum für viele besondere Tiere und Pflanzen bietet.
Sternenberg, Hörnli:
Aufgelichtete Wälder sind wichtige Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Spezifische Masnahmen und die spezielle topografische Lage bilden die Vorlage für Lebewesen mit sehr spezifischen ansprüchen.
Irchel:
Der Irchel befindet sich im Mündungsgebiet von der Töss in den Rhein. Stark bewaldet Hügel, durchsetzt mit zahlreichen einwachsenden Streuewiesen, gleichzeitig aber auch trocken Magerwiesen bilden ein Mosaik von verschiedenen Lebensräumen.
Abschluss in Freiburg
Ralf Hufnagel von der Ökostation Freiburg zeigt sich hochzufrieden. "Die Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten war außerordentlich fruchtbar. Insgesamt stießen die Exkursionen auf große Resonanz in der Bevölkerung."
Auch heute am Sonntag werden noch immer Artenlisten des gestrigen Tages eingegeben - bis zur endgültigen Zahl können noch einige Tage vergehen, da gerade die Insektenforscher auch Arten erhoben haben, deren Größe sich im Millimeterbereich bewegt. weiterlesen
Versumpft im Mooswald
Durch Trockenlegung und Grundwasserabsenkung wurde dieses Biotop schwer mitgenommen. Heute wird unter anderem von der Schutzgemeinschaft Mooswald und dem Freiburger Forstamt erfolgreich versucht, die Schäden der Vergangenheit wieder rückgängig zu machen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.
Die Zielgruppe vieler Exkursionen heute waren Kinder, da der stadtnahe Wald gut zu erreichen ist. Und mit 450 nachgewiesenen Arten lagen die Nachwuchsforscher garantiert nicht auf der faulen Haut!
Auch für Michael Lüth ist der Tag erfolgreich gewesen - 70 Moosarten meldete der Experte.
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Über den Dächern des Schwarzwalds
Dementsprechend erfolgreich war auch hier die Artenerhebung - bisher 43 Vogel- und 172 Pflanzenarten wurden gefunden. Die Liste wird jedoch noch immer aktualisiert.
Der Zikadenforscher Herbert Nickel war ebenfalls begeistert. Mindestens 40 Arten wurden gefunden, obwohl es noch verhältnismäßig früh ist im Jahr - die letzten Schneereste schmelzen noch ab.
Stefan Büchner vom Naturschutzzentrum Südschwarzwald sagt, der Feldberg werde wegen seines rauen Klimas als "subalpine Insel" bezeichnet. Etwa 50 sonst alpine Arten, wie Alpenblattkäfer und Alpentroddelblume stellen Relikte aus der letzten Eiszeit dar. weiterlesen
Vogelreichtum am Kaiserstuhl
"Der Wendehals ist ein sehr neugieriger Vogel," erzählt Herr Mayer, "gerade jetzt, wo das Weibchen auf den Eiern sitzt, ist der Hahn hinter jedem Konkurenten her."
Auch Bienenfresser wurden beobachtet, sogar bei der Balzfütterung. So wird das Weibchen an das Männchen gebunden und bald ist Zeit, um das Gelege in den Lösswänden des Kaiserstuhls zu beginnen.
Das Weinbaugebiet gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands und ist geprägt von alten Vulkanen. Hier fühlen sich Smaragdeidechsen und andere wärmeliebende Tiere außerordentlich wohl. weiterlesen
Erster Lagebericht aus den Rheinauen
Die Rheinauen sind ein außerordentlich wichtiger, weil in Deutschland inzwischen sehr seltener Lebensraum für vielerlei spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Hier finden sich noch durch gelegentliche Überflutung geprägte Weichholzauen, die durch Silbrweiden, Schwarzerlen, Eschen und Traubenkirschen geprägt sind. In den trockeneren Bereichen ist die Hartholzaue mit Eichen und Hainbuchen zu finden, während die sonst allgegenwärtige Buche kaum vertreten ist. Hohe Vorräte an Totholz bilden ein Paradies für zahlreiche Insekten- und Pilzarten.
Auch für Fotografen ist dieses Gebiet geradezu magisch - wie die nachfolgenden Bilder vom GEO-Tag eindrucksvoll beweisen. weiterlesen
Artensuche läuft auf vollen Touren
Aber auch in der Stadt sind die Teams von Ökostation, Naturschutzgruppen und Arbeitskreisen mit vollem Elan dabei. Auf dem Rathausplatz stehen Infostände, um den Freiburgern ihre Arbeit und ihre Ziele näher zu bringen und noch weitere Freiwillige für den Artenvielfaltstag zu gewinnen. weiterlesen
