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Fotoblog Japan - eine moderne Abenteuerreise
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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
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Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

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Weitere Informationen:

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http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
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28. Juni 2012

Die magischen Wälder von Yakushima


Bilder der urwüchsigen Urwaldinsel Yakushima vor der Südküste von Kyushu hatten mich schon vor der Reise fasziniert und es war klar, dass ich während der Reise durch Japan dieser Insel einen Besuch abstatten musste. Man könnte aus Sicht eines westlichen Besuchers auch genauso gut eine Reise ans Ende der Welt planen. Hier ist die Kommunikation in Englisch endgültig zu Ende und Beschilderungen sind größtenteils nur mehr in japanischen Schriftzeichen vorhanden. Was an sich auch ausreichend ist, denn hier sind auch fast keine westlichen Touristen mehr unterwegs - zumindest habe ich keine gesehen.


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Aber beginnen wir am Anfang des Abenteuers Yakushima:

Die Fähre zur Insel kann nur mit japanischen Sprachkenntnissen vorausgebucht werden, eine Bezahlung ist nur mit japanischer Kreditkarte oder Kontoüberweisung von einem japanischen Konto aus möglich. Ein Freund in Japan hilft aus und mein Ticket ist gebucht. Die Insel ist zwar nicht besonders groß, zur Fortbewegung braucht man idealerweise aber ein eigenes Auto. Man kann es bereits erahnen, die Buchung dieses Autos nimmt einen ähnlichen Verlauf wie die des Fährentickets - wie gut dass man Freunde hat...

Am Vorabend erreiche ich die Hafenstadt Kagoshima am südwestlichen Ende von Kyushu. Die Stadt liegt an der Westseite einer Bucht in deren Mitte sich bedrohlich der allgegenwärtige Vulkan Sakurajima erhebt. Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane Japans und die Tatsache dass der letzte Ausbruch am 13. März 2011 stattfand sowie die nur 12 km Entfernung des Vulkangipfels vom Stadtzentrum, macht das etwas mulmige Gefühl in meiner Magengegend nicht besser, als ich mein Zimmer im Ryokan beziehe.

An der Hafenpromenade sitze ich an einem wunderbaren Frühsommerabend in einem kleinen Shabu-Shabu Restaurant, das zu meinem großen Erstaunen auch Pizza anbietet. Des Rätsels Lösung gesellt sich recht bald zu mir an den Tisch. Maria, die Besitzerin des Restaurants, liebt Europa, ganz besonders Italien und versichert mir, dass sie die beste italienische Küche in Kyushu anzubieten hat und ihre Pizzas im original Steinofen gebacken werden. Es ist immer wieder erstaunlich welche Konversationen man mit ein paar Brocken Englisch, Japanisch, einem Bleistift und Blatt Papier führen kann. Im Verlauf des Abends erfahre ich, dass Maria ursprünglich von den Amami Inseln zwischen Kyushu und Okinawa kommt, Christin ist, bereits Europa besucht hat und es unheimlich toll findet, dass heute jemand aus Österreich bei ihr zu Gast ist. Der perfekte Ausklang des Abends ist eine junge Frau, die Shamisen spielt, singt und gemeinsam mit Maria an den Trommeln traditionelle Musik von den Amami Inseln darbietet.

Die Pizza war übrigens sehr gut - wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig, sie mit Stäbchen zu essen.

Ganz früh am Morgen verlässt die Fähre den Hafen von Kagoshima mit Kurs auf Yakushima.

Die Expressfähre ist ein sehr eigenwilliges Tragflächenboot, das über die Wasseroberfläche zu fliegen scheint und nach knapp 3 Stunden den Hafen von Yakushima erreicht. Eine Konversation mit Händen und Füßen später bin ich stolzer Besitzer eines kleinen Mietwagens, mit dem ich zu meinem Minshuku, einer kleinen Herberge, fahre. Nach einigem weiteren Gestikulieren, Lächeln und vielen Verbeugungen beziehe ich mein kleines Zimmer und beginne mit der Erkundung der Insel.

Yakushima ist eine fast kreisrunde Insel mit einem Durchmesser von 28 km und kann bequem über eine Ringstraße entlang der Küste abgefahren werden. Einer der Hauptgründe Yakushima zu besuchen liegt allerdings darin, die Straßen zu verlassen und in den dichten Regenwald einzutauchen, der die gesamte Insel wie eine dicke grüne Decke überzieht. Der Großteil der Insel ist heute ein Nationalpark und seit 1993 auch eine UNESCO Welterbestätte.


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In der Mitte der Insel erhebt sich ein gewaltiges Gebirgsmassiv, das von den goldenen Sandstränden auf Meeresniveau bis auf 1.936 m emporschießt und Yakushima zum südlichsten Ort Japans macht, in dem im Winter Schnee auf den Bergen liegt. Diese hohen Berge sind auch der Grund dafür, dass Yakushima einer der nassesten Orte dieser Erde ist. In den Bergen fällt eine gewaltige Menge von bis zu 10.000 mm Niederschlag pro Jahr. Nicht umsonst scherzen die Bewohner der Insel, dass es hier 35 Tage pro Monat regnet.


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Für viele Japaner ist ein Besuch von Yakushima neben Hokkaido ein Abenteuer in der Wildnis. Dementsprechend viele Touristen kommen auch auf die Insel. Ich entscheide mich, die kurzen Rundwege zu meiden und die etwas längeren und anstrengenderen Wanderungen zu unternehmen und habe damit den Urwald praktisch für mich alleine - aus menschlicher Sicht. Rufe von Affen und Vögeln und das stetige Plätschern und Tropfen von Wasser sind mein stetiger Begleiter durch das grüne Dickicht. Als sich dann noch einer der kleinen einheimischen Sika Hirsche an meine Seite gesellt und mich neugierig ein Stück des Weges begleitet habe ich das Gefühl, endgültig der Realität entschwunden und in einen uralten verwunschenen Märchenwald eingetaucht zu sein.


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Der berühmte japanische Regisseur und Oscar-Gewinner Hayao Miyazaki soll sich die Inspiration für seinen bekannten Anime Film "Prinzessin Mononoke" bei einem Besuch auf Yakushima geholt haben. Inmitten dieser magischen Wälder habe ich keinen Zweifel daran, dass diese Geschichte wahr ist.

Einer grünen Wand gleichend erstreckt sich ein endloser gemäßigter Regenwald vor mir. Riesige Wurzeln schlingen sich wie gespenstische Lebewesen über Bäume und Felsen. Die Phantasie malt Gesichter und seltsame Fabelwesen in die Landschaft. Die stummen Wächter der Wälder sind die gewaltigen Baumriesen - Yaku Sugi - uralte japanische Zedern, die zu wachsen begannen als das römische Reich in Europa im Entstehen begriffen war. Jomon-sugi ist der Älteste der Zedern und weit über 2.500 Jahre alt.


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Während der Edo Periode Japans waren Dachschindeln aus dem Holz der Yakushima Zedern so wertvoll, dass sie anstelle von Reis für die Bezahlung von Steuern verwendet wurden.

Der Tag neigt sich dem Ende zu und nach einer langen Wanderung verlasse ich den Wald in Richtung Zivilisation. In den letzten warmen Sonnenstrahlen haben es sich einige neugierige Makaken - Yakuzaru genannt - am Straßenrand zur gegenseitigen Fellpflege gemütlich gemacht.


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Der Gedanke, dass die Affen eigentlich genau die richtige Idee haben, lässt mich zur Straßenkarte greifen und mein nächstes Ziel ansteuern. Ich setze mich an einen goldenen Sandstrand, stecke meine Füße in den noch warmen Sand und sehe zu wie die Sonne am Horizont in den Ozean taucht.


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31. Mai 2012

Budo - japanische Kampfkunst im 21. Jahrhundert


Wenn man in Japan versucht, etwas auf offiziellem Wege zu organisieren, stößt man zunächst meist auf... nichts... Schweigen, keine Reaktion. Ein "Nein" ist in Japan der letzte Ausweg. Lieber ausweichend antworten oder am besten gar nicht. "Tot stellen" ist immer noch besser als sein Gegenüber mit einer Ablehnung zu beleidigen.

Als ehemaliger Kampfsportler war es mir sehr wichtig, diesen Aspekt der japanischen Kultur zu dokumentieren. Budo - Kampfkunst - ein für Außenstehende nur schwer einzuordnendes Konzept einer komplexen Vermischung aus Tradition, Ritual, Philosophie, Lebensform, Religion und Sport.

Als ausländischer Besucher ist es nicht möglich einfach so in ein Dojo - den Trainingsraum - zu spazieren um dort gar Foto- und Filmaufnahmen zu machen. Alle meine Bemühungen, eine Einladung in ein Dojo zu bekommen, endeten an der unüberwindbar scheinenden Mauer des Schweigens.


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Nach unzähligen E-Mails und Kontaktversuchen endlich eine Antwort, ich bin in ein Kendo-Dojo in Osaka eingeladen. Meine Instruktionen lauten: "Freitag, Namba Station, 18:15 Uhr, Ausgang Nr. 5". Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, ich packe meine Ausrüstung und setze mich in den Zug von Kyoto nach Osaka. Um 18:10 spuckt mich eine Rolltreppe am Ausgang Nr. 5 auf Straßenebene aus und ich werde freundlich von einem jungen Mann begrüßt. George, ein gebürtiger Schotte, der seit Jahren in Osaka lebt, sollte mein Türöffner in die Welt eines japanischen Kendo Dojos sein. Verbindet mich doch mit Schottland aufgrund meiner Arbeit ein ganz besonderes Verhältnis, konnte ich mir ein Lächeln über die Zufälle im Leben nicht verkneifen.

Plötzlich ist alles ganz einfach, die japanischen Sensei - Lehrmeister - begrüßen mit freundlich im Dojo und ich habe uneingeschränkte Foto- und Filmerlaubnis.

Im Turnsaal einer Schule treffen sich Männer und Frauen zum Kendo-Training. Die jüngste Kämpferin an diesem Abend ist 4 Jahre alt und George erzählt mir, dass sie das erste Mal noch in Windeln durch das Dojo gelaufen ist. Den ältesten Lehrmeister schätze ich auf Ende 70.


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Eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse erfüllt die Halle. Durchdringende Kampfschreie, stampfende Füße und laute Schläge, wenn die Bambus-Schwerter mit voller Wucht auf die Rüstung des Gegners treffen.

Das moderne Kendo, was übersetzt ungefähr so viel wie "Weg des Schwertes"  bedeutet, entwickelte sich aus dem traditionellen Schwertkampf-Training der Samurai, dem Kenjutsu.

Die Kendoka tragen traditionelle japanische Kleidung, darüber eine Rüstung aus Men, Do, Tare und Kote - Helm, Brustschutz, Lendenschutz und dicke Handschuhe. Gekämpft wird mit dem sogenannten Shinai, ein - simplifiziert ausgedrückt - aus Bambus gefertigtes Wettkampfschwert, welches das ursprüngliche Katana symbolisiert.


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Eine energiegeladene und kraftvolle Atmosphäre erfüllt das Dojo während die Kampfsportler mit präzisen, schnellen Bewegungen aufeinander treffen. Ein kurzes gegenseitiges Umkreisen, dann stürzt einer der beiden Kendoka mit einem gellenden Schrei nach vorne, der vordere Fuß stampft in den Boden und das Schwert kracht auf den Helm seines Gegners - Treffer.

Die Fortgeschrittenen stellen sich etwas weiter oben in Reih und Glied an, um ein Match mit dem erfahrensten Sensei zu ergattern, der trotz seines Alters die Schüler der Reihe nach scheinbar mühelos bezwingt.


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Der Besuch in Osaka scheint den Bann gebrochen zu haben, denn kurz darauf habe ich noch die Möglichkeit ein Aikido Dojo und eine Kyudo Trainingseinheit zu besuchen.

Kyudo, der "Weg des Bogens" ist die jahrhundertealte Kunst des japanischen Bogenschießens.

Der Besuch im Kyudo Dojo steht im krassen Gegensatz zum Kendo Training. Wunderbar gekleidete Männer und Frauen bewegen sich fast wie in Zeitlupe mit ritualisierten Bewegungen, in der Halle kann man eine Stecknadel fallen hören. Die Kyudoka scheinen sich eher in einer Meditation zu befinden als einen Sport auszuüben. Geschossen wird mit einem Yumi, dem traditionellen japanischen Bogen, der sich stark von westlichen Bögen unterscheidet. Ein Yumi ist über 2 Meter hoch, damit größer als der Bogenschütze und asymmetrisch aufgebaut - der obere Wurfarm des Bogens ist weitaus länger als der untere.

Bei den jüngeren und unerfahreneren Kyudoka verrät das Zittern der Hände und Arme noch wie anstrengend es ist, diesen Bogen korrekt durchzuspannen.


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Gleich neben dem Kyudo Dojo im Kyoto Budo Center dringen vertraute Kampfschreie und die Geräusche von Bambusschwertern, die auf Rüstungen treffen aus dem Kendo Dojo. Eine Sporthalle weiter trainiert neben einigen Badminton Spielern eine kleine Gruppe gekleidet in traditioneller japanischer Kleidung Iaido - die Kunst des Schwertziehens.

Budo, seit Jahrtausenden untrennbar mit der japanischen Kultur verbunden und auch im 21. Jahrhundert in moderner Form noch sehr lebendig...


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9. Mai 2012

Karyukai - der Mythos Geisha zwischen Schein und Wirklichkeit


Die Geisha zählt zu den wohl bekanntesten stereotypischen Konzepten Japans. Im ewigen Zwielicht zwischen Schein und Wirklichkeit, einer delikaten Porzellan-Puppe gleichend, unerreichbar wie Wesen aus einer anderen Welt durch die engen Gassen der Stadt huschend werden diese Frauen wohl eines der unergründlichsten Phänomene Japans für den westlichen Besucher bleiben. Maskenhafte weiße Gesichter mit roten Lippen - Relikte aus einer längst vergangenen Ära, die sich in beinahe schizophrener Weise nahtlos ins 21. Jahrhundert einfügen und niemals deplatziert erscheinen.

Ein Mythos das sich noch verstärkt wenn man mit Japanern spricht und sie selbst in ehrfürchtig flüsterndem Ton von den Geishas sprechen.

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Die sicherste Variante ist, sich in einem Pulk von Touristen in Gion, dem Altstadtviertel von Kyoto, in der Nähe des Theaters zu postieren um dort einen flüchtigen Blick auf eine vorbeihuschende Geisha oder Maiko zu werfen. Organisierte Veranstaltungen im Hotel oder Ryokan und öffentliche Teezeremonien sind eine andere Möglichkeit.

Für mich aber beides Optionen, die dem Mythos das Geheimnisvolle rauben. Der Flair touristischer Massenware läßt in mir den Gedanken aufkeimen, daß das doch nicht alles gewesen sein kann. Ich möchte eine direkte Begegnung und damit beginnt das organisatorische Abenteuer. Als westlicher Besucher, der japanischen Sprache nicht mächtig, eine private Begegnung mit einer Geisha zu organisieren, noch dazu mit Foto- und Filmgenehmigung gestaltet sich als wahrer Spießrutenlauf. Eines Morgens erreicht mich dann über einen guten Kontakt in Kyoto ein E-Mail - es hat geklappt. Eines der Geisha-Häuser hat meine Anfrage akzeptiert. Das E-Mail enthält Datum und Uhrzeit des Treffpunkts - die Spannung steigt. Was wird mich erwarten? Letztlich mehr als ich zu träumen gewagt hatte.

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Reiko-san, die Besitzerin des Geisha-Hauses, erwartet mich am vereinbarten Treffpunkt und ermöglicht mir einen Einblick, der in dieser Form wohl nur äußerst selten möglich sein wird. Vor dem eigentlichen Fototermin darf ich die junge Maiko zum Friseur begleiten, wo sie den so typischen Haar-Stil bekommen wird.

Mit dem 15. Lebensjahr beginnt die Ausbildung eines junges Mädchen, eine Zeit in der sie als Maiko bezeichnet wird. Nach einer circa fünf-jährigen Lehrzeit darf sie sich dann Geisha, oder wie in Kyoto üblich Geiko, nennen.

Abseits der Hauptstraßen folge ich den beiden durch die engen und verwinkelten Gassen von Gion bis wir an einem unscheinbaren Haus ankommen. Hinter der Schiebetür verbirgt sich einer der ältesten Friseursalons von Kyoto, die auf das Anfertigen des Haarstils von Maikos spezialisiert ist. Im Inneren befinden sich sechs Frisiertische, alle voll belegt mit jungen Maikos. Der Terminkalender des Friseurs ist zum Bersten gefüllt. Auch die Choreographin des nahegelegenen Miyako-Odori Theaters ist gerade hier um sich die Haare machen zu lassen. Es herrscht hektisches Treiben, ein stetiges Kommen und Gehen, endlos scheinende Verbeugungen. Während man im nahegelegenen Elektronik-Megastore die Auswahl zwischen unendlich vielen Modellen von Glätteisen hat, fühlt man sich in diesem Fiseursalon in eine andere Zeit zurückversetzt. Kreppeisen aus Metall, heiß gemacht in einem gasbeheizten Behältnis, scheinbar übrig geblieben aus dem letzten Jahrhundert.

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Flink und mit tausendfach praktizierten Handgriffen bereitet eine ältere Dame das Haar der Maiko für die Frisur vor. Währenddessen erfahre ich, daß für die komplizierten Steckfrisuren der Maikos noch Ihr eigenes Haar verwendet wird. Erst eine Geisha kann diese Prozedur über ein Haarteil vereinfachen.

Über eine Stunde dauert es, bis die kunstvolle und komplizierte Frisur fertiggestellt ist. Diese Frisur wird die Maiko nun die nächsten sechs Tage ununterbrochen tragen, ohne sie lösen und sich die Haare waschen zu können. Während dieser Zeit wird sie auch nur Kimono tragen und auf speziellen Nackenrollen schlafen um die Frisur nicht zu zerstören.

Nach dem Friseurbesuch darf ich noch einige Bilder schießen bevor mich Reiko-san bittet, in zwei Stunden wiederzukommen wenn die Maiko geschminkt und fertig angezogen für ich bereit sein wird.

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In einem mit Tatami-Matten ausgelegtem Raum im Teehaus warte ich dann auf die Maiko. Langsam wird die mit Reispapier bespannte Holztüre aufgeschoben und eine scheinbar zum Leben erwachte Puppe betritt mit kleinen Schritten den Raum, eingehüllt in einen wunderschönen, mehr als bodenlangen, Kimono.

Ich bin so fasziniert von diesem außerirdisch anmutenden Geschöpf, dass ich beinahe vergesse den Auslöser der Kamera zu betätigen.

Erstmals beginne ich zu verstehen, was damit gemeint ist, dass Geishas in einer Parallelwelt existieren. Karyukai, die "Welt der Blumen und Weiden" - eingebettet in Geheimnisse und Exklusivität.

Die Maiko heißt mich mit einer Teezeremonie willkommen, tanzt für mich und beschert mir einige der unvergesslichsten und schönster Bilder der Reise. Bei der Demonstration von einfachen aber nicht minder unterhaltsamen Partyspielen bricht das Eis ein wenig und ich kann ein lebenslustiges, kicherndes, junges Mädchen hinter der phantastischen Fassade erkennen.

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Viel zu schnell vergeht die Zeit und wir brechen zu einem abschließenden Fotoshooting in den Straßen Kyotos auf.

Bei der Verabschiedung frage ich die Besitzerin des Teehauses, wie ich der Maiko eine Freude mit einem kleinen Geschenk bereiten könne. Reiko-san's Antwort - ich solle ihr doch einen Brief schreiben - fügt sich nahtlos in das faszinierende Bild eines Relikts aus einer längst vergangenen Zeit...

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20. April 2012

Yabusame - ein tollkühnes Fest für die Götter


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Ein prachtvoll gekleideter Mann öffnet langsam einen rot-orangen Fächer und schwenkt ihn über seinem Kopf. Ein ebenso fantastisch gekleideter Reiter spornt sein Pferd an und reitet in vollem Galopp mit lautem Geschrei einen engen Kurs hinab. In einer Hand den Bogen und die Zügel des Pferdes - die andere Hand greift an den Rücken und zieht einen Pfeil aus dem Köcher. Bei voller Geschwindigkeit legt er den Pfeil ein und läßt die Zügel los. Er spannt den Bogen voll durch, dreht sich zur linken Seite und schießt den Pfeil ab - die hölzerne Zielscheibe zerspringt in zwei Teile - die Menge tobt. Immer noch freihändig im Sattel wieder ein Griff zum Köcher und schon fliegt der nächste Pfeil auf eine Zielscheibe…

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Eine Szene aus dem feudalen Japan? Nicht ganz, wir schreiben das Jahr 2012 und befinden uns in Tsuwano in der Präfektur Shimane, circa 150 km nordwestlich von Hiroshima.

Das Geschehnis hätte aber genauso gut im Jahre 552 stattfinden können und tatsächlich hat sich in fast 1.500 Jahren nicht viel an diesem uralten Ritual verändert. Yabusame, Bogenschießen vom Pferd aus, ist ein Shinto Ritual, das von Kaiser Kinmei ins Leben gerufen wurde und bis heute praktiziert wird.

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Jeden zweiten Sonntag im April donnern im Washibara Hachimangu Schrein waghalsige Männer und Frauen mit Ihren Pferden einen fast unmöglich schmal erscheinenden 240 Meter langen, von blühenden Kirschbäumen gesäumten, Kurs hinunter. Die Reitanlage aus dem Jahre 1568 ist die einzige original erhaltene Yabusame Strecke in ganz Japan. In vollem Galopp versuchen die Reiter eine hölzerne Scheibe zu treffen, die etwa die Grösse einer auf die Spitze gestellten Pizza-Schachtel hat.

Ursprünglich ein rein spirituelles Ritual, herrscht bei Yabusame der olympische Gedanke vor und es geht weniger darum, einen Sieger zu ermitteln als die Götter zufriedenzustellen.

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Allein schon die prachtvollen, farbenfrohen Kostüme der Reiter, Schiedsrichter und Helfer sind eine Augenweide, wunderschön die gepflegten Pferde mit Ihren kunstvollen Geschirren und Sättel. Die reiterliche Leistung und Körperbeherrschung beim Bogenschiessen sind beeindruckend. Vor allem wenn man bedenkt welchen riesengroßen Aufwand das Training für die Männer und Frauen neben Ihren normalen Berufen bedeutet, um diese alte Tradition am Leben zu erhalten.

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14. April 2012

Sakura - die Kirschblüte. Ein Fest der vergänglichen Schönheit


Wenn die Blüten der japanischen Pflaumenbäume abfallen, markiert das den Übergang in eine weitere Zeit der Blütenpracht und eine der wichtigsten Jahreszeiten in Japan. Gespannt verfolgen die Menschen "sakura zensen", was wörtlich übersetzt so viel wie Kirschblüten-Front bedeutet. Die Japanische Meteorologische Behörde veröffentlicht Prognosen über die sich von Okinawa im Süden ausbreitende Kirschblüte, von Anfang Februar auf den subtropischen Inseln bis Mitte Mai auf der nördlichsten Insel Hokkaido.

Zögerlich weicht die winterliche Kälte den warmen Temperaturen des Frühlings und die Menschen bereiten sich auf Hanami vor - die Feste des "Blüten-Betrachtens"

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Geschichtlich wird der Beginn dieser Festlichkeiten in die Nara-Periode (710-794) platziert, in der noch Ume - die Pflaumenblüte - bevorzugt wurde. In der Heian-Periode (794-1185) verlagerte sich die Verehrung dann auf die Kirschblüte und in der Poesie wurde Sakura, die Kirschblüte, zum Synonym der Blume. In Gedichten und der Literatur wurden die Blüten mit dem Leben selbst verglichen - zerbrechlich und wunderschön aber auch kurz und vergänglich. Dieses Konzept der vergänglichen Schönheit zieht sich bis in die heutige Zeit durch die japanische Kunst und Kultur.

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Diese untrennbar mit Japan verbundene Zeit wollte ich unbedingt selbst erleben und habe mir die ehemalige Kaiserstadt Kyoto als Basis für mein persönliches Hanami ausgewählt. Kyoto ist eine sehr schöne, überschaubare Stadt mit vielen wunderbaren Möglichkeiten die Kirschblüte zu erleben. Zusätzlich liegt Kyoto verkehrsgünstig zwischen Osaka und Tokyo und ermöglicht so auch Tagesausflüge in andere Gebiete um möglichst viele Eindrücke zu sammeln.

Doch zunächst kam die Ernüchterung…

Kyoto begrüßte mich mit Regen und eisigen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Von Kirschblüten keine Spur und das sollte auch noch einige Zeit so bleiben. Auch sakura zensen war nicht besonders ermutigend. Aufgrund einer ausgedehnten Kälteperiode würde die Kirschblüte dieses Jahr ungewöhnlich spät beginnen und aus den geplanten zwei Wochen in Kyoto sollten vier werden.

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Doch in der Zwischenzeit stehen die Kirschblüten in voller Pracht und die Menschen strömen zu hunderten und tausenden in die Tempelanlagen, Gärten und Parks um die Blüten zu betrachten. Ganz Japan scheint auf den Füßen und in Bewegung zu sein, von neugeborenen Babies bis zu alten Menschen. Hochzeiten haben Hochsaison, Getränke- und Essensstände sind für den Ansturm der Massen gerüstet.

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Besonders beliebt sind zu dieser Jahreszeit Picknicks unter freiem Himmel inmitten der Kirschbäume in den vielen Gärten. Der Boden ist von riesigen blauen Plastikplanen bedeckt, rote Papierlaternen hängen in den Bäumen und Jung und Alt treffen sich hier, um zu essen, trinken und Spass zu haben.

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Tempelanlagen und Bäume sind nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet, viele historische, normalerweise nicht zugängliche, Gebäude und Gärten sind für die kurze Zeit der Kirschblüte für Besucher geöffnet.

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Trotz des Massenansturms gibt es noch einige Geheimtipps und es ist mir auch gelungen, kleine Tempelanlagen zu finden in denen ich die Kirschblüten ganz für mich alleine hatte und zu verstehen begann, was die Kernaussage von Hanami - das besinnliche Betrachten der Blüten - ist…

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3. April 2012

5 Monate und 10.000 km über 4 Inseln


Die Faszination Japan begann in meiner Kindheit. Ich erinnere mich an Fotografien meines Vaters, der als Leichtathlet der österreichischen Nationalmannschaft 1964 bei den olympischen Spielen in Tokyo an den Start ging und an die Geschichten meines Großvaters, der 1970 die Weltausstellung in Osaka besuchte.

Als ich dann meinen ersten Kinofilm mit Ninja und Samurai sah, war ich der Faszination vollends erlegen. Es folgte die Ausübung diverser asiatischer Kampfsportarten und der Zauber Japans blieb eine Konstante in meinem Leben. Das Abenteuer des eigenen Erlebens sollte aber noch viele Jahre auf sich warten lassen.

Das Reisen, die Fotografie und der Journalismus waren in der Zwischenzeit zu meinem Beruf geworden als sich schließlich vor zwei Jahren die Gelegenheit einer Dokumentation über Japan ergab.

Dies ist die Geschichte meiner modernen Abenteuerreise…

IMG_8876.jpg© Marcus Haid

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Ich habe die Welt bereist, aber noch nie hatte ich Kontakt mit einer so eigenständigen und fremden Kultur wie in Japan.

Tief verwurzelt in jahrtausendealten Traditionen und gleichzeitig an der Speerspitze modernster Technologie des 21. Jahrhunderts. Shinto Schreine in modernen Einkaufszentren, Geishas und Teezeremonien neben schriller und verrückter Jugendkultur.

Ein Land in dem man als westlicher Besucher ständig mit vermeintlich vertrauten Eindrücken konfrontiert ist, nur um beim näheren Hinsehen festzustellen, dass es sich um etwas einzigartig japanisches handelt. Ein Land das einen zwingt, viele der eigenen Konzepte abzulegen und sich wirklich für neue Eindrücke zu öffnen.

Überraschend wie viele Klischees sich als tatsächliche Realität herausstellen und erfrischend viele wunderbare neue Erfahrungen und Eindrücke.


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IMG_8875.jpg© Marcus HaidMt. Fuji im Abendlicht
 
IMG_8462.jpg© Marcus HaidUme - der japanische Pflaumenbaum blüht Anfang März und seine abfallenden Blätter leiten den Beginn der Kirschblüte ein