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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Phang Nga Bay
Den Text unten habe ich neulich mal über die Halong Bay geschrieben - zur Phang Nga Bay passt er ebenso:
Foto: Stefan Nink
„PHANG NGA BAY“ FÜR DIE PS3
"Zuerst mal das Setting: Hammer, Alter! Was die Jungs von "Smooth Level" da hinprogrammiert haben, lässt selbst die John Ford-Landschaften in den Wild West-Games der aktuellen Season blass aussehen! "Phang Nga Bay" punktet schon wegen seiner krassen Landschaften, voll surreal und trotzdem absolut realistisch, da hätte es nicht unbedingt noch 'ne Handlung gebraucht. Schon beim Entry-Level fällt einem die Kinnlade runter, watch this: Eine Bucht mit endlos Inseln (fast hundert laut Programmierer - gut zehn Prozent lassen sich erkunden, wenn man alle 24 Level durchspielt)! Sehen aus, als seien sie nicht am Rechner entstanden, sondern damals bei der richtigen Schöpfung versehentlich aus der Kiste mit den Reserve-Bauklötzen gefallen. Alter, echt: Die Teile scheinen aus dem Meer zu wachsen! Du schipperst auf einer Art Hausboot um sie herum und bekommst Punkte, wenn du errätst, welcher Karststeinbrocken "Büffelkopf" heißt und welcher "Kampfhahn" (ist easy, weil die tatsächlich so aussehen). Die Grafikleistung ist supreme: jedes Stück Moos auf den Felsen, jeder auf dem Wasser gespiegelte Insel, jeder Schatten eines Fisches - alles sieht so klar und deutlich aus, als würde man es nach einer Stunde Meditieren zum ersten Mal anschauen: ziemlich geil. Und wo wir gerade dabei sind: Hier gibt’s natürlich keine Navy Seals oder Zombiezeugs, „Phang Nga Bay" ist Chillen pur! Die nächsten Level erreicht man zum Beispiel, wenn man bei Sonnenuntergang im perfekten Bogen vom Boot ins Meer springt oder den fettesten Joint dreht. Bonuspunkte bekommt, wer bei der "Seeschlacht" mit einem anderen Wohnboot die meisten Bikini-Tops der schwedischen Abiturientinnen klaut, während die im Wasser sind, das offenbar ziemlich kühl ist, kann man gut sehen. Auch auf diesem Level: perfekter Detailreichtum, Digger.
Deswegen: Bestnote von 5 Sternen! Kaufen!“
("Phang Nga Bay" für die Playstation würde wahrscheinlich ca. 29.90€ kosten, ist aber natürlich komplett erfunden)
14. Mai 2013
Foto: Stefan Nink„PHANG NGA BAY“ FÜR DIE PS3
"Zuerst mal das Setting: Hammer, Alter! Was die Jungs von "Smooth Level" da hinprogrammiert haben, lässt selbst die John Ford-Landschaften in den Wild West-Games der aktuellen Season blass aussehen! "Phang Nga Bay" punktet schon wegen seiner krassen Landschaften, voll surreal und trotzdem absolut realistisch, da hätte es nicht unbedingt noch 'ne Handlung gebraucht. Schon beim Entry-Level fällt einem die Kinnlade runter, watch this: Eine Bucht mit endlos Inseln (fast hundert laut Programmierer - gut zehn Prozent lassen sich erkunden, wenn man alle 24 Level durchspielt)! Sehen aus, als seien sie nicht am Rechner entstanden, sondern damals bei der richtigen Schöpfung versehentlich aus der Kiste mit den Reserve-Bauklötzen gefallen. Alter, echt: Die Teile scheinen aus dem Meer zu wachsen! Du schipperst auf einer Art Hausboot um sie herum und bekommst Punkte, wenn du errätst, welcher Karststeinbrocken "Büffelkopf" heißt und welcher "Kampfhahn" (ist easy, weil die tatsächlich so aussehen). Die Grafikleistung ist supreme: jedes Stück Moos auf den Felsen, jeder auf dem Wasser gespiegelte Insel, jeder Schatten eines Fisches - alles sieht so klar und deutlich aus, als würde man es nach einer Stunde Meditieren zum ersten Mal anschauen: ziemlich geil. Und wo wir gerade dabei sind: Hier gibt’s natürlich keine Navy Seals oder Zombiezeugs, „Phang Nga Bay" ist Chillen pur! Die nächsten Level erreicht man zum Beispiel, wenn man bei Sonnenuntergang im perfekten Bogen vom Boot ins Meer springt oder den fettesten Joint dreht. Bonuspunkte bekommt, wer bei der "Seeschlacht" mit einem anderen Wohnboot die meisten Bikini-Tops der schwedischen Abiturientinnen klaut, während die im Wasser sind, das offenbar ziemlich kühl ist, kann man gut sehen. Auch auf diesem Level: perfekter Detailreichtum, Digger.
Deswegen: Bestnote von 5 Sternen! Kaufen!“
("Phang Nga Bay" für die Playstation würde wahrscheinlich ca. 29.90€ kosten, ist aber natürlich komplett erfunden)
Kuppelblick
Foto: Stefan NinkNa, was haben wir denn da? Eine Kuppel, eine, nun ja: griechische oder von mir aus auch römische Kuppel hoch über Bangkok - die haben wir da. Thailändische Architekten lieben es gerade offenbar, den ansonsten eher faden Skyscrapern in der Hauptstadt solche kleinen Dome oben drauf zu setzen (in Manhattan war das in den Neunzigern auch mal Mode). Dass die Kuppel des State Towers dennoch keine Touristenattraktion ist, liegt daran, dass sie niemand wirklich wahrnimmt, der auf einen Drink in die Skybar kommt - wer bis in den 64.Stock fährt, hat für solche architektonische Spielereien keinen Sinn, der schaut lieber in die andere weiterlesen
Maggi Country
Da können sie in diesem Land besser kochen als irgendwo sonst auf der Welt - und was wird den Indern dann werbemäßig empfohlen? Na? Unfassbar.
Foto: Stefan Nink
11. April 2013
Foto: Stefan NinkCool kochen

Neulich habe ich an anderer Stelle beschrieben, wie ich beim Zelten in einem von Grizzlys überlaufenen Gebiet abends lecker kochen wollte. Daraufhin kamen etliche Leserbriefe und Emails mit wichtigen Tipps zum Kochen in freier Wildbahn - und ein Buch. Es heißt "Cool Camping Cookbook", stammt aus dem überaus sympathischen Tolkemitt Verlag und hilft Campern, mit wenig Aufwand und Zutaten wunderbare Gerichte zuzubereiten. Neben den passenden Rezepten für "Schweinelenden-Aprikosen-Kebab" oder "Cassoulet nach Camper-Art" stehen auch praktische Tipps in dem 160 Seiten dicken Ersthelfer: Man erfährt, wie man einen Fisch schuppt, einen Dreifuß baut oder eine Feuergrube aushebt. Eignet sich für fortgeschrittene Wildnisgourmets und Menschen mit zwei linken Händen wie mich gleichermaßen.
Aber nicht den Grizzly lesen lassen - der könnte Appetit bekommen!
Lieblingsplätze (6)
Foto: Stefan NinkTempel, Oahu.
Zimmer mit Aussicht
Vor dem Eingang des Hotels in Lhasa ist ein kleiner Innenhof, zehn Schritte tief vielleicht, aber diese zehn Schritte gilt es zu verteidigen, mit einem gewaltigen Eisentor, das nur dann geöffnet wird, wenn der Fahrer des wartenden Jeeps oder Kleinbusses mindestens 17 Mal laut gehupt hat. Erst dann bequemt sich der Torhüter aus seinem anderthalb Meter entfernt stehenden Stuhl und bölkt den Fahrer an, was er denn wolle und wieso er derart hupe, worauf der Fahrer - jeder Fahrer - so etwas brüllt wie "Ich muss Gäste abholen!", bzw., alternativ, "Ich bringe Gäste!", worauf der Torwächter dann tatsächlich das Tor öffnet und sich der Stau aus Eselskarren, Fahrradfahrern und Pilgergruppen, der sich mittlerweile hinter dem wartenden Jeep oder Kleinbus gebildet hat, wieder auflösen kann.
1. April 2013
"Wenn Sie hier stehen, beträgt Ihre voraussichtliche Wartezeit noch etwa drei Stunden"
Dass man bei der Einreise in die USA mittlerweile mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen muss, konnten man in den vergangenen Tagen ja schon öfter lesen (z.B. hier). Die Kürzungen im Haushalt haben aber auch drastische Auswirkungen für Reisende, die von einem us-amerikanischen Hafen aus auf Kreuzfahrt gehen wollen. Beziehungsweise: von einer solchen zurück kommen. Die Kollegen von WSVN-TV zeigen Aufnahmen von einer Warteschlange, die so lang ist, dass man sich wundern muss, wie ruhig die Leute bleiben.
Das sind übrigens amerikanische Touristen. Als die Haushaltskürzungen vor ein paar Wochen beschlossen wurden, hat eine erschreckend große Mehrheit damit geprahlt, sich null für die Haushaltspolitik der Regierung zu interessieren. Vielleicht ändert sich das ja jetzt.
27. März 2013
Das sind übrigens amerikanische Touristen. Als die Haushaltskürzungen vor ein paar Wochen beschlossen wurden, hat eine erschreckend große Mehrheit damit geprahlt, sich null für die Haushaltspolitik der Regierung zu interessieren. Vielleicht ändert sich das ja jetzt.
Frühstück!
Foto: Stefan Nink"Ihre Anschlusszüge werden leider nicht erreicht..."
Die letzten Wochen habe ich mehr oder weniger durchgehend in Zügen der Deutschen Bahn verbracht. Auf Lesereise. Der Winter ist ja keine gute Zeit für sowas, dieser endlose erst recht nicht, trotzdem: Hätte nicht die ein oder andere Fahrt problemlos verlaufen können? Drei oder vier Reisen von gefühlten 68?
Einmal bin ich tatsächlich pünktlich angekommen, in Leipzig, zur Buchmesse. Einmal. Sonst war immer was. Jedes Mal. Es war
- Schneebruch
- Oberleitungsschaden
- unerklärliches Warten auf freier Strecke
- eingleisige Streckenführung
- Verspätung wegen Zugüberholung
- Verspätung wegen Personen auf den Gleisen
- Verspätung wegen verspäteter Bereitstellung
- Verspätung wegen weißderTeufelwas
Toiletten fielen aus. Wasser fehlte. Wagen auch. Züge wurden grundsätzlich anders gereiht, als es an den Bahnsteigen angezeigt wurde.
Und dann war da Büchen. Ein Ort in der Pampa, zwischen Lüneburg und Berlin. Ein Ort, der einen Bahnhof bekommen soll, irgendwann, ganz bald, die Bagger sind schon da. Ich weiß nicht, was man früher machte, wenn man hier bei minus acht Grad den Zug verpasste - für die Zeit der Bauarbeiten aber hat die Bahn Gnade gezeigt und für alle Gestrandeten einen Baucontainer aufgestellt. Einen leeren Baucontainer, für einen Satz Plastikstühle ist offenbar kein Geld da, das wird gerade in Stuttgart vergraben.
Und bald kommt dann wieder die Statistik, nach der 97,8 Prozent aller Züge pünktlich sind.
Foto: Stefan NinkAm Nebentisch (2)
Das Rentnerpaar im Zug gegenüber, dass es schafft, jede Minute der stundenlangen Reise mit Aktion zu füllen, wo ist denn meine Uhr, hol doch mal das Ticket raus, kannst du mir mal meine Handtasche geben, hast du das Buch etwa vergessen, du bist eben schon wieder eingeschlafen, lass mich mal ans Fenster, meinst du, den Anschluss kriegen wir, willst du den Apfel nicht erst mal abwaschen, komm, ich schau mal nach den Keksen, herrje, jetzt hast du die Flasche nicht richtig zugedreht, alles ist nass hier, zieh mal besser die Jacke an, hier zieht es ja wie Hechtsuppe - so geht das Stunde um Stunde, und wenn mal nicht geredet wird, wird mit den Fingern auf dem Klapptisch getrommelt oder irgendein Lied gebrummelt.
Und dann kommt der Schaffner und fragt freundlich nach den Tickets, und was sagen die beiden: Nun immer mal mit der Ruhe, junger Mann, sagen sie.
Und dann kommt der Schaffner und fragt freundlich nach den Tickets, und was sagen die beiden: Nun immer mal mit der Ruhe, junger Mann, sagen sie.
