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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Meet the Locals! (18)
Stefan NinkEmpfang
Tiefe Nacht. Laute Stimmen direkt vor der Hotelzimmertür. Mann und Frau. Mann laut, Frau leiser.
Fünf Minuten später reden sie immer noch. Aus dem Bett und nachgeschaut: Unmittelbar vor der Zimmertür hockt jemand mit seinem Notebook am Boden und unterhält sich via Skype mit seiner Freundin.
Verschwinden? "Aber hier ist der Empfang am besten!"
7. Januar 2013
Fünf Minuten später reden sie immer noch. Aus dem Bett und nachgeschaut: Unmittelbar vor der Zimmertür hockt jemand mit seinem Notebook am Boden und unterhält sich via Skype mit seiner Freundin.
Verschwinden? "Aber hier ist der Empfang am besten!"
Weltenbild
Manchmal - und aus manchen Blickwinkeln - sieht diese Welt aus wie gemalt.
(Das hier sind kleine Gletscherseen im Yukon, Alaska, aus einer Cessna aus gesehen)
Stefan Nink
7. November 2012
(Das hier sind kleine Gletscherseen im Yukon, Alaska, aus einer Cessna aus gesehen)
Stefan NinkHotel-Dialog (8)
Housekeeping:
Housekeeping! Housekeeping! Hallo? Housekeeping!
(Vor der Tür steht eine asiatische Hotel-Angestellte. Das Hotel steht in München.)
Ich:
Guten Morgen! Ich bin in zehn Minuten weg - dann können Sie ins Zimmer, ja?
Housekeeping:
Ah! Gut! Gutgut! Dein Stadt?
Ich:
Woher ich komme?
Housekeeping:
Dein Stadt dein Stadt! Dein!
Ich:
Ich bin aus Mainz.
Housekeeping:
Main? Ah! FrankfurtMain! Gut!
Ich:
Mainz, nicht Main - mit einem z am Ende: Mainz
Houseekeeping:
Main Main - Du Main!
Ich:
z! Mainz!
Housekeeping:
Ah! Mainsssss. Mainssssss! Du! Mainsssss!
Gut Fussball, gut gut! Tsüss! Tsüss!
1. November 2012
Housekeeping! Housekeeping! Hallo? Housekeeping!
(Vor der Tür steht eine asiatische Hotel-Angestellte. Das Hotel steht in München.)
Ich:
Guten Morgen! Ich bin in zehn Minuten weg - dann können Sie ins Zimmer, ja?
Housekeeping:
Ah! Gut! Gutgut! Dein Stadt?
Ich:
Woher ich komme?
Housekeeping:
Dein Stadt dein Stadt! Dein!
Ich:
Ich bin aus Mainz.
Housekeeping:
Main? Ah! FrankfurtMain! Gut!
Ich:
Mainz, nicht Main - mit einem z am Ende: Mainz
Houseekeeping:
Main Main - Du Main!
Ich:
z! Mainz!
Housekeeping:
Ah! Mainsssss. Mainssssss! Du! Mainsssss!
Gut Fussball, gut gut! Tsüss! Tsüss!
Off to Middle Earth!
Manchmal frage ich mich, ob so etwas in irgendeinem anderen Land der Welt möglich wäre...
Mitte Dezember startet "Der Hobbit" in den Kinos der Welt, und ganz Neuseeland ist in diesen Wochen dabei, sich allmählich in Mittelerde zu verwandeln. Aktuelles Beispiel: Das neue Sicherheitsvideo der Air New Zealand, in dem Hobbits, Elben, Regisseur Peter Jackson und ein Nachfahre von J.R.R. Tolkien himself mitspielen. Herrlich.
(Lieblingsstelle: "If you need a little bit more inflation, simply blow into the mouth piece")
29. Oktober 2012
Mitte Dezember startet "Der Hobbit" in den Kinos der Welt, und ganz Neuseeland ist in diesen Wochen dabei, sich allmählich in Mittelerde zu verwandeln. Aktuelles Beispiel: Das neue Sicherheitsvideo der Air New Zealand, in dem Hobbits, Elben, Regisseur Peter Jackson und ein Nachfahre von J.R.R. Tolkien himself mitspielen. Herrlich.
(Lieblingsstelle: "If you need a little bit more inflation, simply blow into the mouth piece")
Zuspruch im Frankenstorm
Frankenstorm-Sitzenbleier? Machen Sie sich nix draus. Andere auch. Das hier hab ich mal über Tage wie diese geschrieben - kurz bevor dieser Vulkan auf Island loslegte und mich in China erwischte, aber das wusste ich da ja noch nicht. Und Sandy war auch noch weit weg...:
Wenn diese Zeilen hier erscheinen, bin ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht dort, wo ich eigentlich sein sollte. Oder möchte. Oder müsste. Wenn Sie das hier lesen, hänge ich bestimmt irgendwo fest. Mal wieder. Weil ich es mal wieder geschafft habe, mir auf dieser grossen weiten Welt ausgerechnet jene Ecke auszusuchen, in der das Wetter verrückt spielt. Und es geht hier nicht um das frühmorgendliche Glatteis oder den Stau, den ein umgestürzter Baum ausgelöst hat. Andere Reisende geraten in Streiks. Ich gerate in Wetterkatastrophen.
Keine Ahnung, wann das angefangen hat. Ich erinnere mich an total verregnete Urlaube als Kind, möglicherweise waren das erste Probeläufe. Seitdem nimmt das ganze Jahr für Jahr groteskere Formen an. Während eines zweitägigen(!) Aufenthalts auf Bermuda habe ich es tatsächlich geschafft, von einem Tornado erwischt zu werden, jeder Meteorologe würde vor Begeisterung jauchzen. In South Carolina ging zeitgleich mit mir ein lieblicher Hurrikan an Land - meine vorgebuchten Hotels waren abends als Trümmerhaufen im Fernsehen zu sehen. An Australiens Küste bin ich in einen Zyklon geraten und gleich anschliessend im Landesinnern in ein Buschfeuer (an der Rezeption haben sie meinen Bericht von der flammenumzüngelten Anfahrt ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter genommen - das Resort ist tagsdrauf dann komplett abgebrannt). Vor ein paar Jahren sass ich tagelang in einem nepalesischen Guesthouse fest, dessen Besitzer ausschließlich Bob Marleys „Greatest Hits“ spielte, immer und immer wieder, bis der Eisregen draußen aufhörte und uns ein russischer Militärhubschrauber zurück weiterlesen
28. Oktober 2012
Wenn diese Zeilen hier erscheinen, bin ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht dort, wo ich eigentlich sein sollte. Oder möchte. Oder müsste. Wenn Sie das hier lesen, hänge ich bestimmt irgendwo fest. Mal wieder. Weil ich es mal wieder geschafft habe, mir auf dieser grossen weiten Welt ausgerechnet jene Ecke auszusuchen, in der das Wetter verrückt spielt. Und es geht hier nicht um das frühmorgendliche Glatteis oder den Stau, den ein umgestürzter Baum ausgelöst hat. Andere Reisende geraten in Streiks. Ich gerate in Wetterkatastrophen.
Keine Ahnung, wann das angefangen hat. Ich erinnere mich an total verregnete Urlaube als Kind, möglicherweise waren das erste Probeläufe. Seitdem nimmt das ganze Jahr für Jahr groteskere Formen an. Während eines zweitägigen(!) Aufenthalts auf Bermuda habe ich es tatsächlich geschafft, von einem Tornado erwischt zu werden, jeder Meteorologe würde vor Begeisterung jauchzen. In South Carolina ging zeitgleich mit mir ein lieblicher Hurrikan an Land - meine vorgebuchten Hotels waren abends als Trümmerhaufen im Fernsehen zu sehen. An Australiens Küste bin ich in einen Zyklon geraten und gleich anschliessend im Landesinnern in ein Buschfeuer (an der Rezeption haben sie meinen Bericht von der flammenumzüngelten Anfahrt ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter genommen - das Resort ist tagsdrauf dann komplett abgebrannt). Vor ein paar Jahren sass ich tagelang in einem nepalesischen Guesthouse fest, dessen Besitzer ausschließlich Bob Marleys „Greatest Hits“ spielte, immer und immer wieder, bis der Eisregen draußen aufhörte und uns ein russischer Militärhubschrauber zurück weiterlesen
Kosegast
Ich mag es, wenn einen dreißigjährige Rezeptionistinnen in amerikanischen Motels mit "Good night, darlin'" verabschieden.
Noch besser aber gefällt mir das "Sweetheart", mit dem mich die Bedienung im Coffeeshop morgens begrüßt.
Sie ist 70, schätze ich.
1. Oktober 2012
Noch besser aber gefällt mir das "Sweetheart", mit dem mich die Bedienung im Coffeeshop morgens begrüßt.
Sie ist 70, schätze ich.
Drei Abendessen in Griechenland
Stefan Nink
Stefan Nink
Stefan NinkEine Runde um den See
Der Altauseer See wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Vor über zwanzig Jahren habe ich hier zwei Menschen getroffen, die für mich als jungen Autor sehr wichtig waren. Beide werden sich nicht mehr an diese Begegnungen erinnern. Für mich waren sie richtungsweisend.
Dr.Siegfried Diehl war damals Chef des FAZ-Magazins und hat mich ermutigt, eine Idee zu einer Reportage umzusetzen und sie ihm zu schicken. Daraus ist eine Titelgeschichte geworden, und ohne die würde ich heute möglicherweise ganz andere Dinge machen.
Klaus Maria Brandauer hat mir - am gleichen Abend! - geraten, Perfektionist zu sein und immer weiter an meiner Arbeit zu feilen, immer weiter, und dann, ganz am Ende, wenn man noch einmal ansetzen möchte - dann einfach loszulassen. Und stattdessen einen Wein zu trinken. Oder einen Spaziergang zu machen.
Den habe ich neulich gemacht. Und an die beiden gedacht.
Werbung Wagen
Es ist unfassbar, auf welche Ideen manche Mietwagenvermieter kommen. Das war das letzte Mal bei dieser Firma . Und die schlimmsten Aufkleber sind auf dem Foto noch nicht einmal zu sehen...
Stefan Nink
Stefan Nink
