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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Antarktische Zwischendepesche.... EILT!
Da wird es einigen ziemlich kalt werden .... Das sind aber NICHT wir, das sind andere:
>>Hilfsmannschaften bemühen sich weiter um das Kreuzfahrtschiff, das mit 64 Passagieren in der Antarktis auf Grunde gelaufen ist. <<
Gelesen hier. Und von 17 Bekannten und Freunden gemailt bekommen.
16. Februar 2009
>>Hilfsmannschaften bemühen sich weiter um das Kreuzfahrtschiff, das mit 64 Passagieren in der Antarktis auf Grunde gelaufen ist. <<
Gelesen hier. Und von 17 Bekannten und Freunden gemailt bekommen.
Anarktische Depeschen (8)
Stefan NinkSpotlight.
Antarktische Depeschen (7)

Stefan Nink
Die Frage kam einige Male per Email (liebe Leser – auch für so etwas ist eigentlich, ähem: die Kommentar-Funktion da):
Das Schiff, das mich gut hierhin gebracht hat, ist die MS Fram der Hurtigruten-Linie (www.hurtigruten.com).
Noch mehr Antworten auf noch mehr Fragen:
- Es ist längst nicht so kalt hier, wie man gemeinhin denkt: Wenn die Sonne scheint, sind es gefühlte 20 Grad. Das Thermometer zeigt tagsüber reale 0-4 Grad an. Zieht es zu und der Wind fegt, fühlt es sich an wie minus 17.
- Ja, es wird dunkel. Kurz. Und nur, weil wir entlang der antarktischen Halbinsel kreuzen. Am Südpol wäre es ununterbrochen hell.
- Ja, man sollte einigermaßen seefest sein. Oder genügend Reisekaugummis dabei haben.
Antarktische Depeschen (6)
Stefan NinkFrüher verließ der Mensch die Antarktis nur selten unter geordneten Bedingungen - eine Abreise war in der Regel eine Flucht und ein Wettlauf gegen die Zeit. Viele verlassene Forschungsstationen im Eis sind kleine Zeitkapseln, die einen 50, 60 Jahre zurückschleudern, sobald man sie betritt. Und immer hat man das Gefühl, ihre Bewohner seien nur mal kurz hinunter zum Schiff und kehrten jeden Moment zurück.
Antarktische Depeschen (5)
Stefan NinkPinguine sind die Stoiker der Antarktis: Sie watscheln, wohin sie wollen, ignorieren ganze Kreuzfahrtschiffbesatzungen, und wenn sie im Windschatten einer Forschungsstation hocken und stundenlang in die Ferne starren möchten, dann hält sie auch davon nichts und niemand ab.
Möglicherweise haben Pinguine die richtige Einstellung zum Leben.
Antarktische Depeschen (4)
Stefan NinkManche Orte der Antarktis sehen aus wie verlassene Landeplätze einer fremden Zivilisation, die es nicht geschafft hat, auf der Erde Fuß zu fassen - und wieder verschwunden ist, ohne ihr Gerümpel mitzunehmen. Die alten Tanks auf Deception Island sind allerdings irdischen Ursprungs: In ihnen sammelten Waljäger zu Beginn des 20.Jahrhunderts jenes Öl, das übrig bleibt, wenn man Wale abschlachtet und verkocht.
Antarktische Depeschen (3)
Stefan NinkMitternacht.
Antarktische Depeschen (2)
Stefan NinkGanz allein stand er auf seinem Eisberg, ganz allein, und er schrie ziemlich jämmerlich
und schlug mit den Flügeln. Als er erkannte, dass er nicht wegfliegen würde können,
watschelte er langsam zur Kante.
Dann sprang er ins kalte Wasser.
Antarktische Depeschen

Als sich nach Tagen allgegenwärtigen Wassers tatsächlich Land aus Nebel und Wolken herausschälte, sah es überhaupt nicht wie Land aus. Eher wie etwas, das sich nicht richtig entscheiden konnte, ob es sich tatsächlich materialisieren wollte. An vielen Stellen des Landes reichten milchige Gletscher bis hinunter ans Wasser, wo sie in einer haushohen Kante endeten, von der immer wieder große Stücke abbrachen. Wolkenmasse, die sich wie Himmelslava von oben über Grate und Hänge ergoss, hüllte das Land in Watte; manchmal verschwand es für mehrere Minuten, bevor es wieder auftauchte. Aber es war Land, endlich, und es war gut.
Urlaubsgrüße, prädigital (1)
Es ist noch nicht allzu lange her, da schickte man Postkarten aus dem Urlaub nach Hause. Doch! Wirklich!

(Vietnam, Anfang der 80er)

(Vietnam, Anfang der 80er)
