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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Haste auch alles...?
Natürlich kann man sich auch einfach einen Zettel nehmen und all das aufschreiben, was man in den Koffer packen möchte, damit man ja nix vergisst. Aber wer garantiert einem dann, dass man nicht bereits beim Aufschreiben das ein oder andere übersieht?
Für Leute mit solchen Gedankengängen ist dieser kleine Packlisten-Generator hier ganz praktisch. Für mich zumindest. Ach ja.
6. Mai 2009
Für Leute mit solchen Gedankengängen ist dieser kleine Packlisten-Generator hier ganz praktisch. Für mich zumindest. Ach ja.
"Der Frühling ist ein unsteter Gesell." (Robert Walser)
Cambridge, England, vorgestern:
Pustertal, Südtirol, gestern:
Schön gebaut (3)
23. April 2009
Als ob wir's geahnt hätten... (2)
Jetzt also doch: Ryan Air plant die Fat Tax. Wer zu dick ist, soll künftig mehr zahlen.
Kommt Ihnen bekannt vor? Klar kommt Ihnen das bekannt vor.
19. April 2009
Kommt Ihnen bekannt vor? Klar kommt Ihnen das bekannt vor.
In Transit
Stefan Ninks iPhone
Und wo wir gerade - beziehungsweise beim letzten Eintrag - beim Thema waren: Was ich NIEMALS verstehe werde, ist die Einreise-, oder besser. Durchreisepolitik der US of A. Wieso muss man mit kafkaeskem Bürokratie-Aufwand (Formular, Fingerabdrücke, Passfoto, Online-Fragebogen min. 72 Stunden vor Abflug) hochoffiziell in dieses Land einreisen, wenn man mit dem gleichen Flugzeug und der gleichen Flugnummer vom gleichen Gate zwanzig Minuten(!) später weiter will und gebäudetechnisch überhaupt keine Chance hat, den 84 Quadratmeter großen Transitbereich zu verlassen? Warum?
(Und warum muss man dabei auch noch solche Schilder lesen?)
Cussler, Larsson, Child
In den vergangenen Wochen und Monaten endlos viel Zeit in Flugzeugen und Flughäfen verbracht. Dabei festgestellt: Alle lesen die gleichen Bücher. James Patterson, Clive Cussler, Lee Child, wenn Englisch sprechend. Stieg Larsson, Charlotte Link, Stephenie Meyer, wenn Deutsch. Warum ist das so? Gibt es keine anderen? Möglicherweise - wenn man seine Reiselektüre erst am Airport kauft. Da stehen die Pattersons und Cusslers tatsächlich stapelweise herum. Aber immerhin auch noch das ein oder andere andere Werk, ist ja nicht so, dass die nur zehn Titel zur Auswahl hätten. Muss also andere Gründe haben. Vielleicht sehen die Leute, dass weiterlesen
7. April 2009
Neuweißland
Gestern Abend fiel hier noch ein lauwarmer Dauerregen - es hätte einen allerdings beunruhigen müssen, dass die kleine Pizzeria nebenan den Kamin befeuerte, obwohl draußen noch alle in kurzen Hosen herum liefen (die Neuseeländer natürlich nur). Irgendwann im Laufe der Nacht hörte das Prasseln auf dem Moteldach auf; seit dem Zurückziehen der Vorhänge ist klar, warum. Die Rentner-Reisegruppe aus den anderen Zimmern ist zu einer Schneeballschlacht angetreten. Und ich hab die Mietwagenfirma beschimpft, weil im Auto kein Eiskratzer ist.
"... und nimm' genug zu Lesen mit!" (2)
Seit ich vor ein paar Jahren allerkläglichst bei dem Versuch gescheitert bin, den australische Outlaw-Slang von Peter Careys "The True History of the Kelly Gang" auch nur halbwegs zu verstehen, stehe ich Booker-Preisträgern eher skeptisch gegenüber (und nein: ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Übersetzung daran etwas geändert hätte). Jetzt aber ist da dieser Aravind Adiga mit seinem Buch "Der Weiße Tiger", und das sei jedem, der je in Indien war oder irgendwann dort hin möchte, ans Herz gelegt und auf die Einkaufsliste gesetzt: Jedem! Warum? Weil es ein Indien zeigt, das man bei einer Reise ständig um sich herum hat, aber nie beachtet, weil man ja ständig mit jenem Indien beschäftigt ist, dass sich permanent an einen ranschmeisst. Und weil es dieses andere Indien, das stille, unauffällige, schonungslos und sprachlich brillant beschreibt. Inhaltsangabe? Achwo. Kaufen! Ins Handgepäck! Lesen!
(What's the Story) Morning Glory?
Stefan NinkEs gab Jahre, in denen ich das frühe Aufstehen verflucht habe, aber mittlerweile finde ich das ziemlich toll: Dabei zu sein, wenn sich der Morgen ins Land schleicht. Zu beobachten, wie sich Licht und Farben verändern. Zu hören, wie sich das Leben in den Morgen zwitschert, brummt und summt. Mit der Welt wach zu werden.
Besonders gut geht das natürlich, wenn man auf Reisen wegen des Zeitunterschiedes sowieso sehr früh sehr munter ist - dann kann man Momente wie die blutrote Dämmerung gestern auf Neuseelands Nordinsel sogar ohne doppelten Espresso hellwach erleben.
(ebenfalls Frühaufsteher: Kollegin Takki - die fotografiert diese täglichen Neuanfänge viel, viel schöner, und alle anderen Tageszeiten auch.)
03:30
Mit der Zeit hat man ja seine Erfahrungswerte gesammelt, auf was man bei der Wahl eines ruhigen Hotelzimmers unterwegs achten muss. Ruhiges Viertel. Ruhige Straße. Zimmer möglichst weit oben, Fenster nach hinten. Nicht zu nah am Aufzug. Weit weg von der Eismaschine im Flur. Keine Verbindungstür.
Man merkt schon: Das Einchecken kann auch mal ein wenig länger dauern. Und wenn man dann glaubt, man habe an alles gedacht - dann explodiert um 03:30 in der Früh 30 Zentimeter neben dem Ohr der Radiowecker. Weil der Gast, der zuvor hier geschlafen hat, ihn auf 03:30 programmiert hat, weil er zum Airport musste oder was auch immer. Vielleicht war es auch schon der Gast vor dem letzten Gast, oder auch der davor, wahrscheinlich macht sich ja niemand die Mühe, das Ding tatsächlich neu zu programmieren - stattdessen wird nur stocksauer mit der flachen Hand drauf geschlagen. Am besten so heftig, dass man anschließend hellwach ist.
Was hilft? Klar. Man müsste nur mal dran denken, wenn man in sein Zimmer kommt, ohne Verbindungstür, nicht zu nahe am Aufzug, mit Fenster nach hinten, möglichst weit oben, in einer ruhigen Straße in einem ruhigen Viertel.
Man merkt schon: Das Einchecken kann auch mal ein wenig länger dauern. Und wenn man dann glaubt, man habe an alles gedacht - dann explodiert um 03:30 in der Früh 30 Zentimeter neben dem Ohr der Radiowecker. Weil der Gast, der zuvor hier geschlafen hat, ihn auf 03:30 programmiert hat, weil er zum Airport musste oder was auch immer. Vielleicht war es auch schon der Gast vor dem letzten Gast, oder auch der davor, wahrscheinlich macht sich ja niemand die Mühe, das Ding tatsächlich neu zu programmieren - stattdessen wird nur stocksauer mit der flachen Hand drauf geschlagen. Am besten so heftig, dass man anschließend hellwach ist.
Was hilft? Klar. Man müsste nur mal dran denken, wenn man in sein Zimmer kommt, ohne Verbindungstür, nicht zu nahe am Aufzug, mit Fenster nach hinten, möglichst weit oben, in einer ruhigen Straße in einem ruhigen Viertel.
