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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Morgenkulisse
Vor meinem Hotelfenster befindet sich eine Art Becken im architektonisch verwegenen Dach, wo sich der Regen gesammelt hat. Eine Amsel badet darin, immer wieder heute Morgen.
Flügelschlagen und Plustern und Wasserspritzen, belauscht durch ein geöffnetes Fenster:
ein wunderschönes Geräusch.
10. Juni 2009
Flügelschlagen und Plustern und Wasserspritzen, belauscht durch ein geöffnetes Fenster:
ein wunderschönes Geräusch.
Haste auch alles ...? (3)
Kuscheltücher, abgewetzte Stoffteddies, heilige Wässerchen und Glückspfennige: Es gibt Dinge, ohne die geht man nicht auf Reisen. Weil man als kleiner Mensch so das große Schicksal herausfordert. Und ganz bestimmt ganz Schreckliches passieren wird, wenn man seinen Talisman zuhause vergisst.
Kennen Sie auch, oder? Die Kollegen von der SZ starten heute eine kleine Reihe mit den Vergissmichnichts ihrer Autoren. Und die 47 Tukane freuen sich über weitere Mitnehmsel in den Kommentaren...
9. Juni 2009
Kennen Sie auch, oder? Die Kollegen von der SZ starten heute eine kleine Reihe mit den Vergissmichnichts ihrer Autoren. Und die 47 Tukane freuen sich über weitere Mitnehmsel in den Kommentaren...
Wegweiser (5)
Stefan Ninkgesehen in: Tokyo
Sightjog... - bitte was? Sightjogging?
Heute Mittag mit einem halben Auge Mittagsmagazin gesehen, ohne Ton (jaja, ich weiß: komische Angewohnheit) - und dort einen Stadtführer, der offensichtlich mit Touristen in Berlin von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit rennt. Daraufhin gerade eben mal nachgeschaut und festgestellt: Stimmt, das gibt es tatsächlich. Und: Das gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten. Wer auch immer hat dieser Urlaubsbeschäftigung den schönen Namen "Sightjogging" gegeben, und selbiges kann man mittlerweile außer an der Spree auch noch in Frankfurt, Lüneburg, Rom, Barcelona und erschreckenderweise auch bei mir vor der Haustür in Mainz.
Seit wann ist das so? Wer kommt auf solche Ideen? Und gibt es dafür eine App? Und warum macht nicht gleich Sight-Sprinting, dann kann man noch ein bisschen schneller an den Dingen vorbeilaufen?
(Und ja: Ich bin heute grantelig).
5. Juni 2009
Seit wann ist das so? Wer kommt auf solche Ideen? Und gibt es dafür eine App? Und warum macht nicht gleich Sight-Sprinting, dann kann man noch ein bisschen schneller an den Dingen vorbeilaufen?
(Und ja: Ich bin heute grantelig).
Schön gebaut! (4)
Stefan NinkBagger in Kashgar
Anfang der Neunziger hat mich mal ein Magazin, das längst nicht mehr existiert, für eine Reportage an die Seidenstraße geschickt, die auch nicht mehr wirklich existiert - oder jedenfalls immer weniger. Die New York Times berichtet diese Woche, dass die chinesische Regierung dabei ist, die Altstadt von Kashgar dem Erdboden gleichzumachen. Offiziell hieß Kashgar schon bei meiner Reise nicht mehr Kashgar, sondern Kashi, und auch damals unternahm der Staat schon einiges, um die uygurische Minderheit zu schikanieren. Und weil die Angst der Uyguren vor den Beamten Pekings groß war, gaben sich damals manche Halunken einfach als Beamte Pekings aus.
Ein Ausschnitt aus meiner Reportage damals:
>> Mr.Achgur ist mein Freund, ein Uygure undefinierbaren Alters. Wir haben uns im Basar der Stadt kennengelernt, einem mittelalterlichen Gassen-Labyrinth, in dem aller ideologischen Verkaufshemmer zum Trotz heute noch der gleiche Trubel herrscht wie weiterlesen
3. Juni 2009
Ein Ausschnitt aus meiner Reportage damals:
>> Mr.Achgur ist mein Freund, ein Uygure undefinierbaren Alters. Wir haben uns im Basar der Stadt kennengelernt, einem mittelalterlichen Gassen-Labyrinth, in dem aller ideologischen Verkaufshemmer zum Trotz heute noch der gleiche Trubel herrscht wie weiterlesen
Haste auch alles ...? (2)
Heute was eher Praktisches: Tipps der Kollegen von "Real Simple", die das Kofferpacken zwar nicht einfacher machen, aber möglicherweise das ein oder andere Eingepackte sicherer ans Ziel bringen.
(Und wer mag, kann seine Packtipps gerne in den Kommentaren verraten...)
27. Mai 2009
(Und wer mag, kann seine Packtipps gerne in den Kommentaren verraten...)
Urlaubsgrüße, prädigital (3)

(Finnland, ca. 2001)
"... und nimm' genug zu Lesen mit!" (3)
Ähem... natürlich ist das nicht wirklich was zum Mitnehmen. Aber zum Blättern, Schauen und Lesen aufm Sofa zu Hause isses wunderbar. Und die Texte sind auch länger als die hier bei den 47 Tukanen. (Und ja: Es handelt sich bei diesem Eintrag um Eigenwerbung.)
Van Hai Barber's Room
Es klingt, als ob ein Volksmusiker zwei Suppenlöffel aufeinander schlagen würde: ziemlich laut – und ziemlich hohl. Ist meine Stirn, die so klingt. Unter den Händen von Mrs.He, die soeben ihre Massage-Einheiten begonnen hat. Mrs.He ist siebzehn bis vierunddreissig Jahre alt und ungefähr 1,40 Meter groß, wiegt ungefähr 38 Kilo und besitzt in jedem einzelnen Fingerchen ungefähr soviel Kraft wie ich in einer Hand. Mrs.He ist eine Fachkraft in „Van Hai Barber’s Room“, einem von schätzungsweise 117 Schönheitssalons für Männer in der Hafenstadt Phan Thiet. Aber das spielt keine Rolle. Mrs.He könnte überall in Vietnam sein. Der „Van Hai Barber’s Room“ auch.
Die Verständigung mit Mrs.He war anfangs etwas schwierig: Sie spricht kein Wort Englisch, und ich weiterlesen
Die Verständigung mit Mrs.He war anfangs etwas schwierig: Sie spricht kein Wort Englisch, und ich weiterlesen
