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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Von der Ordnung der Dinge (3)
Ich finde es ja immer gut, wenn man alles, was man braucht, in einem Laden findet und nicht in 17 verschiedene laufen muss...
(gesehen in Pushkar, Indien)
Foto: Stefan Nink
5. Juni 2013
(gesehen in Pushkar, Indien)
Foto: Stefan NinkUnterwegs mit der Magnetbahn
Gestern mit der Bahn gefahren, bei der es mal wieder drunter und drüber ging, wegen des Hochwassers, für das sie ja nun wirklich nichts kann. Weil ich nicht 80 Minuten an einem Umsteigebahnhof sitzen wollte, bin ich in einen IC gestiegen - und, ohne es zu wissen, offenbar zurück in Jahrs 1963 gereist. Es gab keinen Speisewagen. Es roch wie im Spital, weil es offenbar auch keine Belüftung gab. Stattdessen gab es das hier, auf jedem Klapptisch an jedem Sitz:
Foto: Stefan Nink
Mal ehrlich: In welcher Welt lebt dieses Unternehmen? Die Zugbegleiterin wusste es nicht. Sie wusste aber, dass man auf so einen Tisch besser weder Laptop noch iPad stellt, weil sonst ... genau wusste sie auch das nicht, aber die Bahn übernehme da jedenfalls keine Verantwortung, sondern warne vorsorglich mit diesen Aufklebern.
Und dasselbe Unternehmen hat vergangene Woche angekündigt, künftig mit Aufklärungsdrohnen gegen Grafitti-Sprayer vorgehen zu wollen.
4. Juni 2013
Foto: Stefan NinkMal ehrlich: In welcher Welt lebt dieses Unternehmen? Die Zugbegleiterin wusste es nicht. Sie wusste aber, dass man auf so einen Tisch besser weder Laptop noch iPad stellt, weil sonst ... genau wusste sie auch das nicht, aber die Bahn übernehme da jedenfalls keine Verantwortung, sondern warne vorsorglich mit diesen Aufklebern.
Und dasselbe Unternehmen hat vergangene Woche angekündigt, künftig mit Aufklärungsdrohnen gegen Grafitti-Sprayer vorgehen zu wollen.
Von der Ordnung der Dinge (2)
Dass es auch anders gehen kann, beweist das Fenster dieses Ladens auf Tonga.
(Die Besitzerin hatte übrigens blendende Laune).
Foto: Stefan Nink
3. Juni 2013
(Die Besitzerin hatte übrigens blendende Laune).
Foto: Stefan NinkVon der Ordnung der Dinge
Ach, herrschte doch in meinem Büro so eine Ordnung wie in diesem kleinen Laden auf der Insel Santorin! Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel (und wie viel Verschiedenes) man auf kleiner Fläche unterbringen kann. Und dann auch noch so, dass man alles im Griff hat und sogleich wieder findet.
Die Laune des Ladenbesitzers allerdings scheint seine Ordnung nicht aufzubessern. Erst, als ich vier Kugelschreiber und zwei Schreibblöcke gekauft habe, hat er gelächelt. Ein wenig zumindest.
Foto: Stefan Nink
19. Mai 2013
Die Laune des Ladenbesitzers allerdings scheint seine Ordnung nicht aufzubessern. Erst, als ich vier Kugelschreiber und zwei Schreibblöcke gekauft habe, hat er gelächelt. Ein wenig zumindest.
Foto: Stefan NinkSundowner
Es gibt Tage, an denen alles stimmt in Hotels, in denen alles stimmt. Und manchmal kommt dann auch noch ein Drink am Strand hinzu, bei dem einem so ein bisschen die Luft weg bleibt, weil die Welt für einen kurzen Moment den Atem anhält, doch, wirklich.
Foto: Stefan Nink
16. Mai 2013
Foto: Stefan NinkPhang Nga Bay
Den Text unten habe ich neulich mal über die Halong Bay geschrieben - zur Phang Nga Bay passt er ebenso:
Foto: Stefan Nink
„PHANG NGA BAY“ FÜR DIE PS3
"Zuerst mal das Setting: Hammer, Alter! Was die Jungs von "Smooth Level" da hinprogrammiert haben, lässt selbst die John Ford-Landschaften in den Wild West-Games der aktuellen Season blass aussehen! "Phang Nga Bay" punktet schon wegen seiner krassen Landschaften, voll surreal und trotzdem absolut realistisch, da hätte es nicht unbedingt noch 'ne Handlung gebraucht. Schon beim Entry-Level fällt einem die Kinnlade runter, watch this: Eine Bucht mit endlos Inseln (fast hundert laut Programmierer - gut zehn Prozent lassen sich erkunden, wenn man alle 24 Level durchspielt)! Sehen aus, als seien sie nicht am Rechner entstanden, sondern damals bei der richtigen Schöpfung versehentlich aus der Kiste mit den Reserve-Bauklötzen gefallen. Alter, echt: Die Teile scheinen aus dem Meer zu wachsen! Du schipperst auf einer Art Hausboot um sie herum und bekommst Punkte, wenn du errätst, welcher Karststeinbrocken "Büffelkopf" heißt und welcher "Kampfhahn" (ist easy, weil die tatsächlich so aussehen). Die Grafikleistung ist supreme: jedes Stück Moos auf den Felsen, jeder auf dem Wasser gespiegelte Insel, jeder Schatten eines Fisches - alles sieht so klar und deutlich aus, als würde man es nach einer Stunde Meditieren zum ersten Mal anschauen: ziemlich geil. Und wo wir gerade dabei sind: Hier gibt’s natürlich keine Navy Seals oder Zombiezeugs, „Phang Nga Bay" ist Chillen pur! Die nächsten Level erreicht man zum Beispiel, wenn man bei Sonnenuntergang im perfekten Bogen vom Boot ins Meer springt oder den fettesten Joint dreht. Bonuspunkte bekommt, wer bei der "Seeschlacht" mit einem anderen Wohnboot die meisten Bikini-Tops der schwedischen Abiturientinnen klaut, während die im Wasser sind, das offenbar ziemlich kühl ist, kann man gut sehen. Auch auf diesem Level: perfekter Detailreichtum, Digger.
Deswegen: Bestnote von 5 Sternen! Kaufen!“
("Phang Nga Bay" für die Playstation würde wahrscheinlich ca. 29.90€ kosten, ist aber natürlich komplett erfunden)
14. Mai 2013
Foto: Stefan Nink„PHANG NGA BAY“ FÜR DIE PS3
"Zuerst mal das Setting: Hammer, Alter! Was die Jungs von "Smooth Level" da hinprogrammiert haben, lässt selbst die John Ford-Landschaften in den Wild West-Games der aktuellen Season blass aussehen! "Phang Nga Bay" punktet schon wegen seiner krassen Landschaften, voll surreal und trotzdem absolut realistisch, da hätte es nicht unbedingt noch 'ne Handlung gebraucht. Schon beim Entry-Level fällt einem die Kinnlade runter, watch this: Eine Bucht mit endlos Inseln (fast hundert laut Programmierer - gut zehn Prozent lassen sich erkunden, wenn man alle 24 Level durchspielt)! Sehen aus, als seien sie nicht am Rechner entstanden, sondern damals bei der richtigen Schöpfung versehentlich aus der Kiste mit den Reserve-Bauklötzen gefallen. Alter, echt: Die Teile scheinen aus dem Meer zu wachsen! Du schipperst auf einer Art Hausboot um sie herum und bekommst Punkte, wenn du errätst, welcher Karststeinbrocken "Büffelkopf" heißt und welcher "Kampfhahn" (ist easy, weil die tatsächlich so aussehen). Die Grafikleistung ist supreme: jedes Stück Moos auf den Felsen, jeder auf dem Wasser gespiegelte Insel, jeder Schatten eines Fisches - alles sieht so klar und deutlich aus, als würde man es nach einer Stunde Meditieren zum ersten Mal anschauen: ziemlich geil. Und wo wir gerade dabei sind: Hier gibt’s natürlich keine Navy Seals oder Zombiezeugs, „Phang Nga Bay" ist Chillen pur! Die nächsten Level erreicht man zum Beispiel, wenn man bei Sonnenuntergang im perfekten Bogen vom Boot ins Meer springt oder den fettesten Joint dreht. Bonuspunkte bekommt, wer bei der "Seeschlacht" mit einem anderen Wohnboot die meisten Bikini-Tops der schwedischen Abiturientinnen klaut, während die im Wasser sind, das offenbar ziemlich kühl ist, kann man gut sehen. Auch auf diesem Level: perfekter Detailreichtum, Digger.
Deswegen: Bestnote von 5 Sternen! Kaufen!“
("Phang Nga Bay" für die Playstation würde wahrscheinlich ca. 29.90€ kosten, ist aber natürlich komplett erfunden)
Kuppelblick
Foto: Stefan NinkNa, was haben wir denn da? Eine Kuppel, eine, nun ja: griechische oder von mir aus auch römische Kuppel hoch über Bangkok - die haben wir da. Thailändische Architekten lieben es gerade offenbar, den ansonsten eher faden Skyscrapern in der Hauptstadt solche kleinen Dome oben drauf zu setzen (in Manhattan war das in den Neunzigern auch mal Mode). Dass die Kuppel des State Towers dennoch keine Touristenattraktion ist, liegt daran, dass sie niemand wirklich wahrnimmt, der auf einen Drink in die Skybar kommt - wer bis in den 64.Stock fährt, hat für solche architektonische Spielereien keinen Sinn, der schaut lieber in die andere weiterlesen
Maggi Country
Da können sie in diesem Land besser kochen als irgendwo sonst auf der Welt - und was wird den Indern dann werbemäßig empfohlen? Na? Unfassbar.
Foto: Stefan Nink
11. April 2013
Foto: Stefan NinkCool kochen

Neulich habe ich an anderer Stelle beschrieben, wie ich beim Zelten in einem von Grizzlys überlaufenen Gebiet abends lecker kochen wollte. Daraufhin kamen etliche Leserbriefe und Emails mit wichtigen Tipps zum Kochen in freier Wildbahn - und ein Buch. Es heißt "Cool Camping Cookbook", stammt aus dem überaus sympathischen Tolkemitt Verlag und hilft Campern, mit wenig Aufwand und Zutaten wunderbare Gerichte zuzubereiten. Neben den passenden Rezepten für "Schweinelenden-Aprikosen-Kebab" oder "Cassoulet nach Camper-Art" stehen auch praktische Tipps in dem 160 Seiten dicken Ersthelfer: Man erfährt, wie man einen Fisch schuppt, einen Dreifuß baut oder eine Feuergrube aushebt. Eignet sich für fortgeschrittene Wildnisgourmets und Menschen mit zwei linken Händen wie mich gleichermaßen.
Aber nicht den Grizzly lesen lassen - der könnte Appetit bekommen!
Zimmer mit Aussicht
Vor dem Eingang des Hotels in Lhasa ist ein kleiner Innenhof, zehn Schritte tief vielleicht, aber diese zehn Schritte gilt es zu verteidigen, mit einem gewaltigen Eisentor, das nur dann geöffnet wird, wenn der Fahrer des wartenden Jeeps oder Kleinbusses mindestens 17 Mal laut gehupt hat. Erst dann bequemt sich der Torhüter aus seinem anderthalb Meter entfernt stehenden Stuhl und bölkt den Fahrer an, was er denn wolle und wieso er derart hupe, worauf der Fahrer - jeder Fahrer - so etwas brüllt wie "Ich muss Gäste abholen!", bzw., alternativ, "Ich bringe Gäste!", worauf der Torwächter dann tatsächlich das Tor öffnet und sich der Stau aus Eselskarren, Fahrradfahrern und Pilgergruppen, der sich mittlerweile hinter dem wartenden Jeep oder Kleinbus gebildet hat, wieder auflösen kann.
