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30. September 2009
Ssänk yu fohr trävelling wiss ...
Heute morgen hat mich ein alter Freund emailig gefragt, wie um alles in der Welt ich all die Bahnfahrten überstehe, die ich so im Laufe eines Jahres absolviere - und ob ich einen Tipp für ihn hätte, "gestern 3:40 im zug, ging nur mit zwei weißbieren".
Die helfen. Ganz bestimmt. Und vielleicht ist ja bei meinen Tipps auch noch was für den ein oder anderen dabei (hab sie aus der Original-Email kopiert, deswegen die Kleinschreibung...):
Wie machen das die anderen? Platz für Tipps ist in den Kommentaren.
Die helfen. Ganz bestimmt. Und vielleicht ist ja bei meinen Tipps auch noch was für den ein oder anderen dabei (hab sie aus der Original-Email kopiert, deswegen die Kleinschreibung...):
- ich nehme lieber eine langsame direktverbindung als zwei mal von ice zu ice umzusteigen - dann kann ich sitzenbleiben und weiß schon beim einstieg, dass ich in 4:15 raus muss.
- wenn es ein ic ist, setze ich mich in ein leeres abteil und verteile meine sachen zuerst einmal sehr unordentlich. dann führe ich wirre selbstgespräche oder lege eine grimme miene auf, sobald jemand hineinschaut. eine hochgezogene kapuze wirkt auch wunder, eine dunkle sonnenbrille ebenfalls. wenn sich das fenster öffnen lässt, reisse ich es hinunter, auch wenn draußen nur 8 grad sind. das alles hilft natürlich nur bei zügen, wo es noch andere abteile gibt, in die sich die anderen setzen könnten.
- ich verstöpsele mich augenblicklich mit meinem iphone und höre musik, um das gequatsche nicht zu hören.
- ich sitze immer - anders als im flieger! - am fenster und schau viel raus. mit der richtigen musik ist das so, als würde man durch einen landschaftsfilm fahren.
- ich arbeite. viel. das signalisiert dem unterbewusstsein, dass man eigentlich im büro ist und das hier keine vertane, sondern reale arbeitszeit.
- ich sammle ideen, konzipiere, plane. aus welchen gründen auch immer geht das gut, wenn draußen wiesen vorbeiziehen. (im flieger geht es noch besser - das liegt dort aber an den gin tonics...)
- ich lese die sz. von vorne bis hinten.
- ich schaue filme aufm laptop. früher gerne die "sopranos", aber da hab ich alle staffeln durch. jetzt bin ich bei "west wing" und hab noch gefühlte 187 folgen vor mir.
- ich versuche, mich nicht aufzuregen, wenn: es keinen kaffee mehr gibt, leitungschäden vorliegen oder alle siebzehn minuten die kulinarischen topangebote des tages ins abteil geplärrt werden.
Wie machen das die anderen? Platz für Tipps ist in den Kommentaren.
Kommentare zu "Ssänk yu fohr trävelling wiss ..."
von Marc
am 01.10.2009 um 08:30 Uhr
Wenn ich auf dem Weg zu einem Geschäftstreffen bin, bereite ich mich in der Regel in der Bahn darauf vor. Dabei höre ich Bach auf meinem MP3-Player. Für den Weg zurück kaufe ich einen guten Rotwein. Zu dem höre ich dann Jazz.
hilft nix
von Takki
am 02.10.2009 um 22:56 Uhr
tolle Tipps, aber die helfen wenig, wenn das Zugabteil, in dem sich der gebuchte Sitzplatz befindet, nicht an den Zug gehängt wurde oder der ICE komplett gestrichen wurde. So wars bei den beiden letzten Bahnfahrten
"Ssänk yu fohr trävelling wiss ..." kommentieren

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* am Tag vorher jede Menge Knoblauch essen
* wenn man als Päärchen reist, kann auch küssen abschreckend wirken (immer auf den Bahnhöfen)
* im Abteil das Licht ausmachen
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