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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Reisen & Speisen (3)
Stefan NinkIch habe nie herausgefunden, was für Fische das waren. Der Händler auf dem Fischmarkt in Tokio verstand mich nicht und ich ihn nicht, aber weil gerade Frühstückszeit war, hat er eine Handvoll davon serviert, und einen grünen Tee dazu.
Es hört sich heute ein bisschen seltsam an, aber: Die haben ganz wunderbar geschmeckt, roh und auf nüchternen Magen.
Bruchgitarre
Die "Sons of Maxwell" kennt man bei uns nicht wirklich, wohl aber das, was dem Sänger und Gitarristen der Band neulich passierte: Bei einem inneramerikanischen Flug wurde sein Gepäck beschädigt. Und weil Gitarristen nun mal mit Gitarren reisen, erwischte es .. genau: eine 3500$ teure Akustikgitarre.
Darf nicht passieren, kann aber, klar. Blöd für die Airline ist nur, dass der Mann durch das Flugzeugfenster zugesehen hat, wie die Gepäckmenschen auf dem Rollfeld mit seinem guten Stück Fangen spielten und auch sonst einigen Blödsinn anstellten. Und dass die "Sons of Maxwell" jetzt einen Song über das Ereignis komponiert haben, nachdem sich die Airline stur stellte.
So sit back, fasten your seatbelts and relax: "United Breaks Guitars".
(Countrysänger müsste man sein.)
1. Juli 2009
Darf nicht passieren, kann aber, klar. Blöd für die Airline ist nur, dass der Mann durch das Flugzeugfenster zugesehen hat, wie die Gepäckmenschen auf dem Rollfeld mit seinem guten Stück Fangen spielten und auch sonst einigen Blödsinn anstellten. Und dass die "Sons of Maxwell" jetzt einen Song über das Ereignis komponiert haben, nachdem sich die Airline stur stellte.
So sit back, fasten your seatbelts and relax: "United Breaks Guitars".
(Countrysänger müsste man sein.)
Lieblingszimmer
Stefan Ninkbei Twillingate, Newfoundland
Als ob wir's geahnt hätten ... (3)
Es geht munter weiter bei den Airline-Gebühren. Mittlerweile müssen sich Passagiere von Allegiant Air warm anziehen: Decken kosten bei denen jetzt extra (und vielleicht wird in 10.000 Meter Höhe auch noch das ein oder andere Fensterchen geöffnet, damit die Nachfrage steigt...?).
Die Kollegen von der USA Today haben sich mal die Mühe gemacht, jede einzelne Gebühr us-amerikanischer Fluggesellschaften zu listen. Liest sich wie ein Tableau des Schreckens.
Kommt Ihnen das alles bekannt vor? Klar kommt Ihnen das bekannt vor!
26. Juni 2009
Die Kollegen von der USA Today haben sich mal die Mühe gemacht, jede einzelne Gebühr us-amerikanischer Fluggesellschaften zu listen. Liest sich wie ein Tableau des Schreckens.
Kommt Ihnen das alles bekannt vor? Klar kommt Ihnen das bekannt vor!
Google City Tours
Im Kaufhof gegenüber war die Verkäuferin heute mittag sichtlich idigniert, als sie auf ihre "Ei, habbese aach en Payback-Kadd?"-Frage gleich von drei Kunden nacheinander abgekanzelt wurde, "ei, mer habbe doch Daateschutz in Deutschland, odder?" Ja, habenhatten wir. Jetzt warten wir auf das Auftauchen der Google-Kamerawagen, und bis die unten vorm Haus vorfahren, entdecken wir schnell noch ein neues Produkt aus dem Haus mit den vielen Datenkrakenarmen. Bei "Google City Tours" kann man sich Vorschläge für weiterlesen
18. Juni 2009
Fünf für den Sommer!
Seit ich reise, packe ich Musik ein. Früher war das eher kompliziert, weil orangefarbene Plastikplattenspieler auch in einem Auto erst einmal verstaut sein wollen und Langspielplatten mit Kinderchören nicht zu lange auf dem Rücksitz in der Sonne brutzeln sollten. Auf den Plastikplattenspieler folgten Walkman, DAT-Rekorder, Minidisc-Player und iPod als Abspielgeräte, aber heutzutage macht und kann das Telefon ja eh alles. Und weil am Wochenende der Sommer beginnt (hoffentlich! wehe!) und damit die liebste Verreisezeit, gibts jetzt fünf Alben für ihn, alle gerade auf meinem iPhone, alle wunderbar, oh doch:
THE FELICE BROTHERS, The Felice Brothers
Die sind wahrscheinlich ein bisschen durchgeknallt, schreiben aber die zurzeit besten Songs: Herrlich quengelige American Short Stories, bei denen das Vaudeville-Pinao klimpert und die Trompeten klingen, als habe jemand auf der letzten mexikanischen Fiesta zu viel Tequila in sie hinein gekippt. Großes Kino.
BEYOND THE MISSOURI SKY, Charlie Haden und Pat Metheny
Die hatte ich schon im Pleistozän, damals... weiterlesen
15. Juni 2009
THE FELICE BROTHERS, The Felice Brothers
Die sind wahrscheinlich ein bisschen durchgeknallt, schreiben aber die zurzeit besten Songs: Herrlich quengelige American Short Stories, bei denen das Vaudeville-Pinao klimpert und die Trompeten klingen, als habe jemand auf der letzten mexikanischen Fiesta zu viel Tequila in sie hinein gekippt. Großes Kino.
BEYOND THE MISSOURI SKY, Charlie Haden und Pat Metheny
Die hatte ich schon im Pleistozän, damals... weiterlesen
Morgenkulisse
Vor meinem Hotelfenster befindet sich eine Art Becken im architektonisch verwegenen Dach, wo sich der Regen gesammelt hat. Eine Amsel badet darin, immer wieder heute Morgen.
Flügelschlagen und Plustern und Wasserspritzen, belauscht durch ein geöffnetes Fenster:
ein wunderschönes Geräusch.
8. Juni 2009
Flügelschlagen und Plustern und Wasserspritzen, belauscht durch ein geöffnetes Fenster:
ein wunderschönes Geräusch.
Sightjog... - bitte was? Sightjogging?
Heute Mittag mit einem halben Auge Mittagsmagazin gesehen, ohne Ton (jaja, ich weiß: komische Angewohnheit) - und dort einen Stadtführer, der offensichtlich mit Touristen in Berlin von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit rennt. Daraufhin gerade eben mal nachgeschaut und festgestellt: Stimmt, das gibt es tatsächlich. Und: Das gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten. Wer auch immer hat dieser Urlaubsbeschäftigung den schönen Namen "Sightjogging" gegeben, und selbiges kann man mittlerweile außer an der Spree auch noch in Frankfurt, Lüneburg, Rom, Barcelona und erschreckenderweise auch bei mir vor der Haustür in Mainz.
Seit wann ist das so? Wer kommt auf solche Ideen? Und gibt es dafür eine App? Und warum macht nicht gleich Sight-Sprinting, dann kann man noch ein bisschen schneller an den Dingen vorbeilaufen?
(Und ja: Ich bin heute grantelig).
4. Juni 2009
Seit wann ist das so? Wer kommt auf solche Ideen? Und gibt es dafür eine App? Und warum macht nicht gleich Sight-Sprinting, dann kann man noch ein bisschen schneller an den Dingen vorbeilaufen?
(Und ja: Ich bin heute grantelig).
Bagger in Kashgar
Anfang der Neunziger hat mich mal ein Magazin, das längst nicht mehr existiert, für eine Reportage an die Seidenstraße geschickt, die auch nicht mehr wirklich existiert - oder jedenfalls immer weniger. Die New York Times berichtet diese Woche, dass die chinesische Regierung dabei ist, die Altstadt von Kashgar dem Erdboden gleichzumachen. Offiziell hieß Kashgar schon bei meiner Reise nicht mehr Kashgar, sondern Kashi, und auch damals unternahm der Staat schon einiges, um die uygurische Minderheit zu schikanieren. Und weil die Angst der Uyguren vor den Beamten Pekings groß war, gaben sich damals manche Halunken einfach als Beamte Pekings aus.
Ein Ausschnitt aus meiner Reportage damals:
>> Mr.Achgur ist mein Freund, ein Uygure undefinierbaren Alters. Wir haben uns im Basar der Stadt kennengelernt, einem mittelalterlichen Gassen-Labyrinth, in dem aller ideologischen Verkaufshemmer zum Trotz heute noch der gleiche Trubel herrscht wie weiterlesen
27. Mai 2009
Ein Ausschnitt aus meiner Reportage damals:
>> Mr.Achgur ist mein Freund, ein Uygure undefinierbaren Alters. Wir haben uns im Basar der Stadt kennengelernt, einem mittelalterlichen Gassen-Labyrinth, in dem aller ideologischen Verkaufshemmer zum Trotz heute noch der gleiche Trubel herrscht wie weiterlesen
Urlaubsgrüße, prädigital (3)

(Finnland, ca. 2001)
