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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Kunst-Reisen (1)
Manche Künstler beherrschen das ja: Landschaften oder Stadtansichten so zu zeichnen, malen oder fotografieren, dass man sich beim Betrachten augenblicklich in sie hinein versetzt fühlt.
Georgia O’Keeffe ist das mit ihren Hochhaus-Canyons von New York City gelungen, vor allem aber mit ihren weltberühmten Ansichten aus dem us-amerikanischen Südwesten. Die Hypo-Kunsthalle in München zeigt ihre Bilder noch bis zum 3.Mai in einer wunderbar arrangierten Ausstellung (viele andere Museen würden sich bereits über die Hälfte des Platzes freuen, den hier viele Gemälde bekommen…) – am Ende des Besuchs hat man das Gefühl, die Künstlerin und ihr Werk ganz gut verstanden zu haben. Und wahrscheinlich verspürt man den dringenden Wunsch, ganz bald in das Land der Canyons und Mesas zu reisen. Wegen der Farben, natürlich, und wegen des Lichts. Vor allem aber wegen der Stille und Einsamkeit, die das Werk O’Keeffes offenbar stärker beeinflusst haben als alles andere.
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Donnerstags Im Fetten Hecht

Dass es hier in den vergangenen Wochen deutlich weniger zu lesen gab als sonst, hängt mit dem Stapel da oben zusammen. Jetzt ist das Manuskript für meinen Reiseroman im Verlag, und für die 47 Tukane ist wieder mehr Zeit.
Wer miterleben möchte, wie aus dem Blätterberg da oben ein fertiges Buch wird, kann das auf einer eigenen Facebookseite verfolgen. Die ist öffentlich und kann auch von Nichtmitgliedern geöffnet werden. Über ganz viele "Gefällt mir!"-Klicks freue ich mich aber natürlich trotzdem!
Und wie!
Raumschiffbahnhof
Foto: Stefan NInk
Seit gefühlten 19 Jahren bauen fleißige Menschen den Salzburger Hauptbahnhof zu etwas um, das im Laufe der Zeit immer stärker an die Aufbauten der USS Enterprise erinnert. Nun sind Designfragen ja in erster Linie Geschmacksfragen, und wenn das altehrwürdige Salzburg gerne einen Raumschiffbahnhof haben möchte, dann soll es natürlich auch einen bekommen. Allerdings irritiert mittlerweile dann doch, dass die Passagiere der Enterprise - beziehungsweise die Fahrgäste der Bahn - offensichtlich überhaupt keine Rolle mehr spielen. Man räumt ihnen zum Beispiel den Schnee nur noch ungern von den Bahnsteigen und von den Bürgersteigen am Bahnhof erst recht nicht – da liegt er den Kofferrädern in knöchelhohen Verwerfungen im Weg. Auf der Fußgängerbrücke, über die man die Gleise erreichen kann, klebt ein unschönes Gepappe aus Eis, Schnee und Granulat, das derart glatt ist, dass sich eigentlich täglich der ein oder andere die Gräten brechen müsste. In das, was früher einmal die Bahnhofshalle war, gelangt man seit Jahren ja eh nur noch durch mit Sperrholz ausgeschlagene Gänge, die aussehen wie die im Besucherbergwerk im nahen Hallein. Auf dem kompletten Bahnhofgelände gibt es vier Rolltreppen, von denen die beiden nach oben führenden aber offensichtlich lediglich optische Funktionen haben. Läden findet man überhaupt keine mehr - und wer sich die Mühe macht, sein Gepäck aus dem Bahnhof hinaus auf den Vorplatz zu schleifen, wird dort mit weiteren Holzrampen konfrontiert, hinter denen immerhin ein Trafik und ein Internetnetcafé warten (wer auch immer sowas heute noch braucht; möglicherweise wird das demnächst zum Kontrollraum des Bahnhofs umgebaut).
Aber vielleicht ist das alles ja richtig so. Vielleicht ist der Bahnhof bald fertig, und dann hebt er ab und fliegt hinaus zu den Sternen, und dort, wo er gerade noch war - da ist dann wieder der alte Bahnhof. In dem gab es sogar eine kleine Bäckerei.
Man kann sich schon fragen, warum ...
... die Flagge unseres Nachbarlandes Österreich eigentlich ROTweiß ist.
