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Der Reise-Blog von Stefan Nink
"Des Jahr macht langsam zua"
Foto: Stefan Nink
im Trentino.
Frohe Weihnachten!
Nachmittags hatte es zu schneien begonnen, und ein kalter Dezemberwind fuhr Damaskus durch Mark und Bein. Ich solle mich besser um ein Taxi zum Flughafen kümmern, empfahl der Rezeptionist. Sein Cousin habe eines, den rufe er an. Er sprach lange und laut und erregt. "Er kommt um drei heute Nacht", sagte er dann. "Bei dem Wetter fahren Sie besser rechtzeitig."
Also fuhr ich um drei, im Schneetreiben, mit dem schweigsamen Cousin des Rezeptionisten und durch ein Damaskus, in dem außer uns niemand unterwegs war. Der Flughafen war gut ausgeschildert. Zumindest so lange, wie wir auf den Hauptstraßen waren. Dann aber bogen wir ab in eine Seitenstraße ein, obwohl der "Airport"-Hinweis geradeaus zeigte. Bald waren wir nicht mehr auf einer Straße, sondern auf Piste voller Schlaglöcher. In einer Art Industriegebiet ohne Industrie. Und ohne Beleuchtung.
Nach etwa zwanzig Minuten hielt der Cousin an einem dunklen Haus. Er stieg aus und verschwand, und ich konnte mich ein paar Minuten lang fragen, was man sich so fragt, wenn man nachts in einem syrischen Taxi festsitzt und nicht sicher ist, ob man entführt oder doch nur ausgeraubt werden soll. Dann kam der Cousin zurück. Er hatte eine Schachtel mit Gebäck dabei, es war noch warm und duftete wunderbar. "Merry Christmas", sagte er. Dann winkte er aus dem geöffneten Fenster in die Dunkelheit, und irgendwo da hinter dem fallenden Schnee winkte seine Frau zurück, bestimmt.
22. Dezember 2011
Also fuhr ich um drei, im Schneetreiben, mit dem schweigsamen Cousin des Rezeptionisten und durch ein Damaskus, in dem außer uns niemand unterwegs war. Der Flughafen war gut ausgeschildert. Zumindest so lange, wie wir auf den Hauptstraßen waren. Dann aber bogen wir ab in eine Seitenstraße ein, obwohl der "Airport"-Hinweis geradeaus zeigte. Bald waren wir nicht mehr auf einer Straße, sondern auf Piste voller Schlaglöcher. In einer Art Industriegebiet ohne Industrie. Und ohne Beleuchtung.
Nach etwa zwanzig Minuten hielt der Cousin an einem dunklen Haus. Er stieg aus und verschwand, und ich konnte mich ein paar Minuten lang fragen, was man sich so fragt, wenn man nachts in einem syrischen Taxi festsitzt und nicht sicher ist, ob man entführt oder doch nur ausgeraubt werden soll. Dann kam der Cousin zurück. Er hatte eine Schachtel mit Gebäck dabei, es war noch warm und duftete wunderbar. "Merry Christmas", sagte er. Dann winkte er aus dem geöffneten Fenster in die Dunkelheit, und irgendwo da hinter dem fallenden Schnee winkte seine Frau zurück, bestimmt.
Reiselieder (14)
Dunkel ist der Worte Sinn, heute: der Phoenix
Foto: Stefan Nink
gesehen in: China (an einem 80.000€-Auto)
Hotel-Dialog (7)
In einem Geschäftshotel in Peking. Anruf aus dem Zimmer zur Rezeption. Die Frau am anderen Ende klingt etwas gehetzt.
"You want wake-up call? What time?"
"At 5 a.m., please"
"Ok ok. Room number?"
"113. One, one, three."
"Ok ok. You want wake-up call?"
"Yes, please. At 5. Tomorrow morning."
"Ok ok. We call at 1.13 hours."
"No! That is my room number. At 5 a.m.! Wake-up call at 5 tomorrow morning.
"Ok ok. Hold on."
In der Leitung ist das Besetztzeichen zu hören. Dann bricht die Verbindung zur Rezeption ab.
3. Dezember 2011
"You want wake-up call? What time?"
"At 5 a.m., please"
"Ok ok. Room number?"
"113. One, one, three."
"Ok ok. You want wake-up call?"
"Yes, please. At 5. Tomorrow morning."
"Ok ok. We call at 1.13 hours."
"No! That is my room number. At 5 a.m.! Wake-up call at 5 tomorrow morning.
"Ok ok. Hold on."
In der Leitung ist das Besetztzeichen zu hören. Dann bricht die Verbindung zur Rezeption ab.
Schön gebaut! (16)
Casa da Musica, Porto.
Kleine Wunder (1)
"Ach Du lieber Gott - hat der Verfrühung?"
(Bahnreisende, nach einem Sprint zu einem pünktlich abfahrenden Zug)
(Bahnreisende, nach einem Sprint zu einem pünktlich abfahrenden Zug)
