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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Meet the Locals! (14)
Geschwister, Sri Lanka
Liebe Bahn, (2)
... auch, wenn das 423 Schaffner 3917 Mal am Tag in sämtlichen Zügen zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen von ihren kleinen, laminierten Durchsagezetteln ablesen: Es heißt nicht "wegen Ihren Anschlüssen", sondern "wegen Ihrer Anschlüsse". Nach "wegen" folgt der Genitiv. Schon immer. Auch im sprachlichen Sonderterritorium ICE. Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod.
18. Juni 2011
Hotel-Dialog (5)
Neulich in einer osteuropäischen Hauptstadt, an der Hotelrezeption.
Gast:
Haben Sie mir nicht gestern Abend gesagt, zu Fuß seien es keine zehn Minuten bis ins Zentrum?
Rezeptionist:
Ja! Jaja! Nicht zehn Minuten! Weniger!
Gast:
Und man geht aus der Tür dort und dann rechts und dann immer geradeaus?
Rezeptionist:
Ja! Jaja! Immer geradeaus! Nicht zehn Minuten!
Gast:
Ich bin gestern Abend eine Dreiviertelstunde in diese Richtung gelaufen, bevor ich ein Taxi angehalten habe, und das hat dann auch noch endlos gebraucht.
Rezeptionist:
Taxi? Nein! NEIN! Nicht! Nie! Taxi gefährlich! Fahrer Verbrecher! Zu Fuß gehen! Nicht zehn Minuten!
Gast:
Das stimmt nicht. Das dauert über eine Stunde. Durch menschenleere Industriegebiete. Nur Stricher und Dealer laufen da rum! Und ich hatte nur bei Ihnen gebucht, weil es auf Ihrer Internetseite heißt, das Hotel liege absolut zentral.
Rezeptionist:
Ich geschrieben Internet! Gute Lage super Lage! Nicht zehn Minuten nach Zentrum!
Gast:
Sie lügen!
Rezeptionist:
Was? Lügen? Ich? Du einfach schneller gehen müssen, kleinklein wenig schneller! Dann nicht zehn Minuten! Ja! Jaja!
16. Juni 2011
Gast:
Haben Sie mir nicht gestern Abend gesagt, zu Fuß seien es keine zehn Minuten bis ins Zentrum?
Rezeptionist:
Ja! Jaja! Nicht zehn Minuten! Weniger!
Gast:
Und man geht aus der Tür dort und dann rechts und dann immer geradeaus?
Rezeptionist:
Ja! Jaja! Immer geradeaus! Nicht zehn Minuten!
Gast:
Ich bin gestern Abend eine Dreiviertelstunde in diese Richtung gelaufen, bevor ich ein Taxi angehalten habe, und das hat dann auch noch endlos gebraucht.
Rezeptionist:
Taxi? Nein! NEIN! Nicht! Nie! Taxi gefährlich! Fahrer Verbrecher! Zu Fuß gehen! Nicht zehn Minuten!
Gast:
Das stimmt nicht. Das dauert über eine Stunde. Durch menschenleere Industriegebiete. Nur Stricher und Dealer laufen da rum! Und ich hatte nur bei Ihnen gebucht, weil es auf Ihrer Internetseite heißt, das Hotel liege absolut zentral.
Rezeptionist:
Ich geschrieben Internet! Gute Lage super Lage! Nicht zehn Minuten nach Zentrum!
Gast:
Sie lügen!
Rezeptionist:
Was? Lügen? Ich? Du einfach schneller gehen müssen, kleinklein wenig schneller! Dann nicht zehn Minuten! Ja! Jaja!
Schluss für heute! (6)
Lago d'Iseo, Italien
Kurzer Einwurf: Bangkok
Noch während man fassungslos betrachtet, was Einheimische wahrscheinlich als normales Verkehrsaufkommen bezeichnen, wird man von einer Phalanx singender Schulmädchen Richtung Fahrbahn gedrängt. Beim Ausweichen tritt man in eine seltsame Vertiefung im Bürgersteig; anschließend verhindert nur eine rollende Garküche den Sturz. Der Imbiss-Besitzer mariniert gerade schwangere Tintenfische oder etwas Ähnliches. Jedenfalls fühlt es sich beim Abstützen mit der Hand so an.
7. Juni 2011
Chinesische Toskana
Es gab einmal eine Zeit, da war die Toskana ein Sehnsuchtsziel der Deutschen (und das lag nicht nur an der nach ihr benannten Fraktion, deren beleibtestes Mitglied man noch vor ein paar Jahren in der sommerlichen Gluthitze über die Hügel hecheln sehen konnte). Aus, Ende, vorbei! Dass man im schönsten Landstrich Italiens mittlerweile andere Zielgruppen im Auge hat, lässt sich sehr nett am offiziellen Internetauftritt der Region erkennen: Die Seite gibt es zwar weiterhin in drei verschiedenen Sprachen - die deutsche Version musste allerdings einer chinesischen weichen.
Na dann: Ni hao!
6. Juni 2011
Na dann: Ni hao!
Meet the Locals (13)
Mardi Gras Indian, New Orleans
