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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Neulich in Louisiana
Jetzt reden sie ja alle vom gebeutelten Süden der USA, auf einmal - als ob es da nicht auch schon in den vergangenen Jahren genügend Grund zur Klage gegeben hätte! Immer pappig heiß, ständig Wirbelstürme, viele Sümpfe und viel fetttriefendes Essen, schlimm ist das. Und viel zu sehen gibt es auch nicht. Es sei denn, man ist Musikliebhaber, das ist was anderes, der Süden ist immerhin die Wiege der populären Musik. Überall Blues, überall Jazz! Feinster Soul! Da kann man sich schon einiges anschauen. Das Kinderzimmer von Elvis in Tupelo zum Beispiel. Johnny Cashs Wohnhaus in Memphis. Oder die Straßenkreuzung, an der Robert Johnson zwecks Talentförderung seine Seele dem Gottseibeiuns vermacht hat: alles da.
In Ferriday, Louisiana kann man die Schwester von Jerry Lee Lewis besuchen. In ihrem gemeinsamen Geburtshaus, das jetzt ein kleines Museum ist. Wichtig für alle Nicht-Insider: Das Lee in der Mitte. Jerry Lee Lewis hat nichts mit dem beinahe gleichnamigen Schauspieler zu tun - Jerry Lee war ein Kumpel von Elvis, setzte auf der Bühne gerne sein Piano in Brand und reüssierte auch ansonsten gerne als Lichtgestalt des jungen Rock’n’Roll. Dann hat er seine noch jüngere Cousine geheiratet, 13 war die erst, und das kam nicht gut in einer Gegend, in der damals noch brennende Holzkreuze die nächtliche Landschaft erhellten. Anschließend war es weiterlesen
Reiselieder (8)
Der von den 47 Tukanen hochgeschätzte Feuilletonist hat in den vergangenen Wochen zwei wunderbare Musikschnippsel zu New Orleans ausgegraben: Neben einem Fünf-Minuten-Porträt von Trombone Shorty (das mehr über die Stadt und ihre Musik erzählt als mancher Reiseführer) auch ein Video für die Opfer der Ölpest. Das passt wunderbar in die "Reiselieder"-Rubrik und wird hiermit verlinkt. Zusammen mit der dringenden Empfehlung, regelmäßig beim Feuilletonisten vorbei zu schauen!
12. Juni 2010
Die Rückkehr der Hand Gottes!
Stefan NinkGraffiti, La Boca, Buenos Aires.
Fußball in Afrika
Im Stadion sind wir die einzigen. Die einzigen Weißen. Unter 5000 Swazis. Deshalb adaptiert uns die heimische Fankurve augenblicklich weiterlesen
Email aus Griechenland
Gestern hat mir ein Freund aus Griechenland geschrieben, den ich seit 25 Jahre kenne.
Das hier ist ein Auszug aus seiner Email:
"If you want to do something for your Greek friends, it is very easy .
Come here. We will be very happy to see you.
And tell all your friends to do the same."
Mach ich gerne. Und stelle noch ein Foto dazu. Ist wirklich schön da.
Stefan Nink
8. Juni 2010
Das hier ist ein Auszug aus seiner Email:
"If you want to do something for your Greek friends, it is very easy .
Come here. We will be very happy to see you.
And tell all your friends to do the same."
Mach ich gerne. Und stelle noch ein Foto dazu. Ist wirklich schön da.
Stefan Nink"Ich fühle mich in der Stimmung, zu schreien" (Marcello, 2.Bild)
Die beiden kommen auf die letzte Minute, als das Licht schon gedimmt wird: Zwei zierliche Japanerinnen, bepackt mit der Ausbeute eines langen Designer-Outlet-Shoppingtages. Die Einkäufe haben sie ziemlich außer Puste gebracht, sie atmen schwer, sie stöhnen, sie keuchen, aber vielleicht liegt das auch an ihren Atemmasken. Wären die beiden Kenianer oder Dänen, müsste man jetzt darüber nachdenken, ob draußen etwas passiert ist, ein Virusausbruch oder Ahmadinedschad oder ähnlich Schlimmes. Bei japanischen Touristen besteht kein Grund zur Sorge: Die tragen so etwas auf Reisen gerne.
Aber jetzt geht erst einmal der Vorhang auf! Das Orchester schwingt sich in den ersten Akt von Puccinis La Bohème, die Geigen schmachten, die Tenöre weiterlesen
